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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Hepatitis A
Auch Hepatitis epidemica genannt.
Akute Leberentzündung durch Hepatitis A-Viren.

Häufigkeit: Bei der Hepatitis A handelt es sich um die weltweit häufigste ansteckende akute Hepatitis. Es ist eine typische Reisekrankheit (Mittelmeerraum, Afrika, Südamerika, Orient, GUS-Staaten).

Ansteckung: Die Übertragung der Viren erfolgt meist durch Aufnahme von mit Fäkalien verschmutztem Trinkwasser oder Nahrungsmitteln, Kontakt mit Ausscheidungsprodukten (Krankenpflege) oder Sexualkontakte. Der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung beträgt 15-45 (meist 25-30) Tage.

Symptome: Die Erkrankung verläuft oft ohne Symptome. Bei symptomatischem Verlauf treten 2-8 Wochen nach der Ansteckung meist grippeähnliche Beschwerden mit leichtem Fieber, allgemeinem Unwohlsein, Abgeschlagenheit, Völlegefühl, Oberbauchschmerz und Durchfall auf. Gelbsucht tritt eher selten auf. Gelegentlich verläuft die Erkrankung verzögert oder zweigipfelig (nach bis zu 6 Monaten). Ein plötzlich einsetzender, massiver Verlauf ist selten, chronische Verläufe kommen nicht vor. Nach etwa 4 Wochen heilt die Erkrankung folgenlos aus. Ansteckungsgefahr besteht während der Virusausscheidung mit dem Stuhl (mit Beginn Krankheitszeichen rasch abnehmend), nach der Erkrankung besteht Immunität.

Diagnose: Laborchemische Untersuchungen: Nachweis akuter Antikörper im Blut für mindestens 3 Monate, Nachweis anderer spezifischer Antikörper im Blut lebenslang als Zeichen der Immunität.

Therapie: Es gibt keine spezifische medikamentöse Behandlung.

Prophylaxe: allgemeine Hygienemassnahmen, aktive Immunisierung durch Impfung (s. Hepatitis-A-Vakzine), passive Immunisierung (Gabe von Antikörpern) bietet Schutz für ca. 3 Monate). Bei Reisen in Länder mit schlechten hygienischen Verhältnissen sollte das Trinkwasser desinfiziert werden, kein ungeschältes Obst, Eis oder Meeresfrüchte verzehrt werden. Bei Sexualverkehr Benutzen von Kondomen.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin