Tierschutz
Tierversuche: Höchsten ethischen Ansprüchen an den Tierschutz gerecht werden
Bevor eine neue Therapie bei Menschen angewandt werden kann, muss sie im Tierversuch auf ihre Unbedenklichkeit überprüft werden. Die angemessene und verantwortungsvolle Durchführung von Tierversuchen ist ein unverzichtbarer Teil der biomedizinischen Forschung, da etwa 70% aller schweren Nebenwirkungen neuer Arzneimittel nur durch Tierversuche feststellbar sind. Wie alle forschenden Pharmaunternehmen führt Roche nur dann Tierversuche durch, wenn sie aus Gründen der Patientensicherheit unerlässlich sind. Die meisten dieser Versuche werden von den Zulassungsbehörden vorgeschrieben.
Wir haben Verständnis für die Bedenken der Öffentlichkeit über den Einsatz von Tieren in der Wissenschaft und nehmen sie sehr ernst. Daher legen wir grossen Wert darauf,
- Tierversuche nur dann durchzuführen, wenn sie gesetzlich vorgeschrieben sind oder wenn keine wissenschaftlich akzeptable Alternative zur Verfügung steht;
- dass sämtliche Versuche an Tieren in verantwortungsvoller Weise durchgeführt werden;
- kontinuierlich in die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen zu investieren.
Wir haben strenge Regeln, die sicherstellen sollen, dass Tierversuche:
- wissenschaftlich gerechtfertigt sind;
- stets unter Verwendung der am besten geeigneten Tierart durchgeführt werden;
- mit der kleinstmöglichen Zahl von Versuchstieren auskommen, die für zuverlässige Ergebnisse ausreicht;
- den Tieren möglichst wenig Schmerzen und Leiden bereiten.
Alle Mitarbeitenden von Roche, die mit Versuchstieren arbeiten, werden speziell geschult und fortgebildet, und ihre Tätigkeit wird laufend überwacht. Sie müssen jederzeit die gesetzlichen Vorschriften einhalten und ein Höchstmass an Tierschutz gewährleisten. Auch Auftragsforschungsinstitute, die für Roche Tierversuche durchführen, müssen sich nach denselben ethischen Massstäben richten. Um dies zu überprüfen, führen wir regelmässige Inspektionen durch.
Wenn mit wissenschaftlich vertretbaren Alternativen zu Tierversuchen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden können, verzichtet Roche stets auf Tierversuche. Auf diese Weise konnte Roche die Anzahl der Tierversuche drastisch verringern, obwohl die Zahl der Forschungsprojekte sehr stark zugenommen hat.
Roche investiert in erheblichem Ausmass in die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen. In der Schweiz unterstützen wir die Stiftung Forschung 3R. Diese Organisation unterstützt Forschungsprojekte finanziell, die neue oder verbesserte Methoden gemäss der 3R-Strategie entwickeln:
- Replace (Ersetzen) – Tierversuche werden, soweit dies möglich ist, durch alternative Methoden ersetzt
- Reduce (Verringern – Bisherige Methoden werden weiterentwickelt, damit Tierversuche mit weniger Tieren auskommen
- Refine (Verbessern) – Bisherige Methoden werden verfeinert, um die verwendeten Tiere möglichst wenig zu belasten.
Roche ist auch Mitglied der European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) – einer gemeinsamen Initiative der Europäischen Kommission und einer Reihe von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden.
Roche hält sich an alle geltenden nationalen und internationalen Vorschriften über Tierversuche, insbesondere die Richtlinien der International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use (ICH Guidelines), die EU-Richtlinie über Tierversuche, die OECD-Richtlinien sowie die lokalen und nationalen Regelungen. Auch alle anwendbaren Industriestandards für Tierversuche werden eingehalten. Die Forschungszentren von Roche sind von der Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care International (AAALAC) akkreditiert.