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Medienmitteilung

Basel, 20. Juli 2006

Roche im ersten Halbjahr 2006: Ausgezeichnetes Ergebnis

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Halbjahresbericht 2006

Präsentationen (Investor Relations)


Konzern
• Roche-Gruppe steigert Umsatz um 16% auf rund 20 Milliarden Franken; dies entspricht einem Rekordwachstum von über 3 Milliarden Franken im ersten Halbjahr
• Betriebsgewinnmarge steigt um 2,4 Prozentpunkte auf 29,2%
• Konzerngewinn plus 37% in Franken auf 4,5 Milliarden Franken, dank starkem operativen Ergebnis und höherem Finanzergebnis

Pharma
• Pharma wächst mit 19% mehr als dreimal so schnell wie der Weltmarkt
• Führende Position bei Krebsmedikamenten mit Verkaufszunahme von 48% weiter ausgebaut
• Betriebsgewinnmarge um 3,4 Prozentpunkte auf 32,2% erhöht
• Zulassungen von Herceptin gegen Brustkrebs im Frühstadium und MabThera gegen rheumatoide Arthritis
• Zulassung von Mircera zur Behandlung von renaler Anämie beantragt
• 13 zusätzliche Allianzen vereinbart, einschliesslich Zusammenarbeit bei der Entwicklung von drei neuen Projekten aus der präklinischen Forschung von Chugai

Diagnostics
• Roche Diagnostics steigert Verkäufe um 4% – Beschleunigung des Wachstums im zweiten Quartal
• Investitionen in die Lancierung neuer Produkte und tiefere Lizenzeinnahmen führen erwartungsgemäss zu niedrigerem Betriebsgewinn
• Positive Verkaufsentwicklung der neu eingeführten Accu-Chek-Produkte zur Blutzuckermessung

Ausblick 2006
• Umsatzwachstum über dem Markt; zweistellige Zunahme für die Roche-Gruppe und Pharma
• Gewinnwachstum pro Titel* über dem Verkaufswachstum angestrebt

Alle Zuwachsraten in lokalen Währungen, falls nicht anders angegeben / Betriebsgewinnmargen vor Sonderpositionen
* Core EPS (earnings per share); Kerngewinnwachstum pro Titel




Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zum Halbjahresergebnis 2006: „Roche hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres die sehr positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt und ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Die auch im Branchenvergleich hohe Verkaufszunahme von 16% in lokalen Währungen führte zu weiteren Marktanteilsgewinnen und einer nochmals verbesserten Ertragskraft. Zum starken organischen Verkaufswachstum von über 3 Milliarden Franken haben vor allem die führenden Onkologieprodukte, das Grippemedikament Tamiflu sowie unsere Diagnostika beigetragen. Für zahlreiche bereits eingeführte Medikamente arbeiten wir an zusätzlichen neuen Indikationen, welche das weitere Wachstum der Gruppe unterstützen werden.“



Roche-Gruppe

Organisches Wachstum von über 3 Milliarden Franken



Kennzahlen in Millionen CHF
1. Halbjahr
1. Halbjahr   
Veränderung in %
Veränderung in %
2006
2005
in CHF
in lok. Wäh.
Verkäufe
19'849
16'622
+19
+16
EBITDAa)
7'061
5'592
+26
+23
Betriebsgewinn vor Sonderpositionen
5'805
4'454
+30
+27
Konzerngewinn
4'543
3'328
+37
-
Kerngewinn je Aktie und   Genussscheinb) (in CHF)
4,90
3,80
+29
-
Mitarbeitende (in Vollzeitäquivalenten)
70'520
67'807c)
+4
-

a) EBITDA: Earnings before exceptional items and before financial income, financing costs, tax, depreciation and amortisation, including impairment. Die Kennzahl entspricht dem Betriebsgewinn vor Sonderpositionen, Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen sowie vor Wertminderungen des Anlagevermögens
b) Für Definition des Kerngewinns je Titel siehe Seite 51 des Halbjahresberichts
c) Mitarbeitende 2005 zum 31. Dezember 2005




Im ersten Halbjahr 2006 erzielte die Roche-Gruppe ein ausgezeichnetes operatives und finanzielles Ergebnis. Der Konzernumsatz stieg in lokalen Währungen deutlich um 16% auf 19,8 Milliarden Franken. In Franken betrug der Zuwachs 19%. Das organische Wachstum der Konzernverkäufe erreichte im ersten Semester 3,2 Milliarden Franken. Massgeblich dazu beigetragen hat die Division Pharma, deren Verkäufe vor allem aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach den Krebsmedikamenten Herceptin, Avastin und MabThera/Rituxan sowie dem Grippemedikament Tamiflu mit plus 19% in lokalen Währungen mehr als dreimal so schnell wie der Markt gewachsen sind (+23% in Franken). Bei der Division Diagnostics trugen alle Geschäftsbereiche zum Wachstum der Verkäufe von 4% bei (+8% in Franken).

Verbesserte Gewinnmarge beim Konzern und Pharma
Der starke Verkaufsanstieg im ersten Halbjahr wirkte sich sehr positiv auf die Ertragslage der Roche-Gruppe aus. Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen konnte um 27% in lokalen Währungen auf 5,8 Milliarden Franken gesteigert werden. Die entsprechende Betriebsgewinnmarge verbesserte sich deutlich um 2,4 Prozentpunkte auf 29,2%, weil das anhaltend dynamische Umsatzwachstum der Roche-Gruppe die höheren Investitionen in die viel versprechenden Entwicklungsprojekte sowie in die Markteinführung neuer Produkte mehr als ausgeglichen hat. Die höhere Ertragskraft ist vor allem auf den deutlich verbesserten Betriebsgewinn der Division Pharma zurückzuführen. Dieser stieg vor Sonderpositionen in lokalen Währungen um 35% bzw. 38% in Franken, auf 5,0 Milliarden Franken, was einer um 3,4 Prozentpunkte verbesserten Betriebsgewinnmarge von 32,2% entspricht. Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen der Division Diagnostics nahm wie erwartet um 7% in lokalen Währungen auf 910 Millionen Franken ab, was zu einem Margenrückgang von 2,5 Prozentpunkten auf 21,3% führte. Der tiefere Betriebsgewinn ist weitgehend auf Investitionen in die Markteinführung neuer Produkte sowie geringere Lizenzeinnahmen zurückzuführen.

Steigerung des Konzerngewinns um über ein Drittel
Die hohe Ertragskraft des Konzerns spiegelt sich auch in weiteren Kennzahlen: So erhöhte sich der EBITDA in lokalen Währungen um 23% auf 7,1 Milliarden Franken, und der Geldfluss aus operativen Tätigkeiten vor Ertragssteuerzahlungen stieg auf 5,7 Milliarden Franken. Das Finanzergebnis konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 erheblich auf einen Nettoertrag von 424 Millionen Franken gesteigert werden. Der effektive Steuersatz des Konzerns stieg um 3 Prozentpunkte auf 27,3%, was vor allem auf den Anstieg des effektiven Steuersatzes bei Genentech zurückzuführen ist. Der Konzerngewinn der ersten sechs Monate nahm deutlich um 37% auf 4,5 Milliarden Franken zu. Die Bilanz des Konzerns hat sich nochmals verbessert. Der Eigenkapitalanteil am Gesamtvermögen beträgt nun 61%. Vom Gesamtvermögen sind 87% langfristig finanziert.

Ausblick
Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten erwartet Roche für das Gesamtjahr 2006 ein Resultat, das bei Umsatz und Gewinn das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen wird. Der anlässlich der Bilanzmedienkonferenz kommunizierte Ausblick für die Verkaufsentwicklung wird bestätigt, das Ziel für den Kerngewinn pro Aktie und Genussschein (Core EPS) erhöht. Für beide Divisionen, Pharma und Diagnostics, erwartet Roche ein Verkaufswachstum in lokalen Währungen über dem Markt, wobei Roche davon ausgeht, dass sich die Verkäufe für Roche Diagnostics im zweiten Halbjahr weiter beschleunigen. Für die Division Pharma und den Konzern rechnet Roche weiterhin mit einem zweistelligen Verkaufswachstum. Für den Kerngewinn pro Titel (Core EPS) ist das Ziel für 2006 nun eine Zunahme, die über dem Umsatzwachstum liegt.



Division Pharma

Wachstum wiederum deutlich über Markt

Kennzahlen
in Millionen CHF
prozentuale Veränderung in CHF
prozentuale Veränderung in lokalen Währungen
in % der Verkäufe
Verkäufe
15'577
23
19
100
- Roche Pharma
9'670
21
17
62
- Genentech
4'223
47
39
27
- Chugai
1'684
-7
-4
11
EBITDA
5'847
34
31
37,5
Betriebsgewinn vor Sonderpositionen
5'016
38
35
32,2
Forschung und Entwicklung
2'736
24
21
17,6


Die Division Pharma erzielte im ersten Halbjahr 2006 erneut ein sehr starkes Wachstum. Mit einer Zunahme der Verkäufe um 19% in lokalen Währungen (23% in Franken) wurde das globale Marktwachstum (5%) um mehr als das Dreifache übertroffen. Dieser Erfolg ist in erster Linie auf die starke Nachfrage nach den Onkologieprodukten, die Bevorratung mit dem Grippepräparat Tamiflu im Rahmen der Pandemievorsorge sowie die Verkäufe von Bonviva/Boniva für die Behandlung von Osteoporose zurückzuführen.

In Nordamerika betrugen die Umsatzsteigerungen fast das Vierfache des Marktwachstums (23% gegenüber 6%), in Europa mehr als das Vierfache (23% gegenüber 5%). In Japan war vor allem aufgrund signifikanter Preiskürzungen durch die Regierung und saisonaler Verschiebungen bei den Verkäufen von Tamiflu im Vergleich mit dem Vorjahr ein Verkaufsrückgang (–4%) zu verzeichnen (Marktdurchschnitt –1%).

Der Betriebsgewinn der Division (vor Sonderpositionen) erhöhte sich signifikant um 35% in lokalen Währungen auf 5,0 Milliarden Franken. Die Betriebsgewinnmarge (vor Sonderpositionen) stieg um 3,4 Prozentpunkte auf 32,2%.

Onkologie – weitere Stärkung der führenden Position
Zum Wachstum des Onkologieportfolios von 48% haben alle wichtigen Produkte beigetragen. Damit konnte Roche ihre Position als weltweit führender Anbieter von Krebsmedikamenten weiter ausbauen.

MabThera/Rituxan zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) verzeichnete auch im ersten Halbjahr 2006 einen starken Verkaufsanstieg. Erzielt wurde dieser primär durch die zunehmende Anwendung des Medikaments als Erstlinientherapie bei indolentem sowie bei aggressivem NHL in Europa und in aufstrebenden Märkten wie Russland und China. In den USA wurde der Marktanteil auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten. Im Juli erteilten die EU-Behörden die Zulassung für MabThera für die Erhaltungstherapie bei Patienten mit follikulärem NHL nach Therapieversagen oder bei Rückfallerkrankung. Eine Studie hatte aufgezeigt, dass das Präparat gegenüber der herkömmlichen Behandlung das Sterberisiko um fast 50% verringert. Bereits im Juni hatten die Schweizer Behörden diese Indikation bewilligt.

Die weltweiten Verkäufe von Herceptin, für HER2-positiven Brustkrebs, haben sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 mehr als verdoppelt. Die starke Zunahme der Verkäufe in den USA und in Europa ist vor allem auf die wachsende Akzeptanz des Produkts zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium zurückzuführen. Im Mai wurde die Zulassung für diese Indikation in der EU erteilt, in den USA ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren hängig. Folgedaten aus der gross angelegten HERA-Studie, die im Juni auf dem Jahreskongress der American Society for Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden, haben gezeigt, dass die Behandlung mit Herceptin im Anschluss an eine Standard-Chemotherapie das Sterberisiko bei Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium um 34% verringert.

Avastin, zur Behandlung von Dick- und Enddarmkrebs, erzielte ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 119%, vor allem aufgrund der starken Nachfrage in den USA und in Europa. Avastin ist das erste und einzige Anti-Angiogenese-Medikament, das bei den drei häufigsten Krebsarten Dick- und Enddarmkrebs, nicht kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) und Brustkrebs einen nachweislichen Überlebensvorteil zeigt. Im Juni genehmigte die FDA die Erweiterung der Zulassung auf die Zweitlinientherapie bei metastasierendem Dick- und Enddarmkrebs. Nachdem Genentech im April bei der FDA ein Zulassungsgesuch für Avastin zur Therapie der häufigsten Lungenkrebsart (NSCLC ausser Plattenepithelkarzinom) eingereicht hatte, folgte im Mai ein Antrag auf Zulassung als Erstlinienbehandlung bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Roche hat im Juli ebenfalls die Zulassung für diese Indikation bei den EU-Behörden beantragt und plant für die zweite Jahreshälfte die Einreichung von Zulassungsgesuchen in der EU für die Behandlung von fortgeschrittenem Lungenkrebs sowie zur Erweiterung der bisherigen Indikation bei Dick- und Enddarmkrebs. Im April reichte Chugai in Japan das erste Zulassungsgesuch für Avastin zur Behandlung von fortgeschrittenem oder rezidivierendem Dick- und Enddarmkrebs ein.

Auch die Verkäufe von Xeloda zeigten im ersten Halbjahr ein starkes Wachstum, was vor allem auf den zunehmenden Einsatz in der Begleittherapie bei Dickdarmkrebs nach chirurgischem Eingriff zurückzuführen ist. Inzwischen sind über eine Million Patienten mit dieser innovativen oralen Krebstherapie behandelt worden. Für das zweite Halbjahr plant Roche die Einreichung eines Zulassungsgesuchs in der EU zur Behandlung von Magenkrebs. Ergebnisse einer Studie mit Xeloda in Kombination mit Oxaliplatin und Avastin bei Dickdarmkrebs, die ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden, werden möglicherweise die Grundlage weiterer künftiger Zulassungsgesuche bilden.

Tarceva, ein innovatives Medikament mit nachweislichem Überlebensvorteil bei fortgeschrittenem Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, verzeichnete weiterhin hohe Verkaufszuwächse. Das Medikament ist in der EU, den USA und vielen anderen Ländern für die Behandlung von Lungenkrebs zugelassen. Im vergangenen Jahr wurde in den USA die Zulassung für die Indikation fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs erteilt, derzeit wird auch von den EU-Behörden die Zulassung für diese Indikation geprüft. Im April beantragte Chugai die Zulassung von Tarceva für die Behandlung von fortgeschrittenem oder rezidivierendem NSCLC in Japan.

Anämie – gutes Wachstum trotz grosser Konkurrenz
Im ersten Halbjahr erhöhten sich die kombinierten Verkäufe von NeoRecormon von Roche und Epogin von Chugai leicht. NeoRecormon erzielte in einem konkurrenzintensiven Markt erneut ein gutes Wachstum und konnte in den Regionen, in denen es vertrieben wird, seine langjährige Marktführerschaft bei der Therapie der renalen und krebsbedingten Anämie behaupten. Die Verkaufszuwächse bei NeoRecormon im Segment krebsbedingter Anämie lagen weiterhin über dem Marktdurchschnitt. In Japan, wo Epogin im Segment renale Anämie nach wie vor marktführend ist, musste ein Umsatzrückgang von 6% hingenommen werden. Grund hierfür waren Preiskürzungen durch die Regierung und Änderungen bei den Erstattungen, die eine Schrumpfung des Gesamtmarktes für Anämieprodukte zur Folge hatten.

Transplantationsmedizin – CellCept hält Führerschaft
CellCept, ein weltweit führendes Immunsuppressivum zur Verhinderung der Abstossung transplantierter Organe, erzielte insgesamt weiterhin steigende Umsätze. Die kombinierten Verkäufe von Valcyte und Cymevene zur Prävention der gefährlichen Zytomegalievirus-Infektion verzeichneten weltweit einen Zuwachs um 16% auf 223 Millionen Franken.

Virologie – Tamiflu-Verkäufe wachsen weiterhin stark
Die Verkäufe von Tamiflu stiegen um 62%. Entscheidend waren die gesteigerte Nachfrage im Rahmen der Pandemievorsorge sowie saisonale Verkäufe. Auf Grund einer frühen Grippesaison in Japan fielen die saisonalen Verkäufe in diesem Markt mehrheitlich in das vierte Quartal 2005, wodurch im ersten Halbjahr 2006 geringere Umsätze erreicht wurden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Roche verstärkt weiterhin ihre Bemühungen, das Medikament schneller und in grösseren Mengen zur Deckung der weltweiten Nachfrage im Rahmen der Pandemievorsorge zur Verfügung zu stellen. Im Mai unterzeichnete Roche eine Vereinbarung mit der südafrikanischen Arzneimittelfirma Aspen über die Bereitstellung von technischem Know-how durch Roche für die Herstellung einer generischen Version von Oseltamivir für den Pandemiefall in Afrika.

Das HIV-Medikament Fuzeon verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 19% auf 143 Millionen Franken, mit gutem Wachstum in allen Absatzregionen.

Pegasys hat im ersten Halbjahr 2006 seine Verkäufe leicht gesteigert und seine Marktführerschaft bei der Behandlung von chronischer Hepatitis C erfolgreich behauptet. Die Verkäufe von Copegus zeigten aufgrund der Konkurrenz durch Generika vor allem in den USA einen deutlichen Rückgang.

Rheumatoide Arthritis – Markteinführungen in USA und Europa
Im Februar wurde MabThera/Rituxan in den USA für die Behandlung von rheumatoider Arthritis (RA) zugelassen. Nach der schnellen Einführung in dieser neuen Indikation durch Genentech zeigt sich eine viel versprechende, rasche Akzeptanz im amerikanischen Markt. Im Juli erhielt MabThera auch in Europa die Zulassung für RA, die Markteinführung ist bereits angelaufen. Die Therapie mit MabThera/Rituxan mit nur zwei Infusionen alle sechs bis zwölf Monate bietet einen langfristigen klinischen Nutzen. So wurden auf dem Kongress der Europäischen Rheumaliga (EULAR) im Juni neue Studiendaten basierend auf Röntgenaufnahmen vorgestellt, die belegen, dass MabThera die Gelenkschädigung bei Patienten mit RA signifikant entgegenwirkt.

Medizinische Grundversorgung – Bonviva/Boniva auf Kurs
Die Verkäufe von Bonviva/Boniva, dem ersten nur einmal monatlich einzunehmenden oralen Präparat zur Behandlung von Osteoporose, stiegen im ersten Halbjahr 2006 auf 167 Millionen Franken; auf dem US-Markt wuchs der Marktanteil des Produkts in seiner Wirkstoffklasse auf über 10%. Roche und ihr Marketingpartner GlaxoSmithKline haben das Medikament inzwischen weltweit in 42 Ländern eingeführt. Die Einführung in weitere europäische Märkte folgt demnächst. Die Zulassung der neuen intravenösen Darreichungsform von Bonviva/Boniva und ihre Markteinführung in den USA erfolgten im Januar; im März wurde auch die Marktzulassung für die EU erteilt. Diese innovative Darreichungsform wird nur einmal alle drei Monate verabreicht und bietet eine effektive Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen, die eine orale Therapie mit Bisphosphonaten nicht vertragen.

Die weltweiten Verkäufe des Medikaments Xenical zur Gewichtsreduktion nahmen im zweistelligen Bereich zu. Im Januar empfahl ein beratender Ausschuss der FDA die Zulassung der 60-mg-Kapsel Orlistat zur Gewichtsreduktion als rezeptfreies Präparat in den USA. Im Falle dieser Zulassung durch die FDA plant der Roche-Marketingpartner GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, das rezeptfreie Produkt unter dem Handelsnamen Alli zu vertreiben.

Wichtige Entwicklungsprojekte – Zulassungsanträge von Mircera in USA und Europa eingereicht
Ende Juni 2006 umfasste die F+E-Pipeline der Division Pharma 112 Projekte, darunter 57 neue pharmazeutische Wirkstoffe und 55 zusätzliche Indikationen. 36 Projekte befinden sich derzeit in der Phase-III-Entwicklung, für weitere zehn liegen den zuständigen Behörden Zulassungsgesuche vor. Von Januar bis Anfang Juli 2006 wurden neun Zulassungsgesuche durch die EU- bzw. US-Gesundheitsbehörden genehmigt. In der zweiten Jahreshälfte plant Roche Pharma, Marktanträge für fünf wichtige neue Indikationen einzureichen.

Im ersten Halbjahr reichte Roche bei den zuständigen Behörden der USA und der EU Zulassungsanträge für Mircera (vormals C.E.R.A.) in seiner ersten Indikation ein, der Behandlung renaler Anämie bei sowohl dialysierten als auch nichtdialysierten Patienten. Mircera ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Medikamenten, den so genannten kontinuierlichen Aktivatoren der Erythropoese (der Bildung roter Blutkörperchen). Das Produkt wurde mit einem Dosierungsintervall von einmal alle zwei Wochen zur Anämiekorrektur und einmal alle vier Wochen für die Erhaltungstherapie geprüft. Die klinische Entwicklung von Mircera zur Behandlung krebsbedingter Anämie verläuft planmässig.

MabThera/Rituxan wird derzeit in einem umfassenden Phase-III-Entwicklungsprogramm von vier klinischen Studien für frühere Stadien der rheumatoiden Arthritis getestet. Im April reichte Chugai auf Grund ausgezeichneter Phase-III-Daten bei den japanischen Behörden Anträge auf Erweiterung der Zulassung von Actemra für die Behandlung von RA bei Erwachsenen sowie die systemisch beginnende Form der juvenilen idiopathischen Arthritis ein.

Im ersten Halbjahr 2006 hat Roche ihre F+E-Pipeline mit dreizehn Allianzen weiter gestärkt. Darunter befinden sich auch drei viel versprechende Wirkstoffe aus der Forschung von Chugai, zwei für Krebs, einer für Diabetes, die sich gegenwärtig in der präklinischen Entwicklung befinden.



Division Diagnostics

Auf Kurs für Wachstum über Markt

Kennzahlen
in Millionen CHF
prozentuale Veränderung in CHF
prozentuale Veränderung in lokalen Währungen
in % der Verkäufe
Verkäufe
4'272
8
4
100
- Diabetes Care
1'428
4
1
34
- Centralized Diagnostics
1'535
7
4
36
- Molecular Diagnostics
609
10
6
14
- Near Patient Testing
393
15
11
9
- Applied Science
307
13
10
7
EBITDA
1'333
-1
-4
31,2
Betriebsgewinn vor Sonderpositionen
910
-4
-7
21,3
Forschung und Entwicklung
327
-3
-5
7,7


Im ersten Halbjahr 2006 verzeichnete Roche Diagnostics ein Verkaufswachstum von 4% in lokalen Währungen (8% in Franken). Nach 3% im ersten Quartal nahm das Umsatzwachstum der Division im zweiten Quartal auf 5% zu. Hauptwachstumsträger waren wiederum die Bereiche Roche Molecular Diagnostics und Roche Centralized Diagnostics, wo die Umsätze in der Berichtsperiode um 6% bzw. 4% stiegen. Die Geschäftsbereiche Near Patient Testing und Applied Science konnten ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und wuchsen im zweistelligen Bereich.

Der Rückgang des Betriebsgewinns (vor Sonderpositionen) sowie der Betriebsgewinnmarge der Division ist weitgehend bedingt durch die Investitionen in die Markteinführung neuer Produkte sowie den Preisdruck vor allem im Segment klinischer Chemie. Weiteren Einfluss hatte der signifikante Rückgang der Lizenzeinnahmen in Folge weltweit abgelaufener Patente für die PCR-Technologie sowie einmaliger Zahlungen aus Verträgen, die in der Vorjahresperiode enthalten waren. Mit 21,3% liegt die Betriebsgewinnmarge weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Die Einführung der erneuerten Accu-Chek-Produktelinie zur Blutzuckermessung in weiteren Märkten sowie eine verstärkte Marktdurchdringung dürften zu einem beschleunigten Wachstum der Verkäufe im zweiten Halbjahr beitragen.

Diabetes Care – Marktführerschaft behauptet
Mit einem Verkaufswachstum von 6% in einem viel versprechenden zweiten Quartal behauptete Roche Diabetes Care die weltweite Marktführerschaft in einem hochkompetitiven Segment, trotz Verkaufsrückgängen in den USA beim Blutzuckermessgerät Accu-Chek Advantage. Zum Wachstum im ersten Halbjahr trugen vor allem starke Verkaufszuwächse der Accu-Chek Compact Linie und Accu-Chek Aviva bei. Accu-Chek Aviva ist dabei, einer der massgeblichen Umsatzträger im Bereich Diabetes Care zu werden. Die sehr gute Aufnahme integrierter Systeme wie Accu-Chek Compact Plus in Nordamerika sowie die Lancierung von Accu-Chek Compact, Accu-Chek Integra und Accu-Chek Multiclix in mehreren Märkten Asiens hatten ebenfalls Anteil an der guten Umsatzentwicklung. Hohe Verkaufsvolumina für das Messsystem Accu-Chek Active in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum sowie die sehr positive Entwicklung der Accu-Chek Spirit Insulinpumpe in Europa dürften zum weiteren Ausbau der Marktführerschaft von Diabetes Care beitragen. Insgesamt wuchs das Insulinpumpengeschäft ausserhalb der USA in den ersten sechs Monaten um 22%.

Centralized Diagnostics – Einführung von cobas 6000
Aufgrund der anhaltenden über dem Marktdurchschnitt liegenden Entwicklung der Verkäufe im Bereich Immundiagnostik (+12%) behauptete Roche Centralized Diagnostics seine Marktführerschaft im Segment klinische Labors. Insgesamt verzeichnete der Geschäftsbereich im ersten Halbjahr eine Steigerung seiner Verkäufe um 4%. Im Juni wurden die ersten drei neuen modularen Analysesysteme der cobas 6000 Systemfamilie auf dem europäischen Markt eingeführt. Die Markteinführung in den USA ist für das dritte Quartal 2006 vorgesehen. Diese Plattform der neuesten Generation, die insgesamt in sieben unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich sein wird, eignet sich ideal für den Einsatz in mittelgrossen Labors und rundet so die Produktpalette für Labors jeder Grösse ab. Mit der für das vierte Quartal dieses Jahres geplanten Einführung zweier weiterer Systeme wird Roche Diagnostics in Bezug auf Leistung und Kundennutzen neue Standards setzen: cobas c 111 ist ausgelegt für klinische Chemie und Elektrolytbestimmung in Labors mit geringem Probendurchsatz. Der cobas e 411 verwendet eine auf die cobas 6000 Systemfamilie abgestimmte Benutzeroberfläche und bietet ein vergleichbar hohes Niveau an Bedienungsfreundlichkeit.

Molecular Diagnostics – erfolgreiche Blut-Screening-Sparte
Roche Molecular Diagnostics erzielte im Berichtszeitraum ein Verkaufswachstum von 6% und behauptete damit trotz des zunehmend wettbewerbsintensiven Umfelds einen Marktanteil von rund 40%. Die Verkäufe von Virologieprodukten wuchsen weiter mit dem Markt, die Blut-Screening-Produkte trugen wiederum massgeblich zum Wachstum bei. In Europa wurde der LightCycler SeptiFast Test eingeführt, der den raschen und zuverlässigen Nachweis von 25 Bakterien und Pilzen gestattet, die rund 90% aller Sepsisfälle (Blutvergiftung) ausmachen. Im Juni begann die Markteinführung des neuen automatischen modularen Blut-Screening-Systems cobas s 201 sowie des umfassenden cobas TaqScreen MPX Tests in Europa. Der TaqScreen MPX Test erhielt im März 2006 die CE-Kennzeichnung (Conformité européenne). Zulassungsanträge in den USA für diesen Test und einen weiteren Test zum Nachweis des West-Nil-Virus sind für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Near Patient Testing – Blutzuckermesssysteme gewinnen Marktanteile
Im ersten Halbjahr 2006 verzeichnete der Geschäftsbereich Near Patient Testing eine deutliche Zunahme der Verkäufe um 11%. Mit der Einführung des Systems CoaguChek XS ausserhalb der USA wurde die Marktführerschaft bei der Blutgerinnungsmessung weiter ausgebaut. Die Verkäufe von Blutzuckermesssystemen nahmen um 35% zu, da mittlerweile fast alle Krankenhäuser dazu übergegangen sind, Blutzuckermessungen regelmässig und direkt am Krankenbett vorzunehmen. In diesem Segment sind die Systeme Accu-Chek Inform und Accu-Chek Advantage/Sensor Messstreifen die eindeutigen Marktführer. Die Verkäufe bei Herztests stiegen um 12%, ausschlaggebend hierfür war die Einführung des Cardiac proBNP Tests.

Applied Science – hohe Nachfrage nach LightCycler-Systemen
Im Vergleich zum Vorjahr steigerte Roche Applied Science die Verkäufe deutlich um 10%. Zu dieser positiven Entwicklung trugen vor allem die Analysesysteme LightCycler 480 – ein System zur PCR-Analyse in Echtzeit mit hohem Durchsatz – und Genome Sequencer 20 bei. GS20 ist das erste Ergebnis der strategischen Allianz mit 454 Life Sciences und kommt auf dem attraktiven Markt der Gensequenzforschung in einer wachsenden Zahl von Anwendungen zum Einsatz.


Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. Roche beschäftigt rund 70'000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).


Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.



Anhang


Weitere Informationen
- Medienmitteilung mit allen Tabellen
- Halbjahresbericht 2006
- Präsentationen (Investor Relations)
- Entwicklungspipeline von Roche
- Publikationstermin Neun-Monate-Umsätze 2006: 17. Oktober (provisorisch)


Disclaimer: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen
Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie „sollen", „annehmen", „erwarten“, „rechnen mit", „beabsichtigen", „anstreben", „zukünftig", „Ausblick“ oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für eine gegenwärtige oder spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.