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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Typ 1 Diabetes
auch Diabetes mellitus Typ 1 genannt

Zuckerkrankheit durch Zerstörung der Insulin produzierenden Betazellen (B-Zellen) der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die Erkrankung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter und wurde früher deswegen infantiler bzw. juveniler Diabetes mellitus genannt.

Ursachen
Erkrankungen des Immunsystems, meist verursacht durch gegen den eigenen Körper gerichtete Immunreaktionen. Hierbei bilden sich Antikörper, die das Gewebe der Bauchspeicheldrüse zerstören. Daraus folgt ein chronischer absoluter Mangel an Insulin. Typ 1 Diabetes ist von Anfang an insulinpflichtig, d. h. Insulin muss von aussen zugeführt werden. Für Typ 1 Diabetes besteht eine erbliche Veranlagung. Das Risiko einer Erkrankung ist für Personen mit z. B. diabetischen Eltern höher als für Personen mit gesunden Eltern.

Symptome
Der Insulinmangel verursacht oft ein akut bedrohliches Krankheitsbild mit erhöhter Blutzuckerkonzentration (Hyperglykämie), der bei Überschreiten der Rückresorptionsrate von Glukose in den Nieren zur Auscheidung von Glukose im Urin (Glukosurie) führt. Durst, vermehrtes Wasserlassen und Gewichtsabnahme sind weitere Symptome. Der Wasserverlust und der daraus resultierende Anstieg der Salzkonzentration im Blut können vorübergehende Sehstörungen bedingen. Weitere Symptome reichen von allgemeiner Schwäche und Kraftlosigkeit bei leichter Ausprägung bis zu ketoazidotischem Koma (s. Koma, diabetisches).

Spätkomplikationen
Längerfristig verursachte Durchblutungsstörungen kleiner arterieller Blutgefässe können z. B. zu Schäden an Augen und damit zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit führen (Retinopathia diabetica), Nierenfehlfunktionen auslösen (diabetische Glomerulosklerose), zu Nervenleiden und z. B.zum diabetischen Fuss führen. Erkrankungen der mittleren und grossen arteriellen Gefässe äussern sich meist als Arteriosklerose mit erhöhtem Risiko für Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheit, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt. Vgl. diabetische Angiopathien.

Diagnose
Erhöhte Blutzuckerkonzentration, absoluter Mangel an Insulin mit Insulinpflichtigkeit, d. h. Insulin muss dem Körper zugeführt werden. Typ 1 Diabetes ist von Typ 2 Diabetes vor allem durch den Nachweis von Autoantikörpern abzugrenzen, die das Gewebe der Bauchspeicheldrüse zerstören. Zur weiterführenden Diagnose gehört z. B. der Glukose-Toleranztest, bei dem die Blutzuckerkonzentration über Blut- und Urinproben unter festgelegten Bedingungen bestimmt werden.

Therapie
Insulinzufuhr: Messung des Blutzuckers vor jeder Insulininjektion. In Abhängigkeit des Blutzuckers und dem Umfang der geplanten Mahlzeit wird dann die Insulindosis festgelegt. Ziel ist die optimale Blutzuckereinstellung.
Komplikation: Gefahr der erniedrigten Blutzuckerkonzentration (Hypoglykämie), bei der mit Bewusstseinsverlust Lebensgefahr besteht.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin