Vom Feind zum Freund: Erdmännchen-Mama Christiane Heß

„Einfach mal weg, einfach mich finden.“ Das erhoffte sich Roche-Mitarbeiterin Christiane Heß von einer Weltreise der etwas anderen Art und einem nachfolgenden Afrika-Aufenthalt im Oktober 2014. Ihre Tour rund um den Globus führte sie nicht nur an Orte fernab der üblichen Touristenströme, sondern auch zu einigen höchst ungewöhnlichen Aufgaben.

Erdmännchen-Mama Christiane Heß war am Ende Teil des Rudels

Bildquelle: Heß

Im wahren Leben ist Christiane Heß Chemielaborantin im In-Prozess-Kontroll-Labor des Pharmabereichs. Hierfür hatte sie eine dreijährige Ausbildung absolviert. Als sich sowohl privat als auch beruflich Hindernisse entwickelten, entschied sich die 25-Jährige auf Weltreise zu gehen. Ihr „Around the World-Ticket“ brachte sie unter anderem nach Indien und Thailand. Dort gab sie indischen Mädchen Englischunterricht und half beim Aufbau eines thailändischen Waisenhauses mit. „Ich wollte etwas bewegen“, erinnert sie sich. „Und auch wenn ich feststellen musste, dass man die Welt nicht so leicht ändern kann, hat mich das Kinderlachen motiviert, jeden Tag weiter zu machen“, gesteht die mutige Helferin und fügt hinzu: „Das Schwierigste ist, immer wieder bei null anzufangen.“

Alle Wünsche erfüllt

Auf Heß‘ Wunschliste standen drei Volontär-Projekte: „Ich wollte einmal ein Projekt mit Tieren unterstützen, einmal Menschen helfen und einmal an meine persönlichen körperlichen Grenzen gehen. Im Büro sitzt man ja fast nur am Schreibtisch“, erklärt Heß. Nach der Weltreise fehlte ihr nur noch Punkt Eins. Im Oktober 2014 ging es deswegen für fast fünf Wochen nach Afrika. In Namibia unterstützte sie zwei Wochen lang gemeinsam mit ihrem Freund die „Harnas Wildlife Foundation“. Das Projekt gibt kranken, verletzten oder mutterlosen Jungtieren ein Zuhause. Die Aufgaben des Pärchens waren sehr abwechslungsreich: neben der Essensvorbereitung oder der Reparatur von Tiergehegen stand die Beobachtung ausgewilderter Tiere auf der „to-do“-Liste. Ihr persönliches Highlight? Jeden Tag mit den wilden Tieren arbeiten zu dürfen: „Ich war zuständig für ein Erdmännchen-Gehege. Nach anfänglichen Misstrauen, war ich am Ende ein Teil des Rudels“, berichtet sie über ihre neuen Lieblingstiere.

Die afrikanische Kultur kennen lernen

„‚Afrikanisch bedeutete für mich vor Ort, kein Stress und keine Hektik zu spüren. Ich wurde von allen Seiten sehr herzlich aufgenommen“, beschreibt Heß die afrikanische Kultur. Im Vergleich zu Indien konnte die Weltreisende außerdem direkt feststellen, dass sie vor Ort etwas bewegen kann. „Rund die Hälfte der Tiere können wieder in ein normales Leben zurückkehren“, erzählt sie. Nach dem Projekt tourten die beiden mit einer organisierten Jugendreise von Botswana bis Sambia weiter. Doch ihr Fernweh ist noch nicht gestillt. „Irgendwann wird es wieder irgendwo hingehen“, ist sich die Chemielaborantin abschließend sicher.

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