Bessere Gesundheitsversorgung in Kenia

Ich bin Ärztin geworden, weil ich ein tiefes Bedürfnis verspüre, Menschen zu helfen. Nach gut sechs Jahren im Behandlungsalltag mit Patienten erkannte ich aber, wie wenig ich das hiesige Gesundheitsumfeld zu beeinflussen vermochte. Daher nahm ich eine Stelle bei Roche an.

Heute arbeite ich gemeinsam mit meinen Kollegen an einem Paradigmenwechsel für die Krebsbehandlung. Während Infektionskrankheiten wie HIV, Malaria und Tuberkulose in Afrika hohe Priorität haben, erhalten Tumorleiden nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Vor allem Brustkrebs ist hier ähnlich verbreitet wie in westlichen Ländern, doch liegt die Sterberate deutlich höher. In Kenia beträgt die Lebenserwartung nach einer Brustkrebsdiagnose oft nur acht Monate, in den meisten Industrieländern dagegen können es bis zu zehn Jahre sein.

Überlegen Sie einmal, was zehn Jahre länger leben bedeutet! Eine Frau kann in dieser Zeit ihre Kinder aufziehen, eine neue Karriere starten und ihre Träume verwirklichen. Was das wert ist, kann ich nur schwer in Worte fassen.

Roche Kenia arbeitet gemeinsam mit der Regierung daran, die Zugangsbarrieren zur Krebstherapie zu senken. Das umfasst viel mehr als nur die Medikamentenpreise. Wir betrachten das gesamte Spektrum: vom Bewusstsein über Krebskrankheiten und deren Diagnostik bis zur Qualifikation medizinischer Fachkräfte hin zum besseren Zugang zu Therapien.

Zur Stärkung der lokalen Expertise stiftet Roche Vollstipendien für fünf Onkologen.

Im Rahmen des Programms werden wir Vollstipendien für fünf zusätzliche Onkologen in Kenia stiften und finanzieren Schulungen für spezialisierte Krankenschwestern an einer medizinischen Fakultät in Eldoret. Zudem organisieren wir Lehrgänge mit lokalen und internationalen Experten, um Brustkrebsdiagnostik und Amputationstechniken zu verbessern. Bei der Diagnostik bauen wir auf die Synergien unserer Divisionen Pharma und Diagnostics. So installieren wir beispielsweise in einem öffentlichen Krebszentrum ein Instrument zur Gewebediagnostik. Zudem bieten wir Schulungen für Pathologen und Techniker an.

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"Durch neue Partnerschaften wollen wir einen Paradigmenwechsel für die Diagnostik und die Behandlung von Brustkrebs erreichen."

Des weiteren helfen wir dem Gesundheitsministerium, durch die Erstellung eines Krebsregisters exakte Daten über Tumorkrankheiten zu gewinnen. Im Rahmen von Partnerschaften unterstützen wir Schulungsmassnahmen und stellen Infrastruktur wie Laptops und Software bereit. Bessere Daten ermöglichen ein klareres Bild von der tatsächlichen Verbreitung der Krankheit und tragen dazu bei, die Verwendung von Ressourcen zu optimieren. Darüber hinaus wollen wir in Zusammenarbeit mit der Regierung den Zugang zu einigen unserer innovativen Brustkrebsmedikamente verbessern.

So greift eins ins andere. Auch Medien und Interessen­ gruppen machen inzwischen auf das Krebsproblem aufmerksam, und die Regierung ist bereit zu handeln. Daher kommt unser Engagement genau zur richtigen Zeit. Ich bin fest überzeugt, dass wir die Behandlung von Krebskrankheiten in Kenia einen grossen Schritt voranbringen können.

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Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung, Afrika