Medienmitteilung
Basel, 23. Juli 2003
Erfolgreiches
erstes Halbjahr 2003 der Roche-Gruppe
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- Verkäufe in den beiden Kerngeschäften Pharma und Diagnostics in lokalen Währungen um 17% gestiegen (+6% in CHF)
- Deutliche Verbesserung der operativen Ertragskraft des Konzerns, Steigerung des Betriebsgewinns der Kerngeschäfte um 27% in lokalen Währungen (+15% in CHF)
- Steigerung der Profitabilität über die letzten zweieinhalb Jahre von 17% auf über 20%
- Konzerngewinn von 1,3 Milliarden Franken: rückläufig wegen einmaligem Gewinn aus dem Verkauf von LabCorp-Aktien im Vorjahr
- Division Pharma steigert Umsätze um 21% in lokalen Währungen (+9% in CHF) bei einem Marktwachstum von 7%
- Mit einem Umsatzwachstum von 7% in lokalen Währungen (-1% in CHF) Ausbau der weltweit führenden Marktposition der Division Diagnostics
- Reduzierter Verkaufspreis für Vitamingeschäft, Abschluss der Transaktion im dritten Quartal erwartet
- Fortschritte bei der Restrukturierung des Finanzbereichs
Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zum Halbjahresergebnis 2003: "Roche schaut vor allem im operativen Bereich auf eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zurück. Unsere Kerngeschäfte Pharma und Diagnostics wuchsen rascher als der Markt und zugleich ist es uns gelungen, die Profitabilität deutlich zu steigern. Zum hohen Umsatzwachstum trugen massgeblich sowohl die Integration von Chugai als auch sehr erfolgreiche angestammte und neue Produkte von Roche bei. Die strategische Neupositionierung des Roche-Konzerns hin zu einem führenden Gesundheitsunternehmen mit den erfolgreichen Kerngeschäften Pharma und Diagnostics sowie einem soliden finanziellen Fundament verläuft gemäss Plan. Bei der Bewältigung von Problemen aus der Vergangenheit - Verkauf der Vitamin-Division, Igen und Finanzergebnis - haben wir wesentliche Fortschritte erzielt. Aufgrund des Halbjahresergebnisses gehen wir davon aus, die zu Beginn des Jahres kommunizierten Verkaufs- und Ertragserwartungen für 2003 erreichen zu können."
Kennzahlen in Millionen CHF
Ergebniss gemäss konsolidierter Halbjahres- rechnung | Halbjahres- ergebnisse auf adjustierter Basis a) | |||||||
Verän- derung in % | % change | |||||||
2003 | 2002 | in CHF | in lok. Währ. | 2003 | 2002 | in CHF | in lok. Währ. |
|
Verkäufe | 15'327 | 14'737 | 4 | 15 | 13'880 | 13'107 | 6 | 17 |
EBITDA b) | 4'236 | 3'203 | 32 | 32 | 4'128 | 3'790 | 9 | 21 |
Betriebsgewinn | 2'474 | 1'717 | 44 | 72 | 2'789 | 2'420 | 15 | 27 |
Konzerngewinn | 1,289 | 1'801 | -28 | 1'585 | 2'084 | -24 | ||
Verwässerter EPS (in CHF) | 1.52 | 2,14 | -29 | 1,86 | 2,46 | -24 | ||
Personalbestand per 30. Juni | 71,934 | 64'463 | +12 | 64'736 | 57'091 | +13 |
a)
Die adjustierten Daten entsprechen den Ergebnissen aus den laufenden, wiederkehrenden Geschäftstätigkeiten
des Konzerns und dienen der internen Führung des Geschäfts. Sondererträge und -aufwendungen wurden ausgeklammert
und nur die weitergeführten Geschäfte eingeschlossen. Eine vollständige Beschreibung der Ergebnisse
gemäss konsolidierter Rechnung und auf adjustierter Basis ist auf Seite 71 des Geschäftsberichts 2002
und eine Überleitung zwischen den Ergebnissen auf Seite 28 des Halbjahresberichts dargestellt.
b)
EBITDA: Earnings before interest and other financial income, tax, depreciation and amortisation, including
impairment. Die Kennzahl entspricht dem Betriebsgewinn vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem
Anlagevermögen sowie vor Wertminderungen des Anlagevermögens.
Roche-Gruppe
Deutliche
Steigerung von Umsatz und Betriebsgewinn
Der Roche-Konzern erzielte im ersten Halbjahr
2003 mit seinen beiden Kerngeschäften Verkäufe in Höhe von insgesamt 13,9 Milliarden Franken. Dies entspricht
im Vergleich zum Vorjahr einem Umsatzwachstum von 17% in lokalen Währungen (+6% in CHF). Bei der Division
Pharma erreichte das Umsatzwachstum in lokalen Währungen 21% (+9% in CHF) und bei der Division Diagnostics
7% (-1% in CHF). Einschliesslich der Verkäufe des nicht weitergeführten Vitamin- und Feinchemikaliengeschäfts
nahm der Konzernumsatz in lokalen Währungen um 15% (+4% in CHF) zu.
Besonders erfreulich ist die wiederum deutliche Verbesserung der operativen Ertragskraft des Konzerns: der effektive Betriebsgewinn erhöhte sich in Franken um 44% auf rund 2,5 Milliarden Franken. Diese sehr starke Zunahme ist zum Teil auf erhebliche, in der Vergleichsperiode des Vorjahres angefallene, einmalige Kosten aus einem Rechtsstreit von Genentech zurückzuführen. Aber selbst ohne Sondereinflüsse und nicht weitergeführte Geschäfte stieg der Betriebsgewinn in den Kerngeschäften Pharma und Diagnostics mit 2,8 Milliarden Franken um 27% in lokalen Währungen bzw. um 15% in Franken sehr deutlich an. Zu diesem Anstieg haben das Umsatzwachstum, die verbesserte Bruttogewinnmarge und der deutlich niedrigere sonstige betriebliche Nettoaufwand beigetragen. Die zusätzlichen Kosten für die Integration von Chugai, das Marketing der neu eingeführten Produkte wie Pegasys und Fuzeon sowie Aktivitäten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung unserer Entwicklungspipeline, inklusive den kürzlich einlizenzierten oder aufgrund von Forschungsabkommen erworbenen Wirksubstanzen, konnten somit kompensiert werden.
Das Finanzergebnis für das erste Halbjahr 2003 weist einen Nettofinanzaufwand von rund 370 Millionen Franken auf, während in der entsprechenden Vorjahresperiode ein Nettofinanzertrag von rund einer halben Milliarde Franken erreicht wurde. Die Differenz ist darauf zurückzuführen, dass Roche im Vorjahr mit dem Verkauf von LabCorp-Aktien einen einmaligen Gewinn von 895 Millionen Franken realisierte. Der Konzerngewinn erreichte gemäss konsolidierter Halbjahresrechnung 1,3 Milliarden Franken und auf adjustierter Basis 1,6 Milliarden Franken, was gegenüber dem zweiten Halbjahr 2002 eine Rückkehr zur soliden Ertragskraft bedeutet.
Division Pharma
Erfolgreiche neue Produkte; wichtige Meilensteine erreicht
Kennzahlen | In MillionenCHF | Prozentuale Veränd- erung in CHF | Prozentuale Veränd- erung in lok. Währ. | In % der Verkäufe |
Verkäufe¹) | 10'311 | 9 | 21 | 100 |
- Verschreibungs- pflichtige Medikamente¹) | 9'443 | 9 | 21 | 92 |
- Rezeptfreie Medikamente OTC | 868 | 10 | 18 | 8 |
EBITDA²) | 3'177 | 8 | 20 | 30,8 |
Betriebsgewinn²) | 2'272 | 14 | 24 | 22 |
1)
Die adjustierten Verkäufe beinhalten die reklassifizierten Verkäufe an die Division Vitamine und Feinchemikalien.
2)
Auf adjustierter Basis.
Verschreibungspflichtige
Medikamente:
Umsatzzunahme über Marktwachstum
Im ersten Halbjahr 2003 konnte die Division Pharma
ihre Verkäufe um bemerkenswerte 21% in lokalen Währungen (+9% in CHF) steigern. Roche, Genentech und
Chugai haben alle zum Umsatzwachstum beigetragen. Die Verkäufe der verschreibungspflichtigen Medikamente
stiegen fast dreimal so schnell wie der Markt. Auch ohne Berücksichtigung von Chugai übertraf das Geschäft
mit den verschreibungspflichtigen Medikamenten das Wachstum des Pharmaweltmarktes. Die Betriebsgewinnmarge
der Division verbesserte sich, dies trotz der höheren Kosten für die Markteinführungen von Pegasys und
Fuzeon und des anhaltenden Konkurrenzdrucks auf Roaccutan/Accutane durch Nachahmerprodukte.
In allen wichtigen Regionen erzielte die Division gute Umsätze. In Nordamerika, Japan und Europa lagen die Verkäufe der verschreibungspflichtigen Medikamente über dem Markt. Die Umsätze in Lateinamerika gingen wesentlich weniger stark zurück als der Gesamtmarkt.
Onkologie
- starke Verkäufe und herausragende klinische Resultate
Die Krebsmedikamente von
Roche erzielten im ersten Halbjahr Verkäufe von 2,9 Milliarden Franken, was einer Wachstumsratea) von
36% entspricht. Das weltweit führende Roche-Onkologieportfoliob) steuert rund ein Drittel der Gesamtverkäufe
der verschreibungspflichtigen Medikamente von Roche bei. Wachstumsträger waren vor allem MabThera/Rituxan,
Herceptin und Xeloda. MabThera/Rituxan, der weltweit erste monoklonale Antikörper zur Behandlung des
Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL), verzeichnet nach wie vor starke, zweistellige Umsatzzuwächse. Es wird erwartet,
dass sich die kürzlich publizierten Ergebnisse aus klinischen Studien positiv auf die Verkäufe in beiden
Indikationen, der niedrig- und mittelmalignen und der aggressiven Form von NHL, auswirken werden. Weitere
Wirksamkeits- und Verträglichkeitsstudien mit MabThera/Rituxan bei rheumatoider Arthritis haben erfolgversprechende
erste Resultate in Phase II gezeigt. Herceptin zur gezielten Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs
zeigte ebenfalls ein anhaltend starkes, zweistelliges Umsatzwachstum in allen wichtigen Regionen. Auch
die Verkäufe von Xeloda erhöhten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres signifikant. Das Medikament
zur Behandlung von Brust- und Darmkrebs wird oral verabreicht und entfaltet seine Wirkung direkt in
den Tumorzellen. Im Mai befürwortete das National Institute for Clinical Excellence (NICE) in Grossbritannien
den Einsatz von Xeloda für beide Indikationen. Kytril, das gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird,
konnte mit einem moderaten Umsatzwachstum seinen Anteil im Antiemetikmarkt vergrössern. Dies ist auf
die hohe Wirksamkeit, Sicherheit und Verbraucherfreundlichkeit des Präparats zurückzuführen.
a)
Alle Wachstumsraten in lokalen Währungen.
b) Onkologieportfolio: MabThera/Rituxan, Herceptin,
Xeloda, Bondronat, Kytril, Furtulon, Neupogen, NeoRecormon (25%), Roferon-A (60%), Neutrogin, Picibanil.
Anämie
- Vorteile durch neue Dosierung von NeoRecormon
Das führende Anämie-Präparat NeoRecormon
erzielte im ersten Halbjahr erneut ein starkes Verkaufswachstum. NeoRecormon ist jetzt Marktführer bei
der Behandlung von Blutarmut im Zusammenhang mit Nierenkrankheiten in Europa. Dort war im April eine
neue Dosierung für stabile Dialysepatienten zugelassen worden, die nur einmal alle zwei Wochen verabreicht
werden muss. Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit einem Konkurrenzprodukt haben sich positiv auf
den Umsatz von NeoRecormon ausgewirkt. Bei der Behandlung von Anämie bei Krebspatienten spielt NeoRecormon
eine immer bedeutendere Rolle, wie das 39-prozentige Wachstum in diesem Segment zeigt. In Japan erreichte
Chugais Produkt Epogin einen Umsatz von 365 Millionen Franken.
Transplantation
- Fortschritte dank hervorragender Wirksamkeit und Sicherheit
Mit einem starken
ersten Halbjahr festigte CellCept seine Stellung als bevorzugtes Medikament zur immunsuppressiven Therapie
bei Transplantationspatienten. Jüngste klinische Daten haben erneut die hohe Wirksamkeit und die niedrige
Toxizität des Präparates bestätigt. Wie sich gezeigt hat, minimiert eine Behandlung mit CellCept das
Risiko, dass Patienten nach der Transplantation Tumore entwickeln.
Valcyte ist dank seiner
einfachen Verabreichung bei gleichzeitig hoher Wirksamkeit auf dem besten Weg, Cymevene als Therpaiestandard
zur Behandlung und Prävention von Augeninfektionen (Zytomagelievirus[CMV]-Retinitis) bei Patienten mit
geschwächtem Immunsystem abzulösen. Im Mai wurde Valcyte für den Einsatz bei Organtransplantationspatienten
in Europa zugelassen. In den USA wird die Zulassung in dieser wichtigen Indikation noch in diesem Jahr
erwartet.
Virologie - erfolgreiche Einführung
von Pegasys und
Fuzeon
Die hoch wirksame Hepatitis-C-Kombinationstherapie von Roche, Pegasys und
Copegus, wurde inzwischen in weltweit über 80 Ländern zugelassen. In vielen Märkten, einschliesslich
den USA, erzielte Pegasys bereits erhebliche Marktanteile. Die Verkäufe der beiden Produkte erreichten
schon im ersten Halbjahr 335 Millionen Franken, obwohl die Einführungen in Frankreich und Italien erst
im April bzw. Juni erfolgten. In Japan läuft zurzeit ein Zulassungsverfahren mit erhöhter Priorität,
so dass ein positiver Bescheid noch in diesem Jahr erwartet werden kann. Fuzeon, der erste Fusionshemmer
zur Behandlung von HIV-Infektionen, ist im März bzw. Mai von den Behörden in den USA und Europa zugelassen
und in beiden Regionen innerhalb kürzester Zeit eingeführt worden. Fuzeon verhindert, dass das HI-Virus
in die menschliche Zelle eindringt. Die Produktionskapazität von Fuzeon wird kontinuierlich gesteigert,
um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Bei den Rückerstattungsverhandlungen werden gute Fortschritte
erzielt. In der Schweiz erhielt das Produkt die Marktzulassung und die Rückerstattungsbewilligung im
Mai. Die Verkäufe der Proteasehemmer Viracept, Invirase und Fortovase lagen rund 6% unter dem Vorjahreshalbjahr.
Erneute Preisnachlässe für Entwicklungsländer sowie der Konkurrenzdruck durch neue HIV-Medikamente haben
zu diesem Rückgang geführt. Dank neuer, vorteilhafter Studienergebnisse schafften Invirase und Fortovase
im wichtigen US-Markt jedoch die Wende zu positivem Wachstum (+15%). Japan erlebte die schlimmste Grippewelle
seit 10 Jahren. Aufgrund dieser Entwicklung stiegen die Verkäufe von Tamiflu um 120% an. In dieser Grippesaison
war das Medikament auch zum ersten Mal in Europa erhältlich.
Andere
Schlüsselprodukte - weiterhin starkes Wachstum von Dilatrend
Der wachsende Druck
durch Nachahmerprodukte in Europa und ein mässiges erstes Quartal in den USA haben zu einem Verkaufsrückgang
von Rocephin geführt. Das Medikament ist jedoch nach wie vor die Nummer eins unter den intravenös zu
verabreichenden Antibiotika. Wie erwartet, verringerten sich die Verkäufe von Roaccutan/Accutane deutlich.
Dies erklärt sich zum einen aus der Generikakonkurrenz sowohl in den USA als auch in Europa und zum
anderen aus der allgemein rückläufigen Marktentwicklung. Der Marktanteil des Produkts liegt jedoch in
beiden Regionen noch immer über 50%. Die Umsätze von Xenical gingen weniger stark zurück als der gesamte
Markt für verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von Übergewicht. Einer der Hauptgründe
für den allgemeinen Rückgang ist, dass die Gesundheitsbehörden mit der Erteilung von Rückerstattungen
in diesem Segment sehr zurückhaltend sind. Dennoch hat Roche hier Fortschritte gemacht: In Schweden
und der Schweiz wurde die Rückerstattung für Xenical genehmigt. Daten aus einer aktuellen Studie belegen,
dass Xenical das Diabetes-2-Risiko verringern kann. Der Umsatz von Dilatrend wächst weiterhin zweistellig.
Der inzwischen meistverkaufte Betablocker zur Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz, Bluthochdruck
und koronarer Herzkrankheit profitierte von einer langen Reihe positiver klinischer Daten. So zeigt
eine kürzlich bekannt gegebene Studie, dass Dilatrend deutlich mehr Leben rettet als ein konventioneller
Betablocker. Das neue hoch wirksame Boniva (Ibandronat) zur Behandlung und Prävention von Osteoporose
wird gemeinsam von Roche und GlaxoSmithKline entwickelt. Die einmal täglich zu verabreichende Dosierung
wurde vor kurzem in den USA zugelassen; von den europäischen Zulassungsbehörden wird sie derzeit geprüft.
Die Entwicklung weiterer Produktformulierungen kommt gut voran. Im Juni erhielt Genentech grünes Licht
von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA für Xolair, einen monoklonalen Antikörper, der bei Patienten
mit allergischem Asthma zum Einsatz kommt. Es ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Medikamenten
zur Behandlung von allergischen Krankheiten. Mit der Einführung in den USA wird in den nächsten Wochen
gerechnet.
Entwicklungspipeline kommt planmässig
voran; sehr
gute klinische Ergebnisse
Eindrückliche Fortschritte im Entwicklungportfolio und
die Veröffentlichung überzeugender Daten aus zahlreichen Projekten prägten die erste Jahreshälfte 2003.
Eine Anzahl Roche-eigener Projekte erreichte die nächste Entwicklungsphase. Ausserdem konnten Kooperationsabkommen
für verschiedene Produkte bekannt gegeben werden; darunter auch das erste Abkommen dieser Art mit Chugai.
Roche und Chugai haben vereinbart, das viel versprechende neue Medikament MRA zur Behandlung von rheumatoider
Arthritis gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Roche und Genentech werden auch das äusserst erfolgversprechende
Krebsmedikament Avastin zusammen entwickeln und einführen. Die kürzlich von Genentech veröffentlichten
Daten einer Phase-III-Studie haben die Erwartungen übertroffen und den neuartigen Wirkmechanismus von
Avastin bei Darmkrebs und möglicherweise anderen Tumorarten eindrücklich unter Beweis gestellt. Die
FDA hat Avastin in ihr Programm für neue, viel versprechende Medikamente zur Behandlung lebensbedrohlicher
Krankheiten aufgenommen, um die Entwicklung zu erleichtern und das Zulassungsverfahren zu beschleunigen.
Die Entwicklung weiterer wichtiger Projekte in therapeutischen Schlüsselgebieten kommt wie geplant voran:
Tarceva und Pemtumomab in der Onkologie, Pegasys bei Hepatitis B und T-1249 (Fusionshemmer der zweiten
Generation) in der Virologie, ISA247 im Bereich Transplantation und CERA bei Anämie.
Rezeptfreie
Medikamente - konstante Entwicklung
Aufgrund der Integration von Chugai stiegen
die Verkäufe der frei verkäuflichen Medikamente (OTC) um 18% in lokalen Währungen (+10% in CHF) auf
868 Millionen Franken. Roche Consumer Health kehrte nach den negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise
in Lateinamerika zu Wachstum zurück und erzielte in einem stagnierenden Markt einen Umsatzanstieg von
3% in lokalen Währungen. Starke Verkaufszahlen meldeten die Regionen Asien und Osteuropa. Die wichtigsten
Marken, besonders Redoxon und Bepanthen, wuchsen überdurchschnittlich. Die Verkäufe von Chugai OTC in
Japan entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen. Die Betriebsgewinnmarge des OTC-Geschäfts ging auf
16,2% zurück. Verantwortlich dafür waren neben den ungünstigen Wechselkursen die niedrigere Profitabilität
des OTC-Geschäfts von Chugai sowie Investitionen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Orlistat (Xenical)
als nicht verschreibungspflichtiges Produkt.
Division Diagnostics
Marktwachstum wiederum deutlich übertroffen
Kennzahlen | In Millionen CHF | % Prozentuale Veränderung in CHF | % Prozentuale Veränderung in lokalen Währungen | In % der Verkäufe |
Verkäufe davon | 3,569 | -1 | 7 | 100 |
- Diabetes Care | 1,280 | 4 | 14 | 36 |
- Near Patient Testing | 271 | -9 | -1 | 8 |
- Centralized Diagnostics | 1,286 | -1 | 6 | 36 |
- Molecular Diagnostics | 481 | -2 | 8 | 13 |
- Applied Science | 251 | -15 | -6 | 7 |
EBITDA | 1,082 | 10 | 20 | 30,3 |
Betriebsgewinn | 650 | 16 | 29 | 18,2 |
Die Division Diagnostics erzielte im ersten Halbjahr 2003 einen Verkaufszuwachs von 7% in lokalen Währungen (-1% in CHF). Damit übertraf die Division zum wiederholten Mal deutlich das Wachstum des weltweiten In-vitro-Diagnostikamarktes und baute ihre globale Marktführung weiter aus. Erneut wiesen die beiden profitabelsten Bereiche - Diabetes Care und das In-vitro-Diagnostik-Geschäft von Molecular Diagnostics - die stärkste Verkaufsdynamik auf. Die Betriebsgewinnmarge wurde wieder signifikant gesteigert: von 15,6% Ende 2002 auf 18,2%. In den Regionen Asien-Pazifik und Iberien wuchsen die Verkäufe deutlich zweistellig und übertrafen - wie auch in Europa und Nordamerika - das Marktwachstum bei weitem.
Diabetes
Care - strategische Stärkung durch Übernahme von Disetronic
Für den Geschäftsbereich
Diabetes Care war die Übernahme von Disetronic, dem weltweit zweitgrössten Hersteller von Insulinpumpen,
ein bedeutender strategischer Schritt zur weiteren Stärkung der Marktführerschaft: Dieser Zusammenschluss
ermöglicht Roche, Gesamtlösungen für die Diagnose, Behandlung und Kontrolle von Diabetes zu entwickeln.
Im Zusammenhang mit den Beanstandungen der FDA bei den Produktionsprozessen und -dokumentationen von
Disetronic, die zum Zeitpunkt der Akquisition bekannt waren, hat Roche alle notwendigen Massnahmen eingeleitet.
Roche arbeitet dabei eng mit der FDA zusammen. Die Lancierung der neuen Generation von Insulinpumpen,
die für die zweite Jahreshälfte 2004 vorgesehen ist, ist davon nicht betroffen. Die Führungsposition
im Bereich Blutzuckermessung wurde erfolgreich ausgebaut, wozu vor allem die Accu-Chek-Systeme Compact,
Advantage und Active beitrugen. Zusätzliches Wachstum erwartet die Geschäftseinheit von der Markteinführung
neuer Versionen der bewährten Accu-Chek-Blutzuckermessgeräte sowie eines verbesserten Teststreifens
für Accu-Chek Compact.
Near Patient Testing
- Behauptung als
Marktführer
Der Geschäftsbereich Near Patient Testing konnte sich als Marktführer
in den Segmenten Blutgerinnungsmessung und Primary Care (Kleingeräte für Arztpraxen) behaupten. Zusätzliche
Wachstumsimpulse werden von der bevorstehenden Markteinführung einer neuen Gerätegeneration für Urintests
erwartet. Im Segment Schnelldiagnose auf Notfall- und Intensivstationen zählten wieder die Herztests
und das Blutgasanalysegerät OMNI C zu den Verkaufserfolgen. Eine ebenso rege Nachfrage erwartet Roche
für das neu eingeführte multifunktionale Gerät OMNI S. Das Geschäft mit nichtklinischen Drogentests
sowie die OPTI-Systeme wurden im ersten Quartal veräussert.
Centralized
Diagnostics - überdurchschnittliches Wachstum
Centralized Diagnostics entwickelte
sich deutlich über dem Markt, wobei die Produktlinien Elecsys und Integra erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum
verzeichneten. Auch das Analysesystem Modular Analytics SWA wird weiterhin sehr positiv im Markt aufgenommen.
Die Verkäufe von Elecsys proBNP, dem ersten vollautomatischen, hoch innovativen Test für Herzinsuffizienz,
liegen über den Erwartungen.
Molecular Diagnostics
- Entwicklung
von genetischen Tests für eine Vielzahl von Krankheiten
Während das anteilsmässig
kleine Industriegeschäft wie erwartet weiter zurückging, steigerte Molecular Diagnostics den Umsatz
mit in-vitro-diagnostischen Tests erneut zweistellig (20%). Wachstumsmotoren waren das Blutbanken-Geschäft
sowie die PCR-Tests für sexuell übertragbare Krankheiten, HIV/Aids und Hepatitis C. Im Mai genehmigte
die FDA den Einsatz des ersten vollautomatisierten Tests zum Nachweis des West-Nil-Virus für klinische
Testreihen in Blutbanken, und Mitte Juli hat Roche für Forschungslabore einen zuverlässigen Test zum
Nachweis der Lungenwegserkrankung Sars auf den Markt gebracht. Die kurzen Entwicklungszeiten für diese
beiden Tests sind beispielhaft für die Innovationskraft der Division. Das in den USA eingeführte PCR-Analysesystem
Cobas TaqMan 48 ermöglicht erstmals auch kleineren und mittleren Labors die Nutzung der PCR-Technologie.
Zusätzlich zu den gängigen Analysen können auch vom Kunden entwickelte Tests durchgeführt werden. Mit
Hilfe der von Affymetrix einlizenzierten GeneChip-Technologie ist Roche in der Lage, DNS-Tests für eine
Vielzahl von Krankheiten zu entwickeln und neue Standards für genetische Tests in den Klinikalltag zu
bringen. Erstes Produkt dieser Zusammenarbeit ist der im Juni in den USA vorerst für bestimmte Fachlabors
eingeführte AmpliChip CYP450. Bis Ende 2004 sollen fünf weitere Chips eingeführt werden. Daneben wurde
eine Kooperation mit Epigenomics zur Entwicklung einer Reihe von Tests zur Früherkennung von Tumoren
abgeschlossen. Die dafür eingesetzte DNS-Methylierungstechnologie ermöglicht eine weit präzisere Diagnostik
als bisherige Verfahren und ergänzt die auf PCR- und GeneChip-basierenden Technologien.
Applied
Science - Etablierung trotz schwachem Marktumfeld
Der Bereich Applied Science verzeichnete
insgesamt einen Rückgang der Verkäufe, der auf die anhaltend schlechte Konjunkturlage und den vor allem
in den USA schwachen Biotech-Markt zurückzuführen ist. Der Geschäftsbereich hat sich weltweit als Partner
in der Life-Science-Forschung etabliert und konzentriert sich auf den zukunftsweisenden Markt für Genomik
und Proteomik. Weiteres Wachstum erwartet Applied Science von verschiedenen neuen Produkten: In Europa
hat Roche die Zulassung für einen neuen BSE-Test erhalten, und Ende 2003 soll der MagNA Pure Compact
eingeführt werden. Dieses System zur Aufreinigung von Nukleinsäure ermöglicht die Isolierung und Analyse
einzelner Proben.
Division
Vitamine und Feinchemikalien:
Konjunkturbedingter Rückgang führt zu Nachverhandlungen - Vollzug der Transaktion im dritten Quartal
erwartet
Beim Vollzug der Transaktion des Vitamin- und Feinchemikaliengeschäfts
an DSM wurden Fortschritte erzielt. Wegen der ungünstigen Entwicklung des weltweiten Vitaminmarktes
wurde der Transaktionspreis um 200 Millionen Euro reduziert und dementsprechend dem Halbjahresergebnis
eine zusätzliche Wertminderung des Nettovermögens von 375 Millionen Franken belastet. Bis zum Vollzug
der Transaktion werden die Ergebnisse der Division weiterhin in die konsolidierte Rechnung des Konzerns
einbezogen, in den Ergebnissen auf adjustierter Basis jedoch ausgeklammert. Der Abschluss des Verkaufs
wird im dritten Quartal dieses Jahres erwartet. Für die Bewältigung des Vitaminfalls mussten keine zusätzlichen
Rückstellungen vorgenommen werden.
Ausblick
Roche-Gruppe:
Bestätigung der bisherigen Erwartungen
Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten,
bestätigt die Roche-Gruppe, dass die zu Beginn des Jahres kommunizierten Verkaufs- und Ertragserwartungen
für 2003 erreicht werden können. Sowohl bei den Verkäufen als auch beim Betriebsgewinn rechnet Roche
mit einem zweistelligen Anstieg in lokalen Währungen. Die Betriebsgewinnmarge bleibt 2003 im Vergleich
zu 2002 voraussichtlich mindestens stabil.
Pharma:
Weitere Umsatzzunahme
dank innovativen Medikamenten
Wie bereits angekündigt, rechnet die Division Pharma
für das ganze Jahr mit einem zweistelligen Anstieg in lokalen Währungen bei Verkäufen und Betriebsgewinn.
Die Division hält an ihrem Ziel fest, die Betriebsgewinnmarge bis Ende 2004 auf gegen 25% zu steigern.
Der Bereich Onkologie mit MabThera/Rituxan, Herceptin und Xeloda bleibt weiterhin ein wichtiger Wachstumsträger
der Division. Dank der sehr guten Studienergebnisse von Avastin könnte Roche bald über ein weiteres
bedeutendes Medikament in diesem wichtigen Therapiegebiet verfügen. Darüber hinaus erwartet die Division
von den neu eingeführten Arzneimitteln Pegasys und Fuzeon sowie den etablierten Produkten NeoRecormon,
Epogin und CellCept starke Wachstumsimpluse.
Diagnostics:
Zweistelliges
Wachstum für das Gesamtjahr 2003
Die Division Diagnostics hat mit den jüngsten
strategischen Schritten - Disetronic und Affymetrix - die Grundlage für weiteres Wachstum und Expansion
in neue Märkte verbreitert. Damit wurden auch beste Voraussetzungen dafür geschaffen, den Diagnostikamarkt
aktiv mitzugestalten sowie den Markt für Gesundheitsinformation neu aufzubauen. Für die zweite Jahreshälfte
plant die Division die Einführung von mehr als zehn neuen Produkten. Dank dieser Neueinführungen und
der Konsolidierung von Disetronic ab Mai geht die Division für das Gesamtjahr 2003 von zweistelligen
Zuwachsraten in lokalen Währungen sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsgewinn aus. Roche Diagnostics
bekräftigt ausserdem das Ziel, im Jahr 2006 eine Betriebsgewinnmarge von leicht über 20% zu erreichen.
Ab 7.00 Uhr CET finden Sie auf www.roche.com den Halbjahresbericht 2003 und ab 10.00 Uhr CET die Präsentationen der Medienkonferenz. Ab 10.00 Uhr CET können Sie die in Basel stattfindende Medienkonferenz über Internet auf Englisch und Deutsch mitverfolgen.
Geplante
Termine 2003
16. Oktober Umsatz drittes Quartal (provisorisch)
Disclaimer
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release contains certain forward-looking statements. These forward-looking statements may be identified
by words such as "believes", "expects", "anticipates", "projects",
"intends", "should", "seeks", "estimates", "future"
or similar expressions or by discussion of strategy, goals, plans or intentions. Various factors may
cause actual results to differ materially in the future from those reflected in forward-looking statements
contained in this presentation among others: (1) pricing and product initiatives of competitors; (2)
legislative and regulatory developments and economic conditions; (3) delay or inability in obtaining
regulatory approvals or bringing products to market; (4) fluctuations in currency exchange rates and
general financial market conditions; (5) uncertainties in the discovery, development or marketing of
new products or new uses of existing products; (6) increased government pricing pressures; (7) interruptions
in production; (8) loss of or inability to obtain adequate protection for intellectual property rights;
(9) litigation; (10) loss of key executives or other employees; and (11) adverse publicity or news coverage.