Medienmitteilung
Basel, 26. April 2006
Roche
setzt starkes
Umsatzwachstum im ersten Quartal 2006 fort – Verkäufe nehmen um 15% zu
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Präsentation
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Roche-Gruppe
•
Der Konzernumsatz wuchs um 15% in lokalen Währungen und um 22% in Schweizer Franken auf 9,8 Milliarden
Franken
• Pharmawachstum von 19% übertrifft Weltmarkt um das Dreifache
•
Ausblick: Roche wird 2006 das Vorjahresergebnis erneut deutlich übertreffen
Division
Pharma
• Umsatz stieg um 19% in lokalen Währungen und 26% in Franken
•
Der Bereich Onkologie mit seinen erfolgreichen Medikamenten verzeichnete ein äusserst starkes Wachstum
von 52%*
• MabThera/Rituxan in den USA auch zur Behandlung von rheumatoider Arthritis
eingeführt
• Zulassungsgesuch für CERA bei renaler Anämie in den USA eingereicht
•
Herceptin zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium in den wichtigsten Märkten zur
Zulassung beantragt
• Tamiflu-Umsatzwachstum weiterhin stark (+37%)
•
Erste Zulassungsanträge für Avastin und Tarceva in Japan eingereicht
• Positive Phase-III-Studienergebnisse
mit Xeloda bei Magenkrebs
• Neuste Avastin-Daten bestätigen, dass bei Patientinnen mit
fortgeschrittenem Brustkrebs der Krankheitszustand doppelt so lange stabil bleibt als bei der Standardtherapie
Division
Diagnostics
• Umsatz nahm um 3% in lokalen Währungen und 8% in Franken zu
•
Starkes zweistelliges Wachstum im Bereich Immundiagnostik (+16%)
• Umsatz im Bereich
Diabetes Care wie erwartet von der Ablösung des Accu-Chek Advantage beeinflusst – neues Accu-Chek Produktportfolio
entwickelt sich erfreulich
• Einführung von neuem Sepsis-Test und Vertriebszulassung
für automatisiertes Blutscreening-System in Europa
* Sofern nichts anderes vermerkt, beziehen sich die prozentualen Veränderungen auf die Vorjahresperiode und basieren auf Berechnungen in lokalen Währungen.
Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zum 1. Quartal 2006: „Roche hat das Jahr mit einem ausgezeichneten Quartalsresultat begonnen, und alle Wachstumsträger haben die starke letztjährige Umsatzentwicklung fortgesetzt. Hauptwachstumsträger waren dabei unsere neuartigen Krebspräparate mit ihrem nachgewiesenen Überlebensvorteil, und auch Tamiflu trug massgeblich zum Umsatzwachstum bei. Für unser noch junges Produkteportfolio im Therapiebereich Autoimmunkrankheiten sind die erstmalige Zulassung in den USA für MabThera/Rituxan zur Behandlung von rheumatoider Arthritis sowie die Entwicklungsfortschritte bei Actemra wichtige Meilensteine. In der Division Diagnostics sind die Bereiche Molecular Diagnostics und Immundiagnostik weiterhin die wichtigsten Wachstumsbereiche. Wir erwarten auf Divisionsebene in den nächsten Quartalen eine Zunahme des Umsatzwachstums.”
Roche-Gruppe
2006 | 2005 | Änderungen in Prozent | ||
Verkäufe Januar bis März1 | Mio. CHF | Mio. CHF | in CHF | in Lokal- währungen |
Division Pharma | 7'739 | 6'155 | +26 | +19 |
Roche | 4'821 | 3'859 | +25 | +19 |
Genentech | 2'056 | 1'341 | +53 | +40 |
Chugai | 862 | 955 | -10 | -8 |
Division Diagnostics | 2'091 | 1'935 | +8 | +3 |
Roche-Gruppe | 9'830 | 8'090 | +22 | +15 |
1 Für genaue Angaben zum Quartalswachstum siehe Anhang zu dieser Mitteilung.
Im
ersten Quartal 2006 erzielte Roche Verkäufe in der Höhe von 9,8 Milliarden Franken. Dies entspricht
gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme um 15% in lokalen Währungen und um 22% in Franken (+11%
in US-Dollar). Somit konnte das starke zweistellige Wachstum, welches für das Gesamtjahr 2005 erzielt
wurde, fortgesetzt werden. In der Division Pharma nahmen die Verkäufe im ersten Quartal um 19% zu (+26%
in Franken). Die Division Diagnostics behauptete ihre führende Marktstellung mit einem Umsatzwachstum
von 3% (+8% in Franken). 1
Positiver Ausblick für 2006
Ausserordentliche
Ereignisse vorbehalten erwartet Roche für das Gesamtjahr 2006 ein Resultat, das bei Umsatz und Gewinn
das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen wird. Der anlässlich der Bilanzmedienkonferenz kommunizierte
Ausblick wird bestätigt: Für beide Divisionen, Pharma und Diagnostics, erwarten wir ein Verkaufswachstum
in lokalen Währungen über dem Markt, wobei wir für die Division Pharma und den Konzern weiterhin mit
einem zweistelligen Wachstum rechnen. Im ersten und zweiten Halbjahr werden vergleichbare Wachstumsraten
erwartet. Für den Kerngewinn pro Titel (Core EPS) wird eine Zunahme mindestens im Rahmen des Umsatzwachstums
angestrebt.
Division
Pharma
Anhaltend starkes Wachstum
der wichtigsten Umsatzträger
Die Pharma-Division erzielte im ersten Quartal 2006
ein Verkaufswachstum von 19% in lokalen Währungen (+26% in Franken), womit die weltweite Marktentwicklung
erneut um das Dreifache übertroffen wurde. Zu dieser Zunahme trug hauptsächlich das Onkologie-Portfolio
bei, welches bei sämtlichen Schlüsselprodukten (Herceptin, Avastin, MabThera, Tarceva und Xeloda) einen
wiederum deutlichen Umsatzanstieg erfuhr. Die Gesamtverkäufe im Bereich Onkologie verzeichneten eine
beachtliche Steigerung um 52%. Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum leistete auch das Grippemittel
Tamiflu, das von verschiedenen Ländern im Zusammenhang mit der Pandemievorsorge bestellt wird.
Die
regionale Zunahme der Pharma-Verkäufe lag in den Gebieten Nordamerika und Europa mit je 24% weiterhin
deutlich über dem Markt (+5% bzw. +7%). In Japan musste ein Umsatzrückgang hingenommen werden (-8%).
Dies aufgrund von saisonalen Verschiebungen bei den Tamiflu-Verkäufen und Lageranpassungen der Grosshändler
wegen den bevorstehenden Preiskürzungen durch die Regierung ab 1. April.
Onkologie
– starke Nachfrage beim gesamten Portfolio
Die Verkäufe des umsatzstärksten Roche-Produktes
MabThera/Rituxan zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) nahmen im ersten Quartal um 16% zu. Die
Umsätze stiegen besonders deutlich in Europa/übrige Länder
Der weltweite Umsatz von Herceptin,
dem einzigen zielgerichteten Präparat zur Behandlung von fortgeschrittenem HER2-positivem Brustkrebs,
verzeichnete im ersten Quartal 2006 eine Verdoppelung gegenüber der Vorjahresperiode. In sämtlichen
wichtigen Märkten wurde ein starkes Wachstum erzielt. Aufgrund der ausserordentlich überzeugenden Daten
bei der Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium wurden im Februar 2006 in den USA und
der EU Zulassungsgesuche für diese Indikation eingereicht. Herceptin wird in einigen Ländern bereits
zur Behandlung der Krankheit im Frühstadium eingesetzt.
Auch Avastin,
ein neuartiges Krebsmedikament mit nachgewiesenem Überlebensvorteil bei Patienten mit metastasierendem
Dickdarm-, Brust- und Lungenkrebs, verzeichnete in den USA und in Europa eine hohe Verkaufszunahme (+141%).
Vor kurzem wurde in den USA ein Zulassungsgesuch für Avastin zur Behandlung der häufigsten Form von
Lungenkrebs eingereicht. Ebenfalls diesen Monat beantragte Chugai die erstmalige Zulassung von Avastin
in Japan zur Behandlung von fortgeschrittenem Dickdarmkrebs. Weitere Zulassungsgesuche zur Therapie
bei metastasierendem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in Europa sowie die Anträge zur Therapie bei fortgeschrittenem
Brustkrebs in Europa und in den USA später in diesem Jahr laufen nach Plan. In Europa ist ebenfalls
die erweiterte Anwendung bei metastasierendem Dickdarmkrebs geplant, um zusätzliche Chemotherapien miteinzubeziehen.
Tarceva, ein neuartiges, gezielt wirkendes Präparat, das sowohl bei
fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs als auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nachgewiesenermassen
das Leben der Patienten verlängern kann, hat ein hohes Umsatzwachstum von 182% erzielt. Nur 12 Monate
nach den ersten Markteinführungen ausserhalb der USA fallen bereits 30% der Gesamtverkäufe auf Europa/übrige
Länder. Gleichzeitig kommt die Einführung auf weiteren Märkten planmässig voran. Für Tarceva wurde diesen
Monat auch ein Zulassungsgesuch in Japan zur Behandlung des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebses
eingereicht. Die europäischen Behörden prüfen derzeit das Gesuch zur Behandlung von fortgeschrittenem
Bauchspeicheldrüsenkrebs, welches im Oktober 2005 eingereicht wurde.
Die
weltweiten Verkäufe von Xeloda haben mit einem Wachstum von 35% ein ausserordentliches Resultat erreicht.
Alle Regionen trugen zur starken Zunahme bei, im Besonderen die USA (+40%) sowie Europa/übrige Länder
(+34%). Das Ergebnis wurde positiv beeinflusst durch die Verschreibungen von Xeloda für Patienten mit
Darmkrebs im Anschluss an eine Operation. Diese neue Indikation wurde in der EU und den USA im letzten
Jahr zugelassen. Weitere Zulassungsgesuche für die Behandlung von Magenkrebs und Erstbehandlung von
fortgeschrittenem Dickdarmkrebs in Kombination mit Avastin sind geplant.
Anämie
– weiterhin solides Wachstum in Europa
Die Verkäufe der Präparate NeoRecormon (Roche)
und Epogin (Chugai) zur Behandlung von Anämie erzielten zusammen ein Wachstum von 3%; obwohl Epogin
in Japan aufgrund von erwarteten industrieweiten Preiskürzungen, die alle zwei Jahre erfolgen, einen
Umsatzrückgang erlitt. Die Verkäufe von NeoRecormon stiegen in Europa/übrige Länder um 6%.
Transplantation
– CellCept bleibt führendes Immunsuppressivum
Der Bereich Transplantationsmedizin
zeigte eine weiterhin starke Zunahme der Verkäufe um 14%. CellCept, das weltweit meistverkaufte Marken-Immunsuppressivum,
hat sein starkes zweistelliges Wachstum (+15%) fortgesetzt, was besonders auf die gute Entwicklung in
den USA (+32%) zurückzuführen ist.
Virologie – Umsatz
von Tamiflu weiterhin stark
Der Umsatz von Tamiflu nahm besonders aufgrund der
Pandemie-Verkäufe um 37% zu. Die Verkäufe in Japan waren geringer als im Vorjahr da die diesjährige
Grippesaison früher begonnen hat und deshalb ein beträchtlicher Umsatzanteil bereits im vierten Quartal
2005 erzielt wurde. Mehr als 65 Länder haben bereits Tamiflu für den Fall einer Pandemie bestellt. Roche
hat die Produktionskapazität nochmals signifikant ausgebaut, so dass ab Ende 2006 jährlich 400 Millionen
Behandlungen hergestellt werden können, was die bislang eingegangenen Bestellungen von Regierungen deutlich
übertrifft. Möglich wurde dies dank einem Kooperationsnetz bestehend aus verschiedenen Roche-Standorten
sowie einer Reihe unabhängiger Unternehmen. Eine weitere Sublizenz zur Herstellung des Tamiflu-Wirkstoffes
Oseltamivir für China wurde im März der HEC Group erteilt. Forschungsprogramme über die wirksamste Anwendung
von Tamiflu gegen das H5N1-Virus, die intern, aber auch in Zusammenarbeit mit externen Wissenschaftlern,
Ärzten und der WHO durchgeführt werden, laufen weiter.
Die Verkäufe von
Pegasys stiegen im ersten Quartal leicht an. In den USA und einigen europäischen Ländern verzeichneten
die Verschreibungen zur Behandlung von Hepatitis C allerdings einen Rückgang. Ausserdem litten die US-Umsätze
unter dem Einfluss des Einkaufsverhaltens von Grossisten nach einer Preiserhöhung Ende letzten Jahres.
Pegasys verfügt in den USA jedoch weiterhin über einen stabilen Marktanteil von über 60% und bleibt
das führende Präparat gegen chronische Hepatitis C. Das National Institute for Clinical Excellence (NICE)
in Grossbritannien hat Pegasys zur Therapie der ersten Wahl für die Behandlung von chronischer Hepatitis
B empfohlen, was die überlegene klinische Wirksamkeit sowie die Kosteneffizienz von Pegasys gegenüber
einer Standardtherapie bestätigt. Wie erwartet erlitten die Verkäufe von Copegus hauptsächlich aufgrund
des Markteintritts von Generika in den USA einen deutlichen Rückgang.
Das
HIV-Präparat Fuzeon führte seinen kontinuierlichen Wachstumstrend mit einer Umsatzzunahme von 36% im
ersten Quartal fort. Der höchste Zuwachs wurde wiederum in der Region Europa/übrige Länder verzeichnet
(+60%).
Weitere Produkte – Markteinführungen von Bonviva
in Europa
Die Verkäufe von Bonviva/Boniva als einmal monatlich verabreichte Tablette
zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose beliefen sich auf 75 Millionen Franken. Dieser Umsatz
wurde in erster Linie in den USA generiert, während auf verschiedenen europäischen Märkten in diesem
Jahr Einführungen erfolgen werden. In den USA sowie der EU wurde Roche/GSK im vergangenen Quartal zudem
die Zulassung für die injizierbare Darreichungsform von Bonviva/Boniva zur vierteljährlichen Verabreichung
erteilt – eine alternative Darreichungsform für Frauen, welche die Tablette nicht vertragen.
Xenical
verzeichnete ein gutes Umsatzwachstum von 16%. Sowohl die USA (+24%) als auch Europa/übrige Länder (+14%)
haben dazu beigetragen.
Der Umsatz von Rocephin ging erwartungsgemäss
stark zurück (-69%). Nachdem im Juli 2005 das Patent in den USA abgelaufen war, erlitten die Verkäufe
dort einen Rückgang von 96%, während sie in der Region Europa/übrige Länder um 24% zurückgingen.
Wichtige
Entwicklungsprojekte im ersten Quartal
Im laufenden Jahr erhielt Roche bereits
vier bedeutende Zulassungen und beantragte sechs wichtige Zulassungsgesuche bei den Behörden weltweit.
Ebenfalls konnten weitere Fortschritte bei den Entwicklungsprogrammen verzeichnet werden. Eine beeindruckende
Zahl von 45 Phase-III-Projekte kommen planmässig voran oder sind im ersten Quartal bereits erfolgreich
abgeschlossen worden.
Autoimmunkrankheiten
Mit
der erstmaligen Zulassung zur Behandlung von rheumatoider Arthritis in den USA erreichte MabThera/Rituxan
ein wichtiges Etappenziel. Eine Behandlungseinheit bringt vielen Patienten mit rheumatoider Arthritis,
welche auf herkömmliche Biotherapeutika nicht zufrieden stellend ansprechen, einen nachhaltigen Nutzen.
Nachbehandelte Patienten erhielten während den Studien zusätzliche Therapien meistens in Abständen von
sechs Monaten. Ein Zulassungsgesuch wurde im September 2005 bei den europäischen Behörden eingereicht.
Seit Ende 2005/Anfang 2006 werden für das laufende Phase-III-Programm
mit MabThera Patienten rekrutiert, welche bisher erfolglos mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika
(disease-modifying antirheumatic drugs, DMARD) behandelt wurden oder diese nicht vertragen. Dabei wird
auch die Wirksamkeit bei wiederholten Behandlungen geprüft. Genentech gab letzten Monat bekannt, dass
eine Phase-II-Studie mit dem humanisierten monoklonalen Anti-CD20-Antikörper (Ocrelizumab) zur Behandlung
von rheumatoider Arthritis erfolgreich abgeschlossen und bei allen untersuchten Dosierungen klinische
Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Die Entwicklung von Actemra (frühere Bezeichnung MRA) zur Behandlung
von rheumatoider Arthritis kommt gut voran. Bereits wurden über 2500 der total 4100 Patienten für das
internationale Phase-III-Studienprogramm rekrutiert. Die Resultate einer zweiten japanischen Phase III-Studie
bestätigten frühere Erkenntnisse, dass Actemra die Gelenkschädigung deutlich verlangsamen kann. Die
Einreichung der Registrierungsdaten für Actemra bei den japanischen Behörden steht kurz bevor.
Onkologie
Das
äusserst breit angelegte Entwicklungsprogramm mit Avastin konzentriert sich auf verschiedene Tumorformen
wie u.a. Nierenzellkarzinom, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Eierstock- und Prostatakrebs. Studien zur Erweiterung
der Kombinationsmöglichkeiten von Avastin mit verschiedenen Chemotherapeutika zur Behandlung von metastasierendem
Dickdarmkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und metastasierendem Brustkrebs sind ebenfalls im Gange.
Zudem laufen Vorbereitungen zum Start von Phase-III-Studien über die Begleittherapie bei nicht-kleinzelligem
Lungenkrebs und Brustkrebs, und Genentech hat kürzlich die Patientenrekrutierung für eine Begleittherapie-Studie
bei rektalem Krebs begonnen. Die Resultate einer Sicherheitsprüfung der Studie über die Begleittherapie
bei Darmkrebs (AVANT) werden im Mai erwartet. Eine Studie bei fortgeschrittenem Magenkrebs konnte erfolgreich
zeigen, dass eine Xeloda-Kombinationstherapie mindestens gleich gut wirksam ist wie die Standardbehandlung;
dies nachdem Xeloda bereits positive Überlebensdaten beim Bauchspeicheldrüsenkrebs geliefert hat. Folgende
Phase-III-Studien laufen ebenfalls planmässig: MabThera/Rituxan bei chronischer lymphatischer Leukämie,
Herceptin bei Magenkrebs, Xeloda bei metastasierendem Dickdarmkrebs sowie zur Begleittherapie bei Kolonkarzinom
und Brustkrebs und Tarceva bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Glioblastom. Die Daten über die Anwendung
von Herceptin in Kombination mit einer Hormontherapie bei metastasierendem Brustkrebs werden weiterhin
im Verlauf dieses Jahres erwartet.
Anämie
Das erste
Zulassungsgesuch von CERA, des ersten kontinuierlichen Aktivators für die Bildung roter Blutkörperchen
(continuous erythropoietin receptor activator) für die Behandlung von Anämie bei chronischen Nierenkrankheiten,
wurde im April bei der FDA eingereicht. Dies nachdem das grösste Entwicklungsprogramm in dieser Indikation
erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das Programm beinhaltete vier Phase-III-Studien, wo die Therapie
von bestehenden Erythropoetin stimulierenden Wirkstoffen auf CERA mit erweiterten Dosierungsabständen
umgestellt wurde. Ausserdem wurden zwei Studien durchgeführt, wo CERA und Standardbehandlungen bei der
Therapie von noch unbehandelten Patienten verglichen wurde. Der Zulassungsantrag in Europa steht kurz
bevor. Im Bereich Onkologie wurde begonnen, Patienten für eine weitere Studie zur Optimierung der Dosierung
zu rekrutieren.
Starke F+E-Pipeline
Ende
März 2006 umfasste die F+E-Pipeline (Phase 0-3) der Division Pharma 59 neue pharmazeutische Wirkstoffe
und 53 zusätzliche Indikationen. Im ersten Quartal 2006 kam es zu folgenden Änderungen: Phase I – ein
Projekt kam neu hinzu und zwei wurden eingestellt; Phase II – zwei Projekte sind dazu gekommen und zwei
wurden beendet; Phase III – fünf Projekte kamen neu hinzu und eines erhielt die Marktzulassung. Keines
der Phase-III-Projekte wurde eingestellt. Die vollständige Übersicht über die F+E-Pipeline findet sich
auf dem Internet.
Division
Diagnostics
Überdurchschnittliches
Marktwachstum in Europa, Asien und Lateinamerika
Die Division Diagnostics verzeichnete
im ersten Quartal 2006 ein Umsatzwachstum von 3% in lokalen Währungen (+8% in Franken). Die wichtigsten
Wachstumsbereiche waren wiederum die Bereiche Molecular Diagnostics und Immundiagnostik, dabei überzeugten
auch die Geschäftsbereiche Applied Science und Near Patient Testing. Eine zweistellige Zunahme wurde
in den Regionen Asien-Pazifik sowie Iberien/Lateinamerika verzeichnet, ein über dem Markt liegendes,
hohes einstelliges Wachstum erzielte die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika). Auf dem relativ
stagnierenden Markt in Japan erreichte Roche wiederum ein überdurchschnittliches Wachstum. In den USA
war der Umsatz aufgrund der Ablösung des Accu-Chek Advantage rückläufig.
Diabetes
Care – neue Accu-Chek Generation gewinnt Momentum
Die Verkäufe im Bereich Diabetes
Care (-5%) waren in den USA vom rückläufigen Umsatz des Accu-Chek Advantage betroffen, welcher bisher
nur teilweise durch die kürzliche Einführung des Nachfolgeprodukts Accu-Chek Aviva ausgeglichen werden
konnte. Die Einführung des integrierten Teststreifensystems Accu-Chek Compact Plus in den USA und Kanada
werden dazu beitragen, die führende Marktposition von Roche in diesem schnell wachsenden Sektor weiter
auszubauen. Zahlreiche Produktplatzierungen von Accu-Chek Aviva in Nordamerika, der EMEA-Region und
neu auch in Japan tragen dazu bei, Marktanteile zurückzugewinnen und den Umsatzrückgang beim Accu-Chek
Advantage zu kompensieren. Das Accu-Chek Smart Pix Gerät wurde auf gobaler Basis eingeführt. Diabetiker
und Ärzte können damit Blutzuckerwerte und Insulindosen miteinander vergleichen. Das Gerät erweitert
das umfassende Diabetesmanagement mit den Accu-Chek Produkten.
Centralized
Diagnostics – Bereich Immundiagnostik mit starkem Wachstum
Mit einem Umsatzzuwachs
von 7% konnte Roche im Geschäftsbereich Centralized Diagnostics seine führende Stellung im Markt weiterhin
behaupten. Den wesentlichen Beitrag hierzu lieferte wiederum die Immundiagnostik mit einer Umsatzsteigerung
von eindrücklichen 16% bei den Elecsys Produkten. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die weiterhin
steigende Nachfrage für den Herzmarker-Test Elecsys proBNP zurückzuführen. Im Jahr 2006 konzentriert
sich der Geschäftsbereich auf die Markteinführung der cobas 6000 Serie, des ersten Systems einer nächsten
Generation modularer Plattformen für Labors mittlerer Grösse.
Molecular
Diagnostics – neuer Sepsis-Test für Europa
Der Geschäftsbereich Molecular Diagnostics
erzielte eine Umsatzzunahme von 7%. Schwerpunkte für das Jahr 2006 sind EU-Einführung und US-Zulassungsgesuch
für das neue automatisierte modulare Blutscreening-System cobas s 201 sowie den umfassenderen cobas
TaqScreen MPX Test. Mit diesem Test, welcher im März die CE-Kennzeichnung erhielt, kann Spenderblut
unter Verwendung einer vollständig automatisierten Plattform gleichzeitig auf HI-, Hepatitis-C und Hepatitis-B-Viren
untersucht werden. Der LightCycler SeptiFast Test wurde in Europa im Januar zugelassen und gestattet
den raschen und zuverlässigen Nachweis von 25 verschiedenen Erregern einer Sepsis (Blutvergiftung).
Die mit dem Test nachweisbaren Bakterien und Pilze machen zirka 90% aller Fälle von Sepsis aus. Dieser
neue Test eröffnet völlig neue Perspektiven in der Sepsisbehandlung, da die rasche Einleitung einer
gezielten Therapie bei Blutvergiftungen von grösster Bedeutung ist.
Near
Patient Testing – neues System zur Überwachung der Blutgerinnungswerte
Der Geschäftsbereich
Near Patient Testing erzielte eine signifikante Umsatzsteigerung (+9%). Mit der Einführung des neuesten
Systems zur Überwachung der Blutgerinnung – CoaguChek XS – wurde in Europa im Januar begonnen. Dank
dieses Gerätes können noch mehr Patienten, welche eine Langzeittherapie mit oralen Gerinnungshemmern
erhalten, von den Vorteilen der Selbstkontrolle profitieren. Sie werden an Ort und Stelle über ihren
Gerinnungsstatus informiert und dies praktisch schmerzfrei mittels eines einzigen Bluttropfens. Die
Verkäufe bei Cardiac Tests zur Diagnose von Herzerkrankungen verzeichneten eine Erholung, wobei besonders
das Produkt Cardiac proBNP zum Wachstum beigetragen hat. Dieser Test wird momentan in den Regionen EMEA,
Lateinamerika und Asien-Pazifik eingeführt.
Applied Science
– in der Lifescience-Forschung anhaltend stark
Mit einer Steigerung der Verkäufe
um 10% wies der Geschäftsbereich Applied Science ein solides Wachstum aus. Dieser Erfolg basiert auf
der Einführung des Light Cycler 480, mit dem eine äusserst kompetitive Plattform für hochleistungsfähige
Echtzeit-PCR-Applikationen im Forschungsbereich bereitgestellt wird. Mit der Einführung des innovativen
und schnellen Genome Sequencer 20 erfolgte der Eintritt in den attraktiven Markt der Sequenzforschung.
Das System ist das erste Produkt aus der strategischen Allianz mit 454 Life Sciences und ist von sämtlichen
Märkten weltweit sehr gut aufgenommen worden.
Über Roche
Roche
mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen
in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung,
Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis
zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten
Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt
in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden
Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70'000
Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische
Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.
Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
1
Europa/übrige Länder: Europa und übrige Länder ohne USA und Japan
Alle
erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Anhang
Weitere Informationen
- Halbjahresabschluss 2006: 20. Juli (provisorisch)
- Neun-Monate-Umsätze 2006: 17. Oktober (provisorisch)
Disclaimer: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen
Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie „sollen", „annehmen", „erwarten“, „rechnen mit", „beabsichtigen", „anstreben", „zukünftig", „Ausblick“ oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für eine gegenwärtige oder spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.