Media Release
Basel, 7. September 2005
Bonviva
zur einmal monatlichen Verabreichung für die Behandlung der postmenopausalen Osteoporose in der Schweiz
zugelassen
Erstes und einziges Medikament gegen eine chronische Erkrankung, von
dem nur eine Tablette pro Monat eingenommen werden muss
Roche und Glaxo
SmithKline haben heute bekannt gegeben, dass die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic die Bonviva
(Ibandronsäure) Tablette zu 150 mg zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose zugelassen hat. Die
Zulassung in der Schweiz ebnet den Weg für den Zugang zum Medikament in über 70 weiteren Ländern.
Bonviva
ist das erste und einzige Medikament gegen postmenopausale Osteoporose, das zur einmal monatlichen Verabreichung
angeboten wird. Mit dieser Mitteilung wird die erste Zulassung von Bonviva ausserhalb der USA bekannt
gegeben. Im vergangenen Juni hat Bonviva eine positive Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel
(CHMP) erhalten und es wird erwartet, dass die Marktzulassung in der EU noch in diesem Jahr erfolgt.
Bonviva,
ein hoch wirksames Bisphosphonat1, ist das erste oral zu verabreichende Medikament
gegen irgendeine Krankheit, von dem nur einmal pro Monat eine Tablette eingenommen werden muss. Das
heisst, dass die Patientinnen pro Jahr lediglich 12 Tabletten einnehmen müssen - gegenüber 52 mit der
heute üblichen wöchentlichen Darreichungsform von Bisphosphonaten. Dieser Unterschied ist umso wichtiger,
als beinahe zwei Drittel der zur Zeit behandelten Patientinnen innerhalb eines Jahres mit der Einnahme
ihrer Osteoporosemittel aufhören2 und sich damit die langfristig knochenaufbauende
Wirkung dieser Arzneimittel entgehen lassen3 .
William
M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche, erklärte: "Die Zulassung der Monats-Tablette von Bonviva
ist ein weiteres Beispiel für das Engagement von Roche zur Entwicklung von Medikamenten, welche besser
auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind. Diese Zulassung ist bedeutsam, denn jetzt können
wir Frauen mit postmenopausaler Osteoporose in der Schweiz und weltweit eine wirksame und bequemere
Therapiealternative anbieten. Dies sollte es ihnen erleichtern, ihre Behandlung fortzuführen und den
notwendigen Schutz für die Knochen aufzubauen."
Die Zulassung in
der Schweiz für die Osteoporosebehandlung bei Frauen in der Menopause hat zum Ziel, die Häufigkeit von
Wirbelbrüchen zu verringern und stützt sich auf die Resultate der MOBILE(Monthly Oral iBandronate In
LadiEs)-Studie nach 1 Jahr.
An dieser Phase-III-Studie nehmen 1609 Frauen mit postmenopausaler
Osteoporose teil. Die Studie hat ergeben, dass die Verabreichung einer einzigen Dosis pro Monat während
eines Jahres äusserst wirksam war, gut vertragen wurde und die Knochenmineraldichte (KMD) tatsächlich
stärker erhöht als die tägliche Verabreichung1, welche nach drei Jahren eine
Senkung neu auftretender Wirbelbrüche um 62% bewirkt 4. Bonviva ist das einzige
Bisphosphonat, das bei einer therapiefreien Zeit von mehr als einem Tag das Frakturrisiko erwiesenermassen
senkt4.
Andere orale Bisphosphonate - die
am häufigsten verordneten Medikamente gegen Osteoporose - sind nur in Darreichungsformen zur täglichen
und wöchentlichen Verabreichung erhältlich. Der Übergang von der täglichen zur wöchentlichen Verabreichung
von Bisphosphonaten hat zwar gezeigt, dass die Behandung besser befolgt wird, das Ergebnis bleibt aber
suboptimal5. Ein ungenügendes Befolgen der Therapie hat nachteilige Auswirkungen
auf das Behandlungsresultat - so zum Beispiel ein schwächerer Anstieg der KMD 6,7,
eine geringere Abnahme des Knochenabbaus6 sowie ein signifikant höheres Risiko
für Knochenbrüche8.
Bonviva (in den USA: Boniva)
hatte die Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA im März 2005 erhalten. In den USA ist die Boniva 150mg
Tablette zur einmal monatlichen Verabreichung für die Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der
Menopause indiziert. In den USA und Europa wird Bonviva auch von GSK vertrieben.
Über
die MOBILE-Studie
Die MOBILE-Studie (Monthly Oral iBandronate In LadiEs) ist eine
bei 1609 Frauen mit postmenopausaler Osteoporose durchgeführte randomisierte, doppelblinde klinische
Studie von zwei Jahren Dauer. Sie dient dem Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von Ibandronat
in monatlichen oralen Dosen (100 mg an einem Tag, 100 mg aufgeteilt in zwei Dosen zu 50 mg an zwei aufeinander
folgenden Tagen oder 150 mg an einem Tag), mit der in den USA und in Europa zugelassenen einmal täglichen
oralen Gabe (2,5 mg). Der primäre Endpunkt wurde 1 Jahr nach Beginn der Studie überprüft. Die Einjahresresultate
der MOBILE-Studie waren 2004 an der 26. Jahrestagung der American Society for Bone Mineral Research
in Seattle, USA, vorgestellt worden9,10,11,12, die Ergebnisse nach zwei ganzen
Jahren am Jahreskongress für Rheumatologie EULAR, 8.-11. Juni 2005, in Wien, Österreich.1
Über
Bonviva
- Bonviva ist ein hoch wirksames Bisphosphonat, das bislang in klinischen Studien mit über 9000 Patientinnen geprüft worden ist.
- Im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms werden gegenwärtig Dosierungsschemen zur monatlichen oralen und zweimonatlichen/vierteljährlichen intravenösen Verabreichung bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose geprüft.
- Einmal täglich angewendet ist Bonviva für die Behandlung und Prophylaxe der Osteoporose bei Frauen nach der Menopause angezeigt, da es den erhöhten Knochenabbau reduziert, die Knochenmineraldichte verbessert und die Häufigkeit von Wirbelbrüchen vermindert.
- Mit Bonviva wurden keine Studien durchgeführt, die speziell angelegt waren, um eine Verminderung von Schenkelhalsbrüchen und anderen Frakturen als Wirbelbrüchen nachzuweisen.
- Wie andere oral eingenommene Bisphosphonate kann auch Bonviva zu Störungen im oberen Verdauungstrakt führen, unter anderem zu Schluckbeschwerden, Entzündung der Speiseröhre und Geschwüren in Speiseröhre oder Magen.
Die
Kooperation zwischen Roche und GSK
Im Dezember 2001 gaben F. Hoffmann-La Roche
AG (Roche) und GlaxoSmithKline (GSK) ihr Vorhaben bekannt, in allen Ländern ausser Japan Boniva zur
Behandlung und Prophylaxe der postmenopausalen Osteoporose gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten.
Die Zusammenarbeit von Roche und GSK bietet Gewähr für Know-how und Engagement bei der Entwicklung neuer
Medikamente gegen Osteoporose, die raschestmöglich auf den Markt gelangen sollen.
GSK
GSK,
ein weltweit führendes, in der Forschung tätiges Pharma- und Healthcare-Unternehmen, engagiert sich
für eine bessere Lebensqualität, indem es dem Menschen bessere Beweglichkeit, besseres Wohlbefinden
und ein längeres Leben ermöglicht. Mehr Informationen über GSK finden Sie im Internet unter: www.gsk.com.
Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist
ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika.
Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung
von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und
Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika,
der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition
ein. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com)
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Weitere Informationen
- Über postmenopausale Osteoporose
- Roche Health Kiosk, Osteoporose
Literatur:
1.
Cooper C, Delmas PD, Felsenburg D, Hughes C, Mairon N et al. Two-year efficacy
and tolerability of once
monthly oral ibandronate in postmenopausal osteoporosis: the MOBILE study. Abstract presented at the
Annual European Congress of Rheumatology, Vienna, Austria 8-11June 2005.
2.
DIN-LINK
data, Compufile Ltd, January 2004. NB. Patients are excluded from the analysis at the point where they
stop taking therapy altogether or have failed to comply fully.
3. Sebaldt R, Shane L,
Pham B, et al. Impact of non-compliance and non-persistence with daily bisphosphonates on longer-term
effectiveness outcomes in patients with osteoporosis treated in tertiary specialist care. J Bone Miner
Res 2004;19(Suppl. 1): (Abstract M423).
4. Chestnut et al. Effects
of Oral Ibandronate
Administered Daily or Intermittently on Fracture Risk in Postmenopausal Osteoporosis. Journal of Bone
& Mineral Research, vol. 10: 8, 2004.
5. Data on file, NDC Health Study. (Ref. 161-011),
Hoffmann-La Roche Inc., Nutley, NJ.
6. Eastell R et al. Calcif Tissue Int 2003;72:408
(Abstract P-297)
7. Finigan J et al. Osteoporos Int 2001;12:S48-S49 (Abstract P110)
8.
Caro J et al. Value Health 2002;5:127
9. Miller PD, Drezner MK, Delmas PD, Stakkestad
JA, Hughes C, Bonvoisin B, Reginster J-Y. Monthly oral ibandronate is at least as effective as oral
daily ibandronate in postmenopausal osteoporosis: 1-year results from MOBILE. Poster F408, presented
at: 26th Annual Meeting of the American Society for Bone Mineral Research, October 1-5, 2004, Seattle,
WA.
10. Emkey R, Felsenberg D, Stepan JJ, Hughes C, Dumont E, Van der Auwera P, Recker
RR. Once monthly dosing increases the proportion of patients who respond to oral ibandronate: 1-year
results from MOBILE. Poster M432, presented at: 26th Annual Meeting of the American Society for Bone
Mineral Research, October 1-5, 2004, Seattle, WA.
11. Recker RR, Kendler DL, Adami S,
Hughes C, Dumont E, Schimmer RC, Cooper C. Monthly oral ibandronate significantly reduces bone resorption
in postmenopausal osteoporosis: 1-year results from MOBILE. Poster F406, presented at: 26th Annual Meeting
of the American Society for Bone Mineral Research, October 1-5, 2004, Seattle, WA.
12.
Lewiecki EM, Miller PD, Lorenc R, Hughes C, Bonvoisin B, McClung MR. Monthly oral ibandronate is well
tolerated in women with postmenopausal osteoporosis: 1-year results from MOBILE. Poster M429, presented
at: 26th Annual Meeting of the American Society for Bone Mineral Research, October 1-5, 2004, Seattle,
WA