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Stoffwechsel

Wissenschaftler aus dem Fachbereich für Stoffwechselerkrankungen sind auf der Suche nach neuen Medikamenten zur Behandlung von Stoffwechselstörungen und der damit einhergehenden Krankheiten.
Beispiele sind:
- Diabetes (gestörter Kohlenhydratstoffwechsel)
- Dyslipidämie (gestörter Fettstoffwechsel)
- Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen oder niedrige Hämoglobinwerte) und andere nierenbedingte Erkrankungen
- Osteoporose (Verlust an Knochenmineralien).
Da kardiovaskuläre Erkrankungen häufig mit Diabetes und Dyslipidämie einhergehen, werden sie häufig mit Stoffwechselstörungen zusammengefasst.
Derzeit befinden sich zehn neue Wirkstoffe zur Behandlung von Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Entwicklung. Zwei viel versprechende Prüfmedikamente mit neuartigen Wirkmechanismen sind Dalcetrapib zur Behandlung von Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Arteriosklerose und Fettstoffwechselstörungen; sowie Aleglitazar zur Reduzierung des Infarkt- und Schlaganfallrisikos bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.
Diabetes
Bei Diabetes mellitus kann der Körper den Blutzucker nicht normal verwerten. Altersdiabetes (Typ 2) wird durch moderne Ernährungsformen mit hochraffinierten Kohlenhydraten, durch Adipositas und Bewegungsmangel begünstigt. Weltweit leiden nahezu 150 Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes. Fachleute gehen davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2025 auf 300 Millionen verdoppeln wird. Die Arzneimittelentdeckung und -entwicklung von Roche zielt auf mehrere Wirkmechanismen ab, was die polygene Natur dieser Erkrankung widerspiegelt.
Aleglitazar (R1439) ist ein dualer PPAR-Agonist, der sich als vielversprechend für die Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen bei Hochrisikopatienten erweist. Anfang 2010 wurde mit der Rekrutierung von Teilnehmern für ein weltweites Phase-III-Programm (ALECARDIO) begonnen.
Dyslipidämie
Ein niedriger Spiegel an HDL-Cholesterin (High-density Lipoprotein-Cholesterin) oder „gutem“ Cholesterin geht mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einher. Dalcetrapib (R1658) wird in Lizenz von Japan Tobacco entwickelt und befindet sich zurzeit in klinischen Studien der Phase III. Es erhöht den HDLC-Spiegel durch Hemmung der Wirkung von Cholesterylestertransferprotein (CETP). Unterstützenden Studien untersuchen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren und Funktionstests die potenziellen Auswirkungen einer Behandlung mit Dalcetrapib auf die Ablagerung atherosklerotischer Plaques.