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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Insulininfusionssysteme
Elektrisch betriebene Pumpsysteme zur kontinuierlich geregelten Dauerinfusion von Insulin (und ggf. Glukose). Die Insulinzufuhr erfolgt im Allgemeinen über einen unter der Haut bzw. in einer Vene liegenden flexiblen dünnen Kunststoffkatheter oder durch einen Zugang in den Bauchraum.

Bedeutung
Der Blutzucker kann auf möglichst gleichmässig normale Werte bei Personen mit insulinpflichtigem Typ 2 Diabetes oder Typ 1 Diabetes eingestellt werden (mit herkömmlicher Insulin-Injektionsbehandlung nur selten möglich). Die kontinuierliche Infusion von Insulin, besonders auch nachts, trägt vermutlich erheblich zur Stabilisierung der Stoffwechsellage bei. Die bessere Blutzuckereinstellung auch nach Beendigung der therapeutischen Anwendung von Insulininfusionssystemen erklärt sich möglicherweise unter anderem durch gesteigerte Empfindlichkeit des Insulinrezeptors infolge Stoffwechseloptimierung.

Klinisch relevante Systeme
1. Blutzuckerkontrollierte computergesteuerte Insulin- und Glukoseinfusionssysteme (closed loop systems) ahmen das Insulinabgabemuster eines gesunden Menschen nach und bestehen prinzipiell aus Glukosefühler zur Messung der Blutzuckerkonzentration, Rechnereinheit zur Bestimmung der zu verabreichenden Insulindosis entsprechend der Vorgabe und Insulin-Glukose-Dosiereinheit. Dieses System kommt hauptsächlich im Krankenhaus zur Anwendung, z. B. bei diabetischem Koma, Operation, Entbindung von Diabetikerinnen und zur Neu- bzw. Schnelleinstellung insulinpflichtiger Diabetiker. 2. Tragbare, batteriebetriebene Insulininfusionssysteme ohne Glukosefühler (open loop systems). Mit der so genannten Insulinpumpe ist neben der kontinuierlichen Insulininfusion die steuerbare, bedarfsgerechte Insulinzufuhr vor und zu den Mahlzeiten möglich (entsprechend der in Eigenkontrolle ermittelten aktuellen Blutzuckerkonzentration). Diese Geräte können ca. eine Stunde pro Tag abgenommen werden. Bei guter Blutzuckereinstellung kann die Person Ernährungsweise und Tagesablauf relativ frei gestalten.

Komplikationen
Mögliche Komplikationen können bei langdauernder ambulanter Anwendung sein: technische Probleme (z. B. Katheterknickung oder -ausriss), lokale Schmerzen und Verhärtungen.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin