Zum Inhalt springen

Media Release

Basel, 10. Dezember 2008

Neue Daten zeigen, dass Herceptin, Xeloda und Avastin die Überlebensdauer bzw. krankheitsfreie Überlebendauer von Patientinnen mit frühem oder fortgeschrittenem Brustkrebs verlängern

Arzneimittel von Roche ermöglichen eine bessere Bekämpfung dieser bei Frauen am häufigsten zum Tode führenden Krebsart

Beim dem vom Cancer Therapy & Research Centre (CTRC) und der American Association for Cancer Research (AACR) abgehaltenen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) werden neue Daten vorgestellt, die zeigen, dass Herceptin (Trastuzumab), Avastin (Bevacizumab) und orales Xeloda (Capecitabin) neue und auch bessere Behandlungsoptionen für Brustkrebspatientinnen bieten. Das Gesamtüberleben bzw. krankheitsfreie Überleben der Patientinnen lässt sich verbessern, wenn die Medikamente prä- und postoperativ sowie in den fortgeschrittenen Krankheitsstadien eingesetzt werden.

Unter anderem werden folgende Daten vorgestellt:

  • Herceptin vor der Operation: Die Ergebnisse der in Phase III befindlichen NOAH-Studie (NeOAdjuvant Herceptin) zeigen, dass Frauen mit lokal fortgeschrittenem, HER2-positivem Brustkrebs, die vor der Operation eine Kombinationsbehandlung mit Herceptin und Standard-Chemotherapie erhalten, im Vergleich zu Frauen, die präoperativ nur mit Chemotherapie behandelt werden, eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit haben, drei Jahre nach dem Behandlungsbeginn krankheitsfrei zu bleiben (ereignisfreies Überleben).
  • Xeloda bei frühem Brustkrebs: Erste Daten einer unabhängigen Studie aus Finnland und Schweden deuten darauf hin, dass das oral einzunehmende Chemotherapeutikum Xeloda, dessen Nutzen bei fortgeschrittenem Brustkrebs bereits nachgewiesen ist, auch bei frühzeitigem Brustkrebs die Rezidivrate reduzieren und Patientinnen dabei helfen kann, länger zu leben. Dies geht aus einem der 20 Abstracts zu Xeloda hervor, die vom SABCS zur Präsentation bewilligt wurden.
  • Avastin bei fortgeschrittenem Brustkrebs: Die ersten Wirksamkeitsdaten der bislang größten Sicherheitsstudie zu Avastin in der täglichen Praxis – unter Beteiligung von mehr als 2.000 Patientinnen mit lokal rezidivierendem oder metastatischen Brustkrebs – zeigen, dass Avastin gemeinsam mit einer Vielzahl chemotherapeutischer Substanzen eingesetzt werden kann und den Patientinnen eine mediane progressionsfreie Überlebenszeit von nahezu 10 Monaten ermöglicht. Die Ergebnisse stammen aus einer von 24 beim SABCS vorgestellten Präsentationen zu Avastin und bestätigen, dass eine Therapie auf Avastin-Basis entscheidend ist, um das Leben von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zu verbessern.

„Die Erforschung neuer Krebstherapien ist ein komplexer und schrittweiser Prozess. Jeder Erfolg bildet die Grundlage für den nächsten Schritt“, so William M. Burns, CEO der Division von Pharmaceuticals von Roche. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir signifikante Fortschritte erzielen und Ärzten sowie Brustkrebspatientinnen bessere und wirksamere Behandlungsoptionen an die Hand geben, um diese verheerende Krankheit in allen Krankheitsstadien zu bekämpfen“, fügte er hinzu.

Präsentation der Daten
Herceptin
Gianni L. et al.Neoadjuvante Therapie mit Trastuzumab bei Patientinnen mit HER2-positivem, lokal fortgeschrittenem Brustkrebs: Primäre Wirksamkeitsanalyse der NOAH-StudieFreitag, 12. Dezember, 09:30 Uhr, Allgemeine Veranstaltung Nr. 3 (Halle D)
Xeloda
Joensuu H. et al., The Finnish Breast Cancer GroupSignifikante Verbesserung des rezidivfreien Überlebens bei Integrierung von Capecitabin (X) in eine adjuvante Therapie aus Docetaxel (T) 5-FU + Epirubicin + Cyclophosphamid (CEF) bei Brustkrebs mit hohem Risiko: Zwischenanalyse der FinXX-Studie.Sonntag, 14., Dezember, 11:45 Uhr
Allgemeine Veranstaltung Nr. 7
Avastin
Smith IE et al.Die Primäranalyse von MO19391, einer Open-label-Sicherheitsstudie zu Bevacizumab in Kombination mit einer taxanhaltigen Therapie als Erstlinienbehandlung von Patientinnen mit lokal rezidivierendem oder metastasierendem Brustkrebs. Samstag, 13. Dezember, 07:00 Uhr,Postersession 4

Oben aufgeführte Studien und Daten verkörpern die jüngsten Ergebnisse der klinischen Forschung zu den Medikamenten und entsprechen nicht unbedingt der zugelassenen Indikation in den einzelnen Ländern. Ausführliche Zulassungsinformationen finden Sie auf der Website Ihrer Gesundheitsbehörde oder der EMEA: http://www.emea.europa.eu/

Brustkrebs ist die weltweit häufigste Krebsart bei Frauen.1 Jedes Jahr werden weltweit mehr als eine Million neuer Brustkrebsfälle diagnostiziert, nahezu 400.000 Menschen sterben an der Erkrankung.2 Bei HER2-positivem Brustkrebs sind an der Oberfläche der Tumorzellen erhöhte Mengen des HER2-Proteins vorhanden, weshalb man von „HER2-Positivität“ spricht. Hohe HER2-Werte finden sich vor Allem bei einer sehr aggressiven und auf Chemotherapie schlecht ansprechenden Form der Erkrankung. Untersuchungen zufolge handelt es sich bei ca. 20-30 Prozent aller Brustkrebserkrankungen um die HER2-positive Form.3

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika sowie von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein ist ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2007 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 36,8 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 9,3 Milliarden Franken. Roche unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern – hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai – und investierte 2007 über 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Die Roche-Gruppe beschäftigt weltweit rund 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).

Alle in dieser Medieninformation verwendeten oder erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Literatur:
1) World Health Organization, http://www.who.int/cancer/detection/breastcancer/en/
2) Ferlay J, et al., GLOBOCAN 2002. Cancer Incidence, Mortality and Prevalence Worldwide. IARC CancerBase No.5, Version 2.0. IARCPress, Lyon, 2004. 2004.
3) Harries M, Smith I. The development and clinical use of trastuzumab (Herceptin). Endocr Relat Cancer 9: 75-85, 2002.