Media Release
Basel, 21. Juni 2007
Im
Interesse der Patienten richtet Roche Viracept Patientenregister ein
Vorübergehende
Aufhebung der Zulassung für Viracept bis zur Überprüfung durch die Behörden
Roche
wird im Einvernehmen mit der EMEA Patientenregister zu Viracept einrichten, um Patienten zu erfassen
und zu beobachten, die möglicherweise einer chemischen Verunreinigung ihrer Viracept HIV-Präparate ausgesetzt
waren. Die Patientenregister sind Teil der Folgemassnahmen von Roche, nachdem das Unternehmen am 6.
Juni den Rückruf aller Viracept-Präparate nach Entdeckung einer Verunreinigung durch Methansulfonsäureethylester
(EMS, Ethylmethansulfonat) eingeleitet hatte. Die USA, Kanada und Japan sind hiervon nicht betroffen.
Die Zulassung von Viracept in Europa ruht vorübergehend, solange weitere Überprüfungen stattfinden.
Parallel dazu wird Roche eine Reihe zusätzlicher Studien durchführen, um die potenziellen Wirkungen
von EMS weiter zu klären und Massnahmen einleiten um sicherzustellen, dass künftige Lieferungen von
Viracept mit den Spezifikationen für EMS, die mit der EMEA vereinbart werden müssen, übereinstimmen.
"Wir
nehmen das Wohlergehen der Patienten ausgesprochen ernst. Nach unserem bisherigen Wissensstand gehen
wir davon aus, dass für die Patienten nur ein geringes Risiko besteht, möchten aber sichergehen, dass
die Patienten unter Beobachtung sind, und die Register werden eben dies ermöglichen," erklärt William
B. Burns, CEO der Division Pharma von Roche. "Die Ursache für die vor kurzem festgestellten erhöhten
Spiegel der verunreinigenden Substanz wurde gefunden und unserer weiteres Vorgehen erfolgt wie mit der
EMEA abgestimmt."
Aktionen von Roche
In
Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden
- leitete Roche den Rückruf von Viracept umgehend ein, nachdem erhöhte Spiegel der verunreinigenden Substanz nachgewiesen wurden
- bestimmte Roche den Verunreinigungsgrad im Bestand des Produktes, aus dem bereits in verschiedene Länder geliefert wurde
- organisiert Roche den Rückruf in Gesprächskontakt mit nationalen Gesundheitsbehörden, Leistungsanbietern in der Gesundheitsversorgung, Patientengruppen und Nichtregierungsorganisationen
- führt Roche zusätzliche Forschungen durch, um die Wirkung von EMS weiter zu klären
- richtet Roche Viracept-Patientenregister ein, um Patienten zu erfassen, die möglicherweise erhöhten EMS-Spiegeln ausgesetzt waren, sowie schwangere Frauen und alle Kinder, die möglicherweise Viracept eingenommen haben, einschliesslich derer in utero
- befasst sich Roche in Zusammenarbeit mit den Behörden mit ungeklärten Fragen bei der Herstellung
Roche
verfolgt alle diese Massnahmen aktiv, versichert aber noch einmal, dass diese keine Auswirkung auf die
finanziellen Richtwerte haben werden.
Weitere Informationen zum Rückruf
von Viracept finden sich auf der Website www.roche.com/med-cor-2007-06-06b
Weitere
Informationen über die Patientenregister von Viracept werden umgehend nach deren Fertigstellung herausgegeben.
Über
Viracept
Viracept (Nelfinavir), ein Proteasehemmer, wird von Roche ausserhalb der
USA, Japans und Kanadas vertrieben. Viracept wurde 1998 von Roche auf den Markt gebracht.
Über
Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes
Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotechnologieunternehmen
trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose
und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität
von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller
von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist
ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und
Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2006 erzielte die Division Pharma
einen Umsatz von 33,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,7 Milliarden Franken.
Roche beschäftigt rund 75'000 Mitarbeitende weltweit und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen
sowie strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an
Genentech und Chugai. Die Division Roche Diagnostics verfügt über ein in der Branche einzigartiges Spektrum
an innovativen Testprodukten und Dienstleistungen für Forscher, Ärzte, Patienten, Kliniken und Labors
auf der ganzen Welt. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.