Market research manager

Beruf mit Aussicht: Wissen, was die Zukunft bringt

„Meide niemals den Misserfolg. Hab mehr Mut!“
Daniel Bretschneider, Market Research Manager bei der Roche Pharma AG in Grenzach

Was sind Deiner Meinung nach die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Market Research Manager haben sollte?

Ein Marktforscher muss analytische Fähigkeiten mitbringen. Es geht darum, die Details zu verstehen und dabei das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren. Diese Position erfordert zudem Flexibilität. Kurzfristige Anfragen müssen schnell umgesetzt werden. Unabdingbar ist eine große Begeisterungsfähigkeit. Als Marktforscher kommt man mit einer Vielzahl von Produkten in Berührung und stellt sich immer wieder die Frage: Wie werden sich die Märkte entwickeln?

Wie wird man ein Market Research Manager?

Ich habe BWL studiert. Zur Pharmaindustrie kam ich durch Zufall. Ich hatte mich auf Marktforschung spezialisiert und auch meine Bachelorarbeit in diesem Bereich geschrieben. Durch eine Trainee-Stelle kam ich dann zu einem Pharmaunternehmen. Hier gibt es viele Entscheider: Ärzte beurteilen und verschreiben ein Produkt, Patienten nehmen es ein, Krankenkassen übernehmen die Kosten. Alle diese verschiedenen Player müssen berücksichtigt werden. Es ist eine Branche, in der sich immer etwas bewegt. Es wird nie langweilig.

Wie sieht Dein typischer Arbeitsalltag aus?

Es gibt unterschiedliche Phasen: Manchmal wälze ich Excel-Tabellen und arbeite an der Analyse. In manchen Zeitspannen gehe ich in den Außendienst. Das ist meistens im Oktober, November, März und April der Fall. Da wird Material für den Vertrieb getestet. Ich sitze dann klassisch hinter einer Scheibe und kann zusehen, wie Ärzte zu unseren Produkten befragt werden. Und dann gibt es Co-Kreationen mit Medizinern, die wir als Marktforscher betreuen. Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich.

Was sind die größten Herausforderungen, die sich einem Market Research Manager stellen?

Ganz klar - die neuen Märkte. Es gibt Bereiche, wie in der Onkologie, da ist Roche seit langer Zeit vertreten. Und dann gibt es neue Märkte. Die muss man erst einmal kennenlernen. Am Anfang gibt es viele offene Fragen. Eine weitere Herausforderung ist die Genauigkeit, mit der wir arbeiten. Wir präsentieren unsere Daten. Diese Zahlen müssen absolut wasserdicht sein. Und das geht nur, wenn man sehr präzise arbeitet.

Was zeichnet Roche als Arbeitgeber aus?

Ganz klar der Innovationsgeist und der Fortschrittsgedanke des Unternehmens. Man hat ständig mit neuen Präparaten zu tun. Auch bietet Roche eine hohe Flexibilität bei Arbeitszeiten und Arbeitsmöglichkeiten an. Es herrscht eine große Transparenz im Unternehmen. Jeder weiß, woran gerade gearbeitet wird. 

Welchen Ratschlag kannst Du Menschen geben, die sich dafür interessieren, Marktforschung zu betreiben?

Möglichst früh reinschnuppern! Ich habe Marktforschungsprojekte bereits an der Universität umsetzen können. Ich bin der Überzeugung, dass es darum geht, sich auszuprobieren. Mein Ratschlag ist: Meide niemals den Misserfolg. Hab mehr Mut!

Wann bist Du mit deiner Arbeit zufrieden?

Es macht mich glücklich, wenn das Ergebnis einer Analyse direkt umgesetzt wird. Zum Beispiel wurden auf Basis unserer Analyse Materialien für den Außendienst geändert und neu erstellt. Damit konnten Ärzte besser erreicht werden und diese gaben an, ihr Therapieverhalten zu überdenken. Das ist ein großer Ansporn. Dann haben wir als Market Research Manager im Vorfeld die richtigen Fragen gestellt. 

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