Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.
- NährwertWert eines Nahrungsmittels einerseits als Baustoff für Bildung und Erneuerung von Körperzellen, andererseits als Betriebsstoff für den Stoffwechsel zur Erzeugung von Energie (physiologischer Brennwert). Der chemische Nährwert wird nach Joule (früher Kalorie) gemessen und bewertet.
- NachlastWiderstand, den die Herzmuskulatur bei der Entleerung der Kammer überwinden muss (so genannter Auswurfwiderstand). Die Nachlast ist direkt von der Wandspannung des Herzmuskels bzw. indirekt vom peripheren Gefässwiderstand abhängig. Vgl. Vorlast.
- NachtschweissNachts auftretendes starkes Schwitzen, das oft bei akuter Leukämie, Tuberkulose und AIDS auftritt.
- Nasennebenhöhlenentzündungs. Sinusitis
- NasentumoreMan unterscheidet Tumore der äusseren Nase und des Naseninneren. Zu den erstgenannten zählen vor allem Hauttumore wie das Basaliom und das Plattenepithelkarzinom. Im Naseninneren treten gutartige Tumore wie Polypen oder das Chondrom auf, aber auch bösartige Tumore wie z. B. das Plattenepithelkarzinom oder das Sarkom.
- Nateglinids. Glinide
- NatriumfluoridNaF; chemische Substanz; findet Verwendung unter anderem zur Vorbeugung gegen Karies oder bei Osteoporose.
- NebennierePaarige Hormon bildende Drüse, die von Fettgewebe umgeben dem oberen Pol der Niere aufliegt. Die linke Nebenniere hat halbmondförmige, die rechte dreieckige Gestalt. Das Gewicht beträgt 8-10 g. Durch die Organstruktur und funktionell wird die gelblich braune Rinde vom rotbraunen Mark unterschieden.
Funktionen
1. Nebennierenrinde (Abkürzung NNR): Produktion von über 40 verschiedenen Steroidhormonen (Kortikoide), die nach ihren Hauptwirkungen unterteilt werden in: a) Mineralokortikoide (z. B. Aldosteron), b) Glukokortikoide (z. B. Cortisol) und c) Sexualhormone (z. B. Androgene). 2. Nebennierenmark (Abkürzung NNM): Bildungsort von so genannten Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin).
- NebennierenrindeninsuffizienzUngenügende Leistungsfähigkeit der Nebennierenrinde.
Formen
1. Akute Nebennierenrindeninsuffizienz durch das Absterben von Gewebe infolge Mangeldurchblutung in diesem Gebiet z. B. bei Verletzung unter der Geburt, Gerinnungsstörungen, Nebennierenvenenthrombose oder durch zu rasches Absetzen einer Steroidlangzeitherapie mit nachfolgender Nebennierenrindenverkümmerung. 2. Chronische primäre Nebennierenrindeninsuffizienz (Addison-Krankheit) 3. chronische sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz: Auftreten bei einem Mangel an ACTH.
Symptome
Bauchbeschwerden, Vergiftungserscheinungen, Kreislaufschwäche, erniedrigter Blutzucker Hypoglykämie, Hypercholesterolämie, Hyperkaliämie, Azidose, Verminderung der Natriumkonzentration im Blut (Hyponatriämie, vgl. Aldosteron) und andere. Unter Umständen lebensbedrohliche Krise (so genannte Addison-Krise).
Therapie
Infusion physiologischer Kochsalzlösung (evtl. mehrere Liter), Gabe von Cortisol. - NebennierentumoreBei den Tumoren der Nebennieren unterscheidet man Tumore der Nebennierenrinde und des Nebennierenmarks. In der Nebennierenrinde können gutartige, hormonbildende Tumore oder Fettgewebsgeschwülste auftreten, aber auch bösartige Neubildungen, meist in Form von Metastasen. Zu den Tumoren des Nebennierenmarks zählt das Phäochromozytom.
- Nebenschilddrüsenkleine Drüsen im Hals, die das Parathormon produzieren
- Neck dissectionEin- oder beidseitige operative Ausräumung des Halsbereiches. Es werden die regionären Lymphknoten von der Schädelbasis bis zum Eingang des Brustkorbs entfernt, teilweise auch Teile von Muskeln, Blutgefässen und Fettgewebe. Eine Neck dissection ist bei bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich mit Metastasen in den Lymphknoten im Nacken- und Unterkieferbereich angezeigt. Das Ausmass der Ausräumung hängt von der Schwere des Befalls ab. Die Neck dissection kann ggf. auch vorbeugend bei Verdacht auf Mikrometastasen oder verborgene Metastasen durchgeführt werden.
- Negatives Feedbacknegative Rückmeldung, dient zur Regulation verschiedener Vorgänge
- NeoplasmaNeubildung von körpereigenem Gewebe, die auf einer Störung oder dem Verlust der Wachstumsregulation des Gewebes beruht. Vgl. Tumor.
- NephritisNierenentzündung
- Nephron(von griech. νεφρός Niere) ist die funktionelle Untereinheit der Niere. Es besteht aus: dem Nierenkörperchen (Malpighisches Körperchen) und dem daran angeschlossenen Nierenkanälchen (Tubuli).
- Nephropathie, diabetisches. Glomerulosklerose, diabetische
- NephroskleroseGefässerkrankung der zuführenden Arteriolen der Nieren mit Bluthochdruck (Hypertonie).
Formen
1. Primäre maligne Nephrosklerose: Arteriosklerose; Ursachen: hormonale Empfängnisverhütung, Vireninfektion, Gestose (Erkrankungen bedingt durch Schwangerschaft); 2. sekundäre maligne Nephrosklerose: Verdickung der innersten Gefässwand und Arterienwandnekrose durch Bluthochdruck; 3. benigne Nephrosklerose: Hyalinose (Erkrankung mit Einlagerungen von Substanzen ins Bindegewebe) der Arteriolen bei metabolischem Syndrom, diabetischer Makroangiopathie, Hypercholesterolämie und primärer Hypertonie.
Prognose
Akutes Nierenversagen und Übergang in Niereninsuffizienz bei primärer maligner Nephrosklerose, fortschreitende Niereninsuffizienz und Bluthochdruck bei sekundärer maligner und benigner Nephrosklerose. - NeugeborenenikterusS. Icterus neonatorum.
- NeuraminidaseEnzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des Influenza-Virus. Mittels Neuraminidase kann das Virus Mukoproteine (Schleimstoffe, die von Haut und Schleimhäuten zum Schutz ausgeschieden werden) von Zellmembranen angreifen.
- NeuraminidasehemmerHemmstoffe der Neuraminidase von Influenza-Virus Typ A und B. Die Freisetzung von neugebildeten Viren aus der infizierten Zelle wird blockiert. Vgl. Virostatika.
- NeuroblastomAusgesprochen bösartiger, vom so genannten sympathischen Nervengewebe ausgehender Tumor, der vor allem bei Kleinkindern auftritt. Der Tumor ist am häufigsten in der Nebenniere lokalisiert. Zum Diagnosezeitpunkt liegen bei über 50% der Fälle bereits Metastasen (besonders in den Knochen) vor.
Symptome: Die spezifischen Krankheitszeichen hängen von der Lokalisation des Tumors ab. Allgemein kommt es zu Schmerzen, Blutarmut (Anämie), Fieber, Durchfall und Gewichtsverlust.
Diagnose: Zur Diagnostik werden Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Computertomographie, Kernspintomographie sowie laborchemische Verfahren eingesetzt. Eine genetische Untersuchung des Tumors, die Hinweise auf die Prognose geben kann, ist möglich.
Therapie: Die Behandlung und die Heilungsaussichten sind abhängig vom Alter des Patienten, Tumorstadium und genetischer Charakterisierung. Bei Säuglingen ist eine Spontanheilung möglich. Bei lokalisierten Tumoren erfolgt in der Regel die operative Entfernung und ggf. Chemotherapie mit günstiger Prognose. Bei weit fortgeschrittenen Tumoren ist die Prognose trotz aggressiver Chemotherapie schlecht. Vgl. Retinoblastom. - NeurofibromGutartiger Tumor, der von den Hüllenzellen der Nervenfasern im Körper ausgeht. Neurofibrome gliedern sich in sog. solitäre (mit klarer Abgrenzung) und plexiforme (mit ungezielter Ausbreitungstendenz) Tumore. Bei einer lokalen Ausbreitung des Tumors kann es zu Schmerzen und Nervenausfällen kommen. Ein gleichzeitiges Auftreten mehrerer Neurofibrome kommt bei der Neurofibromatose vor.
- NeurofibromatoseGenetisch bedingte Erkrankung, bei der es zur Entwicklung von Tumoren und Veränderungen der Blutgefässe kommt. Sie kann durch Vererbung bedingt sein oder spontan nach der Befruchtung durch Genveränderungen entstehen. Die Genveränderung bewirkt den Ausfall oder die Minderfunktion bestimmter Eiweisse, die bei Gesunden die Entwicklung von Tumoren verhindert.
Folgende Formen werden unterschieden:
1. peripherer Typ (Recklinghausen-Krankheit): Symptome: Es kommt zu über den ganzen Körper verteilten gutartigen Tumore in der Haut (Neurofibrome) und Veränderungen des braunen Farbstoffs in der Haut (so genannte Pigmentanomalien wie Leberflecke im Bereich der Achselhöhlen oder der Leistenregion, grosse hellbraune Hautflecken, so genannte Café-au-lait-Flecken). Weiterhin können Knochenveränderungen, Störungen am Auge und Nervenstörungen auftreten, die mit Lernbehinderung oder hormonellen Störungen kombiniert sein können. Häufigkeit: 1:3000 Neugeborene.
2. zentraler Typ: Symptome: Tumore des Hör-Nervs und der Hirnhäute, seltener Pigmentanomalien und Tumore in der Haut.
Therapie: Evtl. chirurgische Entfernung der Tumore, Chemotherapie. - Nicotinsäures. Lipidsenker
- NIDDMAbkürzung für (englisch) non-insulin-dependent diabetes mellitus, s. Typ 2 Diabetes.
- NierenarterienstenoseVerengung einer oder beider Nierenarterien (Arteriae renales). Infolge chronischer Minderdurchblutung kommt es zur Schrumpfniere und Nierenunterfunktion bzw. Nierenfehlfunktion sowie zur Freisetzung von Renin mit dadurch bedingtem Bluthochdruck (Hypertonie).
Formen
1. Arteriosklerotische Nierenarterienstenose (vgl. Arteriosklerose): gehäuftes Auftreten im fünften und sechsten Lebensjahrzehnt; isolierte Verengung am Abgang der Arterie mit dahinter gelegener Aufweitung. 2. fibromuskuläre Nierenarterienstenose (mit Vermehrung von Muskelgewebe und Bindegewebe in der Arterienwand): Vorkommen besonders bei Frauen im dritten Lebensjahrzehnt.
Therapie
Aufweitung der verengten Nierenarterien, meist mit Ballonkatheter (Angioplastie) oder gefässchirurgische Anlage eines Umgehungskreislaufs (aortorenaler Bypass). - NierenarterienstenoseVerengung der Arterie, die die Nieren mit Blut versorgt; zu den Komplikationen einer Nierenarterienstenose gehört der Bluthochdruck
- NierenembolieTeilweiser oder vollständiger Verschluss einer oder beider Nierenarterien.
Ursachen
Embolie, vor allem aus einer Thrombose im Herzen (bei Entzündung der Herzinnenhaut oder Vorhofflimmern) bzw. aus der Körperhauptschlagader (Aorta; bei Arteriosklerose), kann auch durch ärztliches Tun verursacht sein bei Angiographie (Röntgendarstellung von Gefässen mit Kontrastmittel) bzw. Angioplastie (Gefässaufdehnung mit Ballonkatheter).
Symptome
Schmerzen im Nierenlager bzw. Bauch, akuter Blutdruckanstieg, Blut im Urin und erhöhte Albuminausscheidung im Urin. Bei totalem arteriellem Verschluss wird die Niere innerhalb weniger Stunden irreversibel geschädigt.
Therapie
Medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels (Fibrinolyse). - Nierenersatztherapieeine als Ausgleich für den bei einem Nierenversagen auftretenden Verlust der Nierenfunktion durchgeführte Dialyse oder Nierentransplantation
- NierenfunktionsstörungNierenfunktionsstörung im Sinne einer Niereninsuffizienz:
hochgradige Einschränkung der Nierenfunktion mit Rückhalten von harnpflichtiger Substanzen, Störungen im Elektrolyt- und Wasserhaushalts sowie des Säure-Basen-Haushalts. Bei der globalen Niereninsuffizienz liegt in jedem Fall eine Verminderung der glomerulären Filtrationsleistung und - je nach Ursache - eine Störung der tubulären Funktionen vor. Bei einer partiellen Niereninsuffizienz (teilweise Einschränkung der Nierenfunktion) sind Tubuluspartialfunktionen gestört ohne dass ein Zurückhalten harnpflichtiger Stoffe besteht. - Nierenkörperchender Teil eines Nephrons, der aus dem Glomerulus und der Bowman-Kapsel besteht
- NierenkarzinomAuch Nierenzellkarzinom, hypernephroides Karzinom, Hypernephrom, Grawitz-Tumor.
Bösartiger Tumor der Niere, der am häufigsten zwischen dem 45. und 75. Lebensjahr vor allem bei Männern (m:w=2:1) auftritt. Metastasen können in der Lunge, dem Skelett, dem Gehirn, der anderen Niere, den Nebennieren und Lymphknoten auftreten.
Symptome: Blutiger Urin, Blutarmut (Anämie), Fieber, evtl. Nierenschmerzen, Druckschmerz in der Nierengegend, Schwellung in der Nierengegend, Gewichtsabnahme.
Diagnose: Ultraschalluntersuchung der Niere, Röntgenuntersuchung der harnleitenden Organe (Niere, Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre), Computertomographie, röntgenologische Untersuchung der Blutgefässe der Niere durch Renovasographie. Weitere Untersuchungen zur Suche nach Metastasen (Röntgenuntersuchungen von Knochen und Lunge).
Therapie: Operative Entfernung der Niere und der benachbarten Lymphknoten, evtl. in Kombination mit Strahlentherapie oder Gabe von Interleukin 2.
Prognose: Abhängig vom Tumorstadium. Liegen keine Metastasen vor, leben nach fünf Jahren noch ca. 50% der Patienten. - Nierensarkomeine seltene Form eines malignen Tumors (macht weniger als 1% der Nierentumore aus), der im Bindegewebe der Niere entsteht und sich über das angrenzende Gewebe oder den Blutstrom ausbreitet
- NierenschwelleMaximale Rückresorptionskapazität der Niere für eine Substanz. Es handelt sich dabei um Substanzen, die aus dem ersten Filtrat der Niere wieder in den Blutkreislauf zurück gelangen können. Bei einer bestimmten Konzentration der Substanz im Blut wird sie mit dem Harn ausgeschieden, da die Niere sie nicht weiter rückresorbieren kann: die Nierenschwelle entspricht der Konzentration im Blut, bei der das (tubuläre) Transportmaximum überschritten und die Substanz im Endharn nachweisbar ist. Die Nierenschwelle liegt z. B. für Glukose bei 10 mmol/l (180 mg/dl), für Bicarbonat bei 25 mmol/l. Vgl. Glukosurie, Glukoseschwelle.
- NierentubulusNierenkanälchen; das Tubulussystem der Niere setzt sich aus verschiedenen Abschnitten zusammen, die sich aufgrund ihres Kalibers und morphologischer Kriterien voneinander unterscheiden lassen: -proximaler Tubulus mit einer Pars recta und einer Pars convoluta -intermediärer Tubulus mit einer Pars descendens und einer Pars ascendens -distaler Tubulus mit einer Pars recta und einer Pars convoluta -Tubulus reuniens, Verbindungstubulus Mehrere Tubuli münden in ein Sammelrohr, das den Endharn schließlich dem Nierenbecken zuführt.
- NierentumoreGutartige oder bösartige Tumore der Niere.
Folgende Formen werden unterschieden:
gutartige Tumore: Tumore des Bindegewebes oder bestimmter Drüsen; selten.
bösartige Tumore: a) Nierenkarzinom, häufigster Nierentumor im Erwachsenenalter (ca. 85% der Nierentumore); b) Wilms-Tumor, häufigster Nierentumor im Kindesalter; c) Tochtergeschwülste (Metastasen) von bösartigen Tumoren anderer Organe, z. B. Lungenkrebs, Dickdarmkrebs (kolorectales Karzinom).
Symptome: Blutiger Urin.
- Nierenversagen, akuteseine akute Störung der Nierenfunktion, die gekennzeichnet ist durch einen schnellen Rückgang (>50% Abnahme) der glomerulären Filtrationsrate, was normalerweise eine geringe oder gar keine Urinproduktion und die Ansammlung von Stoffwechselprodukten im Blut zur Folge hat; ein akutes Nierenversagen kann als eine möglicherweise tödlich verlaufende Komplikation eines kritischen Krankheitsbildes, einer traumatischen Verletzung und einer Medikamentenvergiftung eintreten; sie ist oftmals reversibel, kann jedoch die chronische Niereninsuffizienz beschleunigen oder verschlechtern
- Nierenversagen, chronisches im Endstadiumeine Erkrankung, bei der die Nierenfunktion keine lebenserhaltende Funktion aufrechterhalten kann; Patienten mit ESRD benötigen eine Dialysetherapie oder eine Nierentransplantation, um zu überleben
- Nierenzellenkarzinomdie häufigste Form von Nierenkrebs; ein maligner Tumor, der von den Epithelzellen der Nieren abstammt
- Nitrate, organischeEster der Salpetersäure, z. B. Nitroglycerol.
Wirkungen
Entspannung der glatten Muskulatur, Erweiterung von Venen (stärker als Erweiterung von Arterien) mit nachfolgender Senkung von Vorlast und Nachlast des Herzens. Die Entlastung des Herzens vermindert den Sauerstoffbedarf, kann einen Anfall von Angina pectoris beenden oder bei vorheriger Gabe die Belastungsgrenze bis zum Auftreten von Beschwerden heraufsetzen.
Verwendung
Zur Anfallsbeendigung (schnell vom Körper resorbierbare, kurzwirkende Nitrate zum Einnehmen) bzw. zur Vorbeugung (Anwendung auch als über die Haut wirkende Pflaster) der Angina pectoris, Nachbehandlung des Herzinfarkts und bei Herzinsuffizienz.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Initial häufig Kopfschmerz, anfallsweise Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush), selten Störungen des aufrechten Stands, Blutdruckabfall, reaktive Beschleunigung des Herzschlags. Bei Dauerbehandlung (vor allem bei kontinuierlicher Gabe) kann die Wirkung nachlassen. Daher wird eine von Pausen unterbrochene Gabe empfohlen.
(Fibrinolyse). - NomaAuch Wangenbrand, Wasserkrebs.
Schwerste Form einer fortschreitenden, gewebezerstörenden Entzündung der Wangenschleimhaut. Kommt besonders bei Kindern mit gestörter Immunabwehr nach Infektionskrankheiten (Masern, Scharlach), bei Typhus, AIDS oder Mangelernährung auf und wird durch Infektion mit Bakterien verursacht. - Non-Hodgkin-LymphomeSammelbezeichnung fe Gruppe von btigen Lymphomen (btige Erkrankungen bestimmter Organe oder Zellen des Immunsystems). Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen geheine grosse Zahl an Krebserkrankungen, die sich zum einen bez ihrer Zellart (B-Lymphozyten, T-Lymphozyten), zum anderen bez ihres Wachstumsverhaltens (langsamwachsend, schnellwachsend bzw. niedrigmaligne, hochmaligne) unterscheiden. Die meisten Non-Hodgkin-Lymphome befinden sich in Lymphknoten, manche im Knochenmark oder anderen Organen des Immunsystems (z. B. Knochenmark). Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen z䨬en auch bestimmte Leuk䭩e-Formen (chronisch lymphatische Leuk䭩e).
- NoradrenalinNoradrenalin ist ein in Nebennierenmark und Nervensystem gebildeter Stoff mit Hormonwirkung.
Wirkung
Wie Adrenalin erhöht Noradrenalin den Blutdruck und führt zu einer Verengung der Blutgefässe, doch im Gegensatz zu Adrenalin senkt Noradrenalin die Herzfrequenz. Ausserdem wirkt Noradrenalin schwächer als Adrenalin auf die glatte Muskulatur von Darm und Bronchien sowie auf den Stoffwechsel . - NormalgewichtKörpergewicht, das unter gesundheitlichen Aspekten als optimal anzusehen ist. Für Erwachsene wird das Normalgewicht nicht mehr nach der Broca-Formel abgeschätzt, sondern nach dem Body-mass-Index berechnet.
- normochrombezieht sich auf Zellen, die einen normalen Hämoglobingehalt aufweisen
- normozytische AnämieAnämieform, bei welcher die roten Blutkörperchen normale Grösse aufweisen
- NukleinsäurenUnverzweigte grosse Molekülketten von Nukleotiden, die über Phosphodiesterbindungen linear oder ringförmig miteinander verknüpft sind. Sie bilden das so genannte genetische Material. In Abhängigkeit von dem an dem Molekül beteiligten Zucker unterscheidet man Desoxyribonukleinsäuren (DNA) und Ribonukleinsäuren (RNA).
- NukleosideMolekül bestehend aus Zucker und Base, d. h. aus einer Pentose (Zucker mit 5 Kohlenstoffatomen: D-Ribose oder D-Desoxyribose), die mit einer Purinbase (Adenin, Guanin) oder Pyrimidinbase (Uracil, Thymin, Cytosin) chemisch verbunden ist. Vgl. Nukleotide.
- Nukleotideauch Nukleosidphosphate genannt
Nukleotide sind Moleküle bestehend aus Base, Zucker und Phosphorsäurerest. Beteiligt ist eine Pentose (Zucker mit fünf Kohlenstoffatomen), die D-Ribose oder die D-Desoxyribose, und eine Purinbase (Adenin, Guanin) oder Pyrimidinbase (Uracil, Thymin, Cytosin). Biologische Bedeutung haben die Nukleotide als Bausteine von Nukleinsäuren. Die Einteilung der Nukleotide erfolgt in Ribonukleotide (wegen des in der Verbindung enthaltenen Zuckers Ribose) und Desoxyribonukleotide (wegen des enthaltenden Zuckers Desoxyribose). Vgl. DNA, RNA. - Nulldiätauch Hungerkur genannt
Lang dauerndes vollständiges Fasten, wobei nur Flüssigkeit, Salze, Spurenelemente und Vitamine zugeführt werden.
Anwendung
Zum Abbau von Übergewicht und Stoffwechselausgleich. Bei lang dauernden Fastenkuren wird nicht nur Depotfett, sondern auch Körpereiweiss (z. B. Muskelmasse) abgebaut. Die Nulldiät gilt als veraltete Massnahme.
Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin