Gemeinsam gegen Krebs in Kenia

Die Partnerschaft von Roche mit der Beth Mugo Cancer Foundation (BMCF) hilft Krebspatientinnen und –patienten in Kenia.

Die Diagnose Brustkrebs zu bekommen ist ein Schock und verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. Wenn man aufgrund von gesellschaftlichen Konventionen nicht über die Krankheit sprechen darf oder sich sogar dafür schämen muss, sind dies zusätzliche Steine auf einem ohnehin schon schweren Weg. Für viele Frauen in Kenia, die an Brustkrebs erkrankt sind, ist diese Situation Realität.

Beth Mugo und Christoph Franz unterzeichnen eine Vereinbarung zur Verbesserung der Situation von Krebspatienten in Kenia.
Beth Mugo und Christoph Franz unterzeichnen eine Vereinbarung zur Verbesserung der Situation von Krebspatienten in Kenia.

Eine von ihnen ist Senatorin Dr. Beth Mugo, die 1997 als erste Frau ins kenianische Parlament gewählt wurde und seitdem zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der kenianischen Politik zählt. Von 2008 bis 2013 war sie Ministerin für Gesundheit und Hygiene. Im Jahr 2011 erkrankte Mugo an Brustkrebs. Ihre erste Reaktion beschreibt sie folgendermassen: «Ich wollte es zuerst geheim halten, weil das Thema Krebs in Kenia sehr negativ behaftet ist.» Doch sie ändert ihre Meinung, nimmt all ihren Mut zusammen und spricht in der Öffentlichkeit über ihre Krankheit. Mugos Geschichte findet in den Medien grosse Beachtung und animiert viele Frauen in Kenia dazu, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.

Die Beth Mugo Cancer Foundation

Im Jahr 2016 entschied Beth Mugo ihre Unterstützung für Krebspatientinnen und -patienten auszuweiten. Sie gründete die Beth Mugo Cancer Foundation (BMCF). Die BMCF fördert die Aufklärung, Diagnose und Behandlung von Brust-, Gebärmutterhals- und Prostatakrebs. Roche unterstützt die BMCF mit Forschungsdaten und Fortbildungen, fördert Patientenorganisationen und stellt Kontakte zu internationalen Organisationen her, die dasselbe Ziel verfolgen wie die BMCF.

Zwei Partner, ein Ziel

Im Rahmen der Bemühungen für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung hat Verwaltungsratspräsident Christoph Franz im Oktober 2016 eine Grundsatzvereinbarung mit der BMCF unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, die Situation von Brust- und Gebärmutterhalspatientinnen und Prostatakrebspatienten in Kenia zu verbessern. Erreicht werden soll dieses Ziel durch ein Bündel von Massnahmen. So steht Roche der BMCF mit Expertise im Bereich Patientenorganisationen zur Seite, schult die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BMCF regelmässig zum Thema Krebs und hilft der BMCF dabei, ein internationales Netzwerk zu gleichgesinnten Stiftungen aufzubauen. Weshalb die Partnerschaft mit der BMCF so wichtig ist, erklärt Christoph Franz: «Selbst die bahnbrechendste Innovation bringt nichts, wenn sie die Patienten nicht erreicht. Im Herbst 2016 durfte ich Afrika südlich der Sahara besuchen. Dabei habe ich unter anderem gelernt, dass es keine Universallösung gibt. Wir müssen jeweils individuelle Vor-Ort-Lösungen finden. Ausserdem können wir, die private Gesundheitsbranche, diese Herausforderung nicht alleine meistern. Wir müssen dazu Partnerschaften eingehen.»

Beth Mugo and Christoph Franz schütteln sich zum Zeichen ihrer künftigen Zusammenarbeit die Hände.
Beth Mugo and Christoph Franz schütteln sich zum Zeichen ihrer künftigen Zusammenarbeit die Hände.

Ein Geben und Nehmen

Die Partnerschaft mit der BMCF ist ein Beispiel für die Art von öffentlich-privater Partnerschaft, die benötigt wird, um den Kampf gegen Krebs in Ländern südlich der Sahara voranzutreiben. Oder wie Christoph Franz es formuliert: «Gemeinsam können wir Hürden beim Zugang zur Gesundheitsversorgung überwinden und Menschen dabei helfen, das Leben für sich und ihre Familien aufzubauen, das sie sich wünschen. Brustkrebspatientinnen in Kenia verdienen die gleiche Behandlung wie überall sonst auf der Welt.»

Tags: Gesellschaft, Patienten, Afrika, Zugang zur Gesundheitsversorgung