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Medienmitteilung

Basel, 15. August 2003

Roche, Lucerne Festival und Carnegie Hall initiieren interkontinentales Konzertprojekt für zeitgenössische Musik
Neuartiger Ansatz in der Roche-Tradition von Innovation und Kulturengagement

Basel / Nutley (USA) – Roche, Lucerne Festival und Carnegie Hall haben in Partnerschaft mit dem Cleveland Orchestra unter dem Titel Roche Commissions ein neuartiges Modell der Zusammenarbeit im Bereich Kultursponsoring vereinbart. Damit setzt Roche eine lange Tradition des kulturellen Engagements fort. Im Rahmen dieses Projekts werden erstmals international herausragende Komponisten zeitgenössischer Musik und führende Kulturinstitutionen zweier Kontinente zusammenwirken.

Beginnend 2003, erteilt Roche jährlich einen Kompositionsauftrag an einen herausragenden Komponisten unserer Zeit. Die Wahl des Komponisten erfolgt durch Roche auf Vorschlag der künstlerischen Leiter von Lucerne Festival, Carnegie Hall und Cleveland Orchestra. Die Uraufführung des Auftragswerkes wird jeweils im Rahmen von Lucerne Festival SOMMER stattfinden und in der darauffolgenden Saison der Carnegie Hall als amerikanische Premiere vorgestellt werden.

Das Cleveland Orchestra wird die Komposition unter der Leitung von Franz Welser-Möst erstmals am 20. August 2004 im Rahmen von Lucerne Festival SOMMER zur Uraufführung bringen. Welser-Möst wird auch die amerikanische Premiere in der Carnegie Hall in der Saison 2004/2005 dirigieren.

Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, erläutert das Engagement: „Roche Commissions unterstreicht die lange Tradition unseres Unternehmens in der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffenden vor allem im musikalischen, aber – wie zum Beispiel im Falle des Museums Jean Tinguely – auch im Bereich der bildenden Kunst oder der Architektur. Innovation in Kunst und Innovation in einem forschungsorientierten Unternehmen wie Roche stehen in einem engen inneren Zusammenhang. Beiden gemeinsam sind der Mut zu Neuem und das Streben nach unkonventionellen Lösungen, aber auch nach Qualität und Höchstleistung. Bei der Entwicklung von Roche Commissions war uns deshalb wichtig, dass – anders als im klassischen Sponsoring – alle Partner eine aktive Rolle übernehmen. In diesem Sinn werden wir die ausgewählten Komponisten jeweils zu persönlichen Begegnungen und zu einem Gedankenaustausch mit unseren Wissenschaftlern einladen.“

Michael Haefliger, Intendant von Lucerne Festival, ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen Roche, Lucerne Festival und der Carnegie Hall stellt entscheidende Weichen in der Entwicklung des Kulturaustausches zwischen Europa und den USA. Wenn es darum geht, auf breiter Ebene Verständnis zwischen den Kulturen zu schaffen, spielt die Förderung des Schaffens führender zeitgenössischer Komponisten eine zentrale Rolle. Mit der Finanzierung dieses Projekts leistet Roche einen wichtigen Beitrag zu dieser internationalen Verständigung.“

Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist im Gesundheitssektor eines der weltweit führenden innovationsorientierten Unternehmen. Seine Kerngeschäfte sind pharmazeutische und diagnostische Produkte. Roche ist weltweit die Nummer eins auf den Gebieten Diagnostika und Onkologie und nimmt im Bereich Virologie und Transplantation eine führende Position ein. Mit Produkten und Dienstleistungen, die der Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche beschäftigt weltweit rund 65 000 Mitarbeitende in über 150 Ländern. Das Unternehmen führt Allianzen sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch die Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Roche unterstützt neben dem humanitären Engagement traditionell kulturelle Aktivitäten vor allem im Bereich der modernen Klassik und der modernen bildenden Kunst. So hat Roche aus Anlass des 100-jährigen Firmenjubiläums 1996 in Basel das von Mario Botta erbaute Museum Jean Tinguely gestiftet und finanziert dies auch vollumfänglich.

Lucerne Festival
Lucerne Festival geht auf das Jahr 1938 zurück, als Arturo Toscanini ein denkwürdiges „Concert de Gala“ vor Richard Wagners ehemaligem Wohnsitz auf Tribschen leitete. In den folgenden Jahrzehnten entstand in Luzern eines der weltweit führenden Festivals, bei dem die bedeutendsten Orchester, Dirigenten und Solisten gastieren. Heute versteht sich Lucerne Festival als Veranstalter von Konzerten im traditionellen Sinne auf Weltklasse-Niveau, aber auch entschieden als Vermittler von zeitgenössischer Musik und von Kunstereignissen, die in mittelbarem Zusammenhang zur Musik stehen. Lucerne Festival führt jährlich die drei Festivals OSTERN (seit 1988), SOMMER (seit 1938) und PIANO (seit 1998) durch.

Carnegie Hall
In der Carnegie Hall, die von der US-Fachzeitschrift Musical America als “Konzertsaal des Jahrhunderts” bezeichnet wurde, treten weltbekannte Solisten, Ensembles und Orchester auf. Im berühmten Isaac Stern Auditorium, der neuen Zankel Hall und der intimen Weill Recital Hall des legendären Konzerthauses finden jährlich mehr als 160 Anlässe statt, unter anderem bekannte Konzertzyklen wie Perspectives, Making Music, Distinctive Debuts und Carnegie Talks. Mit ihren innovativen kulturellen Bildungsprogrammen für ein breites Publikum im ganzen Land – vom Kind im Vorschulalter bis zum Erwachsenen, vom Musikliebhaber bis zum jungen, aufstrebenden Berufsmusiker – geht die Carnegie Hall neue Wege und hat sich landesweit als führende Kulturinstitution etabliert. Die neue Judy and Arthur Zankel Hall, die im September 2003 eröffnet wird, ermöglicht der Carnegie Hall eine Erweiterung des Programms. In diesem dritten Saal mittlerer Grösse werden in der ersten Saison mehr als 80 Konzerte aus den Sparten Klassik, Jazz, Pop und Weltmusik stattfinden. Die Zankel Hall eröffnet neue Möglichkeiten und festigt die Position des internationalen Kulturzentrums, das für sein herausragendes musikalisches Programm und sein einzigartiges Engagement in der Kulturförderung und -vermittlung bekannt ist.

Cleveland Orchestra
Das 1918 gegründete Cleveland Orchestra galt schon bald als eines der besten Symphonieorchester Amerikas und zählt heute zur Weltspitze. Das Orchester, das in der Severance Hall seiner Heimatstadt, im Blossom Music Center, auf Tourneen, am Radio, in TV-Sendungen sowie auf viel beachteten Tonträgern zu hören ist, zeichnet sich durch erstklassige künstlerische Leistungen und ein fantasievolles Programm aus, das Zuhörer und Kulturschaffende gleichermassen begeistert. Franz Welser-Möst übernahm im September 2002 als musikalischer Direktor die Leitung des Orchesters. Davor war das Orchester von Nikolai Sokoloff, Artur Rodzinski, Erich Leinsdorf, George Szell, Lorin Maazel und Christoph von Dohnányi dirigiert worden. Höhepunkte der ersten Saison unter Welser-Möst waren Weltpremieren von Auftragswerken für das Cleveland Orchestra, eine lokale Tournee durch den Mittleren Westen der USA sowie eine Tournee entlang der Ostküste mit Auftritten in der Carnegie Hall. Ab Oktober 2003 wird das Orchester im Zweijahresrhythmus im Musikverein in Wien zu hören sein. Auf dem Tourneeplan steht ab August 2004 zudem die regelmässige Teilnahme an europäischen Sommerfestivals, mit Konzerten am Lucerne Festival, Edinburgh Festival und den Proms in London. Das Cleveland Orchestra bricht mit Franz Welser-Möst in eine neue Ära auf und bleibt gleichzeitig der Öffentlichkeit und seiner langjährigen Tradition – künstlerisch herausragenden Leistungen und einer weitreichenden Kulturvermittlung – verpflichtet.

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