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Media Release

Basel, 19. Juli 2007

Roche im ersten Halbjahr 2007: Erneut sehr gutes Ergebnis

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Halbjahresberichtt 2007

Präsentation (Investor Relations)


Konzern
• Roche-Gruppe steigert Umsatz um 15% auf 23 Milliarden Franken – dies entspricht einem organischen Wachstum von 3 Milliarden Franken im ersten Halbjahr
• Betriebsgewinnmarge steigt um 3,6 Prozentpunkte auf 32,8%
• Konzerngewinn wächst um 29% in Franken auf 5,9 Milliarden Franken dank ausgezeichnetem operativem Ergebnis und erneut höherem Finanzergebnis
• Gewinnwachstum pro Titel* plus 21% in Franken auf 5,95 Franken und damit erheblich über dem Verkaufswachstum

Pharma
• Pharma wächst mit 18% fast drei Mal so schnell wie der Weltmarkt
• Führende Position bei Krebsmedikamenten mit Verkaufszunahme von 22% weiter ausgebaut
• Betriebsgewinnmarge um 4,1 Prozentpunkte auf 36,3% erhöht
• Weitere Zulassungen von Herceptin, Avastin und Xeloda gegen verschiedene Krebserkrankungen in der EU und in Japan
• Drei Phase-III-Studien zu Actemra erreichen primären Endpunkt
• Neue biotechnologische Produktionsanlagen eröffnet

Diagnostics
• Verkäufe um 5% gesteigert – globale Marktführerschaft weiter ausgebaut
• Betriebsgewinnmarge von 20,8%, EBITDA-Marge weit über Industriedurchschnitt
• Akquisitionen von BioVeris Corporation, 454 Life Sciences und NimbleGen Systems, Inc. ergänzen vorhandenes Portfolio
• Übernahmeangebot für Ventana Medical Systems, Inc. (USA), um Zugang zu gewebebasierten Testverfahren zu erhalten

Ausblick für 2007 bestätigt
• Zweistelliges Verkaufswachstum für die Roche-Gruppe und Pharma
• Verkäufe beider Divisionen wachsen über dem Markt
• Gewinnwachstum pro Titel über dem Verkaufswachstum der Gruppe angestrebt

Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten – Alle Zuwachsraten in lokalen Währungen, falls nicht anders angegeben.
* Core EPS (earnings per share): Kerngewinnwachstum pro Titel




Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zum Halbjahresergebnis 2007: „Roche hat erneut ein beeindruckendes Halbjahresergebnis erzielt und damit den positiven Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Das hohe Verkaufswachstum von 15% bedeutet zusätzliche Marktanteilsgewinne, vor allem im Pharmageschäft. Über dieses substantielle organische Wachstum hinaus, konnte die Ertragskraft des Konzerns nochmals deutlich gesteigert werden. Aufgrund des sehr guten Ergebnisses beider Divisionen und des erneut positiven Finanzresultats erhöhte sich der Konzerngewinn um 29% auf 5,9 Milliarden Franken. Mit deutlichen Fortschritten in unserer F&E-Pipeline sowie mit mehreren gezielten Akquisitionen haben wir zudem das künftige Wachstumspotenzial von Roche weiter gestärkt.“


Roche-Gruppe

Anhaltend starke Nachfrage nach den Hauptprodukten

Kennzahlen in Mio. CHF
1. Halbjahr
1. Halbjahr   
Veränderung in %
Veränderung in %
2007
2006
in CHF
in lok. Wäh.
Verkäufe
22'827
19'849
+15
+15
Forschung und Entwicklung
3'635
3'063
+19
+21
EBITDAa)
8'703
7'061
+23
+22
Betriebsgewinn
7'477
5'805
+29
+27
Konzerngewinn
5'862
4'543
+29
-
Kerngewinn je Aktie und Genussscheinb) (in CHF)
5,95
4,90
+21
-
Mitarbeitende (in Vollzeitäquivalenten)c)
76'655
74'372
+3
-


a) EBITDA: Earnings before financial income, financing costs, tax, depreciation and amortisation, including impairment. Die Kennzahl entspricht dem Betriebsgewinn vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen sowie vor Wertminderungen des Anlagevermögens.
b) Für Definition des Kerngewinns je Titel siehe Seite 53 des Halbjahresberichts 2007
c) Mitarbeitende 2006 per 31. Dezember 2006



Im ersten Halbjahr 2007 erzielte die Roche-Gruppe ein sehr gutes Ergebnis. Der Konzernumsatz stieg um 3,0 Milliarden Franken auf 22,8 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Plus von 15% in lokalen Währungen; gemessen in Schweizer Franken bzw. US-Dollar betrug der Zuwachs der Verkäufe im Berichtszeitraum 15% bzw. 19%. Massgeblich dazu beigetragen hat die Division Pharma, deren Verkäufe mit 18% in lokalen Währungen (17% in Franken) fast drei Mal so schnell gewachsen sind wie der Markt. Dies vor allem aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach wichtigen Medikamenten in den Therapiebereichen Onkologie, Stoffwechselkrankheiten und Transplantation sowie Virologie – darunter bedeutende Verkäufe des Grippemittels Tamiflu zur Pandemievorsorge. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen zudem vom neu lancierten Genentech-Medikament Lucentis gegen altersbedingte Erblindung. Die Verkäufe der Division Diagnostics wuchsen über dem Markt um 5% in lokalen Währungen (7% in Franken). Zu diesem Wachstum trugen vor allem die Geschäftsbereiche Professional Diagnostics und Diabetes Care bei.

Betriebsgewinnmarge von über 30%
Die starken Verkäufe im ersten Halbjahr wirkten sich sehr positiv auf die Ertragslage der Roche-Gruppe aus. Der Betriebsgewinn konnte um 27% in lokalen Währungen auf 7,5 Milliarden Franken gesteigert werden. Die entsprechende Betriebsgewinnmarge verbesserte sich deutlich um 3,6 Prozentpunkte auf 32,8%, weil das starke Verkaufswachstum der Division Pharma die höheren Investitionen im Zusammenhang mit geplanten oder erfolgten Markteinführungen neuer Produkte sowie in die viel versprechenden Entwicklungsprojekte mehr als ausgeglichen hat. Der Betriebsgewinn der Division Pharma stieg um 31% in lokalen Währungen auf 6,6 Milliarden Franken. In der Folge erhöhte sich die Betriebsgewinnmarge von Pharma um 4,1 Prozentpunkte auf 36,3%.

Der Betriebsgewinn der Division Diagnostics erhöhte sich um 3% in lokalen Währungen auf 949 Millionen Franken. Obwohl dies einem Margenrückgang von 0,5 Prozentpunkten auf 20,8% entspricht, der Geldfluss der Division bliebt mit einer EBITDA-Marge von 30,5% deutlich über dem Industriedurchschnitt. Die tiefere Betriebsgewinnmarge ist hauptsächlich auf weitere Investitionen in Produktneueinführungen und höhere Kosten der verkauften Produkte aufgrund Veränderungen im Produktemix sowie Platzierungen von Instrumenten zurückzuführen.

Konzerngewinn gegen 6 Milliarden Franken
Der Nettofinanzertrag konnte gegenüber 2006 um 18% auf insgesamt 500 Millionen Franken gesteigert werden. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 sank der effektive Steuersatz des Konzerns auf 26,5%.
Der Konzerngewinn der ersten sechs Monate stieg deutlich um 29% auf 5,9 Milliarden Franken. Die Bilanz des Konzerns hat sich nochmals verbessert. Der Eigenkapitalanteil am Gesamtvermögen beträgt nun 66%. Vom Gesamtvermögen sind 84% langfristig finanziert.

Ausblick
Roche bestätigt die im April kommunizierte Anhebung des Ausblicks. Für den Konzern insgesamt und für die Division Pharma rechnen wir für das Gesamtjahr 2007 mit einem zweistelligen Verkaufswachstum in lokalen Währungen. Sowohl bei Pharma als auch bei Diagnostics erwartet Roche erneut eine Verkaufszunahme über dem Markt. Das Ziel von Roche ist ein Gewinnwachstum pro Aktie und Genussschein, das über der Verkaufszunahme des Konzerns liegt.


Division Pharma

Umsatzwachstum fast drei Mal schneller als der Markt

Kennzahlen
in Millionen CHF
prozentuale Veränderung in CHF
prozentuale Veränderung in lokalen Währungen
in % der Verkäufe
Verkäufe
18'268
17
18
100
- Roche Pharma
11'367
18
16
62
- Genentech
5'227
24
28
29
- Chugai
1'674
-1
7
9
EBITDA
7'424
27
26
40,6
Betriebsgewinn
6'640
32
31
36,3


Die Division Pharma setzte ihr starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2007 fort. Mit einer Zunahme der Verkäufe um 18% in lokalen Währungen (17% in Franken) gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurde das globale Marktwachstum von 6,5% um fast das Dreifache übertroffen. Hauptwachstumsfaktoren waren die starke Nachfrage nach den führenden Krebsmedikamenten und weiteren wichtigen Produkten der Division sowie nach dem Genentech-Medikament Lucentis (gegen Erblinden). Hinzu kam die fortgesetzte Bevorratung mit dem Grippemedikament Tamiflu.

In Nordamerika betrugen die Umsatzsteigerungen mehr als das Dreifache des Marktwachstums (24% gegenüber 7%), in Europa weit mehr als das Zweifache (16% gegenüber 6%). In Japan erreichten die Verkäufe wieder ein Wachstum über dem Markt. Chugai konnte seine Verkäufe im ersten Halbjahr um 7% steigern, während sich der Marktdurchschnitt bei 1% bewegte. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Verkäufe von Tamiflu zur Pandemievorsorge sowie Herceptin und Evista (gegen Osteoporose).

Der Betriebsgewinn der Division für das erste Halbjahr 2007 lag bei 6,6 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 31% in lokalen Währungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Die Betriebsgewinnmarge stieg um 4,1 Prozentpunkte auf 36,3%. Die Verkäufe wuchsen wesentlich schneller als die Marketingkosten, die sich insbesondere aufgrund höherer Aufwendungen zur Unterstützung des Onkologieportfolios sowie bevorstehender und laufender Markteinführungen neuer Medikamente, namentlich Avastin und Tarceva, erhöhten. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen schneller als die Verkäufe, wobei die Investitionen in unsere reichhaltige Pipeline aufgrund des wachsenden Portfolios und der grossen Anzahl fortgeschrittener klinischer Studien beträchtlich waren. Der EBITDA der Division lag bei 7,4 Milliarden Franken oder 40,6% der Verkäufe, gegenüber 37,5% im ersten Halbjahr 2006.

Onkologie – Marktführerschaft weiter gestärkt
Das Onkologieportfolio der Division erreichte im ersten Halbjahr 2007 ein starkes Umsatzwachstum von 22%. Zu diesem Ergebnis haben alle wichtigen Produkte beigetragen. Damit konnte Roche ihre Position als weltweit führender Anbieter von Krebsmedikamenten weiter ausbauen.

Die weltweiten Verkäufe von MabThera/Rituxan (Rituximab) zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) verzeichneten auch im ersten Halbjahr 2007 ein starkes Wachstum. Erzielt wurde dieses vor allem durch den zunehmenden Einsatz des Präparates zur Erstbehandlung sowohl des indolenten (weniger bösartigen) als auch des aggressiven NHL in Europa und in den USA. Insbesondere in Westeuropa werden die Verkäufe auch durch den immer häufigeren Einsatz von MabThera zur Erhaltungstherapie bei Patienten mit wiederkehrendem oder therapieresistentem follikulärem NHL, der häufigsten Form des indolenten NHL, vorangetrieben.

Herceptin (Trastuzumab) zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs sowohl im Früh- als auch im fortgeschrittenen Stadium erzielte erneut ein insgesamt starkes Verkaufswachstum. Die guten Umsätze sind vor allem auf klinische Daten zurückzuführen, die einen lebensverlängernden Effekt des Medikaments im frühen Krankheitsstadium nachweisen. Im April erhielt Roche von der EU die Zulassung für den Einsatz von Herceptin in Kombination mit einer Hormontherapie (Aromatase-Hemmer) zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs, der sowohl Hormonrezeptor- als auch HER2-positiv ist. Es handelt sich hierbei um die erste Zulassung für eine Kombination gezielt wirkender Therapeutika zur Behandlung von Brustkrebs. Neue, im Juni auf dem Jahreskongress der American Society for Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Daten haben gezeigt, dass durch die Beigabe von Herceptin zur Chemotherapie vor einer Brustkrebsoperation der Tumor bei fast doppelt so vielen Patientinnen erfolgreich behandelt werden kann wie mit einer Chemotherapie allein.

Avastin (Bevacizumab), das erste gezielt wirkende Medikament zur Hemmung der Gefässneubildung bei Tumoren, das einen nachweislich lebensverlängernden Effekt sowohl bei fortgeschrittenem Dick- und Enddarmkrebs, Brust- und Lungenkarzinom als auch bei fortgeschrittenem Nierenkrebs hat, erzielte erneut in allen Regionen ein sehr starkes Verkaufswachstum. Ende März erteilten die EU-Behörden Avastin die Zulassung als Erstlinientherapie bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium, dem dritten grossen Krebstypus nach Zulassungen für die Behandlung von Dick- und Enddarmkrebs in der EU, den USA und jetzt auch in Japan und von nichtkleinzelligem Lungenkrebs in den USA. Im April erteilten die japanischen Behörden nach einem beschleunigten Prüfverfahren Avastin die Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem oder erneut auftretendem Dick- und Enddarmkrebs; im Juni begann Chugai mit der Markteinführung. Wie vorgesehen, unterbreitete Roche im April der Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) ein Gesuch, den Einsatz von Avastin zur Behandlung von metastasierendem Dick- und Enddarmkrebs auf Kombinationen mit Oxaliplatin-haltigen Chemotherapien auszuweiten. Ebenfalls im April stellte Roche den Antrag auf Zulassung von Avastin als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, dem häufigsten bösartigen Tumor der Niere. Die zuständige EU-Instanz prüft derzeit auch einen im August vergangenen Jahres von Roche eingereichten Antrag auf Zulassung des Medikaments für die Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC), der häufigsten Form von Lungenkrebs. Der Behörde wurden inzwischen weitere Daten aus der AVAiL-Studie vorgelegt, die das Gesuch ergänzen.

Auf dem Jahreskongress der ASCO im Juni wurden die Ergebnisse von zwei gross angelegten Phase-III-Studien mit Avastin vorgestellt. Die AVAiL-Studie (Avastin bei Lungenkrebs) ergab, dass die Kombination von Avastin mit einer Chemotherapie (Cisplatin/Gemcitabin) bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC im Vergleich zur Chemotherapie allein eine signifikante Verlängerung der Zeitspanne bis zu einer erneuten Tumorprogression (progressionsfreies Überleben) bewirkt. Die AVOREN-Studie (Avastin bei Nierenzellkarzinom) zeigte, dass die Kombination von Avastin mit einer Interferontherapie (im Vergleich zur Behandlung mit Interferon allein) eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens um fast das Doppelte bewirkt.

Das als Tablette verabreichbare Krebsmedikament Xeloda (Capecitabin) verzeichnete weiterhin auf allen Märkten ein starkes Verkaufswachstum, hauptsächlich aufgrund des zunehmenden Einsatzes als Begleittherapie bei Dickdarmkrebs nach chirurgischem Eingriff und als Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem Brust- sowie Dick- und Enddarmkrebs. Ende März erhielt Xeloda in der EU die Zulassung für die Behandlung von Magenkrebs, der weltweit zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache. Roche hat in den USA und für die EU Anträge auf Zulassung einer Kombination von Xeloda mit Oxaliplatin (mit oder ohne Avastin) zur Erstlinienbehandlung bzw. Xeloda in Kombination mit Oxaliplatin zur Zweitlinienbehandlung von metastasierendem Dick- und Enddarmkrebs eingereicht.

Tarceva (Erlotinib), der einzige EGFR-Hemmer mit nachweislichem Überlebensvorteil bei fortgeschrittenem Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, verzeichnete insgesamt weiterhin hohe Verkaufszuwächse. Seit seiner Zulassung für den Einsatz bei metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs im November 2005 in den USA bzw. im Januar 2007 in der EU erfährt Tarceva auch in dieser Indikation eine hohe Marktakzeptanz. Das von Chugai eingereichte Zulassungsgesuch für Tarceva zur Behandlung von fortgeschrittenem oder erneut auftretendem NSCLC wird von den japanischen Behörden in einem beschleunigten Verfahren geprüft.

Anämie – Umsatz von Preiskürzungen betroffen
Im ersten Halbjahr gingen die kombinierten Verkäufe von NeoRecormon und Epogin (Epoetin beta) von Roche bzw. Chugai zurück. Die Umsätze von NeoRecormon nahmen in einem wettbewerbsintensiven Markt um 2% ab, während bei Epogin in Japan ein Umsatzrückgang von 9% hingenommen werden musste. Grund hierfür waren die anhaltenden Auswirkungen von Preiskürzungen durch die Regierung und Änderungen bei der Kostenerstattung in Japan.

Transplantation – zweistelliges Verkaufswachstum von CellCept
Das Immunsuppresivum CellCept (Mycophenolatmofetil) zur Verhinderung der Abstossung transplantierter Organe verzeichnete weltweit ein weiter anhaltendes Verkaufswachstum und behauptete seine Position als meistverkauftes Markenarzneimittel in diesem Therapiesegment in den USA.

Virologie – Bestellungen von Regierungen für die Pandemievorsorge
Das Grippemedikament Tamiflu (Oseltamivir) setzte das Verkaufswachstum im ersten Halbjahr fort. Dies war auf die Pandemievorsorge von Regierungen und Unternehmen zurückzuführen, die ihre Vorräte weiter aufstockten. Aufgrund der mild verlaufenen Grippesaison 2006/2007 fielen die saisonalen Verkäufe niedriger aus. Es liegen Bestellungen von Regierungen aus mehr als 80 Ländern für insgesamt rund 215 Millionen Behandlungszyklen vor. Das durch Roche in den vergangenen zwei Jahren aufgebaute weltweite Produktionsnetzwerk ist derzeit in der Lage, bei Bedarf jährlich 400 Millionen Behandlungszyklen herzustellen. Da dies die gegenwärtige Nachfrage deutlich übersteigt, passt Roche die Auslastung entsprechend an, bleibt dabei jedoch in der Lage, den Produktionsausstoss entsprechend den Anforderungen rasch wieder zu steigern. Im Februar bzw. März reichte Roche in Europa bzw. den USA Gesuche zur Zulassung von Tamiflu in kleineren, niedriger dosierten Kapseln als alternative Darreichungsform hauptsächlich zur Behandlung von Kindern ein. Im Juli wurden die neuen Kapseln in den USA genehmigt.

Pegasys (Peginterferon alfa-2a) zur Behandlung von Hepatitis B und C erhöhte seine Verkäufe im ersten Halbjahr 2007 durch eine anhaltend positive Verkaufsentwicklung in Schwellenmärkten, vor allem in Brasilien und China. Nachdem die japanischen Behörden im Januar die Zulassung für die kombinierte Anwendung von Pegasys mit Copegus (Ribavirin) bei Patienten mit chronischer Hepatitis C erteilt hatten, begann Chugai im März mit der Markteinführung. Ebenfalls im März erhielt Pegasys in Europa die Zulassung für eine kürzere Anwendungsdauer (24 Wochen) bei bestimmten Hepatitis-C-Patienten mit Genotyp 1 oder 4, die schnell auf diese Therapie ansprechen.

Das HIV-Medikament Fuzeon (Enfuvirtid) verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 8% auf 155 Millionen Franken, zu der alle Absatzregionen beigetragen haben.

Im Juni leitete Roche in Zusammenarbeit mit nationalen Gesundheitsbehörden in Europa und einigen anderen Regionen einen Rückruf aller Chargen von Viracept (Nelfinavir) ein. Die Versorgung mit Viracept in den USA, Kanada und Japan ist nicht betroffen, da das in diesen Ländern verkaufte Produkt von Pfizer hergestellt wird. Der Rückruf erfolgte nach der Entdeckung einer chemischen Verunreinigung in einigen Chargen. Die Ursache wurde ermittelt und Roche ergriff die notwendigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass sich dies nicht wiederholt. Die Zulassung des Produkts in der EU ruht vorübergehend, solange weitere Überprüfungen und Tests durchgeführt werden. Roche arbeitet auch mit Ärzten, Kliniken, Patientengruppen und Nichtregierungsorganisationen zusammen und wird Register einrichten, um Patienten zu erfassen und zu beobachten, die möglicherweise der Verunreinigung ausgesetzt waren. Ziel ist es, das Wohlergehen der Patienten zu gewährleisten und die Versorgung mit Viracept so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

Valcyte (Valganciclovir) und Cymevene (Ganciclovir), die weltweit führenden Medikamente zur Prävention und Behandlung der Infektion von Transplantations- und HIV/Aids-Patienten mit dem Zytomegalievirus, setzten ihr im Vorjahr erzieltes starkes Wachstum fort. Die kombinierten Verkäufe verzeichneten im ersten Halbjahr 2007 einen Zuwachs von 17% auf 261 Millionen Franken, der von allen Märkten getragen wurde.

Autoimmunerkrankungen – steigender Einsatz von MabThera in RA
Der zunehmende Einsatz von MabThera/Rituxan im Bereich rheumatoide Arthritis (RA) reflektiert die wachsende Erfahrung der Ärzte bei der Behandlung der Krankheit mit diesem neuartigen Antikörpermedikament. Die Produktinformation in Europa wurde um neue Daten ergänzt, die belegen, dass MabThera das Fortschreiten der Gelenkschädigung bei Patienten, die auf die Behandlung mit Tumornekrosefaktor-Hemmern ungenügend ansprechen oder diese nicht vertragen, wesentlich verlangsamt. Klinische Studien der Phase III bei Patienten in frühen RA-Stadien – eine davon zur Untersuchung der Wirksamkeit des Medikaments zur Verhinderung struktureller Gelenkschäden sowie drei weitere zur Verbesserung der Krankheitssymptomatik – verlaufen nach Plan. Ergebnisse werden für Anfang 2008 erwartet

Stoffwechselkrankheiten – erfolgreiche Markteinführungen von Bonviva/Boniva
Die Verkäufe von Bonviva/Boniva (Ibandronsäure) in den Darreichungsformen einer monatlich einzunehmenden Tablette und einer vierteljährlich zu verabreichenden Injektion zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose erhöhten sich um 127% auf 374 Millionen Franken. Zum erneuten Verkaufswachstum in Europa trugen erfolgreiche Einführungen in Frankreich und Spanien bei. In den USA hat Boniva seinen Anteil am oralen Bisphosphonat-Markt auf über 13% ausgebaut.

Die Verkäufe von Xenical (Orlistat 120 mg), dem verschreibungspflichtigen Medikament von Roche zur Gewichtsreduktion, sanken im ersten Halbjahr um 8% auf 339 Millionen Franken. Im Februar unterzeichneten Roche und GlaxoSmithKline Consumer Healthcare (GSK) eine Vereinbarung, mit der Roche GSK eine exklusive Lizenz für die OTC-Vermarktungsrechte an Orlistat weltweit – mit Ausnahme Japans – erteilt. Gemäss einer früheren Vereinbarung besitzt GSK bereits die US-Rechte zur Vermarktung von Orlistat 60 mg als rezeptfreies Medikament, das es kürzlich unter dem Namen alli eingeführt hat.

Forschung und Entwicklung – alle wichtigen Projekte auf Kurs
Im ersten Halbjahr 2007 hat die Division Pharma zehn wichtige Zulassungsanträge eingereicht und sieben wichtige Zulassungen erhalten. Ende Juni umfasste die F+E-Pipeline der Division 112 klinische Projekte, darunter 54 neue pharmazeutische Wirkstoffe und 58 zusätzliche Indikationen. 30 neue Wirkstoffe befinden sich derzeit in Phase I, 19 in Phase II und drei in Phase III der Entwicklung; zwei wurden bereits zur Zulassung eingereicht. Im Berichtszeitraum wurden neun Projekte in die Phase II und drei Projekte in die Phase III überführt; drei Phase-II-Projekte wurden eingestellt, eines davon wird von dem betreffenden Roche-Partner weiterverfolgt. Keines der Phase-III-Projekte wurde eingestellt.

Gegen Ende des Jahres beginnt eine Phase-III-Studie zur Wirksamkeit von Pertuzumab (vormals Omnitarg) in der Indikation Brustkrebs. Pertuzumab ist ein Antikörper, der die Paarbildung (Dimerisierung) von HER2-Rezeptoren hemmt. Die auf dem ASCO-Kongress im Juni vorgestellten Phase-II-Ergebnisse zeigten in der kombinierten Anwendung mit Herceptin eine bedeutende Wirksamkeit des Medikaments gegen Krebszellen bei Patientinnen mit vorbehandeltem metastasierendem HER2-positivem Brustkrebs.

Mircera, der erste kontinuierliche Aktivator der Rezeptoren zur Bildung roter Blutkörperchen (continuous erythropoietin receptor activator), ist ein neuartiges Medikament von Roche, das sich durch seinen Wirkmechanismus von herkömmlichen Erythropoese-stimulierenden Arzneimitteln (ESA) unterscheidet. Im Mai erteilte die US-Arzneimittelbehörde FDA einen positiven Vorbescheid («approvable letter») für Mircera zur Behandlung von Anämie (Blutarmut) bei Patienten, die an einer chronischen Niereninsuffizienz leiden. Die Verabreichung soll alle vierzehn Tage zur Korrektur bei nicht vorbehandelten Patienten und monatlich bzw. alle vierzehn Tage zur Erhaltung der Hämoglobinzielwerte erfolgen. Ausserdem erhielt Roche von der FDA vorläufige Anwendungsbestimmungen, deren endgültiger Wortlaut (einschliesslich aktualisierter ESA-Anwendungsbe¬stimmungen) festgelegt werden kann, sobald die Empfehlungen zur gesamten ESA-Präparateklasse vorliegen. Das hierfür zuständige Expertengremium «Cardiovascular and Renal Drugs Advisory Committee (CRDAC)» der FDA tritt im September zusammen. Für die Zulassung verlangt die FDA keine weiteren klinischen Studien mit Mircera. Ebenfalls im Mai erhielt Roche von der zuständigen EU-Behörde (CHMP) eine positive Stellungnahme für Mircera zur Behandlung der Anämie bei chronischen Nierenerkrankungen, und zwar zur Anämiekorrektur als Verabreichung alle vierzehn Tage und zur Aufrechterhaltung der Hämoglobinzielwerte einmal monatlich.

Roche führt die Entwicklung des Produkts im Segment krebsbedingte Anämie fort. Gegenwärtig werden Daten aus fünf Studien der Phasen I und II ausgewertet, an denen Patienten mit chemotherapiebedingter Anämie beteiligt waren. Darunter befindet sich auch eine Studie mit Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs, die im zweiten Quartal 2007 eingestellt wurde, da sich in den verschiedenen Behandlungsgruppen eine Unausgewogenheit der Ergebnisse zeigte, die jedoch mit der Dosierung der Prüfmedikamente in keinem Zusammenhang zu stehen scheint. Die Entwicklungspläne werden auch Empfehlungen einer im Mai durchgeführten Überprüfung durch eine FDA-Expertenkommission zum Einsatz vorhandener ESA-Präparate bei Krebspatienten sowie eine ähnliche, für Juli angekündigte Überprüfung durch die EMEA berücksichtigen.

Die Entwicklung von Actemra (Tocilizumab), einem innovativen Interleukin-6-Hemmer als neuartige Behandlung für rheumatoide Arthritis, erreichte im Juni und Juli mit den positiven Ergebnissen der zweiten und dritten von insgesamt fünf internationalen Phase-III-Studien weitere wichtige Meilensteine. Die Studiendaten bestätigen die zentrale Rolle von Interleukin-6 bei RA. Noch für dieses Jahr werden die Ergebnisse der vierten Studie erwartet. Roche plant die Einreichung von Zulassungsgesuchen für das Medikament in den USA und in der EU gegen Jahresende.

Der humanisierte monoklonale Anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab befindet sich jetzt in Phase III der Entwicklung für mittelschwere bis schwere rheumatoide Arthritis. Darüber hinaus wird Ocrelizumab für die Behandlung anderer Autoimmunerkrankungen wie des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und der Multiplen Sklerose untersucht. Klinische Studien der Phase III bei SLE sollen noch im Verlauf dieses Jahres beginnen.

Bei der von Japan Tobacco einlizenzierten Substanz R1658, einem Hemmer des Cholesterylester-Transferproteins (CETP), verläuft die Entwicklung nach Plan. Roche prüft derzeit Daten aus Phase-II-Studien mit dem Präparat, das als potenzielles Medikament zur Reduzierung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Erhöhung des HDL-Cholesterins („gutes Cholesterin“) untersucht wird. Wir gehen davon aus, dass über die Entwicklungspläne für R1658 noch in diesem Jahr entschieden wird.

Übernahmen und Partnerschaftsvereinbarungen – Zugang zu neuen Technologien ermöglichen
Zu den im ersten Halbjahr eingeleiteten Transaktionen gehören ein Lizenzierungsabkommen für T-5224, ein neuartiges Therapeutikum von Toyama Chemical Co. Ltd gegen rheumatoide Arthritis, sowie eine Partnerschaft mit Transgene, durch die Roche die weltweiten Rechte an der Entwicklung und Vermarktung von Produkten aus dem therapeutischen Impfprogramm gegen Papillomavirus-bedingte Erkrankungen erhält. Die im April erfolgte Übernahme von Therapeutic Human Polyclonals, Inc. bedeutet eine weitere Stärkung der Kompetenz von Roche in der Entwicklung innovativer monoklonaler Antikörpertherapien. Zusätzlich erhält Roche durch die bedeutende Anfang Juli mit Alnylam Pharmaceuticals, Inc. abgeschlossene Allianz Zugang zu einer neuartigen Technologieplattform zur Entwicklung von Medikamenten auf Basis der so genannten RNS-Interferenz.


Division Diagnostics

Solides Verkaufswachstum – strategische Übernahme zur Stärkung des künftigen Wachstumspotenzials

Kennzahlen
in Millionen CHF
prozentuale Veränderung in CHF
prozentuale Veränderung in lokalen Währungen
in % der Verkäufe
Verkäufe
4'559
7
5
100
- Professional Diagnostics
2'110
8
6
46
- Diabetes Care
1'544
8
6
34
- Molecular Diagnostics
574
-3
-2
13
- Applied Science
331
9
9
7
EBITDA
1'389
4
3
30,5
Betriebsgewinn
949
4
3
20,8

Im ersten Halbjahr 2007 beliefen sich die Verkäufe von Roche Diagnostics auf 4,6 Milliarden Franken, das entspricht einem Wachstum von 5% in lokalen Währungen (7% in Franken) gegenüber dem ersten Halbjahr 2006. Die Geschäftsbereiche Professional Diagnostics, Diabetes Care und Applied Science erzielten solide Zuwächse im einstelligen Bereich. Wie erwartet, war der Bereich Roche Molecular Diagnostics weiterhin von einem Rückgang der Verkäufe an Industrieabnehmer betroffen.

Das Wachstum wurde von allen Regionen mit Ausnahme Japans getragen, wobei in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum zweistellige Verkaufszuwächse und in Europa und Nordamerika Zuwächse im einstelligen Bereich erzielt wurden. Wie bereits gemeldet, wurden die Transaktionen zur Übernahme von 454 Life Sciences und von BioVeris Corporation im Mai bzw. Juni abgeschlossen.

Im Juni unterzeichnete Roche eine Übernahmevereinbarung mit NimbleGen Systems, Inc., einem führenden Anbieter von Microarrays hoher Dichte, und unterbreitete ein Angebot für die Akquisition von Ventana Medical Systems, Inc. Die Übernahme von Ventana Medical Systems, Inc., sofern erfolgreich vollzogen, stellt den Eintritt von Roche in die gewebebasierte Diagnostik dar und ist ein wichtiger Schritt in der Strategie der Gruppe, den Patienten personalisierte Gesundheitslösungen anzubieten.

Der Betriebsgewinn der Division stieg um 3% auf 949 Millionen Franken. Die Betriebsgewinnmarge ging um 0,5 Prozentpunkte auf 20,8 Prozent zurück. Diese Entwicklung lag im Rahmen der Erwartungen und ist auf Investitionen in Produktneueinführungen und höhere Kosten der verkauften Produkte aufgrund Veränderungen im Produktemix sowie Platzierungen von Instrumenten zurückzuführen. Der EBITDA lag bei 1,4 Milliarden Franken oder 30,5% der Verkäufe, gegenüber 31,2% im ersten Halbjahr 2006, und damit deutlich über dem Industriedurchschnitt.

Professional Diagnostics – Roche übernimmt BioVeris Corporation
Die Verkäufe des Geschäftsbereichs Roche Professional Diagnostics (vormals Centralized Diagnostics und Near Patient Testing) erhöhten sich um 6%, dank starker Umsätze bei immunochemischen Tests. Der Bereich Immunochemie entwickelte sich erneut doppelt so schnell wie der Markt und erreichte im ersten Halbjahr einen Verkaufsanstieg von 11%. Schilddrüsen- und Herztests waren wichtige Wachstumsträger. Bei Produkten der klinischen Chemie wuchsen die Verkäufe im Rahmen der Marktentwicklung. Mit dem cobas e 411 Analysegerät für die Immunodiagnostik führte Roche im Januar das erste Produkt der neuen Systemfamilie cobas 4000 für Labors mit geringem Probendurchsatz ein. Es ergänzt die im letzten Jahr eingeführten Analysegeräte für klinische Chemie und Immunochemie der auf die Bedürfnisse von Labors mittlerer Grösse zugeschnittenen Systemfamilie cobas 6000.

Im Juni übernahm Roche nach Genehmigung durch die US-Behörden die BioVeris Corporation für rund 600 Millionen US-Dollar. Diese Akquisition erlaubt Roche Diagnostics, ihr wichtiges und schnell wachsendes Immunochemiegeschäft zu stärken und in neue Marktsegmente wie Life-Science-Forschung, Arzneimittelforschung und klinische Studien vorzustossen. Weltweit wächst der gegenwärtig auf 5,8 Milliarden US-Dollar geschätzte Markt für heterogene Immunoassays mehr als doppelt so schnell wie der Markt für klinische Chemie. Mit der Transaktion gelangt Roche in den Besitz sämtlicher Patente an der Elektrochemilumineszenz-Technologie (ECL), auf der die Elecsys Geräte basieren.

Produkte für Tests ausserhalb von Zentrallabors tragen weiterhin zum Gesamtwachstum dieses Geschäftsbereichs bei. Dank der Plattform CoaguChek sind bei Blutgerinnungsmessgeräten für die Patientenselbstkontrolle beständig Zunahmen zu verzeichnen. Die Verkäufe von Herztests für die Schnelldiagnostik vor Ort beschleunigten sich abermals, insbesondere in Europa, nachdem im Februar das tragbare Herz-Kreislauf-Diagnosesystem cobas h 232 eingeführt wurde. Bei Blutgassystemen erholten sich die Verkäufe im ersten Halbjahr durch eine konsequente Fokussierung auf Qualitätsinitiativen und die erfolgreiche Beteiligung an wichtigen Ausschreibungen in mehreren Ländern. Der starke Aufwärtstrend bei Verkäufen von Blutzuckermessgeräten für den Einsatz in Kliniken setzte sich fort.

Diabetes Care – starkes Wachstum dauert an
Mit einer leicht über dem Marktdurchschnitt liegenden Entwicklung der Verkäufe von 6% im ersten Halbjahr baute Roche Diabetes Care seine Marktführerschaft weiter aus. Zu diesem Wachstum trugen vor allem starke Verkaufszunahmen bei den Blutzuckermesssystemen Accu-Chek Aviva, Accu-Chek Go und Accu-Chek Compact bei. Mit seinen Systemen Accu-Chek Compact Plus und Accu-Chek Integra behauptet Roche die Marktführerschaft im Segment der integrierten Blutzuckermesssysteme. In Nordamerika zeigten die Verkäufe weiterhin einen kräftigen Aufwärtstrend und erreichten im ersten Halbjahr zweistellige Zuwachsraten. Die im vierten Quartal 2006 in den Vereinigten Staaten eingeführte Insulinpumpe Accu-Chek Spirit wurde auf dem amerikanischen Markt gut angenommen und trug zum Umsatzwachstum in Nordamerika bei. In Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum zogen die Verkäufe stark an, in China und Korea erfolgte die Markteinführung des Accu-Chek Spirit. Die weltweite Einführung des neuen Accu-Chek Performa wurde mit der Lancierung des Systems in Neuseeland und Südafrika fortgesetzt.

Molecular Diagnostics – automatisierter HIV-Test in den Vereinigten Staaten eingeführt
Roche Molecular Diagnostics behauptete seine Marktführerschaft, trotz eines Rückgangs der Umsätze von 2% als Folge einer Abschwächung im Segment der industriellen Reagenzien. Sieht man von den Verkäufen an Industriekunden ab, stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum um 4%. Das grösste Segment des Geschäftsbereichs, die Virologie, wuchs um 6%. Ausschlaggebend hierfür waren weitere Platzierungen der automatisierten Plattform Cobas AmpliPrep/Cobas TaqMan in Europa sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Im Mai wurde ein neuer HIV-Test für diese Plattform von der FDA zugelassen und unverzüglich auf dem wichtigen US-Markt eingeführt. Mit einem grossen Laborkunden in den USA wurde bereits eine Liefervereinbarung für den Test unterzeichnet. Im zweitgrössten Segment von Molecular Diagnostics, dem Blut-Screening, verlief das Geschäft stabil.

In Europa und im asiatisch-pazifischen Raum wuchsen die Verkäufe mit dem Markt. Die Erteilung der Zulassungen für automatisierte Cobas AmpliPrep/Cobas TaqMan Tests für HI- sowie Hepatitis-B- und-C-Viren (HBV, HCV) in Japan wird dieses Wachstum weiter beflügeln. Die HBV- und HCV-Tests wurden dort im Juni zugelassen, der Antrag auf Zulassung des HIV-Tests befindet sich derzeit in der Endphase der Prüfung. In den Vereinigten Staaten prüft die FDA die Zulassung wichtiger Tests der Segmente Virologie (HBV, HCV), Blut-Screening (West-Nil-Virus sowie ein Mehrfachtest für HIV, HBV und HCV) und Frauengesundheit (humanes Papillomavirus). Die Entwicklung Microarray-basierter Krebstests zum Nachweis von Leukämie, Lymphomen und Mutationen des für die Tumorunterdrückung verantwortlichen Gens p53 verläuft nach Plan, ebenso wie die Arbeiten an Begleitdiagnostika für Krebsmedikamente wie Pertuzumab von Roche.

Applied Science – Produkte für Life-Science-Forschung erzielen starkes Wachstum
Roche Applied Science verzeichnete ein starkes Umsatzwachstum von 9%, vor allem durch Verkäufe des LightCycler 480, der Systeme Genome Sequencer 20 und Genome Sequencer FLX sowie von Forschungsreagenzien. Die schnellen, innovativen Genome Sequencer Systeme setzen sich bei einer immer breiteren Palette von Anwendungen durch.

Mit der Ende Mai abgeschlossenen Übernahme von 454 Life Sciences hat Roche ihre Position als wichtiger Anbieter auf dem Sequenzierungsmarkt gestärkt. Davor hatten Roche und 454 Life Sciences bereits im Rahmen einer Forschungs- und Marketingvereinbarung zusammengearbeitet. Die im Juni bekannt gegebenen Pläne zur Übernahme von NimbleGen Systems, Inc. sind ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Strategie von Roche, ihre führende Stellung als Anbieter von Gesamtlösungen auf dem Markt der Genforschung durch Vorstoss in das Segment der Microarrays zu stärken. Dieses neue Segment wird das vorhandene Portfolio von Roche Diagnostics im Bereich Genforschungsinstrumente ergänzen. Die Transaktion wird nach Erhalt der behördlichen Bewilligung voraussichtlich im dritten Quartal 2007 abgeschlossen.


Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotechnologieunternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2006 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 33,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,7 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 75'000 Mitarbeitende weltweit und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen sowie strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.



Annex

Weitere Informationen
- Medienmitteilung mit allen Tabellen
- Halbjahresbericht
- Präsentation (Investor Relations)
- Entwicklungspipeline von Roche
- Publikationstermin Neun-Monate-Umsätze 2007: 18. Oktober (provisorisch)

Disclaimer: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen
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