Zum Inhalt springen

Medienmitteilung

Basel, 7. Februar 2007

Bilanz-Medienkonferenz

Die Bilanz-Medienkonferenz fand bei Roche in Basel statt.


Referate Deutsch

(es gilt das gesprochene Wort)

English Version


Franz B. Humer

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich begrüsse Sie herzlich zur Medienkonferenz zum Geschäftsergebnis 2006 von Roche.

Roche hat im vergangenen Jahr ein ausgezeichnetes Resultat erzielt. Dies sowohl in operativer und finanzieller Hinsicht als auch was den mit unseren Produkten erzielten medizinischen Fortschritt anbetrifft. Wir haben zusätzliche Marktanteile gewonnen und unsere Ertragskraft wieder deutlich gesteigert. Zudem wurde die Mitgliedschaft von Roche in den beiden Dow Jones Indices für Nachhaltigkeit sowie dem FTSE4Good-Index erneut bestätigt.

Wie sehen die Zahlen im Einzelnen aus?

Dynamisches Umsatzwachstum
Die Verkäufe der Roche-Gruppe nahmen 2006 in lokalen Währungen zum sechsten Mal in Folge zweistellig zu. Sie stiegen um 17% (in lokalen Währungen) auf die neue Höchstmarke von 42 Milliarden Franken. Wir haben das Umsatzplus von 6,5 Milliarden Franken vollumfänglich aus eigener Kraft, also ohne Akquisition, erreicht.

Entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hat die Division Pharma, deren Verkäufe dreieinhalb Mal so schnell gewachsen sind wie der Markt. Erreicht wurde dies vor allem durch die fortgesetzt starke Nachfrage nach unseren Schlüsselprodukten in den Therapiebereichen Onkologie, Transplantation und Virologie (einschliesslich Tamiflu). Besonders erwähnen möchte ich hier die Verkäufe der Krebsmedikamente, die sich um rund 40% auf 15 Milliarden Franken erhöhten, und nun bereits etwa die Hälfte des Pharmaumsatzes ausmachen.

Das Verkaufswachstum von Roche Diagnostics beschleunigte sich im Verlaufe des Jahres und lag mit einem Wachstum von 5% (in lokalen Währungen) leicht über dem Markt. Zur Steigerung der Verkäufe massgeblich beigetragen hat der auf Laborkunden und Kliniken ausgerichtete Geschäftsbereich Centralized Diagnostics. Die Verkäufe wuchsen mit Ausnahme Nordamerikas erneut in allen Regionen stärker als die lokalen Märkte. Die Division hat mit einem Marktanteil von 19% ihre weltweit führende Stellung in der In-vitro-Diagnostik mit deutlichem Vorsprung behauptet. Gerade in jüngster Zeit hat sich das Marktumfeld durch grosse Akquisitionen von Siemens und General Electric zu verändern begonnen. Wir erhalten dadurch zwei starke neue Konkurrenten, die wir nicht unterschätzen. Grundsätzlich ändert sich unsere Strategie der Innovation und Fokussierung jedoch nicht. Severin Schwan wird auf dieses Thema detaillierter eingehen.

Überproportionales Wachstum von Betriebs- und Konzerngewinn
Die dynamische Entwicklung der Verkäufe und die unterproportionale Zunahme der Kosten haben sich sehr positiv auf die Ertragskraft des Konzerns ausgewirkt.

Der Betriebsgewinn (vor Sonderpositionen) nahm um ein Viertel zu und erreichte rund 12 Milliarden Franken. Er hat sich damit in den letzten fünf Jahren verdreifacht.

Die Betriebsgewinnmarge der Roche-Gruppe verbesserte sich weiter auf rund 28%. Gleichzeitig erhöhten wir die Investitionen in die viel versprechende Forschungs- und Entwicklungspipeline beider Divisionen auf 6,6 Milliarden Franken. Dies bedeutet ebenfalls einen neuen Rekord. Erheblich haben wir zudem in die Markteinführung neuer Produkte, den Bau neuer biotechnologischer Produktionsanlagen sowie in Einlizenzierungen von Produkten und Technologien investiert.

Neben dem operativen Ergebnis konnte auch der Netto-Finanzertrag erheblich verbessert werden.

Nach Abzug der Steuern von rund 3,4 Milliarden Franken ergibt sich ein Konzerngewinn von 9,2 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahresergebnis ist dies eine Erhöhung um ein Drittel. Dies ist der höchste von Roche je erzielte Gewinn. Der Core EPS, also der Kerngewinn je Aktie und Genussschein, stieg um 26% auf 9,86 Franken.

Aufgrund der ausgezeichneten Ergebnisse wird der Verwaltungsrat den Aktionären am 5. März die Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr deutlich um 36% erhöhten Dividende von 3,40 Franken je Aktie und Genussschein beantragen. Damit erhöht sich unsere Gesamtausschüttung von 2,2 Milliarden im Vorjahr auf rund 3 Milliarden. Das ist deshalb nicht nur die 20. Dividenden-Erhöhung in Folge, sondern auch Ausdruck davon, dass unsere Aktionäre im selben Masse vom Rekordergebnis profitieren sollen. Nicht zuletzt spiegelt dieser Dividendensprung auch unser starkes Nettobarvermögen und unser Vertrauen in die Zukunft.

Mit Blick auf die in der Öffentlichkeit viel beachtete Frage der Entlöhnung des obersten Managements, möchte ich Sie auf den im Geschäftsbericht integrierten, aber separat aufgeführten und erweiterten, eigenständigen Entschädigungsbericht auf den Seiten 54 bis 61 erweisen. Die Entschädigungen von Verwaltungsrats- und einzelnen Konzernleitungsmitgliedern sowie meine Gesamtentschädigung, welche vom Remuneration Committee festgesetzt wird, sind dort einzeln, detailliert und transparent festgehalten. Ich benutze die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass bei Roche keine so genannten goldenen Fallschirme existieren.

Betriebsgewinnmarge 2006: Deutliche Steigerung bei Pharma
Der Betriebsgewinn (vor Sonderpositionen) von Pharma übertraf erstmals die Marke von 10 Milliarden Franken und die Betriebsgewinnmarge stieg signifikant um 4,1 Prozentpunkte auf 31,7%. Dies vor allem dank anhaltender Produktivitätsfortschritte und einem Verkaufswachstum von 30% (in lokalen Währungen) bei den 20 verkaufsstärksten Medikamenten.

Dank der starken Entwicklung der letzten Jahre zählt Roche Pharma nun auch hinsichtlich Ertragskraft zur Spitzengruppe der Industrie.

Der teilweise auf einmalige Sonderfaktoren zurückzuführende Margenrückgang der Division Diagnostics um 5,2 Prozentpunkte konnte von der Division Pharma mehr als ausgeglichen werden. Trotz Abnahme der Betriebsgewinnmarge auf 16,3% liegt sowohl diese Marge als auch der Bargeldzufluss des Geschäfts mit einer EBITDA-Marge von über 28% immer noch deutlich über dem Branchendurchschnitt. Der Margenrückgang ist weitgehend auf zusätzliche Kosten für Produkteinführungen, den anhaltenden Preisdruck und die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte – wegen Disetronic, worüber wir bereits informiert haben – im zweiten Halbjahr 2006 zurückzuführen. Ebenso hat der Patentablauf von PCR einen Rückgang der Lizenzeinnahmen zur Folge.

Anderseits konnte die Division dank der Markteinführung von neuen Produkten, insbesondere des erneuerten Diabetes-Care-Portfolios und der kürzlich auf den Markt gebrachten modularen Gerätesysteme Cobas 6000 bei Centralized Diagnostics, die Position von Roche in allen Marktsegmenten stärken.

Rund 4’600 neue Arbeitsplätze geschaffen
Dank des insgesamt ausgezeichneten Geschäftsgangs konnte Roche 2006 vor allem in der Division Pharma weltweit gegen 4’600 neue Arbeitsplätze schaffen, davon rund 400 in der Schweiz. In den letzten beiden Jahren sind somit konzernweit neue Stellen für 7’500 Mitarbeitende entstanden. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzen wird.

Sehr gefreut hat uns, dass Roche wiederum von einigen renommierten Publikationen wie dem Wissenschaftsmagazin Science als vorbildlicher Arbeitgeber ausgezeichnet worden ist. Von den mehr als 300 bewerteten Unternehmen der Bio- und Pharmaindustrie belegte Genentech erneut den Spitzenplatz und Roche erreichte den dritten Rang.

Unsere Definition von Innovation
Aufgrund der stetig wachsenden Weltbevölkerung und der längeren Lebenserwartung werden Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Diabetes oder rheumatoide Arthritis zu einer immer grösseren Belastung für unsere  Gesellschaft. Wir haben es hier mit Krankheiten zu tun, für die es oft noch keine befriedigende Therapie, geschweige denn eine Heilung gibt. Wir sind daher der festen Überzeugung, dass die Nachfrage nach wirksamen Therapien weiter ansteigen wird. Unsere Kernaufgabe ist deshalb die kontinuierliche Innovation, jedoch nicht um der Innovation willen. Nur Produkte und Dienstleistungen, die am Ende zu einer spürbaren Verbesserung der Gesundheit, der Lebensqualität und zu einer Verlängerung des Lebens beitragen – nur diese Lösungen sind für uns innovativ und werden vom Markt auch entsprechend bezahlt.

Eine Schlüsselrolle spielt hier natürlich die Forschung und Entwicklung, für die wir im letzten Jahr Tag für Tag 18 Millionen Franken ausgegeben haben. Ihr Anteil am Pharmaumsatz beträgt rund 18%. Damit zählt Roche zu den forschungsintensivsten Unternehmen der Industrie.

Fokus auf klinisch differenzierte Produkte – Verstärkte Geschäftsbasis
Unser Geschäftserfolg ist heute breit abgestützt. Innovative Produkte wie MabThera, Herceptin und Avastin sind auf Jahresumsätze von gegen 5 respektive 4 und 3 Milliarden Franken gewachsen. Vor wenigen Jahren verfügten wir über sechs, derzeit bereits zehn Pharmaprodukte und Produktlinien der Diagnostika mit Verkäufen von jährlich über einer Milliarde Franken. Und Ende dieses Jahres werden es voraussichtlich noch mehr sein.

Ein Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten der letzten Jahre war, wirksamere Medikamente zur Behandlung der zahlreichen unterschiedlicher Krebsarten zu erforschen. So unterstreichen neue Daten eindrücklich die Schlüsselrolle von Herceptin bei der Behandlung von Brustkrebs. Auch bei Avastin zeigten klinische Studien einen nachweislich lebensverlängernden Effekt bei den vier häufigen Krebsarten Darm-, Lungen-, Brust- und Nierenkrebs.

In den letzten Jahren hat Roche neben den Krebsmedikamenten aber auch massgeblich (gegenüber bestehenden Produkten) bessere Therapien gegen Hepatitis, HIV und Osteoporose auf den Markt gebracht. Es ist unser Ziel, solche Fortschritte auch in anderen Bereichen wie Autoimmun- und Stoffwechselerkrankungen sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems zu erzielen. Dies gelang uns 2006 auf dem Gebiet der rheumatoiden Arthritis.

Neue Medikamente gegen rheumatoide Arthritis
Der Einstieg von Roche in dieses Therapiegebiet, dessen Bedeutung in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird, verläuft viel versprechend.

2006 erhielten wir die erstmalige Zulassung in den USA und in der EU von MabThera/Rituxan zur Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis, die nicht auf bestehende Therapien ansprechen. MabThera ist das erste Medikament, das bei dieser Patientengruppe die Gelenkzerstörung signifikant verlangsamt.

Gute Forschritte erzielt auch Actemra, ein gemeinsam mit Chugai entwickelter Antikörper. So zeigte sich bei Patienten in klinischen Phase-III-Studien sowohl in Japan und erst kürzlich auch in der EU und den USA eine signifikante Verbesserung der Krankheitssymptome.

2007/2008: Gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum
Im vergangenen Jahr hat Roche 14 wichtige Marktzulassungen erhalten und 13 Zulassungsanträge bei den Gesundheitsbehörden eingereicht. Zudem konnten neun Phase-III-Studien erfolgreich abgeschlossen werden (Erreichen des primären klinischen Endpunkts).

Ein Blick auf unsere Pharma- und Diagnostika-Pipelines sowie unsere Zulassungs- und Markteinführungsaktivitäten macht deutlich, dass Roche beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum hat. Im laufenden und dem nächsten Jahr rechnen wir mit insgesamt 18 Zulassungen von Produkten für neue Indikationen oder auf neuen Märkten. In der fortgeschrittenen Entwicklungsphase III befinden sich 38 Projekte, die derzeit in mehr als 45 klinischen Studien getestet werden.

Bei Roche Diagnostics stehen der Ausbau unseres Diabetes-Care-Geschäfts, inklusive die Einführung der Insulinpumpen in den USA, sowie die Stärkung unserer IT-Technologieplattformen im Vordergrund.

Ausserdem werden wir die Zusammenarbeit zwischen den Divisionen Pharma und Diagnostics im Bereich der personalisierten Medizin weiter verstärken, um die führende Position von Roche auf diesem Gebiet zu festigen.

Pharmaforschung und -entwicklung: Neue Ausrichtung
Wie Sie der Medienmitteilung vom Montag entnehmen konnten, werden wir bei Roche im Verlauf dieses Jahres ein neues Modell für die Pharmaforschung und -entwicklung einführen. Dabei geht es nicht um Kostensenkung, im Gegenteil: In den letzten Jahren haben wir unsere Investitionen in die Forschung und Entwicklung (F+E) deutlich gesteigert, und wir werden dies auch in Zukunft tun.

Unsere Pharmaforschung konzentriert sich künftig auf die fünf therapeutische Bereiche, in denen ein grosser medizinischer Bedarf besteht und in denen wir dank unserer Expertise zum therapeutischen Fortschritt beitragen können, nämlich: Onkologie, Virologie, Entzündungskrankheiten, zentrales Nervensystem und Stoffwechselerkrankungen.

Jede so genannte „Disease Biology Area (DBA)“ wird in ihrem Therapiegebiet alle Aktivitäten von der Forschung und Entwicklung bis zum strategischen Marketing  wahrnehmen. Die DBAs werden von „Disease Biology Area Leadership Teams (DBLTs)“ geleitet, welche in Basel, Nutley und Palo Alto zusammengefasst werden. Die Teams stellen funktionsübergreifend die nahtlose Entwicklung der Wirkstoffe von der Entdeckung des Moleküls bis zum „proof of concept“ sicher.

Mit dieser Neuausrichtung erreichen wir, dass der stetig wachsende F+E-Bereich von Roche für die zunehmend komplexeren Anforderungen in der Zukunft gut gerüstet ist. Schnellere und einfachere Entscheidungsprozesse ermöglichen in jedem Therapiegebiet eine effizientere Umsetzung der Forschungsaktivitäten in klinisch differenzierte Medikamente. Auch können die zunehmende Zahl von klinischen Entwicklungsprojekten schneller integriert werden.

So schaffen wir günstige Voraussetzungen, künftige Innovationen noch schneller und effizienter voranbringen zu können – mit einem klaren Nutzen für Patienten und Ärzte.

Ausblick
Der anhaltende wirtschaftliche und wissenschaftliche Erfolg von Roche versetzt uns in die gegenüber vielen Konkurrenten vorteilhafte Lage, die Herausforderungen und Chancen des Gesundheitsmarktes aus einer Position der Stärke in Angriff nehmen zu können.

Unsere Fokussierung auf Pharma und Diagnostika, unsere Expertise in der Biotechnologie, unser weltweites Netzwerk in Forschung und Entwicklung und das Fehlen von Patentabläufen in naher Zukunft stellen auf einem sich verändernden Markt wichtige Wettbewerbsvorteile dar.

Für das laufende Jahr erwarten wir in beiden Divisionen ein über dem Markt liegendes Wachstum der Verkäufe, das bei Pharma und für den Konzern im zweistelligen Bereich liegen wird.

Wir haben uns, wie schon letztes Jahr, einen dem Verkaufswachstum des Konzerns entsprechenden Anstieg des Kerngewinns pro Titel zum Ziel gesetzt – dies trotz bedeutender Investitionen in Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb.


Erich Hunziker

Guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren

Roche 2006: Starke operative und finanzielle Leistung
Auf der Basis eines exzellenten operativen Resultats konnte Roche Finanzabteilung 2006 wichtige Beiträge zur weiteren Stärkung des Konzerns leisten: wir haben den Nettofinanzertrag und das Nettobarvermögen signifikant erhöht und die Bilanz gestärkt. Damit hat sich der strategische Spielraum der Gruppe wiederum entscheidend vergrössert.

2006 Konzernergebnis – Gewinn- und Margensteigerung durch Umsatzwachstum
Dank der hervorragenden operativen Leistung unserer Kerngeschäfte sowie des starken Finanzergebnisses konnte der Konzerngewinn um 2,3 Milliarden Franken – das heisst um 34% - gesteigert werden. Damit wurde das beste Ergebnis in der Geschichte von Roche erzielt.

2006: Gewinnsteigerung durch starkes Umsatzwachstum und verbesserte operative Leistung
Die klare strategische Fokussierung auf Pharma und Diagnostics zeigt weiterhin erfreuliche Resultate auf operativer Ebene: Während wir mit unserem innovativen Produkte-Angebot intensiv Marktanteile dazu gewinnen, sind die Kosten unter Kontrolle und wachsen langsamer als die Verkäufe. Dank deutlich grösseren Produktionsmengen und erheblichen Produktivitätsverbesserungen bei allen Produktionsstandorten konnte der Zuwachs bei den Produktekosten in Grenzen gehalten werden trotz einem deutlich höheren Lizenzaufwand für unsere erfolgreichen Pharmaprodukte wie zum Beispiel MabThera/Rituxan, Tarceva und Tamiflu. Der Anstieg bei den Forschungs- und Entwicklungskosten unterstreicht unser klares Bekenntnis zur Innovation. Insgesamt liegt die Wachstumsrate des operativen Ergebnisses signifikant über dem Umsatzwachstum.

2006: Finanzergebnis
Dank der intensiven Anstrengungen der vergangenen Jahre konnte die Qualität unseres Finanzergebnisses substantiell verbessert werden: der Zins- und Obligationenertrag liegt nun solide über dem Zinsaufwand. Beim Aktienertrag konnten wir 2006 einige Beteiligungen aus unserem Pharma- und Biotechnologie-Portfolio verkaufen.

Nettofinanzertrag - Wesentlicher Beitrag zum Resultat bei reduziertem Risiko
Der Vierjahres-Ueberblick zeigt, dass der angestrebte Turnaround im Finanzbereich vollzogen ist: wir erzielen mit einem – von unseren Investoren geforderten – konservativen Risikoprofil signifikante Beiträge zum Gesamterfolg von Roche.

Stetiges Wachstum des Kerngewinns je Titel
Diese wichtige Kenngrösse dokumentiert die kontinuierliche Verbesserung der Gesamtleistung von Roche.

2006: Freier Geldfluss von 4,3 Mrd. CHF - EBIDTA weiterhin stark in beiden Divisionen
Beide Divisionen Pharma und Diagnostics konnten den EBITDA weiter massiv steigern. Trotz hoher Investitionen in Biotechnologie-Produktionsanlagen und Einlizenzierungen für in der Entwicklung befindliche Produkte und Technologien kann ein erfreulicher „freier Cashflow“ von 4,3 Milliarden Franken ausgewiesen werden. Die liquiden Mittel und Wertschriften konnten auf 24,3 Milliarden Franken erhöht werden.

2006: Anstieg des Nettobarvermögens durch Roche – Steigerung um nahezu 5 Mrd. CHF
Das Nettobarvermögen des Konzerns konnte aufgrund der starken betrieblichen Leistung erneut massiv gesteigert werden.

2006: Eigenkapitalwachstum basierend auf starkem Konzerngewinn
Durch den sehr erfreulichen Konzerngewinn konnte die Eigenkapital-Basis weiter entscheidend gestärkt werden.

2006: Solide Bilanzstruktur mit 63% Eigenkapitalanteil und 83% langfristiger Finanzierung
Mit dieser gestärkten Bilanz hat sich Roche einen erheblichen strategischen Spielraum für den gezielten Ausbau der beiden Divisionen Pharma und Diagnostics erarbeitet.

Wirtschaftlicher Erfolg zeigt sich in der Ausschüttung – Erneut beachtlicher Anstieg für 2006
Roche hat in den letzten 20 Jahren kontinuierlich die Dividende gesteigert. Auf der Basis des sehr guten Jahresergebnisses schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 5. März 2007 eine um 36% erhöhte Dividende von 3,40 Franken je Aktie und Genussschein vor.

Unsere Wachstumsziele für das Jahr 2007
Lassen Sie mich abschliessend – ausserordentliche Ereignisse vorbehalten – unseren Ausblick für das ganze Jahr rekapitulieren:

  • für Pharma und den Konzern rechnen wir mit einem zweistelligen lokalen Verkaufswachstum.
  • Wir erwarten sowohl für Pharma und Diagnostics ein Verkaufswachstum in lokalen Währungen über dem entsprechenden Marktwachstum.
  • Unser Ziel ist ein Kerngewinnwachstum pro Titel, das sich im Rahmen der Verkaufszunahme bewegt.