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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Hepatitis, chronische
Entzündung der gesamten Leber, die länger als 6 Monate anhält. Es handelt sich um eine allgemeine Reaktion der Leber auf schädliche Faktoren unterschiedlichster Art. Es existieren zwei verschiedene Formen, die sich aber vermutlich in Bezug auf die Heilungsaussicht nicht unterscheiden:
1. chronisch-persistierende (andauernde) Hepatitis,
2. chronisch-aggressive (zerstörende) Hepatitis.

Symptome: Die chronische Hepatitis verläuft meist ohne Krankheitszeichen oder zeigt wenig für die Erkrankung typische Beschwerden (z. B. Müdigkeit, Leistungsminderung). Im entzündlichen Schub gleicht das Krankheitsbild der akuten Hepatitis. Im weiteren Verlauf treten zunehmend Zeichen einer Schrumpfleber (Leberzirrhose) auf.

Komplikationen: Die chronische Leberentzündung kann in eine Schrumpfleber übergehen. Ferner besteht die Gefahr der Entwicklung eines Leberzellkrebs (Leberkarzinom).

Diagnose: Laborchemische Untersuchungen: Erhöhung der Leberwerte (vgl Leberfunktionsproben), Bestimmung von Antikörpern. Ultraschalluntersuchung der Leber, Computertomographie (CT), Kernspintomographie, Entnahme einer Gewebeprobe aus der Leber (Leberbiopsie), evtl. Bauchspiegelung.

Ähnliche Erkrankungen: Bestimmte Formen der Schrumpfleber sowie einige lebertypische Stoffwechselkrankheiten ähneln in ihrem Verlauf der chronischen Leberentzündung.

Therapie: Allgemeine Massnahmen wie Verzicht auf Alkohol, Vermeiden von bestimmten (v. a. für die Leber giftigen) Medikamenten und Bettruhe, Medikamente (Interferon alpha, Glukokortikoide), Lebertransplantation.

Formen:
1. chronische Leberentzündung durch Infektion mit Hepatitis-Viren.
a) Hepatitis B:
häufigste Form der chronischen Leberentzündung (weltweite Häufigkeit ca. 5 %). Etwa 20 % der akut Infizierten entwickeln eine chronische Leberentzündung, die ohne Behandlung meist in eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) übergeht.
b) Hepatitis B und Hepatitis D:
chronische Leberentzündung meist als Folge einer zusätzlichen Infektion mit Hepatitis-D-Virus. Die Heilungsaussicht ist auch bei Behandlung schlecht.
c) Hepatitis C:
häufige chronische Leberentzündung mit meist weniger heftigem Verlauf und gelegentlich gleichzeitigem Auftreten mit Autoimmunkrankheiten. Ein dauerhafter Behandlungserfolg wird nur bei ca. 25 % der Patienten erreicht. Weniger erfolgreich ist die Behandlung bei hohem Alter des Patienten, langem Verlauf der Erkrankung oder hoher Anzahl von Viren im Blut.
2. autoimmune chronische Leberentzündung
Diese Autoimmunkrankheit tritt insbesondere bei jungen Frauen auf. Es besteht eine familiäre Erkrankungsneigung, häufig mit Befall weiterer Organe (z. B. Schilddrüse, Gelenke). Die Behandlung erfolgt medikamentös.
3. toxische chronische Leberentzündung
Diese Form der Leberentzündung wird durch Medikamente, Gefahrstoffe oder Alkohol verursacht. Es gibt keine für die Erkrankung spezifische Behandlung, der Patient sollte den Kontakt mit den verursachenden Stoffen meiden.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin