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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Hormonersatztherapie
auch Hormonsubstitution, Östrogenersatztherapie oder Östrogensubstitution genannt

Therapeutische Behandlung der Frau mit Östrogenen bei Wechseljahrbeschwerden zum Ausgleich der nicht mehr bestehenden körpereigenen Funktion der Eierstöcke. Östrogene wirken vorbeugend gegen Osteoporose und werden bei Rückbildungserscheinungen im Genitalbereich und im harnableitenden System sowie bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (umstritten) eingesetzt. Gestagene können zusätzlich zu Östrogenen zur Vermeidung einer von Östrogenen verursachten, nicht bösartigen Wucherung der Gebärmutterschleimhaut verabreicht werden. In bestimmten Fällen sollte keine Hormonersatztherapie erfolgen, z. B. bei bestehenden Blutgerinnseln (Thrombose) und bei bestimmten Formen von Gebärmutter- oder Brustkrebs.

Medikamentöse Therapie
Die Dosierung und die Art der Anwendung unterscheiden sich je nach Bedarf. Die Hormone werden z. B. entweder eingenommen, über die Haut oder über Scheidenzäpfen aufgenommen, seltener über eine Injektion in den Muskel oder über ein Implantat unter der Haut. Zur Vorbeugung gegen Osteoporose wird eine anfänglich geringe Östrogendosis langsam gesteigert.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Östrogene: Brustspannung, Ödeme, Gewichtszunahme, Oberbauchbeschwerden (Völlegefühl) und andere; Gestagene: Unverträglichkeitsreaktionen wie Akne können vorkommen. In der Kombinationsbehandlung wird beim Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen (nach Überprüfung der Ausgangsdosen) ggf. die Östrogendosis reduziert bzw. auf ein anderes Gestagen umgestellt.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin