Medienmitteilung
Basel, 17. Oktober 2006
Roche
Neunmonatszahlen auf Rekordhöhe
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Präsentation
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Gruppe
•
Umsatz und Wachstum erreichen in den ersten neun Monaten 2006 Rekordwerte: Steigerung des Konzernumsatzes
um 17%* auf 30,3 Milliarden Franken
• Beide Divisionen weisen für das dritte Quartal
gegenüber dem guten ersten Halbjahr 2006 ein nochmals beschleunigtes Umsatzwachstum auf
Pharma
•
Verkäufe von Pharma steigen auf 23,9 Milliarden Franken an, was einem Wachstum von 21% entspricht –
fast vier Mal so schnell wie der Weltmarkt
• Marktanteil nimmt von 4,4% auf 4,7% zu –
Roche rückt unter den weltweit grössten Arzneimittelherstellern auf den 6. Rang vor (2005: Rang 8)
•
Starkes Wachstum der Krebsmedikamente um 41% bestärkt Führungsposition von Roche in der Onkologie
•
16 Zulassungen auf wichtigen Märkten – einschliesslich weltweiter Vertriebsbewilligungen für MabThera/Rituxan
bei rheumatoider Arthritis, für Herceptin gegen Brustkrebs im Frühstadium (EU) und für Avastin bei nicht-kleinzelligem
Lungenkrebs (USA)
• 15 Zulassungsgesuche auf wichtigen Märkten eingereicht – darunter
Mircera zur Behandlung der renalen Anämie und Avastin für die Therapie von Lungen- und Brustkrebs
Diagnostics
•
Roche Diagnostics verzeichnet Verkaufszunahme um 5%; Beschleunigung des Wachstums im dritten Quartal
•
Alle Geschäftsbereiche trugen im dritten Quartal zur Umsatzzunahme über dem Gesamtmarktwachstum bei
•
Wiederaufnahme der Auslieferung von Insulinpumpen in die USA nach Aufhebung des Importstopps
Prognose
für 2006 bestätigt
• Zweistellige Umsatzzunahme für die Roche-Gruppe und Pharma;
Diagnostik über dem Weltmarkt
• Gewinnwachstum pro Titel* über dem Verkaufswachstum angestrebt
Alle
Zuwachsraten in lokalen Währungen, falls nicht anders angegeben
* Core EPS (earnings
per share); Kerngewinnwachstum pro Titel
Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zur Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2006: „ Im dritten Quartal setzte Roche das Wachstum weit über dem Markt fort. Unsere Onkologieprodukte sowie Tamiflu waren wiederum die wichtigsten Umsatzträger von Pharma. Bei Diagnostics ist Diabetes Care wieder auf Wachstumskurs, und alle übrigen Geschäftsbereiche trugen ebenfalls zur Umsatzsteigerung der Division bei. Wir sind sehr zuversichtlich, unsere hohen Ziele für das ganze Jahr zu erreichen – sowohl was den Umsatz und Gewinn betrifft, als auch die weitere Entwicklung der Pipeline.“
Roche-Gruppe
2006 | 2005 | Änderungen in Prozent | ||
Verkäufe Januar bis September1 | Mio. CHF | Mio. CHF | in CHF | in Lokal- währungen |
Division Pharma | 23'912 | 19'434 | +23 | +21 |
Roche | 14'921 | 12'169 | +23 | +20 |
Genentech | 6'522 | 4'632 | +41 | +37 |
Chugai | 2'469 | 2'633 | -6 | -2 |
Division Diagnostics | 6'415 | 6'008 | +7 | +5 |
Roche-Gruppe | 30'327 | 25'442 | +19 | +17 |
1 Für genaue Angaben zum Quartalswachstum siehe Anhang zu dieser Mitteilung.
Roche erzielte in den ersten neun Monaten 2006 einen Umsatz von 30,3 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Wachstum in lokalen Währungen von 17% (19% in Franken; 16% in US-Dollar). Die Gruppe übertraf damit die hohen Wachstumsraten, die im ersten Halbjahr erreicht worden waren. Die Verkaufszahlen für die ersten neun Monate nahmen in der Division Pharma um 21% (23% in Franken) zu und wuchsen damit fast vier Mal schneller als der Weltmarkt. Die Division Diagnostics erreichte ein Umsatzwachstum von 5% (7% in Franken) und baute im dritten Quartal ihre führende Marktstellung aus.
Ausblick
Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten erwartet Roche für das Gesamtjahr 2006 ein Resultat, das bei Umsatz und Gewinn das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen wird. Wie anlässlich der Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses 2006 angekündigt, erwartet Roche für beide Divisionen, Pharma und Diagnostics, ein Verkaufswachstum in lokalen Währungen über dem Markt. Für die Division Pharma und den Konzern rechnet Roche mit einem zweistelligen Verkaufswachstum. Für den Kerngewinn pro Titel (Core EPS) ist das Ziel für 2006 eine Zunahme, die über dem Umsatzwachstum liegt.
Division Pharma
Die Pharma-Division steigerte in den ersten neun Monaten 2006 das Verkaufswachstum erneut und erreichte ein Plus von 21% in lokalen Währungen (23% in Franken; 20% in US-Dollar), was annähernd dem Vierfachen der Wachstumsrate des Weltmarkts (6%) entspricht. Der Marktanteil stieg von 4,4% auf 4,7%, womit Roche nun der sechstgrösste Anbieter weltweit ist (Vorjahr: Rang 8). Die regionale Umsatzzunahme übertraf das durchschnittliche Marktwachstum in Nordamerika (27% gegenüber 7%) und in Europa (23% gegenüber 5%) deutlich. In Japan nahmen die Verkäufe infolge von staatlich verfügten Preisreduktionen geringfügig ab (–2% gegenüber –1%). Die starke Umsatzsteigerung der Division geht in erster Linie auf die anhaltend grosse Nachfrage nach den Onkologieprodukten, die fortgesetzte Pandemievorsorge mit dem Grippemittel Tamiflu und die Verkäufe des Osteoporosemedikaments Bonviva/Boniva zurück.
Onkologie – Fortsetzung des starken Umsatzwachstums
Die Verkäufe der Onkologieprodukte nahmen mit 41% weiterhin ausserordentlich stark zu und stärkten damit weiter die Position von Roche als weltweit führende Anbieterin von Krebsmedikamenten.
MabThera/Rituxan zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) verzeichnete mit 15% ein weiterhin starkes Umsatzwachstum. Die gegenwärtigen Wachstumsträger sind die Erstlinientherapie des indolenten und des aggressiven NHL. Im Juli hatte Roche die Marktzulassung der EU-Behörden für MabThera zur Erhaltungstherapie von Patienten mit wiederholt auftretendem oder behandlungsresistentem NHL erhalten, was diesen Patienten eine bessere Chance gibt, länger krankheitsfrei zu leben.
Die Verkäufe von Herceptin zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs haben sich in den ersten neun Monaten 2006 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode annähernd verdoppelt. Eindrückliche Studienresultate zum Überleben dank Herceptin bei Brustkrebs im Frühstadium wurden nicht nur von den Ärzten sehr gut aufgenommen, sondern führten auch zu mehreren beschleunigten Zulassungsverfahren sowie Kassenzulässigkeitserteilungen in der EU und auf weiteren Schlüsselmärkten. Kürzlich bekannt gegebene positive Ergebnisse der Phase-III-TAnDEM-Studie mit Herceptin in Kombination mit einer Hormontherapie bei Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs wurden bei den europäischen Zulassungsbehörden im Oktober eingereicht.
Avastin, das Krebsmedikament mit nachgewiesenem Überlebensvorteil bei metastasierendem Dickdarm-, Brust- und Lungenkrebs, verzeichnete eine Umsatzzunahme von 90%. Ein vermehrter Einsatz des Medikaments wird zudem aufgrund der bereits in zahlreichen europäischen Ländern erteilten Kassenzulässigkeit für die Behandlung von metastasierendem Dickdarmkrebs erwartet. Um die Anwendung sowohl von Avastin als auch von Xeloda auf diesem Indikationsgebiet zu erweitern, werden in der ersten Jahreshälfte 2007 zeitgleich zwei zusätzliche Zulassungsgesuche eingereicht. Diese basieren auf Daten aus der grössten je über die Erstlinienbehandlung von metastasierendem Dickdarmkrebs durchgeführten Studie sowie auf unterstützenden Daten aus anderen Studien. Der weltweit erste Angiogenesehemmer erhielt von der FDA nach einem beschleunigten Prüfungsverfahren im Oktober die Zulassung für die Therapie von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Im August wurde das Zulassungsgesuch für die gleiche Indikation bei den europäischen Gesundheitsbehörden eingereicht. Ausserdem wurden im Mai in den USA und im Juli in der EU Zulassungsgesuche für Avastin zur Therapie von fortgeschrittenem Brustkrebs eingereicht. Im September verlangte die FDA eine zusätzliche Datenauswertung für das Zulassungsgesuch bei metastasierendem Brustkrebs, wobei bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments keine Bedenken bestehen. Genentech wird die gewünschten Daten bis Mitte 2007 einreichen.
Xeloda zeigt weiterhin ein starkes Verkaufswachstum (22%) und eine erfolgreiche Entwicklung in den USA und in der EU. Das EU-Zulassungsgesuch für Xeloda zur Behandlung von Magenkrebs wurde im Juli bei den Behörden eingereicht. Positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie haben gezeigt, dass ein Therapieschema mit oral eingenommenem Xeloda einem Behandlungsschema mit der intravenösen Verabreichung von 5-FU bei der Erstlinientherapie von metastasierendem Dickdarmkrebs gleichwertig ist. Die Resultate einer Phase-III-Studie über die Zweitlinientherapie von metastasierendem Dickdarmkrebs (zum Vergleich von Xeloda / Oxaliplatin mit 5-FU / Oxaliplatin) werden für Anfang 2007 erwartet. Die kombinierten Ergebnisse werden für weltweite Zulassungsgesuche in der ersten Jahreshälfte 2007 verwendet werden.
Das Wachstum von Tarceva, einem neuartigen, gezielt wirkenden Medikament, das nachweislich das Leben von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und Bauchspeicheldrüsenkrebs verlängert, befand sich sowohl in den USA als auch in der EU weiterhin auf Kurs und schlug sich in einer markanten Umsatzzunahme von 130% nieder. Zur Indikationserweiterung bei NSCLC ist eine Phase-III-Zulassungsstudie (RADIANT) für die Begleittherapie in die Wege geleitet worden. Im September beantragte Roche eine Neubeurteilung der Daten für die Zulassung von Tarceva zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs, nachdem der Europäische Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) trotz des statistisch signifikanten Überlebensvorteils eine negative Stellungnahme veröffentlicht hatte.
Anämie – Stabile Verkäufe auf einem hart umkämpften Markt
Die kombinierten Verkäufe des Roche-Medikaments NeoRecormon und des Chugai-Präparats Epogin zeigten einen insgesamt stabilen Verlauf. NeoRecormon (+6%) konnte die Führungsposition auf den Märkten trotz anhaltenden Preisdrucks in den Segmenten renale Anämie und Onkologie behaupten. In Japan, wo Epogin bei renaler Anämie weiterhin marktführend ist, ging der Umsatz aufgrund staatlich verordneter Preiskürzungen und einer geänderten Praxis bei der Rückvergütung, die den Anämiemarkt generell schrumpfen liess, um 12% zurück. Roche hat im April bei den US-amerikanischen und europäischen Gesundheitsbehörden Zulassungsgesuche für Mircera zur Behandlung der Anämie im Zusammenhang mit chronischen Nierenrerkrankungen eingereicht. Mircera ist der erste Vertreter der so genannten kontinuierlichen Aktivatoren der Rezeptoren für die Bildung roter Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activators, kurz CERA).
Transplantationsmedizin
CellCept, das weltweit meistverkaufte Marken-Immunsuppressivum zur Verhütung von Abstossungsreaktionen gegen transplantierte Organe, verzeichnete trotz aufkommender Konkurrenz durch Generika auf einzelnen lateinamerikanischen Märkten ein Umsatzwachstum von 7%.
Virologie – Verkäufe von Tamiflu zur Pandemievorsorge nehmen weiter zu
Weltweit erreichte der Umsatz von Tamiflu 1,6 Milliarden Franken, was einem Anstieg um 88% gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode entspricht. Massgebend für diese Entwicklung sind besonders die Verkäufe zur Pandemievorsorge, da einzelne Regierungen die Abdeckung der Bevölkerung verbessert haben. Eine Lieferkette für Tamiflu hat inzwischen in den USA ihren vollen Betrieb aufgenommen und ist in der Lage, jährlich 80 Millionen Packungen herzustellen. Zusammen mit dem übrigen Produktionsnetz von Roche ergibt sich dadurch eine jährliche Kapazität von insgesamt 400 Millionen Packungen bis Ende Jahr, was sicherstellt, dass genügend Tamiflu sowohl für die Pandemievorsorge als auch für den Einsatz gegen die saisonale Grippe zur Verfügung steht.
Die Verkäufe von Pegasys stiegen um 2%, während der Umsatz von Copegus aufgrund der Erosion durch Generika in den USA weiter abnahm.
Die Verkäufe des Anti-HIV-Medikaments Fuzeon verzeichneten ein Wachstum von 22%.
Erstversorgungssektor – Bonviva/Boniva gewinnt Marktanteile
Die Verkäufe von Bonviva/Boniva zur einmal monatlichen oralen Einnahme stiegen weiter an und erreichten in einem hart umkämpften Markt 309 Millionen Franken. Boniva macht gegenwärtig zirka 15% der neuen Verordnungen in den USA aus. In Europa und den übrigen Ländern befindet sich das Produkt in der Einführung. Erstmals an der Jahrestagung der American Society of Bone Mineral Research im September vorgestellte Resultate zeigen, dass in der Praxis Patientinnen, die Boniva einmal pro Monat verabreicht bekommen, die Therapie in der Regel deutlich länger weiterführen als Patientinnen, die wöchentlich Bisphosphonate erhalten. Zudem besteht die Aussicht auf ein besseres Behandlungsresultat.
Xenical, das Roche-Medikament zur Gewichtsabnahme, verzeichnete ein kontinuierliches Wachstum (7%).
Rheumatoide Arthritis – MabThera/Rituxan für Autoimmunkrankheit zugelassen
Im Anschluss an die Zulassung in den USA im Februar, erhielt Roche auch in der EU die Genehmigung für die Anwendung von MabThera bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), die nicht genügend auf “Anti TNF”-Biotherapeutika angesprochen haben. MabThera/Rituxan ist das erste Medikament, das sich bei diesem Patientenkollektiv bei der Prävention von Gelenkschädigungen als wirksam erwiesen hat.
Entwicklung – Wichtige Meilensteine erreicht
Neben 16 Zulassungen und 15 Zulassungsgesuchen in wichtigen Märkten erreichte Roche wiederum eine grosse Zahl von Meilensteinen in der Entwicklung neuer Indikationen und Medikamente.
Eine internationale Phase-III-Studie (NO16966), an der 2035 nicht vorbehandelte Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs teilgenommen haben, hat beide primären Endpunkte erreicht. Die Resultate der Studie zeigen, dass die Kombinations-Chemotherapie mit Xeloda plus Oxaliplatin (XELOX) in Bezug auf die Überlebensdauer ohne Fortschreiten der Krankheit (progressionsfreies Überleben) ebenso wirksam ist wie die Infusion von 5-FU/Leucovorin plus Oxaliplatin (FOLFOX). Die Ergänzung der FOLFOX- und XELOX-Chemotherapie mit Avastin verbesserte ausserdem das progressionsfreie Überleben gegenüber einer Chemotherapie allein signifikant.
Die am Jahreskongress der European Society for Medical Oncology präsentierten Daten zeigen, dass die Ergänzung einer Hormontherapie durch Herceptin bei Patientinnen, die an Hormonrezeptor- und HER2-positivem Brustkrebs im fortgeschrittenem Stadium leiden, eine signifikant längere Periode ohne Fortschreiten der Krebserkrankung ermöglicht als die Hormontherapie allein.
Die am Jahreskongress der European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association vorgestellten Resultate von drei Phase-III-Studien über die Erhaltungstherapie haben gezeigt, dass es möglich ist, Dialysepatienten, die mit häufig verabreichten, kurz wirkenden Medikamenten gegen Blutarmut behandelt werden, direkt auf eine Therapie mit dem einmal monatlich zu verabreichenden Mircera umzustellen und dabei stabile Hämoglobinspiegel zu erzielen.
Genentech und ihr Partnerunternehmen Biogen Idec haben bekannt gegeben, dass eine Phase-II-Konzeptbestätigungsstudie mit MabThera/Rituxan zur Behandlung der schubweise (rezidivierend-remittierend) verlaufenden Multiplen Sklerose ihren primären Endpunkt erreicht hat.
Roche hat die Option zur Einlizenzierung des Antidiabetikums von Ipsen ausgeübt. Es handelt sich bei diesem Präparat um ein Glucagon-ähnliches Peptid-1 (GLP-1)-Analogon, das zur Behandlung von Typ-2-Diabetes verwendet wird. Der Beginn einer Phase-II-Studie, welche die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Präparats in einer Formulierung mit kontinuierlicher Wirkstofffreisetzung untersucht, ist für Anfang 2007 geplant.
Im Berichtsquartal ging Roche wichtige Allianzen ein. Im Juli wurde mit Actelion eine exklusive weltweite Zusammenarbeit beschlossen mit dem Ziel, den selektiven S1P1-Rezeptor-Agonisten von Actelion gemeinsam für verschiedene Autoimmunkrankheiten zu entwickeln und zu vermarkten. Im Oktober wurde mit Plexxikon eine Vereinbarung über einen neuartigen oralen Wirkstoff gegen verschiedene Krebsleiden getroffen, und dank der im gleichen Monat bekannt gegebenen Zusammenarbeit mit InterMune konnten die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Hepatitis C verstärkt werden.
Die Entwicklung von R873 gegen Erektionsstörungen beim Mann wurde gestoppt, weil das Präparat den Anforderungen von Roche an die medizinische Differenzierung nicht genügte. Nach Abklärungen über die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Präparateklasse der Integrinantagonisten wurde die Entwicklung von R411 zur Behandlung von Asthma ebenfalls eingestellt. Der Wirkstoff wird jedoch für eine Anwendung gegen Multiple Sklerose weiterverfolgt. R1438 (DPPIV-Hemmer) bei Diabetes zeigte keine genügende klinische Differenzierung und wurde daher durch ein anderes Präparat ersetzt, welches das erforderliche Profil aufwies.
Division Diagnostics
Die Verkäufe von Roche Diagnostics nahmen in den ersten neun Monaten 2006 in lokalen Währungen um 5% (7% in Franken, 4% in US-Dollar) zu. Nach einem Umsatzanstieg um 3% im ersten und 5% im zweiten Quartal steigerte die Division im dritten Quartal 2006 das Wachstum auf 6%. Alle fünf Geschäftsbereiche leisteten einen Beitrag an diese positive Entwicklung, wobei Roche Applied Science und Roche Near Patient Testing ein zweistelliges Verkaufswachstum erzielten.
Wachstumsraten mit zweistelligem Umsatzanstieg wurden in Iberien/Lateinamerika und Osteuropa erzielt, während in den Regionen Asien-Pazifik und Europa-Naher Osten-Afrika (EMEA) eine Zunahme im einstelligen Bereich verzeichnet wurde. In Japan wuchs Roche Diagnostics weiterhin schneller als der Gesamtmarkt, und auch in den USA wurde ein positives Wachstum erzielt. Die FDA hat den Importstopp in die USA, den sie für Accu-Chek Insulinpumpen von Disetronic Medical Systems AG in Burgdorf, Schweiz, verhängt hatte, im Oktober aufgehoben. Die Lieferungen in die USA wurden bereits aufgenommen.
Roche Diabetes Care – Accu-Chek Spirit in den USA eingeführt
Dank einem Anstieg von 5% im dritten Quartal beschleunigte sich das Verkaufswachstum von Roche Diabetes Care für die ersten neun Monate 2006 auf 2%. Das Gerät Accu-Chek Aviva erreichte auf den wichtigen EMEA-Märkten sowie in den USA und Kanada ein hohes Umsatzvolumen, ebenso wie Accu-Chek Active in Lateinamerika und der Region Asien-Pazifik. Die Aufhebung des Importstopps durch die FDA erlaubt es, die weltweite Platzierung des vollständigen Roche-Produktsortiments für die Insulinverabreichung zügig voranzutreiben. Heute steht Accu-Chek Spirit in über 30 Ländern zur Verfügung. Ausserhalb der USA verzeichnete der Geschäftsbereich der Insulinverabreichung ein Wachstum von 15%.
Roche Centralized Diagnostics – erfolgreiche Einführung der neuen Analyzer-Serie cobas 6000
Centralized Diagnostics verzeichnete ein Wachstum von insgesamt 5%, das über dem Marktdurchschnitt von 4% liegt. Die Ersteinführung der Analyzer-Serie cobas 6000 im Juni 2006 beginnt, ihren Umsatzbeitrag zu leisten. Das Immunchemiegeschäft von Centralized Diagnostics verzeichnete ein starkes Wachstum: Die Verkäufe erreichten mit 13% fast das Dreifache des Marktwachstums. Die Verkäufe des Herzmarkers NT-proBNP nahmen weiter zu; das Produkt ist im Begriff, zu einem der umsatzstärksten Reagenzien in diesem Geschäftsbereich aufzurücken.
Roche Molecular Diagnostics – weiterhin in Führungsposition
Der Geschäftsbereich Roche Molecular Diagnostics, der in einem immer stärker umkämpften Umfeld operiert, erhöhte die Verkäufe um 4% und behauptete damit seinen führenden Marktanteil. Dank eines verstärkten Marketings für Cobas AmpliPrep/Cobas TaqMan in Osteuropa und Asien wuchs das grösste Segmente, Virologie, um 6%. Im Bereich Blutscreening setzte Roche die Verkaufssteigerungen mit der weitergehenden Markteinführung des cobas s 201 Systems und des Multiplex-Tests für HIV, HCV und HBV in der EU fort. Diese Produkte sind nun in allen europäischen Ländern erhältlich.
Roche Near Patient Testing – Neuzulassung für CoaguChek
Near Patient Testing erreichte einen Umsatzanstieg von 11%. Die Zulassung des CoaguChek XS Systems durch die FDA in den USA und die erfolgreiche Einführung des Systems in den USA und in zahlreichen weiteren Ländern stärkte die Führungsposition von Roche auf dem Markt für Produkte zur Blutgerinnungsüberwachung. Die Roche-Produkte für die Blutgas-/Elektrolytmessung, das Produktsortiment für Blutzuckerbestimmungen im Spital sowie die Einführung des Roche Cardiac proBNP Tests 2006 trugen zum soliden Verkaufswachstum bei.
Roche Applied Science – hohe Nachfrage nach LightCycler und Genome Sequencer
Applied Science erzielte ein Wachstum von 12%. Die Verkäufe des Instruments LightCycler 480 und des Genome Sequencer 20 Systems sowie der Umsatz der Produkte für den industriellen Gebrauch trugen am stärksten zu diesem zweistelligen Ergebnis bei. Das Genome Sequencer 20 System wird bei einer zunehmenden Zahl von Anwendungen verwendet und hat einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftsergebnis geleistet.
Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70'000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Anhang
Weitere Informationen
- Roche Pharma-Pipeline
- Datum der Veröffentlichung der Ganzjahresresultate 2006: 7. Februar 2007 (provisorisch)
Verpflichtungsklausel: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen
Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie „sollen", „annehmen", „erwarten“, „rechnen mit", „beabsichtigen", „anstreben", „zukünftig", „Ausblick“ oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für 2006 oder eine spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.