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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Retinopathia diabetica
Durch den Verschluss kleiner und kleinster Blutgefässe des Augenhintergrunds bedingtes Krankheitsbild als Spätfolge bei Typ 2 Diabetes oder Typ 1 Diabetes (vgl. diabetische Mikroangiopathie).

Formen
1. Nicht fortschreitende Retinopathia diabetica (auch Hintergrundretinopathie): Sie äussert sich durch Netzhautblutungen, Aussackungen der kleinsten Gefässe, Lipidablagerungen, Schwellung der Netzhaut (Retina) mit Sehschärfenverlust. Vorkommen meist bei Typ 2 Diabetes, verstärkt durch Bluthochdruck; Therapie: eventuell punktuelle Laserbehandlung. 2. Proliferative Retinopathia diabetica: Hier treten zusätzlich Augenhintergrundveränderungen mit weissen, unscharf begrenzten Flecken (Cotton-wool-Herde) auf. Ausserdem kommt es zu Gefässneubildungen auf und vor der Netzhaut mit Glaskörperblutungen. Diese sind Folge der Mangeldurchblutung der Netzhaut durch Gefässverschlüsse und kommen meist bei Typ 1 Diabetes (ca. 15 Jahren nach Krankheitsbeginn) vor. Die Erkrankung kann zu Glaukom und Blindheit führen. Therapie: Laserbehandlung der gesamten Netzhaut, evtl. teilweise bis fast vollständige Entfernung des Glaskörpers.

Prophylaxe
Möglichst gute Blutzuckereinstellung, Therapie der Begleiterkrankungen, z. B. des arteriellen Bluthochdrucks und der erhöhten Konzentration von Blutfetten (Hyperlipidämie).

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin