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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Leberzellkarzinom, primäres
Auch hepatozelluläres Karzinom oder malignes Hepatom.
Bösartiger Tumor der Leberzellen. Meist kommt es frühzeitig zu zahlreichen Absiedelungen innerhalb der Leber oder in anderen Organen (Metastasen in Lymphknoten, Lunge, Knochen).

Ursache: in 60-80% der Fälle begünstigen eine Leberzirrhose, Hepatitis B oder Hepatitis C die Entstehung eines Leberzellkarzinoms. Weiterhin begünstigend sind bestimmte Pilzgifte (Aflatoxine) und chemische Substanzen (Vinylchlorid, Arsen).

Vorkommen: selten in Europa, häufiger in Asien und Afrika; insbesondere bei Männern.

Symptome: diffuses Druck- und Völlegefühl, Oberbauchschmerzen, die in die rechte Schulter ausstrahlen können, Leistungsknick, Gewichtsverlust.

Diagnose: Laboruntersuchungen: Bestimmung von Alphafetoprotein. Bildgebende Untersuchungen: Ultraschalluntersuchung, Kernsintomographie, Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Entnahme von Gewebeproben, Untersuchung der Blutgefässe in der Leber (Angiographie).

Therapie: in ca. 25% der Fälle ist eine operative Entfernung des betroffenen Leberanteils möglich. Bei einzelnen Tumoren, die kleiner als 3,5cm sind und keine Metastasen abgesiedelt haben, kann eine Lebertransplantation möglich sein. Ist eine Operation nicht möglich, kann eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie das Forschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Prognose: Ohne Operation beträgt die durchschnittliche Überlebensdauer 6 Monate. Nach Operation leben nach 5 Jahren noch ca. 20% der Patienten.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin