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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Hirntumore
Tumore innerhalb des Hirnschädels. Man unterscheidet primäre Hirntumore, die von den einzelnen Gewebearten des Gehirns (z. B. Hirnhäute, Hirnanhangsdrüse, Nervenzellen) ausgehen und sekundäre Hirntumore, die entweder Metastasen* anderer Tumore sind oder von dem das Gehirn umgebenden Knochen ausgehen. Entsprechend der Gut- oder Bösartigkeit der Tumore gibt es vier Grade:
Grad I: gutartig
Grad II: weitgehend gutartig, Überlebenszeit nach Operation 3-5 Jahre
Grad III: weitgehend bösartig, Überlebenszeit nach Operation 2-3 Jahre
Grad IV: bösartig, Überlebenszeit nach Operation 6-15 Monate.

Häufigkeit: Hirntumore nehmen einen Anteil von 7-9% aller Tumorerkrankungen ein. Männer sind häufiger befallen als Frauen.

Klinik: Die Krankheitszeichen hängen vom Ort, an dem sich der Tumor befindet und dessen Wachstumsgeschwindigkeit ab. Anfänglich können oft Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Wesensveränderungen, Ausfälle einzelner Hirnfunktionen wie z. B. Sprach- oder Bewegungsstörungen sowie Vergesslichkeit auftreten. Später kommt es ggf. zu einer Wasserkopfbildung durch Abflussstauung des Hirnwassers, Schlaganfällen durch Druck auf Blutgefässe sowie Druck auf das gesamte Gehirn mit Einklemmung im Bereich des Übergangs zum Rückenmark.
Eine Abgrenzung zu Entzündungen, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Hirnschwund (Hirnatrophie), Blutungen und parasitären Erkrankungen ist erforderlich.

Diagnose: Computertomographie oder Kernspintomographie des Schädels (mit und ohne Kontrastmittel), Darstellung der Blutgefässe (Angiographie) zur Diagnose der Lage und häufig auch der Art des Tumors, Entnahme und mikroskopische Untersuchung von Gehirngewebe und Hirnwasser, Untersuchung auf so genannte Tumormarker (Stoffe, die Hinweise auf Vorliegen, Verlauf und Prognose von Tumorerkrankungen geben können).

Therapie: Die Behandlung von Hirntumoren erfolgt operativ oder durch Strahlen- und/oder Chemotherapie. Bei Bedarf wird eine Behandlung zur Senkung des erhöhten Hirndrucks oder eine antiepileptische Therapie eingeleitet.

Prognose: Die Heilungsaussichten hängen ab von der Tumorart, dessen Wachstumsverhalten und dem Ort, an dem sich der Tumor befindet.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin