Media Release
Basel, 16. April 2009
Roche wächst im ersten Quartal deutlich schneller als der Markt
Genentech-Transaktion abgeschlossen – rasche Fortschritte in der Integration
Roche-Gruppe
- Konzernumsatz steigt um 8% in lokalen Währungen und um 7% in Schweizer Franken auf 11,6 Milliarden Franken (-1% in US-Dollar)
- Vollständige Übernahme von Genentech erfolgreich abgeschlossen –- erste wichtige organisatorische und personelle Entscheidungen getroffen
- Geschäftsausblick für das Gesamtjahr wird unter Berücksichtigung der Genentech Übernahme anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse bekanntgegeben.
Division Pharma
- Verkäufe wachsen um 8% in lokalen Währungen und Schweizer Franken und damit rund doppelt so schnell wie der globale Markt. Hauptwachstumsträger sind Schlüsselprodukte in den Bereichen Onkologie, Virologie, Ophthalmologie und Entzündungskrankheiten.
- Vielversprechende Marktresonanz in den ersten EU-Ländern nach Einführung von RoActemra zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis
- MabThera in der EU als Erstlinientherapie für Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie zugelassen
- FDA-Beratungsausschuss empfiehlt einstimmig die Anwendung von Avastin bei Patienten mit vorbehandeltem Glioblastom-Hirntumor
- Herceptin verlängert laut Phase-III-Studie (ToGA) die Überlebensdauer bei HER2-positivem inoperablem Magenkrebs signifikant – Ergebnisse ein Jahr früher als erwartet vorgelegt
Division Diagnostics
- Verkäufe der Division Diagnostics steigen um 8% in lokalen Währungen sowie 3% in Schweizer Franken und wachsen damit klar über dem Marktdurchschnitt
- Bereiche Tissue Diagnostics und Professional Diagnostics grösste Wachstumsträger
- Übernahme von innovatis stärkt Produktportfolio von Roche Applied Science in der Zellanalytik
Sofern nicht anders vermerkt, basieren alle Wachstumsraten auf Werten in lokalen Währungen.
Roche-CEO Severin Schwan zum Geschäftsgang im ersten Quartal 2009: „Mit einem Wachstum von 8% haben sich die Verkäufe der Roche Gruppe in den ersten drei Monaten sehr erfreulich entwickelt. Beide Divisionen wuchsen weiterhin deutlich schneller als ihre jeweiligen Märkte, sodass wir zuversichtlich sind, im laufenden Jahr unsere Ziele zu erreichen. Nach der freundlichen Einigung mit Genentech zur vollständigen Übernahme und dem zügig erfolgten Abschluss der Transaktion haben wir in kurzer Zeit beachtliche Fortschritte in der Integration erzielt. Wir freuen uns sehr, dass Art Levinson das Unternehmen weiterhin aktiv unterstützen wird, und wir das zusammengeführte Geschäft mit einem starken Führungsteam vorantreiben können. Wir werden wie angekündigt den Ausblick aufgrund der Genentech-Transaktion anpassen und anlässlich der Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses veröffentlichen.“
Roche-Gruppe
| Verkäufe Januar bis März | 2009 Mio. CHF | 2008 Mio. CHF | Veränderung in % in CHF | Veränderung in % in lokalen Währungen | Veränderung in % in US-Dollar |
|---|---|---|---|---|---|
| Division Pharma | 9'216 | 8'568 | +8 | +8 | 0 |
| Europa/übrige Regionen* | 4'491 | 4'561 | -2 | 8 | -8 |
| Vereinigte Staaten | 3'586 | 3'326 | 8 | 1 | 1 |
| Japan | 1'139 | 671 | 70 | 40 | 58 |
| Division Diagnostics | 2'361 | 2'287 | +3 | +8 | -4 |
| Roche-Gruppe | 11'577 | 10'855 | +7 | +8 | -1 |
* Roche definiert „Europa/übrige Regionen“ als Europa plus alle anderen Länder ausser Japan und den USA.
Für detaillierte Angaben zum Quartalswachstum siehe Anhang zu dieser Mitteilung.
Die Roche-Gruppe erzielte im ersten Quartal 2009 einen Umsatz in Höhe von 11,6 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme von 8% in lokalen Währungen (7% in Franken; -1% in US-Dollar)1. Anhaltend starke Verkäufe bei Schlüsselmedikamenten in den Bereichen Onkologie, Virologie, Ophthalmologie und Entzündungskrankheiten sowie der Immunoassay-Systeme von Roche Diagnostics trugen massgeblich zu diesem Wachstum bei.
Nach Abschluss der Genentech-Transaktion haben Roche und Genentech erste wichtige organisatorische und personelle Entscheide gefällt. Wie bereits mitgeteilt wird Arthur D. Levinson, Verwaltungsratspräsident und CEO von Genentech, per 1. Mai 2009 auch den zukünftigen Verwaltungsrat von Genentech präsidieren und damit auf strategischer Ebene Verantwortung für die Integration übernehmen. Zudem wird der Verwaltungsrat der Roche Holding Ltd Arthur Levinson auf die Generalversammlung 2010 zur Wahl in den Verwaltungsrat der Roche Holding Ltd vorschlagen. Pascal Soriot, Leiter der Commercial Operations von Roche Pharma, wird zum CEO von Genentech ernannt. Gemeinsam werden Arthur D. Levinson und Pascal Soriot das operative Integrationsteam führen und die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in die Wege leiten. Die Integrationspläne sollen bis Mitte des Jahres vorliegen, um den Zusammenschluss der beiden Unternehmen im Wesentlichen bis Ende des Jahres abzuschliessen.
Roche plant, den Ausblick für 2009 unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Genentech-Transaktion anzupassen und bei Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses am 23. Juli vorzulegen.
Division Pharma
Solides Wachstum dank Schlüsselprodukte – positive Markteinführung von RoActemra in Europa
Die Verkäufe der Division Pharma stiegen im ersten Quartal 2009 um 8% in lokalen Währungen (8% in Franken; 0% in US-Dollar) auf 9,2 Milliarden Franken und wuchsen damit rund doppelt so schnell wie der Weltmarkt (4.4%).2 Hauptwachstumsträger waren Avastin, Herceptin, Tamiflu, MabThera/Rituxan und Lucentis.3 In den Vereinigten Staaten kompensierte das solide Wachstum bei den Schlüsselprodukten die geringeren saisonalen Verkäufen von Tamiflu. In Japan nahmen die Verkäufe durch Chugai aufgrund von Tamiflu, den wichtigen Onkologieprodukten und Actemra stark zu. In Europa/übrige Regionen beruhte die Umsatzzunahme in erster Linie auf der anhaltenden Nachfrage nach den Schlüsselprodukten in Europa sowie den Schwellenmärkten.
Nach der im Januar 2009 in der Europäischen Union erfolgten Zulassung von Actemra/RoActemra (Tocilizumab), eines neuartigen Präparats für die Behandlung von rheumatoider Arthritis (RA), ist die Resonanz bei den Ärzten in den ersten Märkten, unter anderem in Deutschland, sehr positiv. In Japan, wo Actemra im April 2008 für die Behandlung von RA zugelassen worden war, verläuft die Aufnahme im Markt weiterhin gut.
Im ersten Quartal 2009 verzeichnete Avastin (Bevacizumab) zur Behandlung von fortgeschrittenem Dickdarm-, Enddarm-, Brust-, Lungen- und Nierenkrebs erneut in allen Regionen ein starkes Verkaufswachstum. Weltweit stiegen die Verkäufe des Präparats um 30% auf 1,5 Milliarden Franken. Die Verkäufe von Herceptin (Trastuzumab) zur Bandlung von HER2-positivem Brustkrebs erhöhten sich um 11% auf 1,3 Milliarden Franken, wozu der weiterhin steigende Einsatz bei der Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium in Japan und die wachsende Marktdurchdringung in Osteuropa und den Schwellenländern massgeblich beitrugen. Die kombinierten Verkäufe (Onkologie und Autoimmunkrankheiten) von MabThera/Rituxan (Rituximab) stiegen um 6% auf 1,5 Milliarden Franken. Die Nachfrage für die Erstbehandlung des Non-Hodgkin-Lympoms nahm zwar weiterhin zu, doch ist in den meisten Ländern bereits eine hohe Marktdurchdringung erreicht. Von der Einführung von MabThera in Europa zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie sowie dem weiter steigenden Einsatz in der Erhaltungstherapie des Non-Hodgkin-Lymphoms und in der rheumatoiden Arthritis werden zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet.
Die weltweiten Verkäufe des Grippemedikaments Tamiflu (Oseltamivir) erhöhten sich im ersten Quartal insgesamt um 38% auf 401 Millionen Franken. Der Anstieg ist vor allem auf Käufe von Regierungen und Unternehmen zur Pandemievorsorge zurückzuführen, darunter umfangreiche neue Bestellungen in Japan und Grossbritannien, wo die Regierungen Pläne zur Verdoppelung der Vorräte an antiviralen Medikamenten bekanntgaben. Diese Bestellungen haben die geringeren saisonalen Verkäufe, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo die Grippewellen weniger heftig als in der Saison 2007/2008 verliefen, mehr als ausgeglichen.
In den USA stiegen die Verkäufe von Lucentis (Ranibizumab) zur Behandlung der «feuchten» altersbedingten Makuladegeneration um 21% auf 279 Million Franken. Massgeblich zum Wachstum beigetragen haben die erhöhte Zahl der Injektionen pro Patient im ersten und zweiten Jahr der Therapie sowie die verbesserten Marktbedingungen verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode.
Die kombinierten Verkäufe von NeoRecormon von Roche und Epogin (Epoetin beta) von Chugai zur Behandlung der Anämie gaben in einem wettbewerbsintensiven Markt um 13% auf 378 Millionen Franken nach. Während der Marktanteil von NeoRecormon praktisch stabil blieb, wurde der Umsatz des Produkts vom anhaltenden Preisdruck beeinflusst.
Anfang April gaben Roche und Genentech bekannt, dass das Schuppenflechte-Medikament Raptiva (Efalizumab) in den Vereinigten Staaten nach einer Übergangszeit freiwillig vom Markt genommen wird.
Wichtige Meilensteine bei der Produktentwicklung
Im Februar erhielt Roche von der EU die Zulassung zur Anwendung von MabThera in Kombination mit Chemotherapie bei Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), der im Erwachsenenalter häufigsten Leukämieform. Gestützt auf die Ergebnisse der Studie REACH beantragte Roche im Januar die Zulassung von MabThera für die Behandlung von Patienten mit wiederauftretender oder therapieresistenter CLL.
Im März befürwortete ein Beratungsausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA einstimmig den Einsatz von Avastin beim vorbehandelten (wiederauftretenden) Glioblastom, der aggressivsten Form des Hirntumors. Eine Entscheidung der FDA über eine beschleunigte Zulassung in dieser neuen Indikation wird für Mai erwartet.
Im März wurden Nachbeobachtungsdaten zur laufenden klinischen Studie HERA vorgelegt. Diese erstreckten sich über vier Jahre und zeigen, dass bei Frauen mit frühem HER2-positivem Brustkrebs der Nutzen von Herceptin mehrere Jahre nach Abschluss der Therapie anhält. Ebenfalls im März gab Roche positive Ergebnisse einer internationalen Phase-III-Studie (ToGA) bekannt, die aufzeigt, dass Herceptin (Trastuzumab) in Kombination mit der Standardchemotherapie das Leben von Patienten mit fortgeschrittenem und inoperablem HER2-positivem Magenkrebs signifikant verlängert. Aufgrund der erwiesenen erhöhten Überlebensdauer von Patienten wurden die Ergebnisse etwa ein Jahr früher als erwartet vorgelegt. Die vollständigen Daten werden dem Fachpublikum demnächst vorgestellt.
Im März beantragten Roche bei der Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) sowie OSI Pharmaceuticals bei der FDA die Zulassung von Tarceva (Erlotinib) als Erhaltungstherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), deren Krankheit nach einer Erstlinien-Chemotherapie nicht fortgeschritten ist. Beide Anträge stützen sich auf Daten der Phase-III-Studie SATURN. Im Februar veröffentlichte Zwischenergebnisse einer weiteren Phase-III-Studie (ATLAS) belegten, dass die Erhaltungstherapie mit Tarceva plus Avastin bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC das progressionsfreie Überleben verlängert. Die Studie wurde wegen der signifikanten Daten aus der Zwischenauswertung vorzeitig beendet. Roche wird mit den Zulassungsbehörden jetzt das weitere Vorgehen besprechen.
Aktueller Stand in Forschung und Entwicklung
Per 31. März 2009 umfasste die Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline der Division Pharma (Phase I bis III/Registrierung) 59 neue pharmazeutische Wirkstoffe und 59 zusätzliche Indikationen. Im ersten Quartal wurden ein Projekt in die Phase I, vierin die Phase II und zwei in die Phase III der Entwicklung überführt. Eine Priorisierung des Portfolios führte zur Einstellung von drei Phase-I-Projekten und zwei Projekten, die sich in der Phase II befanden.
Im Februar startete die erste Phase-III-Studie (EMILIA) zu dem neuartigen Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab-DM1 für die Zweitlinientherapie von Patientinnen mit HER2-positivem metastasierendem Brustkrebs. Die Phase III der Entwicklung von Dalcetrapib, ein Hemmer des Cholesterylester-Transferproteins (CETP), zur Behandlung von Dyslipidämie und Taspoglutid, ein Analogon des menschlichen glukagonartigen Peptid-1 (GLP-1), für die Behandlung des Typ-2-Diabetes verläuft nach Plan. Aufgrund des bei Dalcetrapib erzielten Fortschritts wurde die Entwicklung eines weiteren CETP-Hemmers (R7232), eingestellt. Ende des Jahres wird mit ersten Daten aus der Taspoglutid-Studie gerechnet. Die Entwicklungsaktivitäten von Roche auf dem Gebiet Typ-2-Diabetes sind auf Moleküle ausgerichtet, die zusätzlich zum Blutzucker auch noch potenziell das Herz-Kreislauf-Risiko herabsetzen können. Folglich hat Roche den neuartigen von Chugai einlizensierten SGLT-2-Hemmer (R7201) in die Phase II der klinischen Erprobung überführt. Die Entwicklung von Wirkstoffkandidaten, die lediglich den Blutzuckerspiegel senken, einschliesslich sämtlicher Glucokinase-Aktivatoren, wurde hingegen eingestellt.
Im ersten Quartal 2009 gab Roche die Unterzeichnung neuer Lizenzvereinbarungen mit Plexxikon für PLX5568 (R7376), einen neuartigen Kinase-Hemmer zur Therapie der polyzystischen Nierenerkrankung, sowie mit Evotec zur Phase-II-Entwicklung von EVT 101 in der Indikation „behandlungsresistente Depression“ bekannt. Die Übernahme der US-amerikanischen Memory Pharmaceuticals wurde im Januar abgeschlossen.
Division Diagnostics
Umsatzwachstum weiterhin über dem Markt; neun wichtige Produkteinführungen in Europa
Die Division Diagnostics von Roche, der weltweit führende Anbieter in der In-vitro-Diagnostik (IVD), erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 2,4 Milliarden Franken. Das entspricht einem Wachstum von 8% in lokalen Währungen (3% in Franken, -4% in US-Dollar). Dieser Zuwachs liegt erheblich über dem auf 5% geschätzten Wachstum des IVD-Markts.4 Alle fünf Geschäftsbereiche erhöhten ihre Verkäufe in lokalen Währungen, wobei Professional Diagnostics und Tissue Diagnostics am stärksten zum Wachstum beitrugen. Die Division brachte neun wichtige neue IVD-Produkte in Europa auf den Markt und lancierte wesentliche Ergänzungen zum DNS-Sequenzierungs- und Zellanalyse-Portfolio.
Roche Professional Diagnostics steigerte die Verkäufe um 8% auf 1086 Millionen Franken. Das Immunoassay-Geschäft wies einen Anstieg von 18% auf und gewann weitere Marktanteile hinzu. Neue Platzierungen von Analysegeräten der Systemfamilie cobas 6000 sowie die jüngsten Ergänzungen bei Immunassays — wie der Elecsys Anti-CCP Assay zur Diagnose der rheumatoiden Arthritis — waren wichtige Wachstumsträger. Im Geschäftssegment der dezentralen Lösungen wuchsen die Verkäufe um 4%, angetrieben von der starken Nachfrage nach tragbaren Analysegeräten wie den CoaguChek Systemen zu Gerinnungskontrolle. In der EU sowie in anderen Märkten, die die CE-Zertifizierung anerkennen, lancierte der Geschäftsbereich einen hochsensitiven Test auf den Herzmarker Troponin T (zur Diagnose von Herzinfarkt), einen Test auf den Entzündungsmarker Interleukin 6 (zur Unterstützung der Überwachung schwerkranker Patienten) sowie Assays für die Marker PLGF und sFlt1, die gemeinsam den ersten und einzigen In-Vitro-Test zur Diagnose von Präeklampsie, einer potenziell lebensbedrohlichen Schwangerschaftskomplikation, bilden.
Beim Geschäftsbereich Diabetes Care stiegen die Verkäufe von Produkten zur Blutzuckermessung und zur Insulinverabreichung um 4% auf insgesamt 679 Millionen Franken. Bei Accu-Chek Aviva, dem meistverkauften Blutzuckermessgerät von Roche, wuchsen die Verkäufe um fast 30%. Roche Diabetes Care hat mit der Markteinführung von drei neuen Blutzuckermessgeräten in Europa begonnen: Accu-Chek Mobile (Messsystem ohne Teststreifen), Accu-Chek Aviva Nano (für junge, häufig messende Diabetes-Patienten) und Accu-Chek Active (für Schwellenländern).Zusätzlich wurde Accu-Chek Combo, das erste interaktive Diabetes-Management-System in Europa, welches eine Insulinpumpe und ein Blutzuckermessgerät mit integrierter Fernbedienung kombiniert, in den ersten Märkten eingeführt.
Die Umsätze des Geschäftsbereichs Molecular Diagnostics stiegen um 7% auf 294 Millionen Franken. Als Wachstumstreiber erwiesen sich wiederum automatisierte Echtzeit-PCR-Plattformen. Die Verkäufe im Segment Blut-Screening wuchsen um 12%. Die Tests zur Bestimmung der HIV- und Hepatitis B-Viruslast fanden weiterhin eine sehr gute Aufnahme; insgesamt stiegen die Verkäufe von Virologieprodukten um 5%. Nach der im März erfolgten CE-Zertifizierung brachte der Geschäftsbereich den LightCycler MRSA Advanced Test zum verbesserten Nachweis des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus im April auf den Markt in Europa. Im Bereich Onkologie ist der von Roche seit Dezember 2008 vertriebene TheraScreen K-RAS Test jetzt für den Einsatz auf dem LightCycler 480 II validiert und erweitert damit die Plattform-Optionen für die Labors.
Der Geschäftsbereich Applied Science steigerte seine Verkäufe um 6% auf 196 Millionen Franken. Die Verkäufe der DNS-Sequenzierungsprodukte und Micoarrays verzeichneten ein starkes zweistelliges Wachstum. Systeme für die Probenvorbereitung sowie für die quantitative Echtzeit-PCR-Analyse erreichten trotz Preiserosion im Markt ein Wachstum von 4%. Anfang April hat Roche die innovatis AG übernommen, ein führendes Unternehmens im Bereich der automatisierten Zellanalyselösungen für die Bioproduktion. Damit ergänzt sie ihr Portfolio auf dem Gebiet der Zellforschung. Eine neue Version des Zellanalysegeräts xCELLigence sowie neue Titanium-Reagenzien-Kits für die DNS-Sequenzierung wurden im ersten Quartal eingeführt.
Die Gesamtverkäufe des Geschäftsbereichs Tissue Diagnostics beliefen sich im ersten Quartal auf 106 Millionen Franken, ein Anstieg um 55% verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode, in der aufgrund des Zeitpunkts der Übernahme von Ventana nur die Verkäufe von zwei Monaten konsolidiert wurden. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Verkäufe um 14% und wuchsen damit erneut schneller als der Markt. Hauptwachstumsträger war wiederum das Geschäft im Bereich „Advanced Staining“ (Immunhistochemie und In-Situ-Hybridisierung), in dem ein kräftiges zweistelliges Verkaufswachstum erzielt wurde. Die im letzten Jahr vorgenommenen Verbesserungen des Symphony Färbesystems trugen entscheidend zum zweistelligen Wachstum im hochvolumigen primären Staining-Markt bei. Im März führte Roche Tissue Diagnostics den INFORM EGFR DNA-Test in Europa für den klinischen Einsatz in der Onkologie ein.
Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen mit kombinierten Stärken in Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2008 beschäftigte Roche weltweit über 80’000 Mitarbeitende und investierte fast 9 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 45,6 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Weitere Informationen finden Sie Internet unter www.roche.com.
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Nächste Termine
- Halbjahresabschluss 2009: 23. Juli 2009 (provisorischer Termin)
1) Sofern nicht anders vermerkt, basieren alle Wachstumsraten auf Werten in lokalen Währungen.
2) Pharmamarktwachstum gemäss IMS (bis Ende Dezember 2008).
3) Eine Übersicht zur Umsatzentwicklung der 20 meistverkauften Arzneimittel der Roche-Gruppe findet sich im Anhang dieser Medienmitteilung.
4) Wachstum des Marktes für Diagnostika gemäss internen Schätzungen und verschiedenen Branchenberichten.
Disclaimer: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen
Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie „sollen“, „annehmen“, „erwarten“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „anstreben“, „zukünftig“, „Ausblick“ oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für eine gegenwärtige oder spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.