Media Release
Basel, 17. Juli 2006 1,2 3 1,2 1,2,4 1,2,4 1,2,4 1,2,4 1,2,4 1,2,4
Mircera
(C.E.R.A.)
– erstes Arzneimittel, mit dem Dialysepatienten direkt auf die einmal monatliche Verabreichung umgestellt
werden können
Erste öffentliche Präsentation von Phase-III-Daten
aus dem bislang grössten klinischen Entwicklungsprogramm über renale Anämie
Klinische
Studien haben erstmals aufgezeigt, dass Dialysepatienten, die mit einem kurzwirkenden und häufig zu
verabreichenden Epoetin gegen Blutarmut (Anämie) behandelt werden, direkt auf ein Arzneimittel umgestellt
werden können, das nur einmal pro Monat verabreicht werden muss, um den Hämoglobinspiegel zu stabilisieren
Dialysepatienten werden heute – je
nach Arzneimittel und Zustand – bis mehrmals wöchentlich mit Medikamenten gegen Anämie behandelt
Die
Ergebnisse von drei Phase-III-Studien zum Thema Erhaltungstherapie – diese sind Bestandteil des umfassendsten
klinischen Entwicklungsprogramms, das je mit einem Arzneimittel gegen renale Anämie durchgeführt wurde
– sind am Jahreskongress der European Renal Association - European Dialysis and Transplant Association
(ERA-EDTA) in Glasgow, Schottland, präsentiert worden. Das Prüfprogramm umfasste zwei Studien mit Epoetin
alfa/beta als Vergleichsmedikament und eine Studie mit Darbepoetin alfa
Nathan
Levin, medizinischer Leiter und Direktor der Forschung am Renal Research Institute, New York, und einer
der leitenden Prüfärzte, der die Resultate der ersten Studie vorstellte, erklärte: „Es handelt sich
hierbei um die allererste Meldung einer Phase-III-Zulassungsstudie, in der ein Verabreichungsintervall
von einem Monat geprüft wurde, und wir waren erfreut festzustellen, dass sich mit diesem C.E.R.A Präparat
von Roche durchwegs stabile Hämoglobinspiegel bei Patienten mit fortgeschrittenen Nierenkrankheiten
aufrechterhalten liessen. Hämoglobin spielt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der körperlichen
Leistungsfähigkeit und der Senkung des Risikos von Herzerkrankungen, aber die Aufrechterhaltung stabiler
Hämoglobinspiegel kann eine klinische Herausforderung sein. Die mit diesem C.E.R.A Präparat erzielten
Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Behandlung mit dem Medikament die Anämietherapie in der Praxis
einen wesentlichen Schritt weiterbringen könnte.“
Roche reichte im April
bei den Gesundheitsbehörden in den USA und der EU Zulassungsgesuche für die Behandlung der Anämie in
Verbindung mit chronischen Nierenerkrankungen – bei Patienten mit oder ohne Dialysebedarf – ein. Diese
Gesuche stützten sich teilweise auf die vorliegenden Ergebnisse. Die Resultate der verbleibenden Phase-III-Studien
zur Anämiekorrektur werden im spätern Verlauf dieses Jahres bekannt gegeben.
Über
die Phase-III-Erhaltungsstudien
Mit diesen Studien sollte in erster Linie aufgezeigt
werden, dass mittels intravenöser (i.v.) oder subkutaner (s.c.) Verabreichung von C.E.R.A die Hämoglobin(Hb)-Konzentrationen
bei Dialysepatienten, die zuvor mit Epoetin alfa/beta oder Darbepoetin alfa behandelt worden waren,
aufrechterhalten lassen
In
diesen Erhaltungsstudien, welche die Stabilisierung der korrigierten Hb-Konzentrationen von Dialysepatienten
innerhalb eines festgelegten Bereichs im zeitlichen Verlauf zum Ziel haben, wurden die Patienten nach
dem Zufallsprinzip entweder einer fortgesetzten Therapie mit häufigen Verabreichungen oder der direkten
Umstellung auf C.E.R.A mit Verabreichungen alle zwei Wochen oder einmal pro Monat zugeteilt
- Die
erste Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei Verabreichung in zweiwöchentlichen
oder monatlichen Abständen zur Aufrechterhaltung des Hb-Spiegels bei Dialysepatienten, die zuvor eine
Erhaltungstherapie mit i.v. Epoetin alfa/beta mit bis zu drei wöchentlichen Verabreichungen erhalten
hatten
1
. Fast 90% der Patienten erhielten zum Zeitpunkt der Umstellung dreimal wöchentliche Verabreichungen eines Epoetins1. Der zwischen der Verabreichung von i.v. C.E.R.A einmal pro Monat und derjenigen eines Epoetins in kurzen Abständen in Bezug auf die durchschnittliche Veränderung des Hb-Spiegels beobachtete Unterschied war verschwindend gering (0,05 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die einmal monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso wirksam aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Epoetin (p<0,0001)1
. - Die zweite Studie war identisch zur ersten, diente
jedoch der Prüfung
von s.c. C.E.R.A in den gleichen Verabreichungsintervallen und in der Patientengruppe,
die zuvor eine
s.c. Erhaltungstherapie mit Epoetin alfa/beta erhalten hatte
2
. Der Unterschied zwischen der einmal monatlichen s.c. Gabe von C.E.R.A und einem Epoetin bezüglich der durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering (-0,02 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die einmal monatliche s.c. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso wirksam aufrechterhält wie s.c. verabreichtes Epoetin (p<0,0001)2
. - Die
dritte Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei Verabreichung einmal alle
zwei Wochen
zur Aufrechterhaltung der Hb-Spiegel bei Dialysepatienten, die zuvor eine Erhaltungstherapie mit i.v.
Darbepoetin alfa erhalten hatten
3
. Darbepoetin alfa wurde einmal wöchentlich oder einmal alle zwei Wochen verabreicht3
. Der Unterschied zwischen i.v. C.E.R.A und Darbepoetin bezüglich der durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering (0,18 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die zweimal monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso wirksam aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Darbepoetin (p<0,0001)3
.
Die
Resultate dieser drei multizentrischen Phase-III-Erhaltungsstudien zeigen, dass sowohl die i.v. als
auch die s.c. Verabreichung dieses C.E.R.A-Präparats zweimal oder einmal pro Monat eine nahtlose Aufrechterhaltung
der Hb-Spiegel bei Dialysepatienten gestattete 1,2,4 1,2,4
Über C.E.R.A
Beim innovativen Prüfmedikament
von Roche handelt es sich um den ersten kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter
Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator, C.E.R.A), der zu einer neuen Klasse von
Medikamenten gehört. Seine Aktivität an den Rezeptoren, die an der Stimulierung der Bildung roter Blutkörperchen
beteiligt sind, unterscheidet sich von der Wirkung herkömmlicher Epoetin-Medikamente. Man nimmt an,
dass die anders geartete molekulare Wechselwirkung von C.E.R.A wesentlich zur gezielten, stabilen und
anhaltenden Kontrolle der Anämie beiträgt.
Über Roche
Roche
mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen
in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung,
Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis
zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten
Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt
in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden
Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70
000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische
Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.
Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Alle
erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Literatur:
1.
N. Levin, S. Fishbane, S. Zieg, G. Nassar, J. Moran, G. Villa, F. Dougherty. Poster Submitted to EDTA.
Intravenous (IV) C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin Receptor Activaor) Administered Once Every 2 Weeks
Or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels in Patients With Chronic Kidney Disease, 2006, Glasgow,
Scotland.
2. W. Sulowicz, F. Locatelli, J. Balla, B. Csiky, C. Rikker, J. Aldigier, F.
Dougherty. Poster Submitted to EDTA. Subcutaneous (SC) C.E.R.A. (Continuous ErythropoietinReceptor Activator)
Administered Once Every 2 Weeks or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels in Patients with Chronic
Kidney Disease (CKD) on Dialysis, 2006, Glasgow, Scotland.
3. National Kidney Foundation:
K/DOQI Clinical Practice Guidelines: 2000 Update.
4. B. Canaud, J. Braun, F. Locatelli,
G. Villa, B. Vlem, D. Guajardo, F. Dougherty. Intravenous (IV) C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin Receptor
Activator) administered once every 2 weeks maintains stable haemoglobin (Hb) levels in patients with
chronic kidney disease (CKD) on dialysis, 2006, Glasgow, Scotland.