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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Hypophyse
auch Glandula pituitaria oder Hirnanhangdrüse genannt

Die Hypophyse befindet sich in der Schädelbasis und ist ein kirschgrosses Hormon bildendes Organ. Über den Hypophysenstiel ist sie direkt mit dem Hypothalamus verbunden und stellt mit diesem eine funktionelle Einheit dar. Die Hypophyse setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: 1. Hypophysenvorderlappen (Abkürzung HVL): so genannte Adenohypophyse; Hormondrüse, die mit dem Zwischenhirn über ein spezielles Gefässsystem verbunden ist. Bisher wurden sechs im HVL gebildete Hormone nachgewiesen: FSH, LH, TSH, ACTH, Prolaktin sowie STH. Mit Ausnahme der beiden letzten direkt wirksamen Hormone handelt es sich um Hormone, welche die Funktion anderer (untergeordneter) hormonbildender Organe regulieren. Die Regulation der Hormonausschüttung der Hypophyse erfolgt durch die so genannten Releasing-Hormone („freisetzende“ Hormone). 2. Hypophysenzwischenlappen (Abkürzung HZL): beim Menschen nur verkümmert (rudimentär) angelegt. Hier wird das Hormon MSH gebildet. 3. Hypophysenhinterlappen (Abkürzung HHL): so genannte Neurohypophyse; sie steht über Nervenfasern mit dem Hypothalamus in Verbindung. Die beiden im Hypothalamus gebildeten Hormone Oxytocin und Vasopressin (ADH) werden im HHL gespeichert und freigesetzt.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin