Medienmitteilung
Basel, 20. September 2007
Wiederzulassung
des Anti-HIV-Medikaments Viracept von Roche in Europa empfohlen
Massnahmen zur
Wiederaufnahme der Produktion und Auslieferung des Anti-HIV-Medikaments in die Wege geleitet
Roche
hat heute bekannt gegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur
EMEA empfiehlt, die Marktzulassung für Viracept in Europa wieder zu erteilen, nachdem diese in den früheren
Sommermonaten aufgehoben worden war. Der Ausschuss äusserte seine Zufriedenheit über die von Roche eingeleiteten
Massnahmen. Diese positive Empfehlung stellt einen wichtigen Schritt zur Aufhebung des Zulassungsstopps
dar, und wird jetzt zur endgültigen Entscheidung an die EU-Kommission weitergereicht. Roche ist fest
entschlossen, die Versorgung mit Viracept (Nelfinavir) nach Aufhebung des Zulassungsstopps wieder aufzunehmen.
Es kann jedoch ein paar Monate dauern, bis Viracept der Ärzteschaft und den Patienten wieder zur Verfügung
steht.
Die Marktzulassung von Viracept war im August dieses Jahres aufgehoben
worden, nachdem in einigen Chargen des Arzneimittels die Substanz Ethylmesylat (EMS, Methansulfonsäureethylester)
festgestellt worden war.
William M. Burns, CEO der Division Pharma von
Roche: „Vom Augenblick des Rückrufs an hat Roche verantwortungsvoll, rasch und stets im Interesse der
Patienten gehandelt. In einer solchen Situation besteht das umsichtigste Vorgehen darin, das Arzneimittel
zurückzurufen. Wir haben in diesem Zusammenhang unablässig mit den Gesundheitsbehörden, der Ärzteschaft,
Gesundheitsanbietern, nichtstaatlichen Therapieversorgern und Patientenvereinigungen kooperiert. Es
war immer unser Bestreben, das Medikament wieder auf den Markt zu bringen.“
Vom
Rückruf von Viracept sind diejenigen Länder betroffen, in denen von Roche hergestelltes Viracept verkauft
oder vertrieben wird. Davon nicht betroffen sind die USA, Kanada sowie Japan, wo Pfizer für die Herstellung
und den Vertrieb von Viracept zuständig ist.
Über Viracept
Viracept
(Nelfinavir), ein Proteasehemmer, wird von Roche ausserhalb der USA, Kanadas und Japans vertrieben.
Viracept wurde erstmals 1999 von Roche auf den Markt gebracht.
Über
Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes
Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen
trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose
und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität
von Menschen bei. Roche ist der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika sowie von Krebs-
und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist ferner auf
weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten
sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2006 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 33,3
Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,7 Milliarden Franken. Roche beschäftigt
weltweit rund 75'000 Mitarbeitende und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische
Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.
Die Division Roche Diagnostics verfügt über ein in der Branche einzigartiges Spektrum an innovativen
Testprodukten und Dienstleistungen für Forscher, Ärzte, Patienten, Kliniken und Labors auf der ganzen
Welt. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.