Auszubildende als Botschafter für Diversität

Für Roche ist die Diversität der Mitarbeitenden sehr wichtig. Grund genug, das Thema einmal näher zu beleuchten. Wie nehmen Nachwuchskräfte mit internationalem Hintergrund die Vielfalt in der Ausbildung wahr? Das erzählen der angehende Industriemechaniker Youwang C. aus der chinesischen Provinz Fujian und die künftige Pharmakantin Sara S. aus Polen.

Seit wann sind Sie in Deutschland?

Youwang: Ich lebe seit Sommer 2002 in Deutschland.

Sara: Ich bin seit 2010 hier.

Wo sehen Sie Unterschiede zwischen dem deutschen Bildungssystem und dem ihrer Herkunftsländer?

Sara: In Polen ist die Zeit, die alle Kinder gemeinsam an der Schule verbringen, deutlich länger als hierzulande. Erst nach neun Jahren haben die Schüler die Wahl, ob sie einen Hauptschulabschluss machen, das Gymnasium besuchen oder einen Beruf erlernen. Bei letzterem liegt die Schwierigkeit vor allem darin, Praxiserfahrungen zu sammeln. Das erfolgt meist in Form von Praktika. In Deutschland ist das durch die duale Ausbildung besser geregelt. Hier erhält man nicht nur mehr Unterstützung durch die Unternehmen, man ist auch motivierter, weil man spürt, dass die Firmen echtes Interesse haben.

Youwang: In China gibt es keine Trennung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Auch die duale Ausbildung ist dort nicht bekannt. Das ist ein echter Vorteil Deutschlands, denn die theoretischen Kenntnisse aus der Schule können wir im Betrieb unmittelbar in der Praxis anwenden.

Gibt es bei Roche spezielle Unterstützung für Nachwuchskräfte mit internationalen Wurzeln?

Youwang: Meiner Erfahrung nach werden bei uns alle Auszubildenden gleich behandelt. Das finde ich aber auch in Ordnung so.

Sara: Ich hatte zunächst Sprachprobleme. Meine Ausbilder haben mich daher anfangs intensiv unterstützt. Ich konnte einfach bei ihnen an die Tür klopfen, und wusste, das ich Hilfe bekomme. Inzwischen ist mein Deutsch so gut, dass dies glücklicherweise nicht mehr nötig ist.

Wie sind ihre Erfahrungen zum Thema Diversität in der Ausbildung?

Sara: Für mich ist das Thema vor allem bei unseren Projektwochen sehr präsent. Dort erhalten die unterschiedlichen Nationen Raum, sich zu zeigen. Auch die Aufgabenstellungen, die wir bearbeiten, machen die Vorteile von Diversität deutlich. Jeder tickt ein bisschen anders und kann einen anderen Aspekt zu Lösung beitragen.

Youwang: Was ich als sehr positiv empfinde, sind die vielfältigen Möglichkeiten für Auszubildende, ins Ausland zu gehen. Ein Kollege von mir durfte zum Beispiel nach Indianapolis, um deutsche Betriebsanleitungen für Maschinen zu übersetzen, die wir hier bei Roche in Mannheim hergestellt haben. Das ist eine tolle Chance, um internationale Erfahrungen zu sammeln.

Wie wichtig ist es aus Ihrer Sicht, Diversität bereits in der Ausbildung zu verankern.

Youwang: Sehr wichtig. Viele Auszubildenden werden ja noch lange Jahre für Roche arbeiten. Sie sind dann nicht nur selbst von Anfang an mit dem Thema vertraut, sie können es auch weitertragen.

Sara: Genau. Ich glaube, gerade junge Menschen sind meist sehr offen für das Thema. Das liegt wohl auch daran, dass sie unbelastet sind von den Konflikten der Vergangenheit. Daher dürfte es besonders leicht sein, sie von den Vorteilen von 

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