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Investor Update

Basel, 5. Februar 2007


Roche verstärkt ihre Forschung und Entwicklung weiter
Fokussierung auf "Disease Biology Areas" für intensivere Zusammenarbeit in der F+E


Roche hat heute die Einführung eines neuen operativen Modells für ihre globale Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F+E) bekannt gegeben, das sich nach so genannten Disease Biology Areas (DBA) ausrichtet. Jede DBA wird in ihrem Therapiegebiet alle Aktivitäten von der Forschung und Entwicklung bis zum strategischen Marketing wahrnehmen. Die DBAs werden von "Disease Biology Area Leadership Teams (DBLTs)" geleitet, welche in Basel, Nutley und Palo Alto zusammengefasst werden. Die Teams stellen funktionsübergreifend die nahtlose Entwicklung der Wirkstoffe von der Entdeckung des Moleküls bis zum "Proof of Concept" sicher und begleiten sie bis zur Marktreife.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Roche werden sich auch weiterhin auf klinisch differenzierte Medikamente konzentrieren. Disease Biology Areas werden für die folgenden fünf therapeutischen Gebiete geschaffen:

  • Onkologie, DBLT in Nutley, New Jersey, USA
  • Virologie, DBLT in Palo Alto, Kalifornien, USA
  • Entzündungskrankheiten, DBLT in Palo Alto, Kalifornien, USA
  • Stoffwechselkrankheiten, DBLT in Basel, Schweiz
  • Erkrankungen des Zentralnervensystems, DBLT in Basel, Schweiz

Mit diesem Modell wird sichergestellt, dass der stetig wachsende F+E-Bereich von Roche für die zunehmend komplexeren Anforderungen in der Zukunft gut gerüstet ist. Schnellere und einfachere Entscheidungsfindungsprozesse ermöglichen in jedem Therapiegebiet eine effizientere Umsetzung der Forschungsaktivitäten in klinisch differenzierte Medikamente. Auch können in diesem Modell die zunehmende Zahl von klinischen Entwicklungsprojekten schneller integriert werden.

Innovation steht wie bisher im Mittelpunkt der Konzernstrategie. Die Roche-Gruppe geht davon aus, dass die Gesamtzahl der Mitarbeitenden in der Forschung und Entwicklung weiter zunehmen wird und das F+E-Budget auch im Jahr 2007 und darüber hinaus die aktuellen Investitionen von rund 6 Milliarden Franken (4,8 Milliarden US-Dollar) übertreffen wird.

"Innovation und die Kreativität unserer Mitarbeitenden bleiben die Grundlage unseres Erfolgs", sagt Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche. "In den letzten Jahren haben wir unsere Investitionen in die Forschung und Entwicklung deutlich gesteigert, und wir werden dies auch in Zukunft tun. Mit der Bündelung von existierendem Know-how in den Disease Biology Areas schaffen wir ideale Voraussetzungen, künftige Innovationen noch schneller und effizienter voranbringen zu können - mit einem klaren Nutzen für Patienten und Ärzte."

Forschungsstandorte rund um den Globus
Neben Basel, Nutley und Palo Alto werden alle anderen Forschungsstandorte von Roche bei der Schaffung von Innovation weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen. In Penzberg, Deutschland, wird die Forschung auf dem Gebiet der therapeutischen Proteine verstärkt. In Shanghai, China, wird Roche ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur weltweiten Unterstützung der DBAs weiter ausbauen. So wird das vielfältige Know-how weiter dazu beitragen, die weltweiten Aktivitäten des gesamten Konzerns zu unterstützen.

Bündelung der Therapiegebiete
Jede der fünf Disease Biology Areas wird von einem funktionsübergreifenden Führungsteam geleitet, in dem Mitarbeitende aus den vier Bereichen Forschung, klinische Forschung und frühe Entwicklung, klinische Entwicklung und strategisches Marketing vertreten sind, die alle am gleichen Standort arbeiten. Diese Teams entscheiden in ihren Therapiegebieten darüber, welche potenziellen Wirkstoffe mit welchen Mitteln am besten bis zur Marktreife entwickelt werden. Die fünf Teams berichten an das neu geschaffene Strategic Portfolio Committee, das sich aus dem obersten Management der Division Pharma zusammensetzt.

"Wir nutzen die Chance, das Unternehmen in einer Zeit der wirtschaftlichen Stärke auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten", kommentiert William M. Burns, CEO der Division Pharma. Die neuen Strukturen und flacheren Hierarchien werden uns dabei helfen, unsere Arbeit besser zu koordinieren und zu fokussieren, Entscheidungen schneller zu treffen, Ideen rascher umzusetzen und mehr neue Medikamente zu entwickeln."

