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Philanthropie als Ausdruck eigenständiger Unternehmenskultur
Gesellschaftliches Engagement hat bei Roche eine lange Tradition. Als Element unserer Unternehmenskultur fördern und ermöglicht Roche seit über hundert Jahren wissenschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Aktivitäten, die innovativ und nachhaltig ausgerichtet sind. Als innovatives, forschungsorientiertes Unternehmen sollen vor allem Projekte unterstützen werden, welche in festgelegten Bereichen innovative und nachhaltige Ansätze verfolgen und sich durch außergewöhnliche Qualität auszeichnen.
Klare Fokussierung
Der Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements von Roche im Rahmen der in Corporate Communications angesiedelten Funktion Corporate Donations and Sponsorship liegt vorab auf Vergabungen und Sachleistungen. Roche sieht sich nicht primär als reinen Geldgeber, sondern als langfristig orientierten, zuverlässigen Partner, der sich in jeder Phase aktiv engagieren möchte. Aufgrund der eigenen Kompetenzen sowie der gewachsenen Unternehmenskultur engagiert sich Roche hauptsächlich für:
- die Förderung der Grundlagenforschung
- humanitäre und soziale Projekte mit Schwerpunkt in der Dritten Welt
- Nachbarschafts- und Umweltprojekte
- zeitgenössische Musik und Kunst
Nicht Ausgaben, sondern die Wirkungen messen
In der Tradition Baslerischer Entrepreneurship ist für uns ausschließlich die langfristige Wirkung des Projektes und nicht der Effekt in der breiten Öffentlichkeit maßgebend. Deshalb gibt Roche grundsätzlich keine detaillierten absoluten Zahlen für diesen Bereich bekannt, da diese nur beschränkte Aussagekraft bezüglich der Wirkung haben und die Bewertung gerade von Produkt- und Sachleistungen oder Know how-Transfer höchst problematisch ist.
Roche erhebt die Zahlen seit mehreren Jahren konzernweit und systematisch im Zuge der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Roche konnte daher mit Befriedigung feststellen, dass sich nicht nur der absolute Betrag erhöht hat, sondern dass auch die Wirkung in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden konnte. Dies ist einerseits eine Spiegelung der erfreulichen geschäftlichen Entwicklung, andererseits aber auch eine Folge der konsequenten Fokussierung auf wenige, aber dafür langfristig angelegte Projekte mit bewährten Partnern.
Das Corporate Sustainability Committee (CSC) beobachtet, welche Wirkung die Schenkungen von Roche beim jeweiligen Empfänger haben. Wir beurteilen den Erfolg unserer philanthropischen Strategie auf die gleiche Weise, wie wir den Nutzen unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten bewerten – nämlich mit dem Modell des Business Case for Sustainability, das die wirtschaftliche Bedeutung der Nachhaltigkeit erfasst. Dazu gehört ein Corporate Reporting Manual (CRM) zur internen Datenerfassung, das Richtlinien für die Meldung getätigter Schenkungen enthält und uns hilft, die effizienteste Vorgehensweise zur Beschreibung und Messung unserer sozialen Beiträge zu ermitteln.
Wir haben unsere Grundsätze für philanthropische Schenkungen aufgrund der verbesserten Datenerfassung und -kontrolle mit Hilfe des CRM überarbeitet und sind jetzt in der Lage, den tatsächlichen Nutzen von Programmen genauer zu beurteilen, da uns beispielsweise die Zahl behandelter Patienten, gelieferter Medikamente und in Schulungen einbezogener Personen bekannt sind.
2009 hat Roche 75% aller Vergabungen für humanitäre und soziale Projekte aufgewendet; von 17% der vergebenen Mittel profitierte die Grundlagenforschung und Bildung außerhalb unserer inmittelbaren Geschäftsinteressen. Mit rund 5% der Vergabungen hat Roche Projekte im Bereich der zeitgenössischen Musik und Kunst inklusive dem Tinguely Museum in Basel unterstützt, und rund 3% für Nachbarschafts- und Umweltprojekte aufgewendet.