Weshalb Klimaschutz bei Roche funktioniert

  • Christopher Earl nimmt am 25.Oktober in München stellvertretend für Roche den CDP Environmental Award entgegen.
    Christopher Earl nimmt am 25.Oktober in München stellvertretend für Roche den CDP Environmental Award entgegen.
  • Nach der Behandlung erfüllen unsere Abwässer die Vorgaben, um in Gewässer eingeleitet zu werden.
    Nach der Behandlung erfüllen unsere Abwässer die Vorgaben, um in Gewässer eingeleitet zu werden.

«Wir sind aus tiefstem Herzen überzeugt, das Richtige zu tun», so Thomas Wolf, Chief Environmental Protection Officer bei Roche, über die Bemühungen des Unternehmens dem Klimawandel entgegenzuwirken.

«Der Klimawandel ist das dringendste Umweltproblem auf unserem Planeten», führt Wolf weiter aus. «Als weltweit aufgestelltes Unternehmen haben wir keine andere Wahl, als aktiv zu werden. Wir sehen den Preis als Anerkennung für die ausgesprochen guten Fortschritte, die wir in den vergangenen Jahren gemacht haben.»

Das CDP («Carbon Disclosure Project») hat Roche für seine weltweiten Massnahmen und Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels ein weiteres Mal mit der Note «A» ausgezeichnet. Der Preis würdigt Roche als führendes Unternehmen in der Schweizund gilt somit gemeinsam mit fünf weiteren Pharmaunternehmen als Branchenführer in den Bereichen Gesundheit, Pharma und Biotechnologie in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz). CDP ist eine angesehene, international tätige und gemeinnützige Organisation, die durch die Offenlegung der Emissionsdaten von Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften fördern will.

Ambitionierte Ziele für die Umwelt

Roche engagiert sich schon seit vielen Jahren für den Klimaschutz. Das Unternehmen setzt proaktiv neue nachhaltigere Technologien und Prozesse ein, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Dafür hat sichRoche schon früh ambitionierte und gleichzeitig realistische Ziele gesetzt. Bereits 2005 hat sich das Unternehmen vorgenommen, den Energieverbrauch pro Mitarbeitendem langfristig um rund 50% zu senken und den verbleibenden Energiebedarf aus nachhaltigen Quellen zu decken.

Eines der aktuellsten Ziele aus dem Jahr 2014 strebt an die Umweltauswirkungen des Unternehmens bis 2019 um 10% zu verringern . Mit dem vollständigen Verzicht auf Schadstoffe, die die Ozonschicht und das Klima schädigen, ist Roche auf dem besten Weg, auch dieses Ziel zu erreichen.

«Wir freuen uns sehr über unsere bisherigen Erfolge, die für uns nicht überraschend kommen», so Peter Schnurrenberger, Chief SHE Officer der Roche-Gruppe (verantwortlich für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz). «Unser Ansatz funktioniert hauptsächlich deshalb, weil wir uns schon seit Jahren intensiv mit dem Klimawandel beschäftigen. Wir haben ein umfassendes, langfristiges Programm, geniessen die volle Unterstützung der Geschäftsleitung und versuchen immer wieder Neuland zu betreten, um noch etwas besser zu werden.»

Erfolge auf lokaler Ebene

«Die innovativen Ideen auf diesem Gebiet stammen von unseren Kolleginnen und Kollegen aus Technical Operations, wie beispielsweise dem Facility Management und Engineering», erklärt Christopher Earl, der als SHE-Manager bei Roche für die Einreichung beim CDP verantwortlich ist. «Sie bewerten kontinuierlich unsere Ergebnisse und sorgen dafür, dass unsere operativen Abläufe so energieeffizient wir möglich sind. Zudem bringen Sie immer wieder neue Ideen ein, wie wir noch mehr Energie sparen können.»

In Penzberg sind die Mitarbeitenden noch einen Schritt weiter gegangen und haben mit einer hocheffizienten Kläranlage zahlreiche Innovationspreise und Auszeichnungen für verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt gewonnen. Das Abwasser wird hier zu einer standorteigenen Kläranlage geleitet, in der anaerobe Bakterien aus den anfallenden Klärschlämmen Biogas produzieren. Dieses Gas wird in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, das sowohl elektrischen Strom als auch Wärme für den Standort erzeugt.

Inzwischen gewinnen viele Roche-Standorte Energie aus nachhaltigen Quellen und nutzen beispielsweise Solarenergie. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen. Rund 80% der grössten Roche-Standorte sind dazu verpflichtet, Massnahmenpläne zur Verbesserung der Ökobilanz zu entwickeln und umzusetzen. Auf diese Weise entstehen immer wieder neue Ideen für einen besseren Umweltschutz. «Die Umsetzung wird auf Konzernebene überwacht, um die Notwendigkeit weiterer Massnahmen beurteilen zu können», erklärt Umesh Goswami, Energy Manager bei Roche Nordamerika.

Der Klimawandel betrifft uns alle

Kürzlich wurde bei einer Vollversammlung der Vereinten Nationen die Dringlichkeit von Massnahmen gegen den Klimawandel nochmals betont. Die Konsequenzen für den Planeten seien irreversibel, falls nicht sofort gehandelt werde. Die Treibhausgasemissionen nähmen weiter zu und seien inzwischen über 50% höher als im Jahr 1990. Dies führe zu dauerhaften klimatischen Veränderungen.

«Dies betrifft jeden, insbesondere die künftigen Generationen», so Wolf. «Wir haben jetzt die grossartige Möglichkeit, die Generation zu sein, die das Ruder herumreisst. Natürlich ist Roche nur ein kleiner Teil der Lösung. Dennoch werden wir alles tun, um unseren Beitrag zu leisten. Wir arbeiten nicht so hart an der Abmilderung des Klimawandels, um Auszeichnungen wie diese zu erhalten. Wir hoffen, dass dieser Preis dazu beiträgt, Andere zu ähnlichen Handlungen zu bewegen.»

Tags: Nachhaltigkeit, Environment, Gesellschaft