Eine Führungsrolle mit Wirkung

Meine Funktion bei Roche verbindet Ost und West ebenso wie Wissenschaft und Management. Ich stamme aus Changsha, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Hunan. Schon als Kind interessierte ich mich für Wissenschaft, und so studierte ich in Peking Biophysik. Anschliessend erhielt ich ein Vollstipendium für ein Doktorat in Molekularbiologie und Immunologie in den USA.

Nach der Promotion arbeitete ich in den USA in der Pharmaforschung und später in der strategischen Beratung, bis ich 2002 zu Roche kam. 2008 kehrte ich nach China zurück, um Roche Partnering in Schanghai aufzubauen, und übernahm 2012 die Leitung des Roche Innovation Center Schanghai. Schanghai ist heute eine kosmopolitische Stadt mit einem Mix von Kulturen, dies spiegelt sich auch bei uns.

Ein rein amerikanisches, schweizerisches oder chinesisches Team würde unsere hochkomplexen Aufgaben sicher nicht so gut bewältigen. Wir brauchen die Geschlechter­, Kultur­ und Nationalitätenvielfalt sowie breitgefächerte Erfahrungen und Denkweisen, um erfolgreich zu sein. Mit meinen Hintergrund kann ich hier gut vermitteln. In China sind Mitarbeitende bei Besprechungen oft sehr zurückhaltend und daran gewöhnt, dass Entscheidungen von anderen getroffen werden. Ich schaffe ein integratives Umfeld, indem ich ihnen versichere, es gebe keine falschen Fragen. Und ich ermutige sie, aktiv nach Lösungen zu suchen. Ich führe ein Team von über 150 Forschern. Aber auch als Wissenschaftlerin kann ich nicht alles im Detail wissen. Ich versuche das Gesamtbild im Auge zu behalten, die richtigen Fragen zu stellen und die Teams zu unterstützen, damit sie ihr Bestes geben können.

Unsere Mitarbeitenden sind zufriedener und engagierter, und unsere Produktivität ist deutlich gestiegen.

Meine erste Aufgabe bestand darin, unsere zuvor unabhängige Forschung in die globale Roche­Organisation zu integrieren. Unsere Forschungs­ und Entwicklungsaktivitäten in Schanghai konzentrieren sich auf Infektionskrankheiten, im Speziellen auf Hepatitis B. Im Zug der Integration haben wir unsere Strategie neu abgestimmt sowie unsere Pipeline und unseren Talentpool erweitert. Wir haben heute strukturierte Prozesse für das Performance Management und die Karriereentwicklung und bieten ein breitgefächertes Schulungsprogramm sowie internationale Arbeitsplatzrotationen.

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"Kommunikation ist alles. Ich gehe oft mit Teammitgliedern zum Essen und höre mir ihre Sorgen an."

Das Ergebnis von alledem: Das Mitarbeiterengagement ist laut GEOS­Umfrage zwischen 2011 und 2014 sprunghaft von 36% auf 82% gestiegen. Unsere Mitarbeitenden sind zufriedener und engagierter denn je, und unsere Produktivität hat sich deutlich erhöht. Als Führungskraft ist es sehr motivierend, so viel bewirken zu können.

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Tags: Menschen