Hautkrebs. Bei mehr als 197.000 Patienten wird diese Krebserkrankung jährlich festgestellt. Wird ein Melanom frühzeitig erkannt und behandelt ist es allgemein heilbar.(1-2) Unbehandelt kann es sich jedoch auf andere Organe im Körper ausbreiten, so zum Beispiel in Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn. Dies wird als metastasierendes Melanom bezeichnet und ist die tödlichste und aggressivste Form von Hautkrebs.(3-4)

Ursachen und Risikofaktoren

Melanome entwickeln sich in Melanozyten, diese befinden sich in den äusseren Schichten der Haut. Melanozyten bilden das Pigment Melanin, das für die Farbe der Haut, der Haare und Augen verantwortlich ist. Melanin schützt die Haut vor UV-Strahlen des Sonnenlichts. Die Exposition zu UV-Strahlen führt dazu, dass die Melanozyten mehr Melanin produzieren, die Haut erhält die ‚Sonnenbräune‘, übermässige Exposition zu UV-Strahlen kann Mutationen innerhalb der Melanozyten verursachen (5-6). Melanome entstehen, wenn diese Mutationen unkontrolliertes Zellwachstum und Proliferation sowie Tumorbildung verursachen.

Diagnose

Frühzeitige Erkennung, Diagnose und Behandlung sind bei Patienten mit Melanom extrem wichtig(7). Ein Melanom, das noch keine anderen Organe befallen ist normaler Weise operativ gut behandelbar.

Behandlungsansätze

Behandlungen richten sich nach Schweregrad oder Entwicklungsstadium des Melanoms. Die Operation ist die wichtigste Option für ein Melanom das noch auf einen bestimmten Hautbereich begrenzt ist (8). Es gibt keine Heilung für metastasierende Melanome. Begrenzte Behandlungsoptionen beinhalten verschiedene Formen der Chemo- und Immuntherapie.

Personalisierte Behandlung

Die personalisierte Medizin konzentriert sich auf die Entwicklung von Therapien die auf die Untergruppe von Patienten mit einem bestimmten Krebstyp abgestimmt sind. Mit dem besseren Verständnis der Genexpression beim Melanom hat sich das Potential für personalisierte Behandlungsansätze erhöht.

Kontrolliertes Wachstum durch neue Behandlungsansätze

Im Sommer 2011 haben die US-FDA und im späteren Verlauf des Jahres die Schweizer Behörden ein neues, oral zu nehmendes Medikament zugelassen, was speziell für die Hemmung des onkogenen Proteins entwickelt wurde, welches das metastasierende Melanoma (Hautkrebs) verursacht. Gleichzeitig wurde ein diagnostischer Test zur Verfügung gestellt, mit dem die Patienten mit dieser spezifischen Mutation ihres Melanoms identifiziert werden können. In der EU erfolgte die Zulassung dieses Medikamentes im Februar 2012.

Dieses Medikament wurde für eine gezielte Blockade des onkogenen Proteins entwickelt, dies seinerseits soll die Aktivierung weiterer Schritte vermeiden und soll damit das ‚Vorwärts‘-Signal hemmen. Man geht davon aus, dass dadurch Zellwachstum gehemmt wird und zur Apoptose führt und somit eine Rückbildung des Tumors verursacht.

Dies ist die erste und einzige in den USA und in der Schweiz zugelassene personalisierte Behandlung, die eine Verbesserung der Überlebensrate von Patienten mit metastasierendem Melanom mit dieser Mutation aufzeigt.

Aktuelle und künftige Studien

Roche verfolgt ein breites Entwicklungsprogramm mit diesen neuen Therapiemöglichkeiten einschliesslich von Kombinationen mit anderen Wirkstoffen (bereits zugelassene sowie auch in Entwicklung befindliche, von Roche und auch von anderen Unternehmen) wie auch Studien bei anderen Krebsarten.

Referenzen
1) Leong SP. Future perspectives on malignant melanoma. Surg Clin North Am 2003;83(2):453-6.
2) Creagan ET. Malignant melanoma: an emerging and preventable medical catastrophe. Mayo Clin Proc 1997;72(6):570-4.
3) Algazi AP, et al. Treatment of cutaneous melanoma: current approaches and future prospects. Cancer Manag Res 2010;2:197-211.
4) Korn EL, et al. Meta-analysis of phase II cooperative group trials in metastatic stage IV melanoma to determine progression-free and overall survival benchmarks for future phase II trials. J Clin Oncol 2008;26(4):527-34.
5) Gallagher RP, et al. Ultraviolet radiation. Chronic Dis Can 2010;29 Suppl 1:51-68.
6) Soehnge H, et al. Mechanisms of induction of skin cancer by UV radiation. Front Biosci 1997;2:d538-51.
7) Tung, R. Vidimos, A. Melanoma. Accessed on: June 20, 2011
8) Dummer R, et al. Ann Oncol 2010;21(suppl 5):194–7.

Tags: Personalised Healthcare