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Wissenschaft & Bildung

Forschungsförderung mit Tradition

Unser besonderes Engagement für die unabhängige Forschung geht bis ins Jahr 1924 zurück, als Roche in der Schweiz die wahrscheinlich erste private Stiftung zur Unterstützung junger Wissenschaftler ins Leben rief. Dieser Tradition fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet.

Roche gründete in den Siebzigerjahren zudem in den USA und in der Schweiz mit insgesamt mehr als einer Milliarde Franken zwei unabhängige Grundlagenforschungsinstitute, das Roche Institute for Molecular Biology und das Basler Institut für Immunologie zur Unterstützung der unabhängigen Grundlagenforschung in spezifischen Bereichen. Viele Wissenschafter wurden für ihre Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit an den beiden Instituten mit bedeutenden wissenschaftlichen Auszeichnungen, darunter drei Nobelpreisen, ausgezeichnet.

Das Basler Institut für Immunologie wurde im Jahr 2000 in das Roche-Zentrum für medizinische Genomik übergeführt, mit dem Ziel, das genetische und genomische Know-how für die Untersuchung molekularer Abläufe wichtiger Krankheiten einzusetzen, um neue und wirksamere Therapien zu erforschen und zu entwickeln.

Ein vollständig von uns finanzierter Roche-Lehrstuhl für Immunologie an der Universität Basel setzt die Tradition im akademischen Bereich fort. Anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums wurde im Jahr 1971 die Roche Research Foundation for Scientific Exchange and Biomedical Collaboration with Switzerland gegründet; eine Organisation, welche sich die Förderung junger Grundlagenforscher in Biologie und Medizin zur Aufgabe gemacht hat. Die Roche Research Foundation hat 2006 aus 279 eingegangenen Unterstützungsgesuchen 70 ausgewählt und Beiträge von insgesamt 2 Millionen Franken ausgesprochen.

Roche unterstützt weiterhin zahlreiche Projekte im Bereich der Grundlagenforschung, trägt dabei aber vermehrt der Diversität der wissenschaftlichen Fragenstellungen und der Universitäten Rechnung. So fördert Roche die Grundlagenforschung im Bereich der Transplantationsmedizin, indem sie der unabhängigen Roche-Forschungsstiftung für Transplantationsmedizin (Roche Organ Transplantation Research Foundation, ROTRF) während 10 Jahren 50 Millionen Franken zukommen lässt. Im ersten Halbjahr 2006 wurden 12 Projekte aus Europa, den USA und Kanada ausgewählt, die mit insgesamt 2.1 Millionen Franken unterstützt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Departement Biologie an der ETH Zürich (Schweiz) ist weiterhin sehr fruchtbar. Vier junge Professorinnen und Professoren profitieren von einem von Roche geschaffenen Fonds: Zusätzlich zu den üblichen Mitteln erhalten diese jungen Forschungstalente je einen Startkredit von einer halben Million Franken.

Die Roche Foundation for Anaemia Research (RoFAR), eine unabhängige, gemeinnützige und international aktive Forschungsinstitution im medizinischen Bereich unter wissenschaftlicher Leitung, wurde im Jahr 2004 gegründet. Die vollständig von Roche finanzierte Stiftung ist rechtlich unabhängig. RoFAR unterstützt wegweisende wissenschaftliche Arbeiten sowohl für die Grundlagen- als auch die klinische Forschung, die sich mit Anämie, Erythropoietinen und verwandten Themen befassen. Gesuche für RoFAR-Stipendien können zweimal jährlich durch anerkannte Mitglieder des Lehrkörpers von Universitäten, Kliniken und Forschungszentren eingereicht werden. Die Gesuche werden vom wissenschaftlichen Beirat der RoFAR geprüft. Roche stellte eine Startsumme von 16 Millionen Franken über die ersten vier Jahre bereit. Bis heute wurden 34 Projekte weltweit mit 7 Millionen Schweizer Franken (5,4 Millionen US-Dollar) unterstützt. Die Gewinner der Auszeichnung, welche bis zu 200 000 Franken in Form von Stipendien erhalten, untersuchen zurzeit die wichtigsten Fragen auf den Gebieten Nephrologie, Diabetologie, Hämatologie, Onkologie, Ophthalmologie, Neurologie und Kardiologie.

Zusätzlich zu den regulären Forschungsstipendien erteilt die RoFAR auch spezifische Unterstützung für innovative Projekte seitens etablierter Wissenschaftler, welche den Nachweis der Realisierbarkeit und/oder Studien zu Forschungsarbeiten liefern, die das Potenzial haben, in die klinische Praxis übertragen zu werden.

Das Roche MBA Fellowship Programme vergibt Stipendien an Wissenschaftler, die für einen Titel in Betriebsökonomie (MBA) weiterstudieren möchten. Damit will Roche viel versprechende Talente ermutigen, ihre medizinischen oder wissenschaftlichen Qualifikationen durch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung in einem internationalen Umfeld zu ergänzen. 2006 wurden 2 Stipendien vergeben.

Das Technical Training Project wurde 1968 in den USA von 11 pharmazeutischen Unternehmen gegründet. Roche war eine der Gründerfirmen. Es handelt sich dabei um eine nicht gewinnorientierte Organisation, die Jugendlichen aus ethnischen Minderheiten eine Ausbildung in Wissenschaft und Technologie ermöglicht. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind wir im Überwachungsausschuss vertreten und gewähren finanzielle Unterstützung.

In der Schweiz arbeitet Roche seit vielen Jahren eng mit «Schweizer Jugend forscht» zusammen. Diese Stiftung gibt jungen Menschen in der Schweiz die Möglichkeit, vertieften Einblick in Forschung und Wissenschaft zu gewinnen. Dabei erhalten die jungen Menschen Gelegenheit, Forscherinnen und Forscher bei der Arbeit zu beobachten und an Wettbewerben teilzunehmen, die ihnen die Durchführung eigener wissenschaftlicher Projekte ermöglichen. Ähnliche Projekte werden von den lokalen Gesellschaften auch in anderen Ländern unterstützt.