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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Osteodystrophia deformans
auch Ostitis deformans oder Paget-Krankheit genannt

Osteodystrophia deformans ist die Bezeichnung für eine schleichend beginnende Erkrankung mit Veränderungen eines oder mehrerer Knochen. Betroffen sind meist über 50-Jährige in Nordamerika (selten Asien).

Ursachen
Möglicherweise führen erbliche Anlagen und Virus-Infektionen der Knochen abbauenden Zellen (Osteoklasten) zur Erkrankung.

Symptome
Verkrümmung und Verdickung einzelner Röhrenknochen, bei Beteiligung des Schädels Gesichtsdeformierungen mit unter Umständen heftigem (rheumaähnlichem) Knochenschmerz, Neigung zu spontanen Knochenbrüchen, neurologische Symptome (z. B. Lähmungen, Rückenmarkschädigung durch Druck verformter Wirbel, Schwerhörigkeit); im Spätstadium kann es zu gekrümmter Körperhaltung kommen.

Diagnose
Meist wird die Erkrankung durch Zufall im Rahmen von Röntgenuntersuchungen des Skeletts durch Veränderungen äusserer und innerer Knochenanteile festgestellt. In der Skelettszintigraphie (Untersuchung mittels radioaktiv markierter Substanzen, vgl. Szintigraphie) kommt es zur verstärkten Speicherung der radioaktiven Markersubstanz in so genannten Paget-Herden. Labordiagnostisch lassen sich starke Erhöhungen von alkalischer Phosphatase und Hydroxyprolin (einem Baustein des Kollagens) im Urin nachweisen.

Therapie
Calcitonin, Bisphosphonate und Behandlung, die sich an Symptomen orientiert.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin