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Medienmitteilung

Basel, 14. Oktober 2004

Neun-Monate-Umsatz: Anhaltend zweistelliges Wachstum signifikant über dem Markt

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Präsentation als PDF: nur Englisch

Roche-Gruppe:
• Steigerung des Umsatzes in den Kerngeschäften um 14%* auf 21,9 Milliarden Franken
• Für das Gesamtjahr 2004 erwartet Roche eine zweistellige Umsatzsteigerung* von Pharma und eine hohe einstellige Verkaufssteigerung* von Diagnostics, erhebliche Marktanteilsgewinne sowie eine zweistellige Zunahme des Betriebsgewinns und ein substanziell höheres Konzernergebnis
• Verkauf von Roche Consumer Health an Bayer verläuft nach Plan

Roche Pharma:
• Weiterhin hohe Verkaufssteigerung von 17%*, mehr als doppelt so schnell wie der weltweite Markt
• Krebsmedikament Avastin mit einem Umsatz von rund 450 Millionen Franken nach sieben Monaten bereits ein führendes Produkt
• Wichtige Fortschritte in der Pipeline:
-  Tarceva: Einreichung zur Zulassung bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs sowie positives Studienergebnis bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Neues Osteoporose-Medikament Bonviva/Boniva in der Schweiz, Europa und den USA zur Zulassung eingereicht

Roche Diagnostics:
• Weltweit führende Marktposition mit Umsatzsteigerung von 8%* weiter ausgebaut – Wachstum deutlich über dem Weltmarkt
• Molecular Diagnostics, Immundiagnostik und Diabetes Care als wichtigste Wachstumsträger
• AmpliChip CYP450 als erster Test auf Chip-Basis in Europa zertifiziert und eingeführt

* sofern nichts anderes vermerkt, beziehen sich die Prozentveränderungen auf die Vorjahresperiode sowie die Berechnungen in lokalen Währungen




Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zur Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2004: “Auch im dritten Quartal des laufenden Jahres hat Roche den Umsatz deutlich steigern können. In den Kerngeschäften hat Roche in den ersten neun Monaten 2004 21,9 Milliarden Franken umgesetzt, 14% mehr als in der Vorjahresperiode. Mit der ausserordentlich erfolgreichen Einführung von Avastin, den positiven klinischen Daten zu Tarceva sowie der derzeitigen Prüfung von Bonviva/Boniva auf Zulassung in Europa und den USA verfügen wir über eine sehr solide Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Für das Gesamtjahr 2004 erwarten wir eine zweistellige Umsatzsteigerung von Pharma und eine hohe einstellige Verkaufssteigerung von Diagnostics, erhebliche Marktanteilsgewinne sowie eine zweistellige Zunahme des Betriebsgewinns und ein substanziell höheres Konzernergebnis. Überdies hat die Aufnahme von Roche in die Dow Jones Sustainability Indices jüngst auch unsere Anstrengungen auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung bestätigt.”

Roche-Gruppe

Deutliches Umsatzwachstum beider Kerngeschäfte
Die Verkäufe von Pharma und Diagnostics erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2004 gegenüber der Vorjahresperiode in lokalen Währungen um 14% (+12% in CHF) auf 21,9 Milliarden Franken. In beiden Divisionen übertrafen die Umsätze das Marktwachstum jeweils deutlich. Der Verkaufsanstieg der verschreibungspflichtigen Medikamente von 17% (+14% in CHF) auf weltweit 16,1 Milliarden Franken ist auf alle Einheiten zurückzuführen (Roche: +12%; Genentech: +43%; Chugai: +7%). Roche ist dank dieser Verkaufssteigerungen und den kontinuierlichen Marktanteilsgewinnen über die letzten Quartale nun die Nummer 8 der weltweit grössten Pharmaunternehmen. Der Umsatzanstieg von Roche Diagnostics um 8% (+7% in CHF) auf 5,8 Milliarden Franken ist hauptsächlich von den Geschäftsbereichen Diabetes Care, Molecular Diagnostics und Immundiagnostik getragen. Der Mitte des Jahres angekündigte Verkauf von Roche Consumer Health an Bayer verläuft planmässig.

Ausblick: Anhaltende Marktanteilsgewinne für das Gesamtjahr 2004
Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, geht Roche für das Gesamtjahr 2004 davon aus, dass der Umsatz von Pharma in Lokalwährungen zweistellig und von Diagnostics im hohen einstelligen Bereich wachsen wird. Beide Divisionen werden damit ihren Marktanteil weiter ausbauen können. Im Weiteren wird mit einer zweistelligen Zunahme des Betriebsgewinns sowie einem substanziell höheren Konzernergebnis gerechnet. Die Pharma-Division erwartet für das Gesamtjahr 2004 eine Betriebsgewinnmarge vor Sonderpositionen von rund 26% und geht davon aus, dass sich diese auch im nächsten Jahr in etwa auf diesem Niveau bewegen wird – dies trotz zusätzlicher Kosten für die Einführung und Entwicklung von neuen Produkten sowie dem verstärkten Wettbewerb durch Generika für das Antibiotikum Rocephin in den USA. Die Diagnostics-Division bekräftigt das Ziel, im Jahr 2006 eine Betriebsgewinnmarge vor Sonderpositionen von rund 23% zu erreichen. Roche bestätigt im Weiteren, dass die ursprünglich für 2006 erwartete Betriebsgewinnmarge von über 22% für die Gruppe schon im Gesamtjahr 2004 übertroffen werden wird.


Division Pharma

Deutlich über dem Markt
Die Pharma-Division konnte in den ersten neun Monaten 2004 ein starkes Wachstum von 17% (+14% in CHF) erzielen und übertraf somit das weltweite Marktwachstum von ungefähr 7% deutlich. Die Verkäufe im dritten Quartal nahmen um 17% zu, sowohl schneller als im zweiten Quartal als auch schneller als der Gesamtmarkt. Die Verkäufe in Nordamerika stiegen um 24% und lagen somit deutlich über dem Markt (+8%). Die Umsätze in Europa wuchsen doppelt so schnell und jene von Chugai in Japan mehr als drei Mal so schnell wie der jeweilige Marktdurchschnitt. Die Verkäufe in Lateinamerika verzeichneten mit 13% eine Zunahme, die leicht unter dem sich weiterhin erholenden Markt lag. Die Division erzielte ein anhaltend solides Wachstum in den drei wichtigsten therapeutischen Bereichen Onkologie (+31%), Virologie (+66%) und Transplantationsmedizin (+13%). Rocephin erzielte insgesamt einen leichten Umsatzanstieg.

Onkologie: Starkes Wachstum der neuen und etablierten Marken
MabThera/Rituxan gegen Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) liefert weiterhin überzeugende Wachstumsresultate (+31%) und verzeichnet in Europa eine beschleunigte Zunahme.

Avastin zur Therapie von nicht vorbehandelten Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs hat sieben Monate nach der Zulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA bereits einen bedeutenden Umsatz in der Höhe von 452 Millionen Franken erreicht. Eine Empfehlung für die Zulassung in der EU wird bis Ende Jahr erwartet.

Das gegen Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium verordnete Medikament Herceptin setzte das starke Wachstum auf allen Schlüsselmärkten fort (+25%). Der Umsatz von Xeloda gegen Brust- und Dickdarmkrebs (–1%) litt immer noch unter den hohen Lagerbeständen der Grossisten in den USA. Diese Bestände beginnen sich nun aber zu normalisieren; die Verkäufe von Xeloda in den USA haben jüngst wieder zugenommen. In Europa und Japan verzeichnete Xeloda ein solides Wachstum von 30% bzw. 219%. Kytril verzeichnete wiederum eine Zunahme von Marktanteilen auf Schlüsselmärkten und erzielte ein stabiles Wachstum von 8%.

Das neue Krebsmedikament Tarceva wurde im August bei den Behörden in Europa und den USA zur Zulassung bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eingereicht. Wie kürzlich publiziert, konnte überdies nachgewiesen werden, dass Tarceva auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs einen signifikanten Überlebensvorteil bietet.

Virologie: Kombinationstherapie gegen Hepatitis C mit anhaltend starken Ergebnissen
Pegasys und Copegus, die Präparatekombination zur Behandlung von Hepatitis C, festigten mit einer Verdoppelung der Umsätze ihre Marktführerschaft. Die Unterlagen für die zusätzliche Indikation zur Behandlung von Hepatitis-B-Patienten mit Pegasys sind weltweit mehreren Zulassungsbehörden eingereicht worden. Zudem hat die FDA jüngst bekannt gegeben, die Zulassung von Pegasys bei Patienten, die gleichzeitig an Hepatitis C und HIV leiden, beschleunigt zu prüfen.

Die Verkäufe von Viracept gingen aufgrund des anhaltenden Konkurrenzdrucks und der Preisnachlässe, die Roche den am wenigstens entwickelten Ländern sowie den Schwellenländern gewährt, um 16% zurück. Das HIV-Präparat Fuzeon wird in der Behandlung immer mehr eingesetzt; die Verkäufe haben sich in den ersten neun Monaten auf über 120 Millionen Franken gesteigert. Anfang Oktober wurde Fuzeon überdies mit der höchsten Auszeichnung für pharmazeutische Innovation, dem Internationalen Prix Galien, ausgezeichnet. Roche ist damit die einzige Firma, die diesen Preis bereits dreimal erhielt.

Transplantationsmedizin: CellCept behauptet führende Position
CellCept hat sein Wachstum im zweistelligen Bereich mit 12% fortgesetzt und bleibt der Eckpfeiler in der immunsuppressiven Therapie. In den USA jedoch wurden die Umsätze durch den Abbau von Lagern beeinflusst. Die kombinierten Verkäufe von Valcyte und Cymevene wiesen wiederum ein beachtliches Wachstum von 21% auf.

Osteoporose: Zulassungen für Bonviva/Boniva eingereicht
Das Gesuch für die einmal monatliche orale Verabreichung von Bonviva/Boniva zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose wurde bei den schweizerischen, europäischen und US-amerikanischen Behörden eingereicht.

Anämie: Entwicklung von CERA auf Kurs
Die Anämieprodukte NeoRecormon und Epogin erzielten zusammen ein Wachstum von 1%. NeoRecormon behauptete seine führende Position auf allen Märkten trotz anhaltendem Preisdruck auf dem Gebiet der Anämie. Die Entwicklung von CERA, Roches neuartigem Anämie-Medikament, kommt planmässig voran: Derzeit werden die Patienten für Phase-III-Studien im Bereich renale Anämie rekrutiert.

Medizinische Erstversorgung: Tamiflu über den Erwartungen
Die Verkäufe von Tamiflu (+107%) stiegen vor allem wegen der Kooperation mit Regierungsstellen für den Aufbau eines Medikamentenvorrats gegen eine mögliche Grippen-Pandemie.


Division Diagnostics

Umsatzwachstum erneut über dem Markt
In den ersten neun Monaten 2004 steigerte die Division Diagnostics den Umsatz um 8% (+7% in CHF) und verstärkte damit ihre Position als Marktführer. Besonders die Bereiche Molecular Diagnostics, Immundiagnostik sowie Diabetes Care trugen zu diesem überdurchschnittlichen Wachstum bei. In Asien-Pazifik, Lateinamerika und Iberien erreichte Roche Diagnostics erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum. Über die lokale Herstellung von Accu-Chek-Geräten in China hinaus baut die Division ihre Marktpräsenz in Asien weiterhin deutlich aus. In der Region Europe-Middle East-Africa (EMEA), in der Roche Diagnostics schon einen überdurchschnittlich hohen Marktanteil hält, nahmen die Umsätze im hohen einstelligen Bereich weiter zu und lagen damit deutlich über dem Marktwachstum. In den USA wuchs die Division unter Berücksichtigung der Veräusserung von Produktlinien für Hämatologie, der Opti-Systeme und der nichtklinischen Drogentests ebenfalls hoch einstellig und deutlich über dem Markt.

Diabetes Care: Neue Produkte mit grossem Wachstumspotential
Mit einer Umsatzsteigerung von 10% baute der Geschäftsbereich Diabetes Care seine führende Marktposition weiter aus. Die erste Insulinpumpe unter der Marke Accu-Chek, die Accu-Chek D-TRONplus, wurde am Kongress der European Association for the Study of Diabetes vorgestellt und wird nun eingeführt. Kontinuierliche Wachstumsimpulse werden auch vom Accu-Chek Pocket Compass 2.0, einer Software für Handheld Computer, erwartet. Diese Software ermöglicht die gemeinsame Verarbeitung der Daten von Insulinpumpe und Blutzuckermessgerät. Diese bisher einzigartige Zusammenfügung von Daten eröffnet insbesondere Vieltestern neue Analysemöglichkeiten und erlaubt ihnen eine noch bessere Kontrolle des Blutzuckerspiegels.

Near Patient Testing: Stärkung der führenden Position in der patientennahen Diagnostik
Der Geschäftsbereich Near Patient Testing wuchs um 3%. Bei den Kleingeräten für Arztpraxen verzeichneten vor allem die Accutrend-Produkte zur Cholesterinbestimmung ein zweistelliges Umsatzwachstum. Ebenso wurde in der Blutgerinnungsmessung trotz steigendem Konkurrenzdruck weiterhin eine zweistellige Wachstumsrate erreicht. Die weltweite Einführung des Multiparameter-Analysegerätes Omni S im Segment Hospital Point of Care wurde erfolgreich abgeschlossen.

Centralized Diagnostics: Auf dem Weg zur Führerschaft in der Immundiagnostik
Die Umsatzentwicklung des gesamten Geschäftsbereiches lag mit einer Steigerung von 6% weiterhin über dem Marktwachstum. Den wesentlichen Beitrag hierzu lieferte das Segment Immundiagnostik mit einer überdurchschnittlichen Umsatzsteigerung von mehr als 20%. Der Erwerb neuer Lizenzen für das wachsende Segment HIV Assays sowie die Einführung des Tests Elecsys HIV combi im Juni waren wichtige Schritte in Richtung der angestrebten Marktführerschaft.

Molecular Diagnostics: In allen Bereichen auf Wachstumskurs
Molecular Diagnostics verzeichnete mit um 13% gestiegenen Verkäufen ein anhaltend starkes Wachstum. Im Bereich der Blutbanken ist die exklusive Zusammenarbeit mit dem Japanischen Roten Kreuz um weitere vier Jahre verlängert worden. Ein starkes Umsatzwachstum war bei den Tests für Chlamydien und Gonorrhöe zu verzeichnen. Bei der Rückerstattung in der EU für den Amplicor HPV-Testkit (Humanes Papillomavirus) mit CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne) wurden weitere Fortschritte erzielt. Im Weiteren gelang es Roche mit der Einführung von Cobas TaqMan und Cobas TaqMan 48, auf dem hart umkämpften Markt der Virologie die Anteile zu sichern. Mit dem AmpliChip CYP450 hat Roche das Ziel erreicht, den ersten Test auf Chip-Basis für die breite Anwendung zu lancieren. Im September erhielt der Chip die CE-Kennzeichnung, das für die In-vitro-Diagnostik-Anwendung notwendige Zertifikat in Europa.

Applied Science: Wachstum wieder über dem Markt
Applied Science wächst mit 9% weiterhin erfreulich. Die Umsätze von LightCycler-Reagenzien für die automatisierte PCR (Polymerase Chain Reaction) sowie das Industriegeschäft trugen hierzu wesentlich bei. Die Vorbereitungen für die Einführung des neuen, verbesserten LightCycler-Instrumentes und einer zusätzlichen LightCycler-Variante für den Universitäts-Bereich bis Ende 2004 in Europa verlaufen planmässig.

Anhang


Ergänzende Informationen
- Jahresresultate 2004: 2. Februar 2005


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