Personelle Veränderungen
Mit der Einführung dieses neuen Modells wird es zu Änderungen an der Spitze der Forschungsorganisation kommen.

Jonathan Knowles, derzeit Leiter Global Research, wird sich auf die Aufgaben als Leiter Group Research konzentrieren. In dieser Funktion wird er die Koordination der Forschungsaktivitäten von Roche Pharma, Roche Diagnostics, Chugai, Genentech sowie weiteren Partnern leiten.

Lee Babiss, derzeit Forschungsleiter in Nutley, wurde zum Leiter Roche Pharma Research ernannt. In dieser neu geschaffenen Position ist er für die Führung und das Management der Forschungsaktivitäten innerhalb von Roche Pharma mit den Standorten Basel, Nutley, Palo Alto, Penzberg und Shanghai verantwortlich.

Eduard Holdener wird, wie bereits angekündigt, zum Ende des Jahres 2007 in den Ruhestand treten. Seine Nachfolge als Leiter der globalen Pharma-Entwicklung hat per 1. Januar 2007 Jean-Jacques Garaud übernommen, der, wie Lee Babiss, an William M. Burns berichtet und Mitglied des Pharma Executive Committee ist. Eduard Holdener wird bis zu seinem Rücktritt als Chief Medical Officer die direkte Verantwortung für die Bereiche Drug Safety und Quality Audit sowie für den Aufbau des Entwicklungszentrums in Shanghai haben.

Investitionen, Innovationsnetzwerk und personalisierte Medizin
Die Investitionen der Roche-Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung sind im letzten Jahr auf rund 6 Milliarden Franken (4,8 Milliarden US-Dollar) gestiegen, und die Zahl der Mitarbeitenden in diesem Bereich belief sich auf mehr als 6500 Beschäftigte. Roche wird auch in diesem Jahr ihre F+E-Investitionen erhöhen. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch die Zahl der Mitarbeitenden entsprechend weiter zunehmen wird. Roche wird an ihrer einzigartigen F+E-Netzwerkstrategie festhalten, welche mit Genentech und Chugai sowie zahlreichen Allianzen weltweit einen breiten Zugang zu Innovation erlaubt. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Divisionen Pharma und Diagnostics im Bereich der personalisierten Medizin wird weiter verstärkt, um die führende Position von Roche auf diesem Gebiet zu festigen.

Highlights der Roche-Pipeline
Die reichhaltige und vielversprechende Pharma-Pipeline von Roche umfasste per 30. September 2006, 61 neue pharmazeutische Wirkstoffe (NMEs, New Molecular Entities) sowie 54 zusätzliche Indikationen, welche dringende medizinische Bedürfnisse abdecken. Die Wachstumsträger der nahen Zukunft werden vor allem aus den Bereichen Onkologie, Autoimmunkrankheiten und Stoffwechselerkrankungen erwartet.

Onkologie
Roche verfügt über eine der stärksten Onkologie-Pipelines der Branche. Mit 32 Projekten in der Forschung, 41 Projekten in der Entwicklung* und zahlreichen Indikationserweiterungen für bereits eingeführte Produkte deckt Roche alle wesentlichen Krebsformen ab und bietet Medikamente sowohl für die frühzeitige als auch für die unterstützende Behandlung der Krankheit.

Entzündungen
Im Therapiegebiet Autoimmunkrankheiten hat die Roche-Gruppe in ein breites Portfolio investiert. Die Pipeline in diesem therapeutischen Gebiet umfasst 14 Projekte in der Forschung und 13 Projekte in der Entwicklung*.
Darunter befinden sich zwei Medikamente, MabThera/Rituxan (bereits eingeführt) und Actemra (in Phase III), welche die ersten Vertreter einer neuen Substanzklasse sind. Dank ihren neuen Wirkmechanismen bieten beide Medikamente Patienten einen Mehrwert, die entweder auf die heute verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend ansprechen oder für welche eine der beiden Substanzen als hervorragende Ersttherapie in Frage kommt.

Stoffwechsel
Die Pipeline umfasst derzeit zahlreiche Wirkstoffe im Bereich der Gefäss- und Stoffwechselerkrankungen (29 Projekte in der Forschung und 11 Projekte in der Entwicklung*). Dazu gehören auch Medikamente zur Behandlung von Diabetes, welche zusammen mit dem breiten Diabetes-Portfolio der Division Diagnostics zum Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren beitragen werden.


Weitere Informationen finden sich im Internet, wo Sie ab 7. Februar eine aktualisierte Übersicht über die Roche-Pipeline erhalten.

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. Roche beschäftigt rund 70'000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen sowie strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

* Stand 30. September 2006