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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Calciferole
auch Vitamin D oder antirachitisches Vitamin genannt

Bezeichnung für fettlösliche steroidähnliche Wirkstoffe zur Regulation des Calcium- und Phosphathaushalts. Die wichtigsten Calciferole sind das pflanzliche Ergocalciferol (Vitamin D2) und das tierische Cholecalciferol (Vitamin D3). Sie werden bei UV-Bestrahlung aus Vitaminvorstufen gebildet. In Leber und Niere entsteht das biologisch aktive (eigentlich wirksame) Hormon Calcitriol.

Biochemische Funktion
Regulation des Calcium- und Phosphathaushalts über Darm (Förderung der Calcium- und Phosphataufnahme), Nieren (Förderung der Calcium- und Phosphatrückresorption) und Knochen (Mobilisation von Calcium und Phosphaten sowie Mineralisierung) unter Mitwirkung von Parathormon und Calcitonin.

Vorkommen
Calciferole sind in Nahrungsmitteln vor allem tierischer Herkunft (z. B. Fischleberöl und Fisch, geringe Mengen in Fleisch, Eigelb, Milch und Milchprodukten) und Avocado enthalten. Der tägliche Bedarf für Erwachsene liegt bei 5 mg. Für Gesunde genügt bei ausreichendem Aufenthalt in der Sonne die vom eigenen Körper gebildete Menge. Die Zufuhr durch Lebensmittel ist nur unter kritischen Bedingungen (Klima, Lebensweise, Pigmentgehalt der Haut) wichtig. Ein Calciferol-Mangel kann bei Kindern zu schweren Mineralisationsstörungen des Skelettsystems (Störung der Ausbildung fester Knochen, Rachitis) führen. Bei Erwachsenen kann es infolge unzureichender Einwirkung von UV-Licht oder ungenügender Zufuhr von Calciferolen zu Osteomalazie kommen.

Störungen als Folge zu grosser Vitaminmengen (Hypervitaminose) sind selten und kommen bei einer täglicher Zufuhr von mehr als 25 mg vor. Die Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, stark erhöhte Harnausscheidung, Entkalkung der Knochen und erhöhte Konzentration von Calcium im Blutplasma. Im Extremfall kann es zu Calciumablagerungen in Blutgefässen, Herz, Lungen und Nieren kommen.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin