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Medienmitteilung

Basel, 23. Juli 2003

Halbjahres-Medienkonferenz

Basel, 23. Juli 2003, 10.00 Uhr, C.E.T.


Referate Deutsch

(es gilt das gesprochene Wort)

  • Franz B. Humer
    – Verwaltungsratspräsident und CEO Präsentation
  • Heino von Prondzynski
    – Mitglied der Konzernleitung und Leiter Diagnostics nur Präsentation
  • William M. Burns
    – Mitglied der Konzernleitung und Leiter Pharma nur Präsentation
  • Erich Hunziker
    – Mitglied der Konzernleitung und Finanzchef Präsentation

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Franz B. Humer

Meine sehr verehrten Damen und Herren

Herzlich willkommen zur Halbjahres-Medienkonferenz von Roche. Im ersten Halbjahr 2003 erzielte die Roche-Gruppe ein sehr gutes Resultat. Meine Kollegen von der Konzernleitung und ich werden Ihnen in der kommenden Stunde die wichtigsten Ergebnisse präsentieren. Anschliessend werden Sie wie gewohnt Gelegenheit haben, Ihre Fragen zu stellen.

Der Erfolg von Roche zeigt sich bekanntlich nicht nur in den Zahlen. Unsere neuartigen Produkte wie Pegasys gegen Hepatitis C, der HIV-Fusionshemmer Fuzeon, das zukunftsweisende Krebsmedikament Avastin oder der weltweit erste pharmakogenomische Test (AmpliChip CYP450) bedeuten zunächst für viele Menschen vor allem eine klare Verbesserung ihrer Lebensqualität, oft sogar eine Lebensverlängerung. Meine Damen und Herren, in dem Video, das wir gerade gezeigt haben, sahen Sie Menschen, die unsere Diagnosetests und Medikamente aus ihrem Alltag kennen. Deren persönlichen Aussagen geben Ihnen einen kleinen Einblick, welchen Nutzen wir durch unsere Tätigkeit den Patienten bringen. Das ist ein „Return“, der uns alle bei Roche mit Stolz erfüllt.

Umso erfreulicher sind die zahlreichen Neuzulassungen, die Fortschritte in unserer Pipeline und die Verkaufserfolge unserer Produkte in den ersten sechs Monaten.

Lassen Sie mich zum Überblick über die wichtigsten Aktivitäten und Resultate im ersten Halbjahr 2003 kommen.

Konzernergebnis 1. Halbjahr 2003 – Sehr gutes operatives Ergebnis
Wir veröffentlichen wie gewohnt nicht nur die konsolidierten Ergebnisse, sondern zusätzlich auch die um einmalige Sondereinflüsse bereinigten, adjustierten Resultate. Wir tun dies seit 1999 transparent und immer nach den gleichen Grundsätzen.

Roche erzielte in der Berichtsperiode – in beiden Rechnungsarten – ein deutlich über dem Markt liegendes Verkaufswachstum und eine weitere Verbesserung der Ertragskraft:

Die Verkäufe der beiden Kerngeschäfte Pharma und Diagnostics legten adjustiert, also ohne das nicht weitergeführte Vitamingeschäft, um 17% in lokalen Währungen respektive (wechselkursbedingt) in Franken um 6% auf 13,9 Milliarden Franken zu. Zum Wachstum in lokalen Währungen hat die Integration von Chugai in Japan rund 8 Prozentpunkte beigesteuert.

Der Brutto-Cashflow (EBITDA) erhöhte sich markant und übertraf die 4-Milliarden-Franken-Marke deutlich. Dies ist eine auch im internationalen Vergleich sehr beachtliche Grösse.

Der effektiv erzielte Betriebsgewinn verzeichnete eine noch stärkere Zunahme um 44% auf rund 2,5 Milliarden Franken. Zum Teil ist dies auf Kosten aus einem Rechtsstreit von Genentech zurückzuführen, die in der Vergleichsperiode des ersten Halbjahres 2002 anfielen. Aber selbst ohne Sondereinflüsse stieg der (adjustierte) Betriebsgewinn in unseren Kerngeschäften um 15% in Franken respektive um 27% in lokalen Währungen auf 2,8 Milliarden Franken an, das heisst stärker als die Verkäufe. Auch wenn wie im ersten Halbjahr 2003 das Wachstum von EBITDA und Betriebsgewinn in der effektiven Rechnung deutlich stärker ausgefallen ist, betonen wir das adjustierte Resultat, weil es Ihnen eine bessere Einschätzung und Vergleichbarkeit der Ergebnisse über die Zeit erlaubt.

Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deshalb, weil in der Vergleichsperiode Sondererträge aus dem Verkauf der Beteiligung an LabCorp realisiert wurden. Ohne diese einmaligen Erträge hätte sich das Finanzergebnis praktisch nicht verändert. In diesem Ergebnis enthalten sind auch Wertminderungen auf Aktien von 277 Millionen Franken, deren Börsenkurse im zweiten Halbjahr 2002 stark gefallen waren und sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nicht genügend erholten, um unsere seit Anfang 2003 vorgegebenen Mindestwerte zu erreichen. Sie erinnern sich, dass wir jede Kurskorrektur eines finanziellen Vermögenswertes, dessen Markwert während sechs Monaten mehr als 25% unter dem ursprünglichen Anschaffungswert liegt, der Erfolgsrechnung belasten. Erich Hunziker wird auf das Finanzergebnis detailliert zu sprechen kommen.

Für das Konzernergebnis schreiben wir nach dem ausserordentlichen Verlust für 2002 wieder klar schwarze Zahlen. Der Konzerngewinn erreichte gemäss konsolidierter Halbjahresrechnung 1,3 Milliarden Franken und auf adjustierter Basis 1,6 Milliarden Franken. Der Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 ist auf den damals im Konzerngewinn enthaltenen Gewinn (nach Steuern von 582 Millionen Franken) aus dem Verkauf von LabCorp-Aktien zurückzuführen, den ich bereits vorher erwähnt hatte.

Verkauf Vitamine und Feinchemikalien – Abschluss noch in diesem Jahr erwartet
Was den Verkauf der Division Vitamine und Feinchemikalien anbetrifft, so sind wir dem definitiven „Closing“ einen grossen Schritt näher gekommen. Allerdings mussten wir die Konditionen nochmals revidieren. Am 10. Februar dieses Jahres hatte Roche mit dem holländischen Unternehmen DSM den Verkaufsvertrag unterzeichnet und in der Folge mit den Wettbewerbsbehörden in allen wichtigen Marktregionen Kontakt aufgenommen. Im Juli nun haben wir die Vertragsbedingungen im gegenseitigen Einvernehmen den neuen Realitäten angepasst: Roche trägt der ungünstigen Entwicklung auf dem weltweiten Vitaminmarkt Rechnung, weshalb wir den Verkaufspreis um 200 Millionen Euro auf 1,75 Milliarden Euro reduziert haben. Dem Halbjahresergebnis wurde eine Wertminderung des Nettovermögens von 375 Millionen Franken belastet. Im Gegenzug verzichtet DSM auf eine Reihe von im ursprünglichen Vertrag vorgesehenen, wichtigen Bedingungen für den Vollzug der Transaktion. Es steht jetzt nur noch die Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden in Europa und den USA aus. Da wir dabei gut vorankommen, erwarten wir den Transaktionsvollzug im dritten Quartal dieses Jahres.

Starkes Umsatzwachstum – Beide Divisionen über dem Weltmarkt
Ich komme nun zu den wichtigsten Ergebnissen in unseren beiden Kerngeschäften.

Bei Pharma stiegen die Verkäufe in lokalen Währungen um ein Fünftel auf über 10 Milliarden Franken. Die Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten verzeichneten im zweiten Quartal eine deutliche Beschleunigung (von +18 auf +24%) und expandierten fast dreimal so schnell wie der Markt; sie lagen sowohl in Nordamerika, Japan als auch in Europa über dem Markt. Selbst ohne Berücksichtigung von Chugai übertrafen sie das Wachstum des Pharmaweltmarktes. Es gilt hier auch zu beachten, dass der Chugai-Effekt nicht ausschliesslich akquisitionsbedingt ist, da die ehemalige Nippon Roche einen bedeutenden Teil der neuen Chugai ausmacht und viele der jetzt von Chugai in Japan vertriebenen neuen Medikamente von Roche stammen. Neben Chugai und dem wiederum ausgezeichneten Geschäftsgang von Genentech haben zum guten Ergebnis der Pharma-Division vor allem unsere Onkologiemedikamente, die einen Umsatzsprung von 36% (auf 2,9 Milliarden Franken) verzeichneten, sowie andere Schlüsselprodukte wie NeoRecormon, CellCept und die neue Hepatitis-C-Kombinationstherapie Pegasys und Copegus beigetragen. Auch das Geschäft mit den rezeptfreien Medikamenten legte im zweiten Quartal spürbar zu.

Roche Diagnostics erzielte mit einem Umsatzplus von 7% in lokalen Währungen wiederum ein deutlich über dem Markt liegendes Wachstum und baute damit ihre globale Marktführung weiter aus. Erneut wiesen die beiden profitabelsten Bereiche – Diabetes Care und das In-vitro-Diagnostik-Geschäft von Molecular Diagnostics – die stärkste Verkaufsdynamik auf. In den Regionen Asien-Pazifik und Iberien wuchsen die Verkäufe deutlich zweistellig und übertrafen – wie auch in Europa und Nordamerika – das Marktwachstum bei weitem.

Im Rechtsstreit mit Igen hat ein amerikanisches Appellationsgericht bekanntlich entschieden, dass Roche bei der Wahrnehmung des Lizenzvertrags nicht gegen die Grundsätze von Treu und Glauben verstossen hat. Wir haben dieses Urteil mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Konsequenterweise hob das Gericht den Strafschadenersatz von über 400 Millionen US-Dollar auf und ermässigte den Schadenersatz deutlich. Mit der Reduktion der ursprünglich 505 Millionen Dollar um insgesamt mehr als 486 Millionen Dollar bekräftigte das Gericht die Position, die Roche während dieses Prozesses eingenommen hat. Allerdings bestätigte das Appellationsgericht auch das Recht von Igen, den Lizenzvertrag mit Roche kündigen zu können.

Betriebsgewinn und EBITDA lokal zweistellig gestiegen
Dank der guten Verkaufsentwicklung und eines rigorosen Kostenmanagements konnten wir in beiden Kerngeschäften die Ertragskraft deutlich steigern: In beiden Divisionen nahmen EBITDA und Betriebsgewinn in lokalen Währungen zweistellig zu. Der EBITDA von Diagnostics übertraf im Halbjahresergebnis erstmals klar die Hürde von einer Milliarde Franken.

Profitabilität 1. Halbjahr 2003 – Verbesserung der Margen trotz höherer Kosten
Besonders wichtig ist für uns die erneute Verbesserung der Betriebsgewinnmargen:

Die Umsatzrentabilität des Konzerns erhöhte sich (ohne Vitamin-Division) im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode deutlich um 1,6 Prozentpunkte. Über die letzten zwei Jahre haben wir damit die Profitabilität der Kerngeschäfte von 17% auf über 20% gesteigert.

Die EBITDA-Marge – bekanntlich die aussagekräftigste Kennzahl für Vergleiche der Profitabilität von Unternehmen – verbesserte sich weiter um 0,8 Prozentpunkte auf fast 30%. Beide Kerngeschäfte haben zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen.

Die Profitabilität der Division Pharma verbesserte sich nochmals, obschon wir deutlich höhere Ausgaben für die Einführung der neuen Medikamente (Pegasys, Copegus und Fuzeon) sowie für zahlreiche viel versprechende Projekte in unserer Forschungspipeline tätigten, und der Konkurrenzdruck auf Roaccutan/Accutane durch Nachahmerprodukte unvermindert anhielt. Massgeblichen Anteil an der Verbesserung haben die verschreibungspflichtigen Medikamente von Roche mit einer Betriebsgewinnmarge von nunmehr über 25%. Die EBITDA-Marge konnte auf dem auch im Branchenvergleich guten Wert von rund 31% gehalten werden.

Auch bei Roche Diagnostics konnten wir die Profitabilität der Division erneut stark verbessern. Die EBITDA-Marge legte noch kräftiger um 3,2 Prozentpunkte zu und erreichte erstmals einen Wert von ebenfalls über 30%. Sie liegt damit durchaus im Bereich der Pharmaindustrie.

Optimierung der Finanzstruktur – Weitere Fortschritte
Im Finanzbereich kommt der zu Jahresbeginn angekündigte Umbau der Strukturen planmässig voran. So konnten wir bedeutende Fortschritte bei der Verkleinerung des Aktienanteils am Finanzvermögen sowie in der Restrukturierung und dem Abbau der Konzernschulden erzielen.

Mit den getroffenen Massnahmen, die Ihnen Herr Hunziker im Anschluss im Einzelnen erläutern wird, reduzieren wir die zukünftige Volatilität des Ertrags auf Finanzanlagen, den Zinsaufwand und das Risikoprofil der Anlagen und der Schulden.

Meilensteine im 1. Halbjahr 2003 – Medizinscher Fortschritt zum Wohle der Patienten: Pharma
Dass das erste Halbjahr 2003 erfolgreich für Roche war, zeigen nicht nur die Verkaufs- und Gewinnzahlen, sondern auch die erreichten regulatorischen und klinischen Etappenziele:

Mit Fuzeon haben wir das erste neuartige HIV-Medikament seit sieben Jahren auf den Markt gebracht. Nur wenige Wochen nach seiner Zulassung war das Medikament in den USA und in Europa erhältlich. Um Fuzeon möglichst schnell möglichst vielen Patienten zur Verfügung stellen zu können, arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Produktionskapazitäten weiter zu steigern. Im Moment sieht es so aus, als ob bis Ende des Jahres bis zu 50% mehr Patienten versorgt werden könnten als ursprünglich geplant.

Pegasys ist inzwischen in über 80 Ländern zugelassen und hat bereits im ersten Halbjahr erhebliche Marktanteile gewonnen. Die Vorteile von Pegasys, also die hohe Ansprechrate, geringe Nebenwirkungen und die nur einmal wöchentliche Verabreichung, sind für Ärzte und Patienten gleichermassen überzeugend. Die Kombinationstherapie Pegasys und Copegus bietet sehr gute Aussichten auf Heilung bei Hepatitis C, und wir erhoffen uns ähnliche Ergebnisse auch für Hepatitis B.

Es ist uns in den ersten sechs Monaten gelungen, unsere weltweit führende Stellung in der Onkologie weiter auszubauen. Die Umsätze unserer führenden Krebsmedikamente MabThera/Rituxan, Herceptin und Xeloda haben erneut stark zugelegt. Deutliche Fortschritte in der Krebsbehandlung sind aufgrund der Komplexität der Erkrankung nur sehr selten. Deshalb sind wir stolz darauf, dass Roche gleich drei Onkologiepräparate anbietet, die in klinischen Studien nachgewiesen haben, dass sie Leben verlängern. Und Avastin, das wir gemeinsam mit Genentech im Markt einführen werden, gibt ebenfalls Anlass zu neuer Hoffnung. Die Ergebnisse der Phase-III-Studie mit Darmkrebspatienten sind so überzeugend, dass die FDA Avastin in ihr Programm für neue, viel versprechende Medikamente zur Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten aufgenommen hat, um die Entwicklung zu erleichtern und das Zulassungsverfahren zu beschleunigen.

Neben Avastin zeigten noch eine ganze Reihe weiterer Entwicklungsprojekte sehr gute klinische Resultate in wichtigen Therapiegebieten wie Onkologie, Anämie und Transplantation.

Besonders erfreulich ist der Abschluss der ersten produktbezogenen Vereinbarung mit Chugai. MRA ist ein viel versprechendes potenzielles Medikament zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, das wir gemeinsam mit unserem japanischen Partner entwickeln und auf den Markt bringen werden.

Ich denke, durch solche Ergebnisse werden die Vorteile unserer Strategie, die in der Forschung auf ein Netzwerk von starken Partnerunternehmen baut, immer deutlicher sichtbar. Der Roche-eigenen Forschung und Entwicklung kommt dabei auch in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Von unseren zehn Top-Pharmaprodukten stammen fünf aus den Laboratorien von Roche.

Meilensteine im 1. Halbjahr 2003 – Medizinscher Fortschritt zum Wohle der Patienten: Diagnostics
Die Division Diagnostics hat mit der Übernahme des Schweizer Unternehmens Disetronic ihren grössten und profitabelsten Geschäftsbereich Diabetes Care deutlich gestärkt. Der Zusammenschluss der weltweiten Nummer eins im Diabetes Management und der Nummer zwei auf dem Markt für Insulinpumpen verbreitert nicht nur das Angebot von Roche Diagnostics, das nun von der Selbstüberwachung der Blutzuckerwerte bis zur individuell abgestimmten Insulinzufuhr reicht. Sie bringt uns auch unserem langfristigen Ziel näher, eine voll automatische, künstliche Bauchspeicheldrüse zu entwickeln. Das wäre eine dramatische Verbesserung der Lebensqualität für Menschen mit Diabetes. Hinsichtlich der Beanstandungen der FDA bei den Produktionsprozessen und -dokumentationen von Disetronic haben wir alle notwendigen Massnahmen eingeleitet. Roche arbeitet hier eng mit der FDA zusammen. Die Lancierung der neuen Generation von Insulinpumpen, die wir für die zweite Jahreshälfte 2004 planen, ist davon nicht betroffen.

Mit der Einführung des AmpliChip CYP450 vergangenen Monat hat Roche einen wichtigen Schritt in Richtung massgeschneiderte Medizin gemacht. Mit Hilfe der von Affymetrix einlizenzierten GeneChip-Technologie werden wir in der Lage sein, DNS-Tests für eine Vielzahl von Krankheiten zu entwickeln und neue Standards für genetische Tests in den Klinikalltag zu bringen. Im nächsten Jahr ist die Einführung einer ganzen Reihe weiterer Tests geplant, die zunächst für Forschungszwecke eingesetzt werden. Ähnlich wie schon in den 1990-Jahren mit der PCR-Technologie wollen wir mit der GeneChip-Technologie den Diagnostikamarkt für Onkologie und Genomik aufbauen und entscheidend mitgestalten.

Aktivitäten in Entwicklungsländern – bedeutende Schritte im 1. Halbjahr
Innovative Produkte, die wichtige medizinische Verbesserungen erlauben und dem Wohle der Patienten in der ganzen Welt dienen, sind unser Kerngeschäft. Aber es gehört auch zum Selbstverständnis von Roche, in Entwicklungsländern Verantwortung zu übernehmen. Im ersten Halbjahr haben wir in diesem Bereich bedeutende Schritte unternommen:

Wir haben unsere Preispolitik für Proteasehemmer im Rahmen der „Accelerating Access Initiative” aktualisiert. Die Massnahmen zielen darauf ab, den am schlimmsten von der Aids-Pandemie betroffenen Ländern den Zugang zu diesen von der WHO als essentiell eingestuften Medikamenten weiter zu erleichtern:

Direktverkäufe von Viracept und Invirase an die am wenigsten entwickelten Länder und afrikanische Staaten südlich der Sahara offerieren wir zu „no-profit“-Preisen für Roche, verzichten also auf jeglichen Gewinn unabhängig von der benötigten Menge. Mit unserem Angebot liegen wir 30–50% unter den Offerten der Generikahersteller.

Wir haben nochmals bekräftigt, dass Roche in diesen Ländern nicht gegen Verletzungen von Roche-Patenten für Anti-HIV- und Aids-Medikamente vorgehen und dass Roche keine neuen Patente anmelden wird.

Die Lösung des Problems liegt allerdings nicht allein beim Preis. Das komplexe Behandlungsschema von HIV/Aids und vor allem die Prävention können nur mit einer intakten Infrastruktur, einer funktionierenden medizinischen Grundversorgung und durch Ausbildung, Aufklärung und mit dem nötigen politischen Willen umgesetzt werden. Die Bedeutung dieser Faktoren wird bei unserem Projekt CARE deutlich: In Kenia, der Elfenbeinküste, Uganda und Senegal ist Roche Hauptträger eines umfassenden Behandlungsprojektes, das diese Aspekte mit einbezieht, und wir sind daran, auch in Asien ein ähnliches Projekt auf die Beine zu stellen.

Als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung betrachten wir auch die Schenkung der Rechte und Technologie zur Herstellung von Benzonidazol an die brasilianische Regierung. Es handelt sich dabei um das wirksamste Medikament, das zur Behandlung von Chagas zur Verfügung steht. Chagas ist eine Tropenkrankheit, von der rund 18 Millionen Menschen betroffen sind und die nur in Zentral- und Südamerika vorkommt. Allein in Brasilien leiden 5 bis 6 Millionen Personen an der potenziell tödlich verlaufenden Krankheit.

Malaria stellt nach wie vor ein grosses Problem dar. 1998 hat Roche die Zusammenarbeit mit der University of Nebraska aufgenommen, um die Entwicklung eines neuen wirksamen und preisgünstig herzustellenden Malariamittels voranzubringen. Es gelang in dieser Kooperation, eine Substanz mit sehr guter In-vitro- und In-vivo-Wirkung zu entwickeln. Dieses Projekt wurde 1999 von der University of Nebraska und dem Schweizer Tropeninstitut mit Unterstützung der WHO fortgeführt. Im Mai dieses Jahres hat Roche die Funktion als Pharmapartner an einen indischen Produzenten übergeben. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Entwicklung dieses Medikamentes soll so eine möglichst preisgünstige Herstellung ermöglicht werden.

Mit diesen Initiativen leistet Roche einen Beitrag dazu, dass eine möglichst hohe Zahl von Patienten mit lebenswichtigen Medikamenten auch in wirtschaftlich weniger privilegierten Ländern versorgt werden kann. Sicherlich wird auch auf diesem Gebiet in Zukunft noch viel zu tun sein und wir sind keineswegs mit dem Erreichten zufrieden.

Prognosen erfüllt
Bevor ich zum Ausblick komme, lassen Sie uns kurz auf die Prognosen, die wir im Februar an der Bilanzmedienkonferenz abgegeben haben, zurückblicken. Wir haben alle Verkaufs- und Ertragserwartungen mit einer Einschränkung erfüllt oder sogar übertroffen. Die Division Diagnostics wächst zwar deutlich schneller als der Markt, doch liegen wir bei Halbzeit etwas hinter dem Ziel eines erneut zweistelligen Verkaufswachstums für das ganze Jahr zurück. Wir sind jedoch zuversichtlich, mit einer höheren Verkaufsdynamik, der Einführung neuer Produkte und der Integration von Disetronic seit Mai im zweiten Halbjahr auch dieses Ziel bis Ende Jahr erreichen zu können.

Wir sind uns durchaus der Herausforderungen bewusst, die wir bewältigen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Die erfolgreiche Stärkung der Pipeline wird unsere volle Aufmerksamkeit verlangen, ebenso wie die sorgfältige Integration von Disetronic und die Bereinigung unserer Geschäftsbeziehungen mit Igen. Daneben verlangt auch die weitere Umsetzung unserer Finanzstrategie zur Erreichung eines ausgeglichenen Resultats bis 2004 in einem nach wie vor volatilen und schwierigen Marktumfeld grosse Anstrengungen. Der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit Genentech und Chugai und die globale Vernetzung der drei Unternehmen Roche, Chugai und Genentech ist eine weitere wichtige Aufgabe, an der wir aktiv arbeiten.

Ausblick – Erwartungen für 2003 bestätigt
Aufgrund des guten Halbjahresergebnisses gehen wir davon aus, die zu Beginn des Jahres kommunizierten Verkaufs- und Ertragserwartungen für das ganze Jahr 2003 erreichen oder übertreffen zu können.

So rechnen wir für die Roche-Gruppe mit einem zweistelligen Wachstum der Verkäufe und des Betriebsgewinns in lokalen Währungen. Dasselbe gilt für die Division Pharma und unter Einschluss von Disetronic auch für die Division Diagnostics. Zudem erwarten wir eine im Vergleich zu 2002 zumindest stabile Betriebsgewinnmarge für den Konzern.

Meine Damen und Herren, die erreichten regulatorischen und klinischen Etappenziele, die erfolgreichen Markteinführungen und die Verkaufs- und Ertragszahlen zeigen, dass wir unsere Strategie der Fokussierung auf die beiden innovativen Kerngeschäfte Pharma und Diagnostics erfolgreich umsetzen. Diese Fortschritte bekräftigen unsere Überzeugung, dass wir die Weichen für den Roche-Konzern als führendes Gesundheitsunternehmen richtig gestellt haben. Wir werden unsere Strategie weiterhin konsequent und eigenständig umsetzen und damit langfristig Erfolge zum Nutzen von Patienten, Ärzten, Mitarbeitenden und Aktionären erzielen.


Erich Hunziker

Guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren

Restrukturierung Tresorie & Finanzierung – Reduktion des Zinsaufwands und des Risikoprofils
Im ersten Halbjahr 2003 wurden alle Aktivitäten von Corporate Finance mit dem Ziel vorangetrieben, bis Ende 2004 die Voraussetzungen für ein ausgeglichenes Finanzergebnis zu schaffen. Im Vordergrund standen ein konsequenter Schuldenabbau sowie eine weitere Verringerung des Risikoprofils unserer Anlagen.

Wenden wir uns vorerst den Halbjahresresultaten des operativen Geschäfts zu.

Operatives Leistung (konsolidierte Rechnung) – Beeinflusst durch Sondereffekte
Auf konsolidierter Basis, d.h. inklusive Vitamingeschäft, liegt das operative Ergebnis in Franken beträchtlich über dem Niveau des Vorjahres. Dies beruht neben einer starken Verbesserung des operativen Geschäfts auf Sondereffekten: im ersten Halbjahr 2003 wurde die Rechnung mit 375 Millionen Franken für den Vitaminverkauf an DSM belastet, während in der Vorjahresperiode unsere Tochtergesellschaft Genentech 778 Millionen Rückstellungen für den „City of Hope Medical Center“-Gerichtsfall bildete.

Operatives Leistung der Kerngeschäfte – Signifikante Steigerung des Betriebsgewinns
Betrachten wir das operative Ergebnis auf adjustierter Basis, d.h. nach unseren seit mehreren Jahren unveränderten Regeln zur Darstellung der Entwicklung unseres Kerngeschäfts, so werden die Einflussfaktoren der Ergebnisverbesserung deutlicher sichtbar: trotz mehrerer Produkt-Neueinführungen konnte der Anstieg der Marketing- & Distributionskosten im Rahmen gehalten werden. Die Erhöhung der Forschungskosten ist einerseits durch die Konsolidierung von Chugai zu erklären, andererseits durch die grosse Anzahl viel versprechender Projekte der beiden Kerngeschäfte, inklusive der einlizenzierten und aufgrund von Forschungsabkommen erworbenen Wirksubstanzen. Der Anstieg der Administrationskosten geht hauptsächlich auf die Integration von Chugai zurück. Die wesentliche Verbesserung des „sonstigen betrieblichen Nettoaufwandes“ beruht auf drei Ursachen: deutlich tiefere Währungsverluste auf Kundenforderungen (primär in Lateinamerika), einer einmaligen Einnahme aus der Beilegung eines Patentstreits von Diagnostic, sowie verringerten Aufwendungen für Software-Implementierungen.

Insgesamt konnte eine erfreuliche Steigerung des operativen Ergebnisses von 27% in lokalen Währungen oder von 15% in Franken erarbeitet werden, was auch einer Erhöhung der Betriebsgewinnmarge gegenüber der Vorjahresperiode um 1,6 Prozentpunkte auf 20,1% entspricht.

Nettofinanzertrag (- aufwand) – LabCorp 2002, Wechselkursgewinne entsprechen Wertminderung 2003
Auf diesem Bild sehen Sie die Haupteinflussfaktoren des Nettofinanzertrags des Konzerns im Vorjahresvergleich: Sie sehen die massiven Zinsaufwendungen, die primär durch unsere Wandelanleihen entstehen. Aufgrund des langfristigen Charakters dieser Anleihen können wir auf der Schuldenseite nicht vom historisch tiefen Zinsniveau profitieren. Wir wollen deshalb die meisten dieser Instrumente so rasch wie möglich zurückzahlen bzw. ablösen. Auf der Zinseinnahmenseite schlugen hingegen der reduzierte Bestand an finanziellen Vermögenswerten und die tiefen Marktzinsen voll durch: sie lagen beträchtlich unter dem Vorjahr.

Erfreulicherweise konnten im Vergleich zum Vorjahr erhebliche Währungsgewinne erarbeitet werden.

Während in der Vorjahresperiode durch den Verkauf von LabCorp-Aktien ein beträchtlicher Gewinn gemacht wurde, hielten sich dieses Jahr beim gezielten Abbau unseres Aktienportfolios Gewinne und Verluste die Waage.

In Folge unserer seit Ende 2002 eingeführten Regel, alle Aktien, die länger als sechs Monate mehr als 25% unter ihrem Anschaffungswert liegen, erfolgswirksam auf den Marktwert abzuschreiben, mussten wir eine Wertminderung von 277 Millionen Franken hinnehmen. Dabei handelt es sich primär um Titel, die bereits zum Jahresende 2002 über 25% unter Anschaffungswert lagen, aber weniger als sechs Monate, und sich in der ersten Jahreshälfte 2003 nicht genügend erholen konnten.

Ende Juni 2003 lag der Bestand von Aktien mit über 25% unrealisierten Buchverlusten, aber noch nicht seit sechs Monaten, bei 150 Millionen Franken.

Liquide Mittel und Wertschriften – Weitere Verminderung des Aktienbestands
Im Einklang mit unserer Politik, das Risikoprofil unserer Anlagen zu verringern, wurde der Aktienbestand im ersten Halbjahr 2003 um 1,3 Milliarden Franken abgebaut. Da infolge Schuldenrückzahlung der Gesamtbestand der finanziellen Vermögenswerte von 15,8 auf 11,8 Milliarden zurückging, macht der Aktienbestand immer noch 21% aus.

Nettofinanzertrag (- aufwand) – Abnahme entspricht LabCorp-Gewinn 2002
Aus dieser Darstellung ersehen Sie die detaillierten Zahlen des Finanzergebnisses: es ist uns gelungen, unter Ausklammerung der einmaligen Gewinne aus dem Verkauf der LabCorp-Aktien auf dem Vorjahresniveau zu bleiben.

Konzerngewinn (konsolidierte Rechnung) – Abnahme aufgrund des 2002 LabCorp-Gewinns
Das starke Anwachsen des operativen Ergebnisses konnte den Ausfall des LabCorp-Sondereffektes auf Stufe Finanzergebnis nicht kompensieren: wir müssen einen Rückgang von 28% in Kauf nehmen.
Konzerngewinn der Kerngeschäfte – Abnahme aufgrund des 2002 LabCorp-Gewinns
Auch auf adjustierter Basis schlägt der LabCorp-Effekt voll durch. Erfreulicherweise konnten wir die Steuerrate im Zielkorridor halten.

Kapitalmarktinstrumente – Fälligkeitsprofil deutlich verringert
Im ersten Halbjahr 2003 konnte die Verschuldungssituation entscheidend verbessert werden: mit dem LYON II und dem Bullet wurden Schulden im Umfang von 3,1 Milliarden Franken zurückbezahlt. Im Rahmen eines erfolgreich lancierten European Medium Term Notes (EMTN)-Programms konnten 750 Millionen Euro zu attraktiven Konditionen aufgenommen werden, mit denen kurzfristige Bankschulden ersetzt wurden.

Freier Geldfluss von 1,5 Milliarden Franken – Substantieller Schuldenabbau im
1. Halbjahr 2003

Erfreulicherweise konnte Roche im ersten Halbjahr 2003 wieder einen positiven Freien Cash-Flow generieren: das operative Kerngeschäft zeigte sich äusserst robust und steigerte den EBITDA auf 4,1 Milliarden Franken. Investitionen und Aufbau des betrieblichen Nettoumlaufvermögens verhielten sich im Rahmen der Planung, 600 Millionen Franken wurden an Vitaminkunden ausbezahlt (dieser Betrag war bereits früher zurückgestellt worden).

Während das EMTN-Programm 750 Millionen Euro einbrachte, flossen für Schuldenrückzahlung und die Disetronic-Akquisition insgesamt 7,8 Milliarden Franken. Auf die Transaktion mit eigenen Genussscheinen (GS) komme ich im weiteren Verlauf detailliert zu sprechen.

Wandelanleihen/Eigene Eigenkapitalinstrumente – Neue Regeln schon 2002 angewendet
Roche hält eigene GS in der Regel nur im Zusammenhang mit Wandelanleihen. Um die Transaktionen des ersten Halbjahres 2003 zu erläutern, möchte ich in das zweite Halbjahr 2002 zurückblenden: Wie Sie aus der Darstellung ersehen können, hatte Roche eine Reihe von Wandelanleihen ausstehend, zu deren Absicherung am 30. Juni 2002 insgesamt 40 Millionen Genussscheine gehalten wurden. Der Bestand teilte sich in 23 Millionen physische GS sowie 17 Millionen in Form von Terminkäufen. Im zweiten Halbjahr 2002 zeichnete sich in einem „exposure draft“ des IAS-Boards eine Weiterentwicklung der internationalen Rechnungslegung auf diesem Gebiet ab: während in der Vergangenheit derartige Terminkaufgeschäfte im Eigenkapital ausgewiesen werden konnten, sollen sie in Zukunft zum Barwert als Schulden ausgewiesen werden. Roche hatte sich entschieden, diesen Schritt im Rahmen erhöhter Transparenz pro-aktiv zu treffen und reklassifizierte diese Terminkaufgeschäfte per 31.12.2002 als langfristige Verbindlichkeiten von 2,4 Milliarden Franken. Zudem musste bei den Banken, mit denen diese Terminkäufe eingegangen worden waren, insgesamt 673 Millionen Franken hinterlegt werden (All diese Schritte sind selbstverständlich im Geschäftsbericht 2002 ausgewiesen). Eine schmerzhafte Folge dieser neuen Rechnungslegung ist der Umstand, dass die Differenz zwischen zukünftiger Kaufverpflichtung und Barwert jährlich über die Erfolgsrechnung als Zinskosten zu tragen ist. Für Roche bedeutete dies eine zusätzliche jährliche Belastung von 145 Millionen Franken.

Wandelanleihen/Eigene Eigenkapitalinstrumente – Entwicklung im 1. Halbjahr 2003
Im ersten Halbjahr 2003 haben wir unsere Situation erheblich verbessert: im April wurde der „LYON II“ fällig, ohne dass die „unterlegten“ GS zur Konvertierung benötigt wurden. Diese GS konnten deshalb einerseits für die Disetronic-Akquisition verwendet werden, andererseits wurden sie auf dem freien Markt verkauft. Der Erlös dieser Verkäufe wurde verwendet, um einen beträchtlichen Teil der Terminkäufe aufzulösen. Hätten wir aber nur diesen Schritt getan, hätten wir einerseits die „Unterlegung“ der noch ausstehenden Wandelanleihen gefährdet, andererseits hätten die Bankenpartner dieser Terminkaufgeschäfte diese GS zusätzlich auf den Markt gebracht. Wir haben die Titel deshalb in der Form von Low Exercise Price Options (LEPOs) gesichert.

Zum 30. Juni 2003 halten wir nur noch 30 Millionen eigene GS mit einem beträchtlich verbesserten Profil, die Darlehen im Zusammenhang mit den GS konnten um 1,3 Milliarden, die hinterlegten Mittel um 516 Millionen Franken reduziert werden. Zudem wird die Zinsbelastung auf Jahresbasis von 145 auf 62 Millionen zurückgehen.

Anstieg des Eigenkapitals – Aufgrund des Konzerngewinns
Das Eigenkapital konnte durch den Konzerngewinn und die vorher erwähnten Massnahmen im GS-Bereich leicht gesteigert werden.

Bilanzen – Solide Finanzierung, höhere Eigenkapitalquote
Durch die konsequente Reduzierung unserer Verschuldung konnte die Eigenkapitalquote auf 44% gesteigert werden.

Ausblick – Erwartungen für 2003 bestätigt
Lassen Sie mich abschliessend unseren Ausblick für das Ganzjahr und darüber hinaus rekapitulieren:

Vorbehältlich unvorhersehbarer Ereignisse erwarten wir für 2003 für die Divisionen Pharma und Diagnostics einen zweistelligen Anstieg in lokalen Währungen bei Verkäufen und Betriebsgewinn. Die Betriebsgewinnmarge bleibt gegenüber 2002 voraussichtlich mindestens stabil, die Steuerrate für das Kerngeschäft wird bei 29% liegen.
Mittelfristig erwarten wir, dass die Gruppe ihre Betriebsgewinnmarge auf über 20% steigern kann, dass die Division Pharma ihre Betriebsgewinnmarge bis Ende 2004 auf gegen 25% steigern wird, dass die Division Diagnostics ihre Betriebsgewinnmarge bis 2006 leicht über 20% steigert und dass wir bis Ende 2004 die Voraussetzungen für ein ausgeglichenes Finanzergebnis geschaffen haben.