Projektwoche „Wir im Prozess“ des Ausbildungsjahrgangs 2013

In der ersten Maiwoche machte sich der Ausbildungsjahrgang 2013 des Standortes Mannheim gemeinsam mit weiteren Auszubildenden der Standorte Berlin und Waiblingen auf den Weg nach Medebach, in den Center Parc, um unter dem Motto „Wir im Prozess“ die Themenfelder Prozessoptimierung, KVP (Kontinuierlicher Verbessrungsprozess) und Ideenmanagement näher kennenzulernen.

Hierbei waren Auszubildende und DH-Studierende in verschiedene berufsübergreifende Gruppen aufgeteilt. Auf dem Wochenprogramm standen diverse Gruppenübungen und Aufgaben rund um das Thema Prozesse und deren Optimierung. Neben Gruppenübungen wie die Simulation eines KANBAN-Systems gab es auch eine 48h Aufgabe, welche jede Gruppe bewältigen musste. Ziel hierbei war es, Ideen zur Prozessoptimierung im Unternehmen zu entwerfen und ein Spiel zu konzipieren. Jede Gruppe stellte ihre Ergebnisse am Abschlussabend vor und die Gewinnergruppe wurde prämiert. Bei dieser Gruppenübung wurde die Gestaltungsmöglichkeit offen gehalten und gerade deshalb war es wichtig, gut als Team zusammenzuarbeiten. 

Ein paar Beispiele von unseren Übungen findet ihr hier:

Prozesse bei Roche

Bei dieser Aufgabe ging es darum Prozesse, die innerhalb  von Roche ablaufen, darzustellen.

Das Ergebnis dieser Aufgabe ist eine grafische Darstellung der Wertschöpfungskette, welche die zusammenhängenden Unternehmensaktivitäten des betrieblichen Gütererstellungsprozesses verdeutlicht.

Die Wertschöpfungskette besteht primär aus den Aktivitäten, die den Unternehmensbereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik sowie Marketing und Vertrieb zuzuordnen sind.  Der Wertschöpfungsprozess wird durch unterstützende Tätigkeiten der Bereiche Human Resources, Beschaffung, Finance und Controlling, sowie dem Servicebereich ergänzt.  

Im Vorfeld der Projektwoche hat bereits jeder Auszubildende eine Prozesskarte erstellt, auf der die aktuelle Einsatzabteilung mit der Hauptaufgabe in dieser Abteilung beschrieben wurde.

Diese Prozesskarten wurden anschließend den entsprechenden Stellen im Wertschöpfungsprozess zugeordnet.  Hieraus wurde deutlich, wie Prozesse innerhalb von Roche ablaufen, wie die Abteilungen miteinander vernetzt sind und dass eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und Kommunikation unerlässlich sind, um die Prozesse am Laufen zu halten. 

Prozessoptimierung

Anhand eines Puzzles war es die Aufgabe der einzelnen Gruppen, Maßnahmen zur Optimierung zu erkennen und anzuwenden.

Im ersten Durchlauf bekam die Gruppe die Aufgabe, das Puzzle in möglichst kurzer Zeit zusammenzufügen.  Anschließend galt es in fünf weiteren Durchläufen durch verschiedene Maßnahmen im Puzzleprozess die Puzzlezeit zu verbessern.

Erkenntnisse aus dieser Übung waren folgende:

Kleine Veränderungen können großes Bewirken, z.B. Umgestaltung des Arbeitsplatzes (in dieser Übung Reduktion von zwei Tischen auf einen) sowie Anpassung der Mitarbeiterzahl.

Überoptimierung ist nicht zielführend. Sobald ein gewisses Maß an Optimierung erreicht wurde, wirken sich weitere Optimierungsmaßnahmen negativ auf den Prozess aus.

Simulation eines Produktionsprozesses im Rahmen der 48h-Aufgabe

Die Hauptaufgabe der 48h-Übung war die Konzeption eines Spiels, welches einen Produktionsprozess darstellt, aus dem verschiedene Ideen zur Prozessoptimierung abgeleitet werden können.

Jede Arbeitsgruppe entwickelte mit Hilfe der Materialien eines Moderatorenkoffers einen Produktionsprozess für ein selbst erfundenes Produkt. Dazu musste eine Spielanleitung formuliert werden, damit eine andere Gruppe den Produktionsprozess simulieren und gleichzeitig Optimierungspotenziale analysieren konnte.

Bei der Analyse des Produktionsprozesses wurde von den Gruppenmitgliedern ein sogenanntes Spaghetti-Diagramm erstellt, das der Visualisierung von Arbeitsabläufen und Materialflüssen dient. Ziel bei der Anfertigung eines solchen Diagramms ist das Aufdecken von Verschwendung – insbesondere von Transport und Bewegung – in Arbeitsprozessen.
 

Doch neben der Arbeit kam der Spaß nicht zu kurz.

Bis zu 6 Auszubildende wohnten gemeinsam in einem Haus. In diesem wurde abends gekocht und zusammen gesessen. Außerdem war es natürlich auch möglich die Angebote des Center Parcs zu nutzen. Deshalb kam es nicht selten vor, dass man viele der Auszubildenden abends im Schwimmbad oder auch bei den diversen Sportangeboten (Bowling, Klettern, etc.) antraf.

Alles in Allem war die Woche sehr lehrreich. Die Aufgaben und Gruppenübungen waren hilfreich die Notwendigkeit von Prozessen,  deren ständige Optimierung sowie eigene Aufgaben in Prozessen zu erkennen und zu verstehen. Zudem bestand die Möglichkeit sich zwischen den Berufsgruppen noch einmal besser kennenzulernen und auszutauschen.

(Franziska M. und Stefanie K. – Studentinnen der Dualen Hochschule)

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