Media Release
Basel, 31. März 2006 1 2,3 4 4 5 4
Neue
Darreichungsform von Bonviva zur vierteljährlichen Injektion bei postmenopausaler Osteoporose in Europa
zugelassen
Dank der vierteljährlichen Injektion können mehr Frauen
vom Nutzen der Therapie mit Bisphosphonaten profitieren
Roche und GlaxoSmithKline
(GSK) geben bekannt, dass sie die europäische Marktzulassung für die hoch wirksame vierteljährliche
intravenöse (i.v.) Injektionsform ihres Osteoporose-Medikaments Bonviva (Ibandronsäure) erhalten haben.
Bonviva zur Injektion ist das allererste in der EU zugelassene Medikament
dieser Präparateklasse zur i.v. Injektion bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose. Die Genehmigung
durch die europäischen Behörden folgt in kurzem Abstand auf die Zulassung durch die FDA in den USA Anfang
dieses Jahres.
William M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche: "Wir
sind sehr erfreut über die Zulassung von Bonviva zur Injektion in der EU. Die Ärzteschaft in Europa
erhält damit die Möglichkeit, mehr Frauen mit einem Bisphosphonat zu behandeln und so diese Präparateklasse
mit nachgewiesen knochenstärkender Wirkung zu deren Vorteil einzusetzen.“
Die
Tablettenform von Bonviva ist weltweit bereits in über 38 Ländern als wirksames und gut verträgliches
Einer
kleineren Anzahl von Frauen ist es unter Umständen nicht möglich, Bisphosphonate oral anzuwenden. Es
kann ihnen beispielsweise Mühe bereiten, während der erforderlichen Zeit aufrecht zu bleiben, oder sie
haben Schluckbeschwerden†. Diesen Frauen bietet Bonviva zur Injektion eine wirksame Alternative, um
von der nachgewiesenen knochenstärkenden Wirkung einer Bisphosphonat-Therapie profitieren zu können.
Andrew
Witty, Präsident von EU Pharmaceuticals bei GSK, erklärte: „Bonviva ist heute das einzige Arzneimittel
zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose, das der Ärzteschaft und den Patientinnen in Europa
sowohl in Tablettenform als auch zur Injektion angeboten wird. Orale Bisphosphonate stellen den Goldstandard
für die Therapie dar, und Studien haben ergeben, dass die Mehrzahl der Frauen die einmal monatliche
orale Behandlung der wöchentlichen Verabreichung des Medikaments vorziehen. Für Frauen jedoch, die keine
oralen Bisphosphonate anwenden können, stellt Bonviva zur Injektion eine wirksame und gut verträgliche
Alternative dar.“
Bonviva zur Injektion ist als Fertigspritze (Lösung
zu 3 mg in 3 ml) erhältlich und wird von einer Pflegefachperson einmal alle drei Monate mittels Injektion
von 15 bis 30 Sekunden Dauer verabreicht.
Die Marktzulassung von Bonviva
zur Injektion in der EU stützt sich auf die Resultate der zweijährigen DIVA-Studie (Dosing IntraVenous
Administration)
Über
die DIVA-Studie
An der gross angelegten internationalen DIVA-Studie nahmen mehr
als 1300 Frauen mit postmenopausaler Osteoporose im Alter von 55 bis 80 Jahren teil. Die Studie untersucht
die Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ibandronat in der zugelassenen Dosierung von einmal
täglich 2,5 mg oral im Vergleich zu zwei neuen intravenösen Therapien: 2 mg alle 2 Monate bzw. 3 mg
alle 3 Monate.
Die Zweijahresdaten wurden am Jahreskongress des American College of Rheumatology
vom 12. bis 17. November 2005 vorgestellt
- Die Knochenmineraldichte der Lendenwirbelsäule nahm bei der Gruppe mit der intravenösen Dosierung stärker zu als in der Gruppe mit täglicher oraler Verabreichung (6,3% gegenüber 4,8%).
- Ein deutlicher Anstieg der Knochenmineraldichte wurde auch im Hüftbereich (einer wichtigen Stelle ausserhalb der Wirbelsäule) beobachtet, und dieser fiel in der i.v. Gruppe ebenfalls höher aus als in der Gruppe mit täglicher oraler Verabreichung (3,1% gegenüber 2,2%).
- Eine klinisch bedeutsame Verringerung des Knochenabbaus (gemessen anhand des biochemischen Markers für die Knochenresorption, Serum-CTX) wurde bei allen behandelten Gruppen festgestellt.
Die
intravenöse Behandlung erwies sich als gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen von i.v. Ibandronat
waren Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, grippeähnliche Symptome und Kopfschmerzen.
Zulassungsstatus
Bonviva
zur Injektion ist für die Behandlung von Frauen mit postmenopausaler Osteoporose zur Verminderung des
Risikos von Wirbelbrüchen indiziert. Die Wirksamkeit zur Verhütung von Schenkelhalsbrüchen ist nicht
erwiesen. In den USA ist Boniva zur Injektion am 6. Januar 2006 von der Gesundheitsbehörde FDA zugelassen
worden.
Die Kooperation zwischen Roche und GSK
Im
Dezember 2001 gaben F. Hoffmann-La Roche AG (Roche) und GlaxoSmithKline (GSK) ihr Vorhaben bekannt,
Boniva zur Behandlung und Prophylaxe der postmenopausalen Osteoporose auf verschiedenen grossen Märkten
ausgenommen Japan gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Die Zusammenarbeit von Roche und GSK bietet
Gewähr für Know-how und Engagement bei der Entwicklung neuer Medikamente gegen Osteoporose, die raschestmöglich
auf den Markt gelangen sollen.
Über Roche
Roche
mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen
in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung,
Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis
zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten
Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt
in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden
Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70
000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische
Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.
Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Über
GSK
GSK, ein weltweit führendes, in der Forschung tätiges Pharma- und Healthcare-Unternehmen,
engagiert sich für eine bessere Lebensqualität, indem es dem Menschen bessere Beweglichkeit, besseres
Wohlbefinden und ein längeres Leben ermöglicht. Weitere Informationen zu GSK finden sich im Internet
(www.gsk.com).
Alle erwähnten Markennamen
sind gesetzlich geschützt.
* Frauen, die sowohl die einmal monatliche
als auch die einmal wöchentliche Therapie ausprobiert haben.
†
Orale Bisphosphonate werden nach einem strikte festgelegten Behandlungsschema verabreicht, welches von
der Patientin verlangt, dass sie vor und nach der Anwendung des Medikaments während einer festgelegten
Zeitspanne in aufrechter Stellung bleibt, nicht isst oder trinkt (ausser Wasser) und auch keine anderen
Arzneimittel einnimmt.
Weitere Informationen
- Roche Health Kiosk, Osteoporose
Literatur
1.
Cooper C, Delmas PD, Felsenberg D, Hughes C, Mairon N et al. Two-year efficacy and tolerability of once
monthly oral ibandronate in postmenopausal osteoporosis: the MOBILE study. Abstract presented at the
Annual European Congress of Rheumotology, Vienna, Austria 8-11 June 2005.
2. BONIVA (ibandronate
sodium) INJECTION [prescribing information] Roche Laboratories Inc., Nutley, NJ; 2006.
3.
Emkey R, Zaidi M, Lewiecki EM, Burdesk A, Mairon N et al. Two-year efficacy and tolerability of intermittent
intravenous ibandronate injections in postmenopausal osteoporosis: the DIVA study. Abstract presented
at the Annual Meeting of the American College of Rheumatology, 12-17 November 2005, San Diego, USA.
4.
Chesnut C, Skag A, Christiansen C, Recker R, Stakkestad J et al. Effects of Oral Ibandronate Administered
Daily or Intermittently on Fracture Risk in Postmenopausal Osteoporosis. Journal of Bone & Mineral
Research 2004; 10 (8): 1421-1429