Vereinte Kräfte für eine globale Herausforderung

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Um Resistenzen zu reduzieren, ist es wichtig, dass Antibiotika ausschliesslich von Patienten eingenommen werden, die sie tatsächlich brauchen.

Antibiotikaresistenzen sind ein weltweit wachsendes Problem, das laut Prognosen bis 2050 jährlich zehn Millionen Todesfälle verursachen wird.

Um diese globale Herausforderung anzunehmen, hat Roche kürzlich eine öffentlich-private Partnerschaft mit der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) des Gesundheitsministeriums der USA abgeschlossen. Diese Behörde ist dafür zuständig, medizinische Massnahmen zu veranlassen und zu entwickeln, die im Zusammenhang mit den gesundheitlichen Folgen von chemischen, biologischen und radiologischen Substanzen, Grippepandemien und neu auftretenden Infektionskrankheiten erforderlich sind.  BARDA  arbeitet auch mit Partnern aus der pharmazeutischen Industrie  zusammen, um den zunehmenden Antibiotikaresistenzen mit der Entwicklung neuer therapeutischer und diagnostischer Ansätze entgegenzutreten.

Kostenteilung und Know-how-Austausch

Die strategische Allianz mit BARDA wird portfoliobasiert ausgerichtet sein und beträchtliche Finanzmittel bereitstellen zur Entwicklung neuer Antibiotika und von diagnostischen Tests für den Nachweis bestimmter viraler und bakterieller Infektionen. Gemäss der Vereinbarung wird BARDA für einen Zeitraum von 27 Monaten zunächst 35 Millionen US-Dollar  zur Verfügung stellen, über fünf Jahre kann diese Summe möglicherweise auf insgesamt bis zu 150 Millionen US-Dollar anwachsen. Roche wird weitere finanzielle Mittel und alle nötigen Ressourcen bereitstellen, um neue Produkte auf den Markt zu bringen, die möglicherweise im Rahmen der Kooperation entstehen. „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, neue Entwicklungs- und Zulassungswege zu erkunden. Gleichzeitig können wir unsere Zusammenarbeit mit Experten für Infektionskrankheiten bei der US-Regierung und ihrer Zulassungsbehörden intensivieren“, erklärt Kevin Anderson, Leiter des Teams von Roche Partnering und der Rechtsabteilung, das für den Abschluss der Vereinbarung mit BARDA verantwortlich ist.

Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, neue Entwicklungs- und Zulassungswege zu erkunden. Gleichzeitig können wir unsere Zusammenarbeit mit Experten für Infektionskrankheiten bei der US-Regierung und ihrer Zulassungsbehörden intensivieren
Kevin Anderson, Leiter des Teams von Roche Partnering und der Rechtsabteilung.
 

Pharmazeutische Industrie legt neuen Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen vor

Im Rahmen der UN-Generalversammlung fand am 21. September in New York ein hochkarätig besetztes Treffen zum Thema Antibiotikaresistenzen statt. Im Vorfeld dazu haben Roche und 12 weitere pharmazeutische Unternehmen einen neuen Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen vorgelegt. Darin verpflichten sich die Unternehmen zu vier grundlegenden Massnahmen, die sie bis 2020 umsetzen wollen. Die Massnahmen orientieren sich an den Prinzipien, auf die sich die Industrieunternehmen im Januar beim World Economic Forum 2016 in Davos geeinigt hatten. Sie stimmen mit der Absicht der pharmazeutischen Industrie überein, die weltweiten Anstrengungen bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen aktiv zu unterstützen. Im Einzelnen verpflichten sich die Unternehmen zu den folgenden vier Massnahmen:

  • Die Umweltbelastung durch die Produktion von Antibiotika zu reduzieren;
  • Sicherzustellen, dass Antibiotika nur die Patienten bekommen, die sie wirklich benötigen;
  • Den Zugang zu vorhandenen und neuen Antibiotika, Impfstoffen und diagnostischen Tests zu verbessern;
  • Neue Möglichkeiten für eine offene Zusammenarbeit zwischen Industrie und dem öffentlichen Sektor zu erproben.

Tags: Patienten, Gesellschaft