Glossary
Angefangen bei A wie "Abmagerung"
bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin
und Wissenschaft
– in klaren und einfachen Worten.
Dünndarm
Der Dünndarm ist 4-5 m lang und gliedert sich in Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum). Im rechten Oberbauch liegt der an den Magenausgang anschliessende Zwölffingerdarm, in den Ausführgänge der Bauchspeicheldrüse und des Gallengangsystems (s. Gallensäuren) münden. Die gesamte Dünndarmschleimhaut weist eine grosse Zahl von Schleimhauterhebungen (Falten und Darmzotten) auf, die der Vergrösserung der Resorptionsoberfläche für die Aufnahme von Nahrungsstoffen aus dem Speisebrei dienen. Der letzte Abschnitt des Dünndarms, der Krummdarm, mündet in den Dickdarm. Vgl. Verdauung.
Darmkarzinom
Von bestimmten, den Darm auskleidenden Zellen (Epithelzellen) ausgehender bösartiger Tumor. Häufigster bösartiger Darmtumor.
Formen: v. a. kolorektales Karzinom, seltener Analkarzinom oder bösartiger Dünndarmtumor.
Darmlumen
Innere Weite des Darms.
Darmtumor
Gutartige und bösartige Tumore des Darms (Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm). Vgl. Darmkarzinom, kolorektales Karzinom.
Demineralisation
Verarmung des Körpers an Mineralien, ausgelöst z. B. durch Phosphat- und Calciumverlust bei Rachitis, Karies, Erbrechen und ferner bei mineralienarmer Ernährung. Vgl. Calcium.
Depotfett
Als Depotfett werden hauptsächlich die im Unterhautfettgewebe sowie in und um Organe der Bauchhöhle gespeicherten Triglyceride bezeichnet, die der Wärmeisolation, Energie- und Wasserreserve dienen.
Dermoid
Ein Dermoid ist ein gutartiger Tumor, der Abkömmlinge von embryonalen Zellschichten enthält und daher aus verschiedenen Geweben besteht. Der Tumor besteht meist in Form eines abgegrenzten Gewebehohlraums (Zyste), der mit Hautzellen ausgekleidet ist und eine mit Haaren vermengte talgartige Masse und einen so genannten Kopfhöcker mit Zähnen, Knorpel-, Knochen- und Nervengewebe enthält. Dermoide finden sich vor allem im den Eierstöcken, im Gehirn, den Hoden und im Bereich der Haut. Eine bösartige Entartung ist möglich.
Dextrine
Dextrine sind Polysaccharide, die bei der Spaltung von Stärke entstehen. Sie sind aus unterschiedlich vielen Glukosemolekülen aufgebaut.
Dextrose
s. Glukose
Diät
auch Krankenkost genannt
Ernährungsform, die auf die Bedürfnisse der Person und die Therapie seiner Erkrankung abgestimmt ist. Sie kann in der Einschränkung der gesamten Ernährung (Diät zur Gewichtsabnahme bei Übergewicht), in der Verminderung bestimmter Anteile (z. B. kohlenhydratreduzierte Kost bei Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, kochsalzarme Kost bei Nierenerkrankung, fettarme Kost bei Erkrankung der Bauchspeicheldrüse) oder in der Vermehrung aller (Aufbaukost) oder spezieller Nahrungsbestandteile (z. B. proteinreiche Kost bei extremer Abmagerung) bestehen.
Diabetes
eine lebenslange Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch hohe Blutzuckerwerte; sie kann hervorgerufen werden durch zu wenig Insulin (ein in der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon zur Blutzuckerregulierung), durch Resistenz gegenüber Insulin, oder durch beides
Diabetes insipidus
Störung der Harnausscheidung mit Verminderung der Wasserrückresorption in den Sammelrohren der Niere und Ausscheidung grosser wässriger Harnmengen. Ursache ist ein Mangel bzw. eine Wirkungslosigkeit des Hormons ADH (ausser bei dipsogenem Diabetes insipidus, s. unten).
Symptome
Häufiges Wasserlassen, gesteigertes Durstempfinden mit erhöhter Flüssigkeitsaufnahme, eventuell Austrocknung.
Formen
1. Diabetes insipidus centralis bzw. Diabetes insipidus neurohormonalis: Die Ursache liegt in einer ungenügenden oder fehlenden Produktion bzw. Ausschüttung des Hormons ADH. Diese Form ist selten angeboren. Sie kann auftreten z. B. bei Gehirnhautentzündung (Meningitis) oder Gehirnentzündung (Enzephalitis). Therapie: Gabe von ADH und Behandlung des Grundleidens. 2. Diabetes insipidus renalis: Hierbei besteht eine ADH-Unempfindlichkeit der ADH-Rezeptoren in der Niere. Die Erkrankung ist meist angeboren. Ausserdem kann sie Folge eines akuten Nierenversagens oder der Zerstörung der ADH-Rezeptoren sein. Therapie: Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle und Ausgleich der Elektrolytbilanz. 3. Diabetes insipidus in der Schwangerschaft durch vermehrten ADH-Abbau. 4. Dipsogener Diabetes insipidus aufgrund gesteigerten Durstempfindens mit erhöhter Flüssigkeitsaufnahme.
Diabetes mellitus
auch Zuckerkrankheit genannt
Krankheitsbegriff für verschiedene Formen der Glukosestoffwechselstörung. Das gemeinsame Kennzeichen dieser Erkrankungen ist ein relativer oder absoluter Mangel des Hormons Insulin. Unbehandelt führt dieser Insulinmangel zu einer erheblichen Erhöhung des Blutzuckers mit (je nach Ausmass) vielfältigen nachfolgenden Symptomen und Erkrankungen (s. Hyperglykämie).
Bei Diabetes mellitus unterscheidet man nach Ursachen der Erkrankung zwischen Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes. Typ 1 Diabetes ist eine Erkrankung als Folge der Zerstörung der Insulin produzierenden Inselzellen (Beta- oder B-Zellen) der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die Erkrankung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Bei Störungen des Immunsystems, meist verursacht durch gegen den eigenen Körper gerichtete Immunreaktionen bilden sich Antikörper, die das Gewebe der Bauchspeicheldrüse zerstören. Daraus folgt ein chronischer absoluter Mangel an Insulin. Typ 2 Diabetes ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Insulin produzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse mit permanentem Anstieg des Blutzuckers. Ursache ist zunächst eine verminderte Empfindlichkeit der Zielgewebe (z. B. Muskulatur) für das Blutzucker senkende Hormon Insulin (Insulinresistenz). Der durch Insulinmangel erhöhte Blutzucker des Typ 1 und des Typ 2 Diabetes sind für die charakteristischen Begleiterkrankungen und Spätkomplikationen des Diabetes mellitus verantwortlich.
S. Typ 1 Diabetes, Typ 2 Diabetes.
Diabetikernahrungsmittel
Nahrungsmittel mit niedrigem Zuckergehalt und/oder Zusatz von Saccharin, Fruktose oder Süssstoffen.
diabetogen
Eine diabetische Stoffwechsellage auslösend. Diabetogene Substanzen sind z. B. die Hormone Glucagon, STH, Adrenalin, Glukokortikoide (vor allem Cortisol) und Thiazide (bestimmte Gruppe von harntreibenden Mitteln).
Dialysat
wässrige Flüssigkeit, in der Elektrolyte und oftmals Dextrose (ein Einfachzucker) enthalten sind, die bei einer Dialyse für den Austausch von gelösten Stoffen mit dem Blut bestimmt ist
Dialyse
Bei der Dialyse werden mit Hilfe von Maschinen Substanzen, die der gesunde Körper über die Niere ausscheidet, durch Blutreinigungsverfahren aus dem Blut entfernt. Die Dialyse wird beim akuten Nierenversagen und zur Behandlung bei Vergiftungen mit bestimmten Substanzen angewandt. Sie dient als Überbrückung bis zu einer Nierentransplantation, kann aber auch als lebenslange Ersatztherapie angewandt werden.
Bei längerfristiger Dialysebehandlung drohen Stoffwechselerkrankungen v.a. des Knochen-, Eisen-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels sowie des Elektrolyt-, Wasser- und Säure-Basen-Haushalts.
Dialyse-Osteopathie
Bei Patienten unter Dauerdialyse (Blutwäsche bei chronisch Nierenkranken) auftretende Knochenveränderungen im Sinne einer renalen Osteopathie. Sie tritt insbesondere als Folge einer chronischen Niereninsuffizienz (dauerhafte Funktionseinschränkung der Nieren) und der dadurch gestörten Aktivierung von Vitamin D in der Niere auf. Verstärkt wird die Dialyse-Osteopathie durch die bei der Dialyse notwendige Begleittherapie mit blutgerinnungshemmendem Heparin und die Anhäufung von Aluminium im Knochengewebe.
Diastole
s. Herzzyklus
Dickdarm
Der Dickdarm (Intestinum crassum) ist etwa 1,5 m lang und besteht aus dem unterhalb der Einmündungsstelle des Dünndarms gelegenen, 6-8 cm langen Blinddarm (Caecum) mit dem 5-8 cm langen Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) und dem Grimmdarm (Colon). Der Grimmdarm bildet den Hauptanteil des Dickdarms und beginnt oberhalb der Einmündung des Dünndarms und gliedert sich in einen aufsteigenden (Colon ascendens), einen quer verlaufenden (Colon transversum) und einen absteigenden Abschnitt (Colon descendens). Im Dickdarm findet keine Verdauung mehr statt, dem Darminhalt werden hier noch Wasser und Elektrolyte entzogen. Am Ende geht der Dickdarm in den Mastdarm (Rektum) über.
Dickdarmkrebs
Tumorerkrankung des Dickdarms. Man unterscheidet gutartige, wie z. B. Polypen, und bösartige Dickdarmtumoren.
Vgl. Darmtumor, Kolonkarzinom
Dickdarmtumor
S. Karzinom, kolorektales.
Differenzial-Blutbild
ein Maß für den prozentuellen Anteil aller Leukozytentypen in einer Blutprobe
Diffusion
die Bewegung von Schwebstoffen oder gelösten Stoffen aus einem Bereich mit einer hohen Konzentration zu einem Bereich mit einer geringen Konzentration
Digitalisglykoside
Herzwirksame chemische Verbindungen, enthalten in: 1. Digitalis lanata (wolliger Fingerhut); 2. Digitalis purpurea (roter Fingerhut). Verwendung: s. Herzglykoside.
Dignität
Biologische Wertigkeit z. B. eines Tumors im Sinne von gutartig (benigne) oder bösartig (maligne).
Diphosphonate
Veraltete Bezeichnung für Bisphosphonate.
Disaccharide
Zweierzucker; Kohlenhydrate aus zwei glykosidisch verbundenen Monosacchariden. Die Einteilung der Disaccharide erfolgt nach 1. Art der Monosaccharide, 2. Ringtyp des Moleküls, 3. Stellung der verknüpften OH-Gruppen, 4. Konfiguration der glykosidischen Bindung. Wichtige Disaccharide sind Saccharose, Maltose und Laktose (Milchzucker).
Disulfidbindung
eine starke kovalente Bindung zwischen zwei schwefelhaltigen Gruppen. Sie ist sehr wichtig für die Faltung, den Aufbau und die Funktion von Proteinen, die auch als Disulfidbrücke bezeichnet wird
Diuretika
Arzneimittel, welche die Wiederaufnahme bestimmter Ionen, vor allem von Natrium-Ionen, in der Niere hemmen. Dies führt zu einer erhöhten Ausscheidung von Natrium-, Chlorid- und Bicarbonat-Ionen sowie (indirekt) von Wasser. Diuretika senken dadurch das Blutvolumen und verbessern Stauungssymptome.
Verwendung
Bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck (vor allem Thiazide und Schleifendiuretika oder wirkungsgleiche Substanzen; s. Antihypertensiva).
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Elektrolytstörungen (insbesondere Kaliummangel des Blutes), Fettstoffwechselstörungen, Störungen der Glukosetoleranz (erhöhte Neigung zum Typ 2 Diabtes), bei exzessiver Diurese unter Umständen Hämokonzentration (Eindicken des Bluts) oder Kollaps infolge Körperwassermangels, bei kaliumsparenden Diuretika erhöhte Kaliumkonzentration im Blut, bei Aldosteronantagonisten erhöhte Kaliumkonzentration und Vergrösserung der männlichen Brustdrüsen.
DNS
Abkürzung für (englisch) deoxyribonucleic acid; Desoxyribonukleinsäure (Abkürzung DNS)
Die DNA ist Träger der genetischen Information. Sie ist vorwiegend im Zellkern und dort in den Chromosomen lokalisiert. DNA ist aus einzelnen Nukleotiden aufgebaut, die zu grossen Molekülen (Polynukleotiden) verbunden sind. Die Nukleotide enthalten den Zuckerbaustein Desoxy-Ribose und sind über 3',5'-Phosphodiesterbindungen verknüpft. Hauptsächliche Basen sind Adenin, Guanin (Purinbasen), Cytosin und Thymin (Pyrimidinbasen). Die Reihenfolge der Basen (genetischer Code) verschlüsselt die Information für das spätere Genprodukt, meist ein Protein (Strukturprotein oder Enzym). DNA bildet bei den meisten Lebewesen (mit Ausnahme der so genannten RNA-Viren) das genetische Material, d. h. sie ist Träger der Erbanlagen. Sie liegt meist als Doppelstrang vor, der aus zwei Polynukleotidketten entgegengesetzter Polarität besteht und durch die so genannte Basenpaarung zwischen zwei Basen zustande kommt. Die besondere geschraubte Struktur des DNA-Doppelstrangs wird Doppelhelix genannt. Die Basenfolge in einem Strang legt vollständig die des gegenüber liegenden Strangs fest. Mit Hilfe der RNA werden genetischen Informationen aus dem Zellkern hinaus transportiert und Genprodukte hergestellt.
Dottersacktumor
Auch endodermaler Sinustumor.
Es handelt sich um einen sehr bösartigen Tumor meist der Eierstöcke, seltener ausserhalb der Eierstöcke (hinterer Bauchraum, Becken, Brustraum, Gehirn, Leber). Der Tumor tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf und metastasiert frühzeitig auf Blut- und Lymphwege (s. Metastasen). Der Tumor produziert Alphafetoprotein genannte Eiweisskörper, die als Tumormarker zur Beurteilung von Verlauf und Prognose der Erkrankung eingesetzt werden können (vgl. Tumorantigene.
Therapie: Die Behandlung erfolgt durch operative Entfernung des Tumors, meist in Kombination mit Zytostatika (Chemotherapie). Die Heilungsaussichten sind gut.
Drogenikterus
Auch Arzneimittelikterus.
Durch Arzneimittel verursachte Leberschädigung (z. B. akute Hepatitis) mit Gelbsucht (s. Ikterus).
Drosselniere
Bezeichnung für eine durchblutungsgestörte Niere mit Bluthochdruck als Folge (s. Hypertonie, renale). Die verminderte Durchblutung kann zur so genannten Schrumpfniere führen.
Dukes-Klassifikation
Einteilung des kolorektalen Karzinoms. Wichtige Faktoren sind die Eindringtiefe des Tumors in die Darmwand und das Vorhandensein von Metastasen in den benachbarten Lymphknoten.
Dukes A: Tumor ist auf die Darmwand beschränkt.
Dukes B: Tumor durchdringt die Darmwand und wächst in benachbarte Gewebe ein.
Dukes C1: Metastasen in 1-3 benachbarten Lymphknoten.
Dukes C2: Metastasen in mehr als 3 benachbarten Lymphkonten oder entlang grosser Gefässe.
Dukes D: Metastasen in weit entfernten Lymphkoten und Organen.
Durchblutungsstörung, vertebrobasiläre
Durchblutungsstörung im Versorgungsgebiet der Wirbelsäulenarterie (Arteria vertebralis) und der sich anschliessenden Arteria basilaris.
Ursachen
Arteriosklerose, Verengung oder Verschluss der Arteria vertebralis, Embolie, seltener Gefässentzündung.
Symptome
Flüchtige Symptome wie Schwindel, Doppelbilder, Gefühlsstörungen der Gesichtshaut, Hinterkopfschmerz, Bewusstseinsstörung und Symptome, die durch die Schädigung des Hirnstamms entstehen (z. B. Lähmungen von Augen- und Gesichtsmuskeln, Heiserkeit, hängendes Augenlid, Pupillenverengung). Vgl. Durchblutungsstörung, zerebrale.
Durchblutungsstörung, zerebrale
Durchblutungsstörung des Gehirns. Eine zerebrale Durchblutungsstörung tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die schwerwiegendste Komplikation ist der Schlaganfall. Vgl. Verschlusskrankheiten, arterielle.
Ursachen
Vor allem Arteriosklerose hirnversorgender Gefässe, Verengungen von Gefässen innerhalb oder ausserhalb des Gehirns (am häufigsten Verengung der inneren Halsschlagader mit Gefahr einer ins Gehirn abgehenden Embolie), ferner Embolien aus dem Herzen, entzündliche Gefässerkrankungen, Störungen der Fliesseigenschaften des Bluts und niedriger arterieller Blutdruck. Als Risikofaktoren gelten arterieller Bluthochdruck (Hypertonie), hohe Blutfettwerte, Diabetes mellitus (Typ 2 Diabetes, Typ 1 Diabetes), Nicotinkonsum.
Diagnose
Klinische Untersuchung, EKG (Herzrhythmusstörungen?), Computertomographie des Gehirns (Infarkt? Blutung?), Ultraschalluntersuchung hirnversorgender Arterien; evtl. weitere Untersuchungsmethoden (z. B. Angiographie hirnversorgender Arterien).
Therapie
1. Ausschaltung von Risikofaktoren bzw. Behandlung der Grundkrankheit; 2. zur Vorbeugung eines weiteren Ereignisses einer zerebralen Durchblutungsstörung: z. B. Acetylsalicylsäure bzw. bei Verdacht auf eine Emboliequelle im Herzen Gerinnungshemmer zur Blutverdünnung; 3. operative Blutgerinnselentfernung nur bei symptomatischer Gefässverengung (Verengungsgrad mehr als 70 %) der inneren Halsschlagader, evtl. Gefässerweiterung mit Ballonkatheter (PTA); 4. ggf. spezifische Therapie des Schlaganfalls.
Dyslipidämie
eine Erkrankung, die durch veränderte Lipidkonzentrationen im Blut gekennzeichnet ist
Dysplasie
eine im weitesten Sinne abnormale anatomische Struktur, bedingt durch abnormales Wachstum und abnormale Entwicklung von Organen oder Zellen
Dysplasie, fibromuskuläre
Wucherung der glatten Muskulatur und des Bindegewebes der mittleren und inneren Schicht von Arterien mit Verengungen bzw. Verschlüssen. Vorkommen meist bei jungen Frauen. Bei Befall der Nierenarterien tritt Bluthochdruck (Hypertonie) auf. Vgl. Nierenarterienstenose.
Dysrhythmien
Herzrhythmusstörungen
Dünndarmtumor
Tumor im Bereich des Dünndarms.
Häufigkeit: insgesamt 5% der Tumore im Verdauungstrakt, die bösartigen Dünndarmtumore machen ca. 1-3% der bösartigen Tumore des Verdauungstraktes aus.
Einteilung:
1. gutartige Dünndarmtumore: Tumore der Drüsen (Adenome), Fettzellen (Lipome), Blutgefässe (Hämangiome) oder Darmmuskeln (Leiomyome).
2. bösartige Dünndarmtumore: Tumore der Drüsen (Adenosarkome), Lymphknoten (maligne Lymphome), Darmmuskeln (Leiomyosarkome), oder bestimmter hormonproduzierender Zellen (Karzinoide).
Symptome: Luftansammlung im Darm oder Bauchraum (Meteorismus), krampfartige Schmerzen, Erbrechen, tastbare Vergrösserung im Bauchraum, Stuhlstau durch Einengung des Darms, Blutarmut (Anämie).
Diagnose: Röntgenuntersuchung nach Einlauf mit Kontrastmittel (um die Darmstrukturen besser sichtbar zu machen), röntgenologische Darstellung der Blutgefässe (Angiographie), möglicherweise Operation, um den Tumor ausfindig zu machen.
Therapie: Operative Entfernung des betroffenen Darmabschnittes, bei bösartigen Tumoren einschliesslich der benachbarten Lymphknoten, und Zusammenführen der beiden dabei entstandenen freien Darmenden.
Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin