„Die Apotheke ist auf jeden Fall nicht die einzige berufliche Option für junge Pharmazeuten“

Roche bietet pro Jahr rund 20 Plätze für Pharmazeuten im Praktikum an.
Adeline F. nutzte diese Chance und entschied sich, den ersten Teil ihres Praktischen Jahrs (PJ) in der Industrie zu absolvieren.

In welcher Abteilung arbeiten Sie derzeit?

Derzeit bin ich im Sterile Drug Product Manufacturing, wo Parenteralia in Form von Flüssigvials hergestellt werden.

Warum haben Sie sich für ein Praktikum in der Industrie und nicht in der Apotheke entschieden?

Ich wollte nach meinem Studium verschiedene Einsatzgebiete von Apothekern kennenlernen und eine genauere Vorstellung über Aufgaben und Möglichkeiten in der pharmazeutischen Industrie  bekommen. Die Stelle in der Produktion reizte mich besonders, da ich tiefere Einblicke in die industrielle Herstellung von Arzneimitteln erlangen und das Gelernte direkt anwenden kann. Auch für technische Fragestellungen, organisatorische Tätigkeiten und Projektmanagement begeistere ich mich – all das bringt diese Stelle mit sich.

Warum haben Sie sich für Roche entschieden?

Der Konzern war mir bereits zu Studienzeiten über Freunde und Bekannte ein Begriff. Während des „Wahlhalbjahrs“ wollte ich ein großes, weltweit agierendes Unternehmen kennenlernen und standortübergreifend in globalen Projekten arbeiten. Bei Roche sehe ich optimale Voraussetzungen dafür.

Welche Aufgaben haben Sie im Praktikum?

Ich lerne den abwechslungsreichen Arbeitsalltag eines Betriebsapothekers kennen: Morgens findet immer eine Frühbesprechung in der Produktion mit den verschiedenen Schnittstellen zum Informationsaustausch statt. Über den Tag verteilt begleite ich meine Betreuerin dann häufig zu Meetings, sie erklärt mir ihre Aufgaben wie zum Beispiel die Bearbeitung von Reklamationen oder die Überarbeitungen von verschiedenen GMP-relevanten Dokumenten – die für die Qualitätssicherung in der Arzneimittel und Wirkstoffproduktion wichtigen Unterlagen. Auch in aktuelle Projekte werde ich mit einbezogen und konnte so schon an einem Produkttransfer mitwirken.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Praktikum?

Am besten gefällt mir die abteilungsübergreifende Projektarbeit und, dass ich mein eigenes Entwicklungsprojekt bekommen habe. Auch mein Team hat mich super aufgenommen und ich fühlte mich gleich als wertvolles Mitglied der Gruppe.

Über das Roche-Netzwerk lerne ich zudem viele neue Leute und ihre Berufe kennen. Mich beeindruckt die Mitarbeiterförderung, durch die man die Möglichkeit hat, sich weiter zu entwickeln und neue Herausforderungen zu meistern.

Was nehmen Sie für sich mit?

Ich kann tiefere Einblick in die industrielle Produktion von Parenteralia erlangen und den Arbeitsalltag als Apotheker in der Industrie lernen. Es war bisher eine sehr lehrreiche und wertvolle Zeit für meinen weiteren Weg.

Die Apotheke ist auf jeden Fall nicht die einzige berufliche Option für junge Pharmazeuten, denn Apotheker finden sich in zahlreichen Bereichen mit unterschiedlichen Funktionen bei Roche wieder.

Würden Sie das Pharmazeuten Praktikum Kommilitonen/innen empfehlen?

Ja! Gerade wer sich nicht sicher ist oder keine Vorstellung von der Industrie hat, sollte die Chance auf jeden Fall während dem Praktischen Jahr nutzen. Man wird um eine wertvolle Erfahrung reicher.

Neugierig geworden?

Das Pharmazeuten-Praktikum startet jährlich im Mai bzw. im November. Die Ausschreibung erfolgt 9 Monate im Voraus. Bitte bewerben Sie sich online mit aktuellem Lebenslauf und Ihren Zeugnissen (Abitur, 1. Staatsexamen). Nach einer einwöchigen Einführungsphase im Werk in Mannheim erwartet die Pharmazeuten ein sechsmonatiger Einsatz beispielsweise in Bereichen wie Forschung & Entwicklung oder Produktion & Qualitätskontrolle von Arzneimitteln oder Diagnostika an den Roche-Standorten in Mannheim oder Penzberg.

Tags: Career Blog, Deutschland