Zum Inhalt springen

Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z &
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
Abkürzung RAAS

Mehrfach, besonders mit dem Enzym Renin rückgekoppeltes komplexes Regulationssystem zur Aufrechterhaltung von Blutplasmavolumen, Blutplasmaosmolarität und Blutdruck. Biologisch aktiv sind dabei die Hormone Angiotensin II und das von ihm direkt freigesetzte Aldosteron. Angiotensin II als stärkstes gefässverengendes Hormon bewirkt an den Nieren durch Verminderung der Durchblutung die Abnahme der Vorharnproduktion. Aldosteron verstärkt diesen Effekt durch Natriumrückresorption und Verminderung der Wasserausscheidung. Das RAAS wird unter anderem aktiviert, wenn zirkulierendes Blutvolumen (z. B. durch Blutverlust, Schock) oder Blutdruck abnehmen. Nach Salzentzug und bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks (maligne, renovaskuläre, evtl. primäre Hypertonie) ist das RAAS bei der Blutdruckregulation über direkte Gefässverengung und über Wechselwirkung mit dem sympathischen Nervensystem beteiligt. Antihypertensiva (blutdrucksenkende Medikamente; s. ACE-Hemmer) bewirken eine Hemmung des RAAS.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin