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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Herzinfarkt
auch Myokardinfarkt oder Herzmuskelinfarkt genannt

Absterben des Gewebes in einem Bereich des Herzmuskels. Ein Herzinfarkt tritt als akute Komplikation auf meist bei einer bestehenden unzureichende Durchblutung der Herzkranzgefässe.

Ursachen
Anhaltende kritische Mangeldurchblutung bei schon zuvor bestehender unzureichender Durchblutung der Herzkranzgefässe (Koronarinsuffizienz) oder länger andauernden Krämpfen der Koronargefässe. Der Herzinfarkt tritt häufig bei oder nach körperlicher oder psychischer Belastung auf. Er ist die Folge des gesteigerten Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels oder der akuten Unterbrechung der Blutversorgung vor allem bei Verhärtung und Einengung der Blutgefässe (Arteriosklerose) mit Verschluss eines Herzkranzgefässes durch Blutgerinnsel.

Symptome
Schweres Druckgefühl hinter dem Brustbein mit Brustschmerzen und ausstrahlenden Schmerzen ähnlich der Angina pectoris, in der Regel aber intensiver. Die Schmerzen treten meist in Kombination mit Angst und einem Vernichtungsgefühl auf. Es kommt häufig zu niedrigem Blutdruck, schnellem kleinem Puls, Blässe und kaltem Schweiss, Übelkeit und manchmal Erbrechen.

Diagnose
1. Anhand der Symptome; 2. Elektrokardiographie (EKG); 3. Nachweis erhöhter Konzentration herzmuskelspezifischer Enzyme im Blut; 4. Erhöhung der Konzentrationen der Muskelproteine Troponin T und Troponin I im Blut; 5. Weitere Laboruntersuchungen des Bluts zeigen beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit, erhöhte Konzentration von weissen Blutkörperchen und Blutzuckererhöhung.

Therapie
1. Erstmassnahmen: Die Schmerzbekämpfung erfolgt mit gefässerweiternd wirkendem Nitroglycerol (s. Nitrate, organische) und Analgetika. Acetylsalicylsäure hemmt die Zusammenballung der Blutplättchen, Heparin hemmt die Blutgerinnung. Bei Vorliegen der Voraussetzungen (keine Gegenanzeigen, Infarktereignis weniger als sechs Stunden zurückliegend) sollten möglichst frühzeitig Blutgerinnsel aufgelöst (vgl. Thrombolyse) oder das verschlossene Herzkranzgefäss mit einem Ballonkatheter aufgedehnt werden. 2. Nach Abschluss der Akuttherapie (bei kompliziertem Verlauf auch früher) wird eine Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) durchgeführt zur Klärung der weiteren Therapie.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin