Ab in die Kittel

Die klare Flüssigkeit beginnt zu brodeln, während die Temperaturanzeige des Thermometers immer weiter steigt. Konzentriert beobachten die Schüler das Messgerät. Bei 80 Grad setzen sie vorsichtig den Glasbehälter an und vermengen das Wasser mit Öl. Unter ständigem Rühren bildet sich bereits nach wenigen Minuten eine weiße Masse – fertig ist die Hautcreme. Wie man ein solches Kosmetikprodukt ganz einfach selbst machen kann, lernten zehn Schülerinnen und Schüler der Jugendakademie bei einem Workshop von Roche. Unter der Leitung von Thomas W. wandelten sie zwei Tage lang auf den Spuren der Pharmakanten und erhielten einen Einblick in das Unternehmen.

Seit vielen Jahren unterstützt Roche die Jugendakademie Mannheim. Diese fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1997 besonders begabte Schüler und bietet ihnen auch außerschulische Aktivitäten. Die findigen Köpfe haben dabei die Gelegenheit, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern und praktische Erfahrungen zu sammeln. Bereits seit dem Gründungsjahr dabei: Roche. Das Unternehmen öffnete am 9. und 10. Mai seine Tore und lud zum Praxistag ins Labor.

Was bedeutet kutan? Und woraus besteht eine Hautcreme? Diesen Fragen gingen zehn wissbegierige Nachwuchstalente aus der Jahrgangsstufe 7 und 8 während des zweitätigen Workshops mit Thomas W., Ausbilder für Produktionsberufe, auf den Grund. Thema war in diesem Jahr die Herstellung einer kutanen Creme – sprich, einer Pflege für die Haut. Freitags ging es erst einmal um die Theorie: Nach einer Präsentation über das Unternehmen und die Ausbildungsmöglichkeiten, sowie einem Rundgang durch das Labor, streiften die Nachwuchslaboranten am Samstagmorgen ihre weißen Kittel und ihre Schutzbrillen über und waren sofort mit Feuereifer bei der Sache.

Man nehme Wasser, Öle, Konservierungsmittel, Emulgator und Duftstoffe: so einfach kann man seine Kosmetikprodukte selbst zusammenmischen. Ob Pipette, Zentrifuge oder Petrischale – dies alles gehört zum Handwerk eines Pharmakanten. Begeistert wurde abgewogen, erhitzt oder verrührt, bis jeder Jugendliche stolz sein eigenes Produkt in den Händen hielt. Sicherheit und Sauberkeit wurden dabei großgeschrieben, auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Erfreulich war das große Interesse der Kinder, die viele Fragen über die Tätigkeiten im Labor stellten und nebenbei einiges über Roche lernten. „Die Schüler von heute sind die Auszubildenden von morgen. Wenn wir heute ihr Interesse am Unternehmen wecken, kommen sie vielleicht auf uns zurück“, erklärte Thomas W. im Anschluss. Und was die Nachwuchstalente besonders freute: Für den Muttertag am 11. Mai hatten sie in diesem Jahr ein besonderes und vor allem selbstgemachtes Geschenk.

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