Entzündungen
Die Forscher im Fachbereich für Entzündungskrankheiten konzentrieren sich auf die Entwicklung von Medikamenten für die Behandlung von Krankheiten wie Asthma, chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) und rheumatoider Arthritis (RA). Weltweit leiden Millionen von Menschen an Entzündungskrankheiten, die zu Schmerzen, Behinderung, Entstellung und in manchen Fällen gar zum Tod führen.
Autoimmunkrankheiten
Roche erforscht das Potenzial von MabThera für die Behandlung verschiedener Patientenpopulationen mit unterschiedlichen entzündungsbedingten Erkrankungen, unter anderem auch Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA), die auf herkömmliche Therapien nicht ansprechen. Daneben untersucht Roche auch die Wirksamkeit von Actemra für die Behandlung von RA. Die Wirkung dieses neuartigen Biopharmazeutikums basiert auf der Hemmung des Proteins Interleukin-6, das beim Fortschreiten von RA eine wesentliche Rolle spielt.
Ein weiterer Wirkstoff, der in klinischen Studien geprüft wird, ist Ocrelizumab (R1594). Dabei handelt es sich um einen humanisierten monoklonalen Anti-CD20-Antikörper, der selektiv auf die B-Zellen wirkt und derzeit für die Behandlung von anderen Autoimmunkrankheiten wie dem systemischen Lupus erythematodes (SLE) oder die schubförmig-remittierende Multiple Sklerose (RRMS) geprüft wird.
Die Wissenschaftler verwenden innovative Forschungsinstrumente wie Biomarker, welche die Symptome oder das Fortschreiten einer Krankheit markieren und anhand derer sich das individuelle Ansprechen eines Patienten auf eine bestimmte Therapie feststellen lässt.
Atemwegserkrankungen
Bei den Atemwegserkrankungen liegt das Problem weniger bei der Entwicklung massgeschneiderter Medikamente, sondern vielmehr bei der Diagnose. Vier Wirkstoffe werden derzeit in klinischen Studien geprüft: Zwei besitzen das Potenzial, die Behandlung von Asthma zu verbessern, und die anderen beiden könnten sich als die ersten neuen Medikamente seit über zwanzig Jahren für die Behandlung von COPD erweisen.