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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Kernspintomographie
auch Magnetresonanztomographie (Abkürzung MRT) genannt

Die Kernspintomographie ist ein computergestütztes bildgebendes Verfahren, das auf dem Prinzip der Magnetresonanz beruht. Im Gegensatz zur konventionellen Röntgendiagnostik oder Computertomographie wird hierbei keine ionisierende Strahlung verwendet, sondern die Energie gemessen, die unter Einfluss eines von aussen angelegten starken Magnetfeldes bei Relaxation der durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls angeregten Kernspins aus dem Körper in Form von elektromagnetischer Wellen austritt. Durch Überlagerung eines homogenen magnetischen Hauptfeldes mit einem Gradientenfeld werden Magnetresonanzmessungen ermöglicht, bei denen aus den von der Feldstärke abhängigen Resonanzsignalen zusätzlich auf deren Entstehungsort geschlossen werden kann. Die Signale aus verschiedenen beliebig wählbaren Körperschichten lassen sich mit Hilfe eines Rechners zu zwei- oder dreidimensionalen Schichtbildern zusammensetzen. Unter Verwendung von supraleitenden Magneten, die sich zur Erzeugung besonders stabiler Magnetfelder hoher Flussdichte eignen, ist eine der Computertomographie meist überlegene, sehr hohe Kontrastauflösung und Darstellung kleiner anatomischer Strukturen möglich. Die Kernspintomographie wird vor allem angewendet bei Erkrankungen des Nervengewebes (Hirn und Rückenmark, Multiple Sklerose), zur Bandscheibendiagnostik, Gelenk- und Muskeldarstellung.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin